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Bei knapp 20.000 Dollar war Schluss. Dann ging es abwärts mit der gehypten Kryptowährung Bitcoin. Das war vor fast 5 Jahren. Doch Totgesagte leben länger, und so ist Bitcoin wieder da. Und dieses mal wertvoller denn je: 50.000 Dollar musste man in der vergangenen Woche für eine Einheit des digitalen Zahlungsmittels in dieser Woche hinlegen. Nicht zuletzt, weil der Tesla-Gründer Elon Musk den Hype anheizt. Auf Twitter treibt er die Euphorie, und mit seiner Firma den Wert. Anfang des Monats kaufte Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Auch solche Aktionen rufen diejenigen auf den Plan, die nach Regulierung rufen. Und diejenigen, die mehr über Hintergründe erfahren wollen. Professor Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance and Management gilt als einer der versiertesten Experten auf dem Gebiet von Blockchain und digitalen Assets. Er gibt Antworten.
P.S.: Hintergründe zum täglichen Börsengeschehen gibt es bei uns auch – im Trader's Breakfast: https://link.chtbl.com/Q9C6mVfV
Wer dieser Tage von Börsen berichtet, erzählt meist die Geschichte von immer neuen Rekordständen. Der DAX markierte zum Wochenbeginn eine neue Bestmarke, und die anderen führenden Indizes weltweit taten es ihm in den zurückliegenden Tagen gleich. Das schürt Hoffnung. Und verstellt den Blick auf sich verändernde Rahmenbedingungen. Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz zum Beispiel sieht mit Sorge, dass manche Unternehmen den Corona-bedingten Hauptversammlungsmodus nutzen, um Kleinanleger zu umgehen. Präsidiumsmitglied Klaus Nieding sieht im aktuellen Rechtssetzungsverfahren eine nachhaltige Gefährdung der Präsenz-HV – und damit der Interessen von freien und Minderheitsaktionären. Derzeit gäbe es viel zu tun, sagt einer der bekanntesten deutschen Anlegerschützer im Trader’s Weekend
Wieder einmal hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung ein Hilfspaket geschnürt. Etwa 10 Milliarden Euro sollen fließen, um Unternehmen und Verbrauchern durch die Corona-Krise zu helfen. Ob das Geld hilft, oder ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, wird dabei ebenso heftig diskutiert wie die weiterhin steigenden Börsenkurse. Dass mit Blackrock einer der weltgrößten Anleger seine Nachhaltigkeitsinvestments verstärken will, ging dabei fast unter. Auch der Expertenbericht zur Energiewende bewegte nur flüchtig Nachrichtenwelt. Und Fridays for Future sind mittlerweile auch allenfalls virtuelle Veranstaltungen. Doch der Schein trügt, sagt die Energie- und Klimaexpertin im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Aus der Krise eine Chance zu machen, sei ihr Lebensmotto, sagt Claudia Kemfert. Im Trader’s Weekend erläutert sie, wie das in der aktuellen Situation aussehen kann.
Tage und Wochen wie diese erinnern zuweilen an das Theater in der griechischen Antike. Große Gesten, finstere Vorhersagen und immer existentielle Fragen entlang imposanter Handlungsstränge. Die Welt im Krisenmodus. Und noch ist der Weg hinaus nicht zu erkennen.
Kassandra lebt. In der griechischen Mythologie stand die Weissagerin für den Fluch, in die Zukunft sehen zu können, mit ihrem Wissen aber kein Gehör zu finden. Ähnlich dürfte sich Marc Friedrich gerade fühlen. Seit Jahren sagt er gemeinsam mit seinem Kollegen Matthias Weik den Zusammenbruch unseres Wirtschaftssystems voraus.
Was die beiden in bisher vier Büchern vorhergesagt haben, ist in weiten Teilen eingetroffen. Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, Strafzinsen auf Sparkonten, die Garantiezinssenkung bei Lebensversicherungen, der Brexit, Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten, die Selbstdemontage der Volksparteien, das Erstarken extremer politischer Kräfte: All das und vieles weitere vor sieben Jahren noch Undenkbare ist längst Realität.
Lange Zeit sind Friedrich und sein Partner davon ausgegangen, dass es ein paar – wenn auch tiefgreifende – Reformen braucht, dann kommen wir wieder ins Gleichgewicht. Seit dem vergangenen Jahr plädiert Friedrich für eine Stunde null. Seine Recherchen und Analysen führten ihn zu dem Schluss: Der Crash ist die Lösung.
