Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

By P. Markus Johannes StraubhaarReligion & Spirituality
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Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium episodes

  • Im Sichtbaren empfangen wir auch das Unsichtbare

    Am Erntedankfest werden wir durch das Sichtbare hindurch zum Unsichtbaren geführt: was wir sichtbar empfangen, führt uns immer auch darüber hinaus. Wer aber nur die Gabe sieht, geht am Eigentlichen vorbei, er sieht nicht, dass in jeder Gabe der Geber sich selbst schenkt. 

    17 min
  • Wer einen von diesen Kleinen verführt - Unerbittlich gegen das Böse
    Das harte Wort Jesu, das er hier spricht, wenn er vom Ausreißen des Auges und vom Abhacken der Hand spricht, meint nie Zerstörung, sondern vielmehr die Aufforderung zur Verwandlung. Es ist der Entschluss, keine Kompromisse einzugehen und sich nicht der Sünde zur Verfügung zu stellen.Das heutige Evangelium wirft sein Licht auch auf die derzeitigen Fälle des Missbrauchs innerhalb der Kirche.
    14 min
  • In die Größe des Kind-Seins hineinwachsen
    Jesus möchte den Jüngern etwas von seinem bevorstehenden Weg, von seinem Leiden anvertrauen - und sie unterhalten sich darüber, wer von ihnen der Größte ist. "Der Mensch ist ein kleiner "Gerne-Groß", so sagte es einmal Kardinal Meißner. Jesus stellt als Antwort auf die Frage nach der wahren Größe ein Kind in ihre Mitte und zeigt damit, dass es das größte ist, Kind des Vaters zu sein, dass es Heilung bedeutet, sich immer umfangen und geliebt zu wissen und sein Leben aus den Händen eines anderen zu empfangen. 
    16 min
  • Eigene Träume und Gottes Pläne

    Wir können mit Petrus gut mitempfinden, wenn er in der heutigen Episode aus dem Evangelium einen Weg des Leidens und der Ablehnung für Jesus nicht zu akzeptieren bereit ist. Er ist sich sicher, dass Jesus der Messias ist und spricht hier zunächst ein großes Bekenntnis aus, das Jesus anerkennend als göttliche Eingebung bezeichnet. Doch dann, als Jesus ankündigt, dass er leiden und von den maßgeblichen Autoritäten verworfen wird, lehnt sich Petrus vehement dagegen auf. Zu übersetzen wäre hier eigentlich: „er drohte Jesus“, was zeigt, wie unvorstellbar das Scheitern für ihn ist und wie wenig vereinbar mit seiner Vorstellung vom Messias, vom Sohn des Höchsten. Und Jesus wiederum weist ihn zurecht, indem er ihm vorwirft, das im Blick zu haben, „was die Menschen wollen“. Hierin deutet sich schon an, was das darauffolgende Wort von der Kreuzesnachfolge und von der Selbstverleugnung sagen will: Jesus lädt Petrus und uns ein die großen Pläne Gottes zu sehen und nicht unseren eigenen engen und kleinen Träumen nachzuhängen.

    13 min
  • Verwandlung des Brotes? - Geheimnis der Eucharistie

    Es geht bei der Eucharistie um eine innere Wesensverwandlung: ich kann äußerlich keine Veränderung feststellen, aber das ist genau das Geheimnis, dass ich das Innere nicht aussagen kann, wenn ich nur das Äußere beschreibe! Es ist das Geheimnis der Eucharistie, wie es auch das Geheimnis eines jeden Menschen ist, dass ich ihn nicht erfasse, wenn ich ihn in seinem substanziellen Dasein, in seinem Äußeren und Fassbaren beschreibe.

    16 min
  • In Maria ist alles verwirklicht
    Die Lesung aus der Offenbarung des Johannes ist eine einzige Proklamation, dass der Sieg Christi in Maria sich verwirklicht hat. Sie hat das ganze Ja zu Gott gesprochen, in ihr hat das Böse keinen Raum mehr, so ist in ihr Gott ganz zum Zug gekommen. Maria, in ihrem Herzen wie in ihrem Leib, ist ganz durchdrungen von der Kraft des Heiligen Geistes und so möchte Gott an jedem Einzelnen und in der ganzen Schöpfung das vollziehen, was in Maria seinen Anfang genommen hat und zur Vollendung gekommen ist.
    18 min
  • Die Mitte ist die Eucharistie
    Es ist anstößig, was Jesus über sich sagt, dass er das Brot sei und dass er sein Fleisch zu essen gebe - nicht nur damals war es so, als Juden das Wort vom Brot selbstverständlich mit dem Manna in der Wüste verknüpften und mit dem Lamm, dessen Fleisch in der Nacht der Befreiung gegessen worden war. Wenn aber Johannes dieses Wort genau in die Mitte seines Evangeliums stellt und der wichtigste Satz dieser sogenannten "Brotrede" wiederum in der Mitte des Textes steht, macht er deutlich, dass hier etwas so Wesentliches ausgesagt wird, dass er sogar darauf verzichten kann, später die Worte des  letzten Abendmahls wiederzugeben. Für ihn gipfelt das erste Wort am Anfang seines Evangeliums, dass das Wort Fleisch geworden ist, darin, dass nun Jesus selbst unser Fleisch annehmen kann, indem er Speise wird, die neues Leben schenkt.
    18 min
  • Wo einer alles gibt, kann Gott alles tun

    So wie das Wunder des Weines, der nicht zu Ende ging, unter der Mitwirkung der Mutter - Maria - geschehen ist, so geschieht hier das Wunder des Brotes, bei dem alle satt werden, unter der Mitwirkung der Jünger. Anders als in Kana bei der Hochzeit ist es Jesus selbst, der auf die Jünger zugeht und sie fragt, ob sie der Not abhelfen können. Da sie nichts bei sich haben und nur auf einen kleinen Jungen verweisen können, ist es am Ende er, von dem das Wunder seinen Ausgang nimmt. Er, der kleine Juge, gibt mutig alles, was er hat, er stellt alles zur Verfügung und hält nichts zurück. Voll Vertrauen legt er alles Jesus in die Hände, der das aufrundet, was fehlt, um den Hunger so vieler zu stillen.


    16 min
  • Die Seele baumeln lassen und Ruhe finden?

    Wenn Jesus mit seinen Jüngern an einen einsamen Ort fahren will, um ein wenig auszuruhen, erkennen wir uns in dieser Situation leicht wieder. Die Anforderungen waren hoch, vieles war zu tun und allen konnte man gar nicht gerecht werden und so lag es nahe, einmal die Einsamkeit aufzusuchen, um unter sich zu sein und wieder Kraft schöpfen zu können. So sollte es sein und so wäre es notwendig und sinnvoll, doch dann wird der Plan durchkreuzt. Die Menschen hören, dass Jesus in der Nähe ist und folgen ihm und er geht darauf ein! Die Jünger werden mit hineingenommen in die Situation der Anforderung und vielleicht sogar der Überforderung. Hier deutet sich der Kreuzungspunkt an zwischen eigenen Wünschen und den Bedürnissen der anderen, die, wie Jesus sagt, „keinen Hirten haben“ und Ihn brauchen. Er gibt sich hinein und zögert nicht, seinen Plan A, doch endlich einmal Ruhe zu haben, aufzugeben.

    13 min

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"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie.