Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

By P. Markus Johannes StraubhaarReligion & Spirituality
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Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium episodes

  • Glühendes Herz und leuchtendes Antlitz - Hl. Stephanus

    Die leuchtende Gestalt des Stephanus, die „erfüllt mit Geist und Weisheit“ beschrieben wird, ruft eine ambivalente Reaktion hervor: das göttliche Licht wird einerseits ersehnt von den Menschen, aber es ist auch in der Gefahr, erstickt und beseitigt zu werden. Stephanus, erfüllt vom Hl. Geist, im Angesicht des Göttlichen, reagiert auf die Bosheit nicht mit einem verhärteten Herzen, sondern mit einem geöffneten. Als die Steine der Anklage auf ihn niederprasseln, reagiert er in der Macht, die Bosheit in Liebe zu verwandeln. Sein geöffnetes Herz ist die spiegelbildliche Erscheinung des geöffneten Himmels über ihm.

    16 min
  • Weihnachten hat eine verwandelnde Kraft

    Das Weihnachtsevangelium hat nichts von seiner ursprünglichen Kraft und Schönheit verloren. Auch wenn wir es schon viele Male im Verlauf unseres Lebens gehört haben, es hat immer noch die Kraft, unsere Herzen nicht nur zu berühren, sondern unsere Herzen zu verwandeln und zu erneuern. 

    23 min
  • Die Gnade des Einen wird zum Lobpreis des Andern

    Es zeigt sich eine Art Kettenraktion, wie hier, in der Begegnung von Maria und Elisabeth, einer den andern berührt und die Gande des Einen zur Gnade und Erkenntnis des andern wird. Weil Maria ihr Ja gesprochen hat, kann sie Elisabeth so grüßen, dass selbst Johannes im Schoß der Mutter von der Freude ergriffen wird. Und diese spürbare Freude des Johannes wird zur Freude Elisabeths, die wiederum den Glauben Marias preist, so dass Maria den überwältignden Lobpreis über die Taten des Herrn an ihr und an allen Geschlechtern, die ihr vorausgegangen sind, singen kann. Es ist ein Ineinaderwirken des Einen mit dem andern, so dass in dieser Begegnung etwas vom innersten Wesen der Glaubensgemeinschaft sichtbar wird.

    16 min
  • Von der Last befreit - zur Freude erlöst

    Wir können uns nicht selber, am eigenen Schopf, aus dem herausziehen, was uns fesselt und bindet. Es braucht einen, der uns an der Hand nimmt und herausführt! Die Kirchenväter deuten den Moment, wo Johannes der Täufer im Bauch seiner Mutter aufhüpft vor Freude als den Moment, wo er von der Last der ererbten Menschheitsschuld befreit wird, von der Knechtschaft der Sünde, vom drückenden Joch, das auf jeder Schulter ruht, weil Christus nahe ist. Erlöst sein heißt, zutiefst befreit sein und aufatmen können, weil Gott in die Nähe kommt und er Mensch aus seiner Isolation herausgeführt wird. Da, wo der Herr nahe ist, kann das Herz des Menschen froh und frei werden.

    18 min
  • Advent ist Ausschauhalten

    Der Advent spiegelt die Grundform des christlichen Lebens, denn für den Christen ist eigentlich immer Advent! Dies soll uns in der Adventszeit neu bewusst werden: dass wir in der ständigen Ausrichtung auf den Herrn sind, Ausschau haltend, wie Jesus in die Armut des menschlichen Fleisches gekommen ist und Ausschau haltend nach dem Herrn, wie er am Ende wiederkommt, auf den Wolken des Himmels. Und beides verknüpft Jesus mit dem Begriff des „Menschensohns“.

    14 min
  • Ausgespanntsein auf Seine Wiederkunft
    Wir stehen immer in der Gefahr, angesichts dieser unglaublichen apokalyptischen Bilder, das Kommen des Herrn in weite Ferne zu rücken, meinend, dass das nicht eintreten kann, was wir uns nicht vorstellen können. Fast scheint die Welt in das Chaos zurückzusinken, aus dem sie einst hervorgegangen ist, weil die Kräfte der Schöpfung zuinnerst erschüttert werden.Jesus warnt nun seine Hörer vor einer doppelten Gefahr: die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen und falschen Propheten nachzulaufen. Was er von uns erwartet ist eine innere Ausrichtung auf seine Wiederkunft, die schon begonnen hat!
    16 min
  • Uns lieben lassen und fähig werden, zu lieben
    Die Liebe hat eine wandelnde Kraft. Wo wir etwas in die Gottesliebe hineinstellen, da wird es nicht genommen, sondern gewandelt, und da,  wo ein Mensch in der Gottesliebe lebt und betet und liebt, da wird seine Liebe von Gott noch einmal vertieft, gewandelt, erneuert und geheiligt.


    17 min
  • Wieder in die Spur kommen

    Die Begegnung mit Bartimäus ist mehr als eine Heilung, sie ist vielmehr liebende Erwählung und Berufung. Am Anfang heißt es im griechischen Text von dem Blinden:

    „Er saß neben dem Weg“ - so etwas wie „er war beeinträchtigt“, oder wir könnten sagen, er war nicht in der Fülle des Lebens.


    Am Ende heißt es, er war „auf dem Weg“, wörtlich sogar „in“ dem Weg, er ist in Christus aufgenommen worden. Es geht nicht nur um Heilung, es geht vielmehr um Erwählung, um Berufung und Befreiung. 


    Auch das „Steh auf!“ ist auf eine tiefere Wirklichkeit zu beziehen, Es ist die innere Wirklichkeit einer Auferstehung.


    18 min
  • Bleibende Begegnung - Jesus und Zachäus

    Die einzigartige Begegnung mit Zachäus bringt das Wesen der Kirche zum Ausdruck, wenn Jesus hier sagt: „Heute ist es mir nötig, in Deinem Haus zu bleiben!“ - Letztlich will der Herr nicht nur ein gewöhnlciher Gast sein, einer, der am Ende wieder geht, sondern es soll eine bleibende Begegnung sein, die das ganze Leben des Zachäus fortan prägt und verwandelt. Es ist das Wesen der Kirche, dass wir selbst ein Ort werden, wo wir Gott aufnehmen und dabei selbst die Aufgenommenen werden. 

    16 min

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"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie.