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Welche gesundheitlichen Folgen von Schicht- und Nachtarbeit sind tatsächlich gut belegt und wo bleibt die Evidenz unsicher? Anna spricht mit Prof. Dr. Thomas Behrens vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) über Schlaf, Müdigkeit, Unfallrisiken, psychische Belastungen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie die Forschung zu möglichen Krebsrisiken.
Außerdem geht es um die Light-at-Night-Hypothese, Chronotypen und arbeitswissenschaftliche Empfehlungen für Schichtpläne, von Rotationsrichtung und aufeinanderfolgenden Nachtschichten bis zu Ruhezeiten und individuellen Bedürfnissen. Zum Abschluss erklärt Thomas, welche Rolle Schlafhygiene, Bewegung und Ernährung für Beschäftigte spielen und warum viele Zusammenhänge weiterhin schwer eindeutig der Schichtarbeit zuzuordnen sind.
Warum werden unsichere Situationen und unsicheres Verhalten häufig nicht angesprochen, obwohl Führungskräfte und Beschäftigte wissen, dass sie reagieren sollten? Anna und Stefan zeigen anhand von Erfahrungen aus Trainings und Workshops, welche Folgen fehlendes Feedback haben kann: Unsicheres Verhalten wird normalisiert, Vorbildwirkung geht verloren und bestehende Glaubenssätze werden weiter bestätigt.
Dabei geht es um Zeitdruck, Unsicherheit, negative Erfahrungen und fehlenden Rückhalt ebenso wie um konkrete Lösungsansätze. Klare Erwartungshaltungen, die Befähigung von Führungskräften und Sicherheitsbeauftragten, praktische Übungen und konsequentes Nachfassen durch das Management sollen dazu beitragen, dass Ansprechen Schritt für Schritt Teil der gelebten Feedbackkultur wird.
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