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Moderator Lukas Schöne hat den Leiter der Telefonseelsorge, Alexander Fischhold, bei einer Nachtschicht begleitet und schildert seine Eindrücke. Da so eine Nachtschicht natürlich sehr anstrengend ist und die Anrufer jederzeit Vorrang haben, ist Alexander Fischhold auch noch ausgeruht im Studio, um allgemein über die Telefonseelsorge zu sprechen. Er berichtet, welche Anrufe ihm besonders nahegehen und wie er damit umgeht. Neben ihm als Leiter arbeiten vor allem Ehrenamtliche in der Einrichtung. Etwa 30.000 Anrufe bearbeiten sie pro Jahr. Worum es dabei immer geht: zuhören, ein authentischer Gesprächspartner sein und alle Anliegen ernst nehmen.
Die Corona-Pandemie wird für viele Menschen gerade zur ganz persönlichen Existenzkrise: Arbeiten ist nicht mehr möglich, weil zum Beispiel der Betrieb geschlossen hat, man in Kurzarbeit geschickt wurde oder als Selbständiger keine Aufträge mehr reinbekommt. Andere können nicht mehr in die Arbeit, weil stattdessen die Kinder betreut werden müssen – Schulen, Kitas und Kindergärten haben ja auch geschlossen. Auch finanziell macht sich die Krise bei vielen Menschen jetzt schon bemerkbar.
Gerade diejenigen, die auch schon vor Corona auf Hilfe egal welcher Art angewiesen waren, trifft die Krise jetzt besonders hart. In der neuen Ausgabe von „Total Sozial“ geht es um die sozialen Angebote in der Erzdiözese München und Freising, an die man sich gerade in der Corona-Krise wenden kann.
Eine Frau liegt im Kreißsaal in den Wehen. Sie hat Angst, versteht nicht was um sie herum passiert. Versteht die Hebamme nicht. Zum Glück kennt sie eine sprach-und Kulturmittlerin des Katholischen Jugendsozialwerks in Landshut. Mitten in der Nacht eilt sie herbei, um der werdenden Mutter beizustehen. Diese Geschichte zeigt, wie wichtig die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter in Landshut ist. Drei von ihnen erzählen in der Sendung von ihrer Arbeit. Außerdem spricht Koordinatorin Lucia Hartl darüber, was für sie gelungene Integration ist und welchen Einfluss das Jahr 2015 auf ihre Arbeit hatte, als viele Flüchtlinge gleichzeitig nach Deutschland kamen. - Die Erstausstrahlung der Sendung war im März 2019
Elisabeth Simon vom Landpastoral weiß um die Besonderheiten des kirchlichen Lebens auf dem Land. "Wir müssen die Leute im Alter zwischen 30 und 50 Jahren anzusprechen. Und die junge Generation. Wir müssen kleinere Gemeinschaften stärken und schauen, wie die zusammenkommen." Generell ist es ihr wichtig Begegnung zu schaffen, auch zwischen Katholiken aus Stadt und Land. Dabei helfen ihr verschiedene Partner, wie die Katholische Landvolkbewegung oder die Katholische Landjugend. Und auch mit der Katholischen Landvolkshochschule Petersberg arbeitet der Landpastoral zusammen. Der stellvertretende Direktor der Einrichtung, Sascha Rothschiller, ist ebenfalls im Studio und spricht unter anderem darüber, wie die Volkshochschule das familiäre Leben im ländlichen Bereich stärken will.
Von der Mama ins Bett gebracht werden oder mit dem Papa ein Spiel spielen: Für die meisten Kinder ist das ganz normal. Über 140.000 Kinder in Deutschland leben allerdings ohne ihre Eltern in Heimen. Tendenz steigend. Die Gründe, warum Kinder in Heimen landen, sind vielfältig. In den meisten Fällen entscheiden die Jugendämter, dass die Eltern nicht in der Lage sind, sich angemessen um die Kinder zu kümmern. Wie lange die Kinder dann in den Heimen untergebracht sind, ist ganz unterschiedlich. Wer nicht irgendwann zu den eigenen Eltern zurückkehren kann oder will, muss nach dem Heim ziemlich schnell auf eigenen Füßen stehen. Das WidA will sie dabei unterstützen und ihnen den Übergang mit unterschiedlichen Betreuungsangeboten erleichtern.
