Trader's Weekend

Trader's Weekend

Download on the App Store

Trader's Weekend episodes

  • "Mittelfristig wird es keine sich selbst verstärkende Inflation geben.", IWH-Präsident Prof. Reint Gropp im Trader's Weekend

    Reint Gropp zählt zu den einflussreichsten Ökonomen der Republik. Nicht nur, weil er Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle  ist

    Er ist immer für ein paar provokante Thesen gut. So zum Beispiel zum 30. Jahrestags des Mauerfalls. Da empfahl er, die Förderung in den ostdeutschen Bundesländern auf die Städte zu fokussieren, statt auf den ländlichen Raum.

     Angesichts der Corona-Pandemie prognostizierte er ein Bankensterben. Das leuchtete ein, weil viele mit einer Insolvenzwelle in Folge des Lockdowns rechneten. Vergangene Woche kam die Nachricht vom IWH, so schlimm wird es wohl doch nicht werden.

    Stattdessen war von Reint Gropp beim MDR in dieser Woche zu hören, er rechnet mit einem Shopping-Boom im Sommer. Ist das der Grund, warum jetzt alle Welt lange nicht gekannte Preissteigerungen und Inflation fürchten? Nach dieser turbulenten Börsenwoche eine wohl berechtigte Frage, der sich der Volkswirt in dieser Episode stellt.

    28 min
  • "Wirecard hat die Angst bespielt, dass Deutschland die Zukunft verpasst", Buchautor und Handelsblatt-Korrespondent Felix Holtermann

    Felix Holtermann ist Journalist. Das ist soweit noch nichts besonderes. Er begeistert sich für Digitalisierung, und das insbesondere im Finanzsektor. Auch hier wird man noch keine Auffälligkeiten bei jemandem erkennen, der Volkswirtschaft in Köln und Auckland studiert hat.

    Felix Holtermann hat aber daneben auch politische Wissenschaften studiert. Und die Kombination aus Ökonomie und Politik hat ihn in dieser Woche ganz klar in eine Pole Position gebracht. Besser gesagt, er konnte seine ganz spezielle Kompetenz an besonderer Stelle anwenden und für seine Leser nutzbar machen. Denn unser heutiger Gast beobachtete den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal. Mit ganz illustren Zeugen wie Olaf Scholz und Angela Merkel.

    Holtermann sieht sie aus einem ganz besonderen Blickwinkel. Denn er hat den größten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegszeit in einem Buch verarbeitet: „Geniale Betrüger“, heißt es. Und es zeigt auf, wie Wirecard Politik und Finanzsystem bloßstellte. Im Prinzip wurde ein System betrogen, das betrogen werden wollte. Die Frage ist nun, wie weit die Einsicht ist – nach der Bestandsaufnahmen dieser Woche.

    24 min
  • "Lockdown ist eine Lösung für die Wirtschaft" Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding im Trader's Weekend

    Eine Ökonom der für Lockdown plädiert? Das klingt widersprüchlich. Doch der Mann, der das tut, gilt als einer der besten Analytiker auf seinem Gebiet. Holger Schmieding ist einer der renommiertesten Volkswirte, die Deutschland hat. Zu den Stationen seiner Karriere zählen Merryll Lynch, die Bank of America, aber auch der Internationalen Währungsfonds in Washington oder das Institut für Weltwirtschaft in Kiel. 

    Das heißt, er hat so ziemlich alle Seiten gesehen, von denen man die Lage der Wirtschaft beurteilen kann – von den Wirtschaftsforschern über die Gestalter der Rahmenbedingungen bis hin zum wirklich aktiven Banking, wo er jetzt auch ist. Als Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Deutschlands ältester Privatbank. Aber was die wenigsten wissen. Herr Schmieding hat angefangen als Journalist. Mit sein erstes Geld hat er bei den Westfälische Nachrichten verdient. Als Journalist gestartet, hat er es dann als Volkswirt zum Prognostiker des Jahres gebracht. Das ist so der Traum eines jeden Journalisten, dass er die Zukunft vorhersehen kann. 

    Schmieding gilt als jemand, der mit seinen Prognosen ziemlich häufig richtig liegt. Das provoziert die Frage, was er uns aktuell voraussagt? Wie geht's denn jetzt weiter in einer ambivalenten wirtschaftlichen Situation? Die Wirtschaftsweisen deuteten in dieser Woche an, dass sie die Konjunkturprognose für Deutschland für 2021 reduzieren werden. Und auf der anderen Seite Börsen im Höhenflug, die mit dem IPO des Kryptomarktplatzes Coinbase gerade wieder einen neuen Star gekürt haben. Wie geht das zusammen?

    24 min
  • "Der Paradigmenwechsel im Finanzsystem ist eine Riesenchance", Marc Friedrich im Trader's Weekend

    Das Auf und Ab an den Börsen wird gern auf harte Nachrichten und kühle Zahlen aus den Unternehmen oder zu bestimmten Assets zurückgeführt. Tatsächlich hängt es aber davon ab, wie diese Informationen interpretiert werden. Und hier scheiden sich die Geister.

