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Diesmal dreht sich alles um mich selbst
Die ITB 2026 feiert 60 Jahre touristisches Schaulaufen, Schulterklopfen und Zukunftsversprechen – und bleibt trotz (oder gerade wegen) ihrer analogen Pracht der physische Höhepunkt des Jahres.
Doch während auf den Bühnen weiter fleißig das Buzzword-Bingo gespielt wird, schlägt der Puls der Branche längst an einem anderen Ort: in den Zwischenräumen. Dort, wo Gespräche nicht durch Slotzeiten begrenzt und Aussagen nicht durch PR-Abteilungen geglättet sind.
Hier setzt „Voices of Tourism by travelholics“ an – ein Projekt, das nicht nur zuhört, sondern auch nachfragt.
Im mobilen Podcaststudio in Halle 6.1, stilecht untergebracht in einem 1967er VW-Bulli, entsteht das, was Panels oft nicht liefern können: echte Gespräche. Keine Rhetorik-Slaloms, sondern Begegnungen mit Tiefgang. Gedanken, die sich nicht in Slogans pressen lassen. Und Stimmen, die auch dann noch gehört werden, wenn der letzte Messewein längst entkorkt ist.
🎙️ Warum das Ganze?
Ich komme nicht allein, sondern mit Technik, Ideen und dem unbändigen Willen, den Stimmen der Branche ein Format zu geben, das wirkt.
Du bist Aussteller, Branchenmensch, Visionärin, Zweifler, Freund, Kritiker oder einfach ein neugieriger Gast auf der ITB 2026? Dann lade ich dich herzlich ein:
Danke für #schlauhören und #weiterdenken und herzliche Grüße!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Jahresausblicke haben einen Hang zur Oberfläche: Zahlen, Ziele, Marktanteile. Doch die Touristik im Jahr 2026 ist weniger eine Branche im klassischen Sinn als ein System im Umbau – und Systeme lassen sich nicht mit Checklisten beruhigen.
**Im 3B-Gipfeltreffen treffe ich erneut Thomas Bösl und Michael Buller. **
Währung heißt: Es gibt Kurse, es gibt Inflation, es gibt Gewinner – und es gibt Institutionen, die Stabilität erzeugen (oder verlieren).
KI beschleunigt alles, aber nicht gleichmäßig. Sie entlastet Prozesse – und erzeugt gleichzeitig neue Ungewissheit. Bösl insistiert auf einem unromantischen Pragmatismus: KI gehört dorthin, wo sie hilft; man muss beobachten, wie sich Konsumentenverhalten verschiebt; und man muss schneller reagieren als früher.
Buller beschreibt die Kehrseite: Eine Geschwindigkeit, die Unternehmen strukturell und mental überfordert, weil Reflexion nicht mehr mit der Innovationsrate mithält.
Im Reisevertrieb verdichtet sich diese Spannung zu einer Rollenfrage: Was bleibt, wenn Maschinen Reiseideen und Buchungsstrecken „gut genug“ generieren? Die Antwort ist nicht „der Mensch“, sondern eine spezifische Qualität des Menschlichen. Bösl nennt es EI – emotionale Intelligenz – in Verbindung mit KI: Kontext, Fingerspitzengefühl, Beziehung, Verantwortung.
Die Stimmung in dieser Episode scheint mir kein reines Sentiment.
Parallel verschieben sich die Regeln der Sichtbarkeit. KI-Anfragen verhalten sich nicht wie Menschen: Sie kommen, extrahieren Information, verschwinden – ohne Kaufabsicht.
Wer 2026 weiterhin nur Reichweite optimiert, optimiert möglicherweise am Markt vorbei. Der implizite Auftrag lautet: Bindung neu definieren, Loyalität jenseits von Rabatt-Mechaniken denken – und die Fähigkeit zur glaubwürdigen Empfehlung stärken.
Schließlich zeigt unser Talk auch, dass „Zukunft“ nicht allein technisch verhandelt wird. Regulierung wirkt als Marktstruktur: Die Pauschalreiserichtlinie wird von Michael Buller und Thomas Bösl als haftungsbasierter Schutzmechanismus beschrieben – ein Grund, warum Plattformen trotz Datenmacht nicht einfach packaging-dominant werden.
Und die 2030-Perspektive? Michi lobt Impulse, fordert aber Zielklarheit: Maßnahmen ohne „Wofür“ bleiben Verwaltung statt Strategie.
So endet das 3B-Gipfeltreffen nicht mit Prognosen, sondern mit einem Denkangebot: Wenn Vertrauen die Währung ist, dann ist die Aufgabe 2026, Institutionen des Vertrauens zu bauen – im Reisebüro, in Plattformen, in Prozessen, in Politik. Alles andere ist nur Taktik.