Das Hasenbergl hat unter den Münchner Stadtvierteln nicht den besten Ruf. Für viele ist es immer noch ein sozialer Brennpunkt. Ein Ruf der vor allem aus den 70er und 80er Jahren stammt. Damals entstanden dort massenhaft günstige Wohnungen in Hochhaussiedlungen. Was aber lange Zeit fehlte, waren Infrastruktur, Schulen und Freizeitangebote für Jugendliche. Seit 1978 betreibt das katholische Jugendsozialwerk München im Hasenbergl den offenen Jugendtreff KistE. Ein paar Jahre später zog der Jugendtreff in sein heutiges Gebäude in der Gundermannstraße. Für „Total Sozial“ habe ich die KistE besucht und mir dort angeschaut, was den Jugendlichen alles geboten wird.
Ein Kind groß zu ziehen, ist immer einer herausfordernde Aufgabe. Besonders schwer haben es Mütter, die zudem unter einer psychischen Erkrankung leiden. Im Mutter-Kind-Haus Lucia, eine Einrichtung des Sozialdienstes Katholischer Frauen München e.V. finden diese Mütter Hilfe. Zugleich richtet sich das Angebot auch an die Kinder der Frauen, die unter der Erkrankungen ihrer Mütter leiden. Für "Total Sozial" erzählt die Leiterin der Einrichtung Elisabeth Siegl von ihrer Arbeit. Franziska Blöchl nahm die Hilfe der Einrichtung selbst in Anspruch und spricht darüber, mit welchen Herausforderungen sie als junge Mutter mit Schizophrenie zu kämpfen hatte.
Man kommt in ein fremdes Land, spricht kein Wort der Landessprache und fühlt sich erst einmal richtig aufgeschmissen. So geht es vielen Asylsuchenden bei uns. Von denen ist jeder vierte noch dazu minderjährig und teilweise auch noch alleine. Wer könnte ihnen da bei ihren ersten Schritten besser helfen als junge Erwachsene, die das alles selbst schon durchgemacht haben? Bei „Total Sozial“ geht’s diese Woche um das Projekt JuMiLo – Junge Migranten als Lotsen – wo genau das passiert.
Rund 30 Migranten engagieren sich dort als Lotsen. Sie können ihre Erfahrungen an jüngere weitergeben und gleichzeitig zeigen, was sie schon gelernt haben. Dazu gibt es Lernhilfen in unterschiedlichen Fächern und zahlreiche Freizeitangebote.
Wie viele Menschen in Deutschland keine Krankenversicherung haben, darüber gibt es nicht wirklich belastbare Zahlen. Zwar spricht das statistische Bundesamt von etwa 80.000 Fällen. Doch die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen. Es kursiert eine Zahl von knapp einer Millionen Menschen und alleine in München sollen es etwa 30.000 sein, die, wenn sie krank sind, nicht einfach mal so zum Arzt gehen können. Dieser Menschen nehmen sich die Malteser an, in ihrer Praxis in der Streitfeldstraße in Berg am Laim. Dort arbeiten ehrenamtliche Mediziner, allgemein und Zahnärzte, und übernehmen die Erstuntersuchung und -versorgung der Patienten.
Mehr als 400 Menschen mit Behinderung werden im Monsignore-Bleyer-Haus im Münchner Stadtteil Pasing beschäftigt. Je nach Art und Schwere ihrer Behinderung sieht die Betreuung dabei ganz individuell aus. Ein Teil der Beschäftigten arbeitet in den Werkstätten der Einrichtung. Hier gibt es zum Beispiel eine Schreinerei, eine Wäscherei und eine Gärtnerei. In den elf Arbeitsgruppen sind rund 170 Menschen beschäftigt.
Wer aufgrund seiner Behinderung nicht in den Werkstätten arbeiten kann, wird in der Förderstätte beschäftigt. Hier gehen die Behinderten verschiedenen Tätigkeiten nach, die zum Beipiel ihre Konzentration und ihre Feinmotorik trainieren. Förderstättenleiter Stefan Baumgartner ist es dabei wichtig, dass sie alle als "Beschäftigte" bezeichnet werden: "Wir sagen Beschäftigte, weil auch Menschen mit einer schweren Mehrfachbehinderung den Anspruch darauf haben, einer Beschäftigung nachzugehen und etwas leisten zu dürfen."
Arbeiten als Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Das versucht das Monisgnore-Bleyer Haus auch Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Zudem gibt es auf dem Gelände ein großes Wohnheim, wo ein Teil der Beschäftigten wohnt. Wie es sich dort lebt, wie die Arbeit in den Werkstätten und der Förderstätte aussieht und wie die einzelnen Bereiche zusammenarbeiten, darum geht es in der neuesten Ausgabe von "Total Sozial".
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