    Marc Friedrich hat sich dabei als einer hervorgetan, der den Hypes und Euphorien misstraut. Auch derzeit hangeln sich die Indizes wieder von einem Höchststand zum nächsten. Der DAX hat erst in dieser Woche wieder ungeahnte Höhen erklommen, so dass man sich jenseits der Finanzgemeinde die Augen reibt.

    Denn das Umfeld ist eigentlich nicht unbedingt das Beste. Corona blockiert noch immer weite Teile des öffentlichen Lebens. Ostermontag brachte einer der politischen Protoganisten sogar wieder verschärfte Einschränkungen unter dem Schlagwort „Brückenlockdown“ ins Gespräch, was eine erneute, bundeseinheitliche Zwangspause umschreibt.

    But this time it’s different, dieses Mal ist es anders als vor einem Jahr, hört man einige sagen. Vor gut einem Jahr erlebte der DAX den größten Crash seiner Geschichte, weil die Investoren einen ungekannten Einbruch der Wirtschaft befürchteten. Die Unternehmen mussten tatsächlich teils existenzielle Rückschläge hinnehmen. Doch die große Pleitewelle blieb aus. Bislang. Stattdessen scheint sich hartnäckig Optimismus zu halten.

    Und sogar Beobachter zu überzeugen, die man vielerorts mit düsteren – fast dystopischen – Prognosen in Verbindung brachte. „Der größte Crash aller Zeiten“ hieß zum Beispiel ein Buchtitel, mit dem Marc Friedrich zum Spiegel-Bestsellerautor wurde. Jetzt hat er ein neues Buch vorgelegt. Doch dieses Mal ist es nicht dem Zusammenbruch gewidmet. Es heißt „Die größte Chance aller Zeiten“. Darüber wollen wir im Trader’s Weekend mit ihm reden. Vor allem über die Frage, ob er jetzt die Seiten gewechselt hat.

    Übrigens führt ein Weg zum Buch: http://amzn.to/3bfKWdN
    Und wer weitere Informationen von oder über Marc Friedrich sucht - hier geht es zur Website: https://www.friedrich-partner.de

    20 min
  • Ein Blick in die Glaskugel: Aufwärtsrisiko für Konjunkturprognosen – Dr. Dominik Groll im Trader’s Weekend

    Die Inflationsrate soll im kommenden Jahr enorm ansteigen, während das Wachstum weiterhin gebremst wird. Manche Ökonomen warnen bereits vor „Stagflation“ und die würde ein wirtschaftspolitisches Dilemma nach sich ziehen. Ganze Branchenzweige sehen schwarz, doch der Markt hat nichts falsch gemacht. Der Ausblick ist, trotz einiger Bedingungen, also verblüffend positiv: Denn sobald die Regulierungen fallen, sollte sich die Lage von allein beruhigen. Laut Dr. Dominik Groll theoretisch sogar ohne Hilfe.

    In dieser Woche hilft uns der gelernte Volkswirt und Senior Economist dabei, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Herr Groll arbeitet für das Institut für Weltwirtschaft in Kiel und versucht dort künftige Entwicklungen des Arbeitsmarktes abzuschätzen. Und das macht er schon eine ganze Weile lang. Seit 12 Jahren, um genau zu sein und im Namen des IfW ist er unter anderem regelmäßig an Gutachten für die Bundesregierung beteiligt. Heute teilt er seine Erkenntnisse mit uns im Trader’s Weekend.

    32 min
  • "China ist Freund und Feind" - Prof. Dr. Rolf Langhammer im Trader's Weekend

    Feind oder Freund, dass denken sich die meisten, wenn man China erwähnt. Schon lange verfolgt Prof. Dr. Langhammer die asiatischen Märkte und den Kometenhaften Anstieg der Supermacht China. 

    In den Jahren von 1967 bis 1971 studierte Langhammer Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Danach verschaffte es ihn an das Institut für Weltwirtschaft in Kiel um dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter seine ersten Erfolge zu erreichen. Rolf J. Langhammer diente als Berater sowohl für eine Reihe internationaler Organisationen (EU, Weltbank, OECD, UNIDO, ADB als auch für die Bundesministerien für Wirtschaft (BMWI) und wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ).  Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des internationalen Handels, der Handelspolitik, regionaler Integration und der internationalen Kapitalbewegungen.

    Heute beschäftigen wir uns wie schon erwähnt mit der Supermacht China und die Auswirkung, die das Land auf unsere Weltwirtschaft hat.

    Durch die Corona Krise ist der deutschen Wirtschaft wieder vor Auge geführt worden, wie sehr wir vom bevölkerungsreichsten Land abhängig sind. Es beginnt bei Halbleitern für die Autoindustrie und endet bei Medikamenten.

    Der chinesische Handelspartner bleibt einer der wichtigsten für unsere heimische Wirtschaft. Jedes dritte Auto wird in dem kommunistischen Land verkauft. Durch den Handelsstreit zwischen USA und China gerät Europa aber immer weiter zwischen die Fronten. Ein Spielball der beiden Nationen, wir wollen China nicht als Handelspartner verlieren aber die USA auch nicht.