Danke für s weiterdenken und herzliche Grüße!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Zum Jahresausklang wird Travelholics leiser – und genauer, und ich beende den Podcast der Touristik 2025 nicht mit einer Bilanz in Zahlen, sondern mit einer Erzählung, die das Jahr in einem einzigen Raum verdichtet.
Im Foyer eines Restaurants, unter einer Beachflag, auf der „Trust – Openness – Collaboration“ steht. „X-Mas Value Experience Dinner“ ist eine satirisch-warme Weihnachtsgeschichte über eine Arbeitswelt, die ihre Sehnsucht nach Sinn oft in Anglizismen, Formate und wohlklingende Leitbegriffe auslagert – bis ein Stromausfall die Inszenierung beendet.
Was dann bleibt, ist das, was Werte eigentlich sind oder sein sollten. Verhalten ohne Publikum. Menschen, die einander Brot reichen. Gespräche ohne Protokoll. Und die vorsichtige Erkenntnis, dass „Transformation“ manchmal dort beginnt, wo wir Dinge wieder beim alten Namen nennen: Arbeit. Vertrauen. Ehrlichkeit.
Diese Episode ist Dankeschön und Einladung zugleich.
Im neuen Jahr kehrt Travelholics wieder zurück – mit neuen Begegnungen, Gedanken, Insights und Anregungen.
Nun wünsche ich wie in den 393 Episode davor auch:
Viel Freude beim Schlauhören und sende herzlich das Beste zum Feste
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Zwischen Schlagzeile und Struktur
Jahresrückblicke sind immer auch ein Ritual: Man sortiert Ereignisse, kürt „Themen des Jahres“ und versucht, aus zwölf bewegten Monaten eine saubere Geschichte zu machen. Für den Travelholics Jahresrückblick 2025 wollte ich genau das nicht allein tun – sondern dort, wo ein großer Teil unserer Branchendeutung täglich entsteht: in der Redaktion von fvw | TravelTalk in Hamburg.
Gemeinsam mit Alexander Krug und Klaus Hildebrandt habe ich darüber gesprochen, welche Entwicklungen tatsächlich strukturelle Spuren hinterlassen – jenseits der Aufregungskurven einzelner Schlagzeilen.
Dazu gehört etwa:
Die Episode ist weniger Rückblick als Inventur: Wo stehen wir als Ökosystem aus Veranstaltern, Vertrieb, Leistungsträgern und Destinationen – und was bedeutet das für die nächsten Jahre?
Wie immer wünscht viel Freude beim #schlauhören
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Das wirkt oft wie ein Dickicht aus Paragrafen, Fristen und Formblättern. Doch wer genau hinschaut, erkennt darin ein präzises Koordinatensystem für Macht, Risiko und Verantwortung in der Touristik. In dieser Sonderepisode von travelholics – Der Podcast der Touristik wird dieses Koordinatensystem mit Hilfe von Prof. Hans Josef Vogel neu vermessen – unmittelbar nach seinem Vortrag auf der
Jahrestagung der Schauinsland-Reisen Partner-Reisebüros auf Zypern
Die Themen reichen von der Reform der Pauschalreiserichtlinie über die möglichen Rückforderungen von Corona-Hilfen bis hin zu scheinbar banalen, tatsächlich aber haftungsträchtigen Alltagssituationen im Reisebüro: Was bedeutet es, wenn ein Mitarbeiter „alle Zimmer sind renoviert“ zusichert? Wie weit reicht die Verantwortung für Leistungsänderungen, die eigentlich auf Airline-Entscheidungen zurückgehen? Und was passiert, wenn eine ganze Generation von Agenturinhaber:innen ihre Betriebe übergeben möchte, während im Hintergrund ungeklärte Beihilfe-Fragen schlummern?
Hinzu kommt eine zweite, nicht minder relevante Ebene: der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. KI-generierte Bilder und Texte eröffnen neue Freiräume im Marketing – und zugleich neue Grauzonen zwischen Visualisierung und Täuschung. Vogel ordnet ein, wann eine kreative Darstellung zur Irreführung wird, welche Wahrheitspflichten für Reisebüros und Veranstalter gelten und warum „schöne Bilder“ rechtlich teuer werden können, wenn sie zu wenig mit der Realität zu tun haben.
Diese Episode ist kein trockener Rechtsvortrag und auch keine rechtliche Beratung, sondern eine Einladung, Reiserecht als strategisches Instrument zu begreifen: als Rahmen, in dem sich Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen und Nachfolgeregelungen bewegen.