Jetzt ist sie da. Doch für Marc Friedrich kein Grund, sich in der heimischen Hängematte im heimischen Garten die Hände zu reiben. Zwar chillt auch er derzeit häufiger, wie er sagt. Allerdings heißt chillen für Marc Friedrich nicht untätig sein. Die gegenwärtige Situation bewegt ihn auch fernab vom Büro.
Börse ist schwer planbar. Und doch hätte diese Woche anders laufen sollen, zumindest aus Sicht der Profis am Markt. Der Hype um die Gamestop-Aktie erregt die Gemüter – und zieht Menschen in den Handel, die Aktien bislang gemieden oder gar für turbokapitalistisches Teufelszeug gehalten haben. Mit massiven Käufen haben ambitionierte Kleinanleger die Papiere eines Unternehmens, das kurz vor der Pleite steht und dessen Geschäftsmodell überholt ist, in schwindelerregende Höhen getrieben. Um 350 Prozent stieg der Wert seit Wochenbeginn, während die Indizes führender Industrieunternehmen um 3 Prozent und mehr nachgaben. Diese Art Geschichten sind es, die Henning Gebhardt faszinieren. Für das Manager Magazin war er einst „Deutschlands erfolgreichster Fondsmanager“. Das war als Angestellter bei der DWS und später als Leiter Vermögensverwaltung bei der Privatbank Berenberg. Mittlerweile gibt er sein Knowhow als Berater weiter. Bei GAPS Capital, seinem eigenen Unternehmen. Mit ihm sprachen wir über das Verhältnis von Real- und Finanzwirtschaft. Und über den Reiz des Kapitalmarktes.
Der Aufschrei der deutschen Wirtschaft war hörbar, als in dieser Woche der Lockdown des Landes noch einmal verschärft wurde. Corona macht nicht an Grenzen halt. Aber glaubt man der Unternehmensberatung Kearney, dann wird Deutschland deutlich schlechter aus der Krise kommen, als beispielsweise China oder die USA. Auch Professor Christoph Schalast von der Frankfurt School of Finance and Management hat früh vor einer bevorstehenden Insolvenzwelle gewarnt. Damit verbunden sei wachsender Druck auf Kreditgeber, sprich die Banken, die sich eben erst aus dem Schlamassel der Finanzkrise gewirtschaftet hatten. Schalast ist zugleich Anwalt und einer der renommiertesten Experten für Unternehmenstransaktionen. Und in dieser Funktion sieht er im Trader’s Weekend nicht nur schwarz für die kommenden Monate.
Das neue Börsenjahr hat begonnen, wie das alte endete: Die Kauflust der Anleger ist kaum gebremst. Trotz der politischen Spannungen rund um den Präsidentenwechsel in den USA. Trotz der Ängste um Mutationen des Corona-Virus. Patricia Falco Beccalli hat einen besonderen Blick auf das Geschehen auf den Märkten. Lange Zeit war sie als Anchorwoman das europäische Gesicht des Wirtschaftssenders CNBC. Mittlerweile ist sie Investorin. Mit der Principle AG unterstützt sie Gründerinnen und Gründer, die sich der Nachhaltigkeit und entsprechenden Geschäftsmodellen verschrieben haben. Dabei geht es ihr um mehr als die Finanzierungen, erzählt Patricia Falco Beccalli im Trader’s Weekend.
Gute Nachrichten locken die Menschen. Auch an die Börse, wo der deutsche Leitindex DAX in dieser Woche erstmals die 14.000-Punkte-Marke knackte. Doch mit der Euphorie kommen die Warner: Was hochsteigt, kann auch tief fallen. Gerade für unerfahrene Anleger könne das eine Gefahr sein. Der Medienunternehmer Andre Braun hält dagegen. „Unsere Generation ist heiß auf Aktien“, sagt der 18-jährige. Dabei verkennt er nicht die Risiken, denn diesen hat er sich als Mehrfachgründer schon in Kindertagen gestellt. Ein ungewöhnlicher Werdegang mit einem ambitionierten Ziel: Andre Braun möchte in Europa ein Technologieunternehmen schaffen, das es mit den Branchenriesen in Übersee aufnehmen kann. Jugendlicher Überschwang oder visionäre Strategie? Unser Trader’s Weekend
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