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Die US-Börsen bewegen sich im frühen Donnerstaghandel kaum vom Fleck. Die Richtungslosigkeit ist auch Ausdruck der seit gestern Abend gemeldeten und teilweise unterschiedlich ausgefallenen Quartalszahlen.
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Neben den geopolitischen Risiken, die den Ölpreis anfachen, leidet der Aktienmarkt zunehmend auch unter dem Aufrieb bei den Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen. Goldman Sachs warnt heute Morgen, das jegliche Rallye ins Jahresende hinein klein und kurzlebig sein könnge. Marktteilnehmer werden sich heute bei Anleihen vor allem auf die Aktion 20-jähriger US-Staatsanleihen fokussieren. Eine erneut schwache Nachfrage könnte die Renditen weiter anfachen. Die Berichtssaison bleibt weiterhin auf Kurs, mit soliden Ergebnissen bei Procter & Gamble auf der Sonnenseite, während es bei Morgan Stanley nach den Ergebnissen bergab geht.
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Trotz der überwiegend erfreulichen Quartalszahlen sehen wir zum Opening der Wall Street leichte Gewinnmitnahmen. Bis auf die Aktien der Bank of America, reagieren die Aktien von Goldman Sachs, Lockheed Martin und Johnson & Johnson auf die Ergebnisse kaum. Die Aktien der Wyndham Hotels profitieren von einem Übernahmeangebot durch Choice Hotels. Die Aktionäre sollen mit $90 in Cash und Aktien abgefunden werden. Die amerikanische Wirtschaft will nicht abkühlen, mit den September-Einzelhandelsumsätzen im Vergleich zum Vormonat bei 0,7% und exklusive Autos bei 0,6%. Die Wall Street hatte mit 0,3% und 0,2% gerechnet. Inklusive der Rede von FED-Chef Jerome Powell am Donnerstag, stehen im Wochenverlauf noch rund 20 Reden von Notenbankern.
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Die Spannungen in Nahost dominieren zum Wochenauftakt die Schlagzeilen an der Wall Street. Sieht man von den geopolitischen Risiken ab, ist das Umfeld überwiegend bullish. Das BIP-Wachstum sollte für Q3 erfreulich ausfallen, mit einem bisher soliden Start in die Berichtssaison. Das diverse FED-Mitglieder ein Ende oder wenigstens eine Pause der Zinsanhebungen signalisieren, ist ebenfalls positiv zu werten. Abgesehen von Schwab und Rio Tinto, stehen keine wichtigen Quartalszahlen an. Die Aktien von Pfizer starten nach der Wachstumswarnung am Freitag-Abend schwach in den Tag. Was Wirtschaftsdaten betrifft, stehen heute keine wichtigen Daten an.
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Wir sehen eine Verschärfung der Lage in Israel und Gaza, was den Ölpreis um rund 4% anfacht. Marktteilnehmer dürften vor dem Wochenende erneut Zurückhaltung üben. Was die vor Handelsstart gemeldeten Ergebnisse betrifft, sehen wir auf breiter Front positive Reaktionen. Wie zu erwarten war, können die Quartalszahlen der Großbanken die stark gesenkten Ziele der Analysten übertreffen. Dazu gehören neben der Citigroup auch J.P. Morgan, Wells Fargo und PNC Financial. BlackRock steht vor allem wegen der überraschend hohen Kapitalabflüsse unter Druck. Absatz des Finanzsektors kann auch United Health von soliden Ergebnissen und angehobenen Aussichten profitieren.
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Die Kernrate der Verbraucherpreise lag im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr im Rahmen der Schätzungen. Dass die Gesamtrate etwas heißer ausgefallen ist als erwartet. Die Ergebnisse fallen ansonsten gemischt aus, mit den Aktien von Walgreens trotz reduzierter Aussichten im Plus. Dass der chinesische Staatsfonds erstmals seit 2015 Aktien der Großbanken gekauft hat, habt die Stimmung in in Asien. Die Hoffnung auf weitere stabilisierende Maßnahmen wird dadurch weiter angefacht.