Wer verstehen will, wie sich die Branche juristisch in die 2030er-Jahre hinein entwickelt, findet hier Orientierung – jenseits alarmistischer Schlagzeilen und abseits reiner Formalien.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Problemlöser beats Skalierer*
Am 02. Dezember war es wieder soweit! Das große Travel Industry Club & VIR Travel Start-up Night Finale 2025 startete bei ADVANT Beiten in Frankfurt am Main.
Bei den diesjährigen TIC & VIR Travel Start-up Nights haben die GründerInnen bewiesen, wie viel Einsatz und Innovation sie in die Branche bringen – von digitalen Lösungen bis hin zu neuen Services für Reisende. In diesem Jahr haben sich wieder die vier Erstplatzierten der einzelnen Abende sowie die zwei besten Zweitplatzierten aller Runden für das Finale qualifiziert.
Mit dabei sind FashionTouri, New Travel, Nox Mobility, Onsai, Traivelling und Vantrip. 🎤🚀
Beim Finale hatten die Start-ups die Chance nochmal alles zu geben, wenn es wieder heißt 3, 2, 1,.. Pitch!
Der Podcast der Touristik war live dabei und bringt dieses großartige Format direkt auf die Ohren.
Wie immer wünscht viel Freude beim #schlauhören
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
2026 rückt Reisen näher an Identität als an Inventar
Das bedeutet für die Travel Industry aus meiner Perspektive ganz klar weniger Pflicht, mehr Passung.
gibt in dieser Episode Auskunft, denn Skyscanner legt einen global erhobenen Report vor, der zeigt, wie sehr Motivation, Kontext und Verfügbarkeit heute zusammenspielen.
Befeuert von KI-gestützter Suche, Preisintelligenz und Social-Signals.
Für die Branche bedeutet das: Kuratieren statt katalogisieren, Experience Design statt „Sightseeing by Checklist“. Beratung wird so zur Kunst, Daten und Bedeutung klug zu verbinden.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
„Unsichtbare“ Software, sichtbare Wirkung
Wer moderne Touristik verstehen will, muss den Maschinenraum betreten. In dieser Episode von travelholics sprechen wir nicht über sichtbare Frontends, sondern über die unsichtbare Infrastruktur, die Prozesse stabilisiert und Kundenerlebnisse überhaupt erst ermöglicht.
Passolution-CEO Dennis Zimon
zeigt, wie aus einer regulatorischen Nische (Einreiseinformationen) eine skalierende Plattform wurde: Mehr als 50 Integrationen, 44 Mio. Abfragen, 99,9 % Datenqualität – und ein Cruise-Stack, der neben Gesetzeslage auch reederei-spezifische Regeln berücksichtigt und Änderungen direkt an Endkund:innen spielen kann.
Im Gespräch mit Dennis habe ich ganz klar verstanden, dass Exzellenz in Daten und Distribution kein Beiwerk ist, sondern die Voraussetzung, um Beratungstiefe, Effizienz und Resilienz gleichzeitig zu erreichen. Aufgezeichnet haben wir unseren Talk übrigens beim QTA Reisesommer 2025 in Mainz.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
…sondern Praxis im Präsens.
Im Anschluss an den Think Tank „Impulse4Travel“ treffe ich die Nachwuchstouristikerin Celina Amling, die im Rahmen der Young Talents Initiative des DRV Teil der Runde in Leipzig war.
Sie kommt aus der Reisebüro-Praxis, studiert Tourismus und fordert, das Immergleiche zu durchbrechen: Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit nicht nur benennen, sondern in kleinen, belastbaren Schritten verankern.
Was bedeutet das für Inspiration (Social Media), für Beratung (barrierearme Live-Formate) und für die Kultur in Teams (Kommunikation, faire Bedingungen, Lernkurven)?
Diese Episode des Podcast der Touristik bietet eine halbe Stunde fokussiertes Denken an.
Ganz ohne Pathos, aber mit Handlauf für den Alltag. Unsere Einladung zum mitreden und anfangen.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Heute war gestern das Morgen
Die Zukunft ist kein Singular mehr. Wer über KI im Reisebüro spricht, verhandelt eigentlich Zukünfte: Szenarien, die Beratung, Vertrieb und Beziehung neu ordnen. Der lineare Pfad von Inspiration → Buchung → Betreuung löst sich in permanente Berührungspunkte auf. In diesem Feld wird Strategie zur Praxis der kleinen Schritte: Routinen streichen, menschliche Urteilskraft mit KI verlängern, Kommunikation verdichten, Teams befähigen.
Gewinner ist nicht die Maschine, sondern der Mensch, der sie richtig einsetzt: weg von der Preisschlacht, hin zu Erlebnisdesign und Concierge-Leistungen.
Diese Episode – live vom QTA Reisesommer – ist eine Einladung, das Morgen nicht zu fürchten, sondern zu formen.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
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