    26 min
  • „Techwerte laufen in einen Proof of Concept“ – Strategieexperte Prof. Thorsten Feix im Trader’s Weekend

    Der Höhenflug der Techwerte hat in dieser Woche einen Dämpfer bekommen. Die lockere Geldpolitik der US-Notenbank und steigende Renditen am Anleihemarkt deuten eher auf Krisenmanagement statt auf Aufschwungphantasien. Auch hierzulande befeuern steigende Corona-Neuinfektionen – ungeachtet der verunglückten Impfkampagne – die Angst vor anhaltenden Belastungen für die Unternehmen. 

    Die Wirtschaftsweisen korrigierten ihre Wachstumsprognose denn auch nach unten. Dabei sind Technologie und Digitalisierung gerade in der Pandamie stärker denn je gefragt. Man muss hier allerdings differenzieren, sagt Prof. Thorsten Feix, der in Harvard, Genf und Augsburg lehrt. Die hohe Volatilität an den Märkten zeige die Suche nach angemessener Bewertung. Wo der faire Wert für digitale Geschäftsmodelle liegen könnte, untersucht der Experte für M&A, Corporate Finance und Corporate Strategy gerade für sein neues Buch.

    30 min
  • "Blockchain ist viel mehr als Bitcoin - und steht noch ganz am Anfang" - Professor Ralf Wandmacher im Trader's Weekend

    Der vorher unbekannte CEO der Firma Micro Strategy Michael Saylor machte sich bekannt mit seiner Milliardenschwere Wette auf die Kryptowährung Bitcoin, doch damit ist er nicht allein, Elon Musk investierte 1,5 Milliarden Dollar in das Asset dass oft als Digitales Gold bezeichnet wird. Woher kommt dieses Interesse am Bitcoin? Wie zum Beispiel DeFi. Was steckt hinter Decentralized Finance? Eine Finanzwelt ohne Banken, geht das überhaupt?

    Als Professor an der Accadis befasst sich Ralf Wandmacher mit Geschäftsmodellen, als Investor ist er fasziniert von der neuesten Technologie in der Kryptowelt, die man als NFT´s bezeichnet. NFT´s werden oft als digitale Kunst bezeichnet und werden für sehr hohe Beträge im Internet verkauft. In dieser Woche wurde ein neuer Rekord aufgestellt von dem Künstler Beeple. Seine Kunst wurde für über 69 Millionen Dollar an einen unbekannten verkauft. Die Kryptowelt befindet sich in einem Stadium der Euphorie, doch wie lange kann diese Euphorie überhaupt anhalten?

    35 min
  • „Hoffnung auf einen klaren Öffnungsplan sind trügerisch!“ – sagt der ehemalige Vorsitzende des Sachverständigenrats, Prof. Lars Feld

    Corona behält die Gesellschaft im Griff: Diese Woche verlängerte die Bundesregierung wieder einmal die Lockdown-Bestimmungen. Zwar verkündete sie zugleich moderate Öffnungspläne. Doch darauf sollten sich betroffene Betriebe nicht verlassen, sagt der Leiter des Walter-Eucken-Instituts an der Universität Freiburg, Prof. Lars Feld. Das Pandemiegeschehen werde weiter den ökonomischen Handlungsspielraum bestimmen. Feld, der vor einer Woche seinen Posten als Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – kurz „die Wirtschaftsweisen“ – abgegeben hat, äußerst sich auch kritisch zum Krisenmanagement der Bundesregierung. Die Bürokratie sei nicht auf die Bewältigung einer solchen Krise ausgerichtet. Wo Lars Feld Verbesserungspotenzial sieht, was die Krise für die Wirtschaftsstruktur bedeutet und wie sie mit den jüngsten Höhenflügen an den Börsen zusammengeht, erläutert der Ökonom im Trader’s Weekend

    31 min
  • „Wir erleben keine Wiederholung des Neuen Marktes“, Hedgework-Gründer Uwe Lill im Trader’s Weekend

    Totgesagte leben länger, heißt es, und viele Anleger am Kapitalmarkt fühlten sich diese Woche daran erinnert. Die Rückkehr der Inflation schürte Ängste und trieb die Nachfrage nach Anleihen. Der Effekt – lehrbuchmäßig: Der Höhenflug von Aktien insbesondere aus dem Technologie-Sektor wurde gestoppt. Für Uwe Lill allenfalls eine Momentaufnahme. Seit fast 4 Jahrzehnten beobachtet der Gründer des Finanznetzwerks Hedgework das Geschehen an den Börsen und kommt nach dieser Woche zu dem Schluss: „This time it’s (not) different.“ Aktien würden immer alternativlos bleiben, und auch die großen Gefahren aus einer pandemiegebeutelten Realwirtschaft sieht er im Trader’s Weekend differenzierter.

    24 min

About Trader's Weekend

From the publisher's feed

Das Börsengeschehen kann stressen. Nicht nur die Laien, sondern auch die Profis. Auch die Akteure der Wirtschaft freuen sich dann auf's Wochenende. Wer sie in (oder kurz vor) der Auszeit trifft, kann…