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Die US-Erzeugerpreise sind im September heißer als erwartet ausgefallen. Das heute anstehende Sitzungsprotokoll der letzten Tagung sollte eine weitere Zinsanhebung in Aussicht stellen. Wie dem auch sei, wird das durch die Aussagen der FED diese Woche entkräftet. Vor den morgen anstehenden Verbraucherpreisen und der Rede von Jerome Powell, sollten wir etwas Zurückhaltung sehen. Die enttäuschenden Umsätze von LVMH belasten die Aktien aus dem Luxusgüter-Segment. Exxon feiert die größte Übernahme seit dem Deal mit Mobil, und kauft Pioneer Natural Resources für rund $60 Mrd. Heute beginnt außerdem der Handel von Birkenstock, mit einem Zuteilungskurs von $46. Das US-Anlegermagazin Barron’s hält die Bewertung der Aktie für zu hoch.
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Seit Mitte letzter Wochen hat sich die Stimmung und das Marktverhalten merklich gebessert. Obwohl der Ölpreis zum Wochenauftakt über 4% zulegen konnte (weiterhin deutlich unter den Hochs der letzten Wochen), konnte sich der Dow Jones von dem über 150 Punkte Verlust erholen. Das liegt vor allem an den technisch stark überverkauften Indikatoren, wie auch an dem Rücklauf bei den Renditen der US-Staatsanleihen. Die regionalen Notenbanken von San Francisco und Dallas betonen beide, dass insbesondere durch den Anstieg der langlaufenden Renditen die Arbeit der FED erledigt werde. Ein Signal, dass es keine weitere Anhebung geben wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung im Jahr 2023 ist von über 50% auf mittlerweile unter 30% gesunken. Am Donnerstag werden Marktteilnehmer nicht nur auf die September-Verbraucherpreise achten, sondern auch auf die Rede von FED-Chef Jerome Powell im Wirtschaftsclub New York. Was Ergebnisse betrifft, konnte Pepsi heute Morgen die Ziele schlagen. Außerdem wurden die Aussichten leicht angehoben. Auch Honeywell äußert sich positiv zum Quartalsverlauf. Im Tagesverlauf findet bei Adobe und Hewlett Packard der Analystentag statt.
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Die Marktreaktionen auf die Ereignisse in Israel vom Wochenende sind wenig überraschend. Während die Ölpreise deutlich angestiegen sind, kletterten auch die Goldnotierungen nach oben. Die Aktienkurse legten dagegen den Rückwärtsgang ein. Bei den Rohstoffen handelt es sich um die üblichen Reaktionen auf eine sich destabilisierende Lage im Nahen Osten. Die Verwirrung der Marktteilnehmer wird in den USA dadurch verstärkt, dass die Aktienmärkte trotz Feiertag (Columbus Day) geöffnet sind, während die Anleihemärkte geschlossen bleiben.
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Die gestrige Rallye war zögerlich und erneut reduziert vor allem auf nur wenige Mega-Tech-Aktien. Wie dem auch sei, resultierten einige Schwächephasen im Tagesverlauf in keinen zunehmenden Verkäufen. Dass die Futures vorbörslich Sand im Getriebe haben, ist psychologisch besser als eine deutlich freundliche Tendenz. Im Vorfeld der morgigen Arbeitsmarktdaten, und des Feiertags am Montag, dürften wir Zurückhaltung sehen. Gleiches sehen wir auch bei den Renditen der Staatsanleihen. Die Tatsache, dass der Ölpreis binnen nur sechs Handelstagen über 10% verloren hat, reflektiert die wachsende Sorge vor einer härteren Wirtschaftslandung. In dem Zusammenhang beobachten Marktteilnehmer die Zinskurve der 2- und 10-jährigen Staatsanleihen, die deutlich weniger invers wird. Eine rasant steiler werdende Zinskurve ist oft der Vorbote einer Rezession. Im Tagesverlauf werden sich zwei Mitglieder der FED zu Wort melden. Außerdem stehen heute einige Auktionen von US-Staatsanleihen an.
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