ⓦ weekly52 Blog Podcast Video & Artwork
https://weekly52.de/weekly/476
ⓦ 💰 Spenden-Link und Wunschliste
Das Hosting, Webseite, Videos und Clouddienste kosten echtes Geld. Mit Spenden zeigt ihr eure Wertschätzung und haltet uns motiviert. Danke ♥️
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=DMS3EEKCCU3T4
⚡️ Kurz & Knapp
Der Film ist nicht tot
Technik ist nie neutral
Bewahren statt nur produzieren
🧠 Deep Dive
Jan Erik Ruelfs von Foto Brell aus Bonn https://fotobrell.com/ erzählt aus einer Welt, in der Fotografie immer auch Betrieb, Material und Erinnerung bedeutet. Er beschreibt, wie er in einem Familienunternehmen aufgewachsen ist, das seit Jahrzehnten Labor, Laden und Studio verbindet, und wie daraus kein einzelner Beruf, sondern ein ganzes Feld geworden ist. Besonders eindrücklich ist seine Haltung zur analogen Fotografie: Sie ist für ihn kein nostalgischer Sonderweg, sondern eine bewusste Form des Sehens und Handelns.
Spannend ist auch der technische Blick hinter die Kulissen. Dominika Pancewicz und ich erfahren, warum bestimmte Scans schneller oder langsamer sind, weshalb Planfilm anders behandelt werden muss und warum alte Maschinen heute fast nur noch durch Pflege und Ersatzteillager überleben. Gleichzeitig wird klar, dass sich die Branche verändert hat: weniger Masse, mehr Spezialisierung, mehr Handarbeit, mehr Verantwortung.
Am schönsten wird die Folge dort, wo Technik wieder menschlich wird. Jan spricht über Familie, Lieblingskameras, seine Tochter, den Stammtisch in Bonn und die Freude am Austausch mit anderen Fotobegeisterten. Daraus entsteht ein Bild von Fotografie als Gemeinschaft, als Chronik und als etwas, das nicht laut sein muss, um wichtig zu sein.
⏱️ Zeitstempel und Kapitel
- 00:00 Aufwachsen im Familienlabor
- 05:06 Hinter den Kulissen im Fotolabor: Filmentwicklung, Scans und Auflösungen
- 13:26 Es gibt nur gebrauchte Entwicklungsmaschinen
- 18:51 Im Fotolabor: Ich sehe nur die Belichtung
- 23:42 Tipps für analoge Fotografie und gebrauchten Kameras
- 31:02 Besonderheiten bei alten Filmen und deren Entwicklung
- 35:18 Scans, Abzüge und Negative
- 37:10 Langzeitspeicherung und Datensicherheit von Negativen
- 39:20 Wettbewerb im Fotolobor-Markt
- 42:36 Mal eben eine Entwicklermaschine im Vorbeifahren gekauft
- 47:38 Stammtisch im Profoto Studio Brell in Bonn
- 48:48 Privat nur Rolleiflex, Hasselblad und Minolta X700
- 54:48 Historie von Foto Brell
- 59:27 Lieblingsfilme: Porta 400 color und Fujifilm Acros sw
- 01:03:47 Tipp: Belichtung mit Lichtwerten (EV) meistern
- 01:08:39 Nachbearbeitung und Bildbearbeitung
- 01:11:22 Tipps für Kamera An- und Verkauf
- 01:15:21 Schöner Ausflug nach Bonn
- 01:16:58 Ausstellungstipp: Museum für Kunst und Gewebe in Hamburg - Hans Hansen
- 01:19:51 Feedback und Spende
🇬🇧 When images are allowed to stay
This episode is about the heart of analog photography: attention, material, patience, and a very deliberate relationship with images. Jan Erik Ruelfs takes us behind the scenes of a lab that does more than develop film — it preserves technical knowledge, maintenance, and a whole culture of making pictures. Very quickly, it becomes clear that film is not just a “look,” but a chain of processes, decisions, and questions about how much control we want to keep while shooting.
The most compelling parts are the insights into daily lab work: from receiving film to development and scanning, from sheet film to black-and-white, from old camera faults to the long-term life of negatives. At the same time, the conversation stays personal and warm when it turns to family, favorite cameras, the Bonn meetup, and the joy of meeting other photo enthusiasts. The result is an episode that informs without rushing and invites us to look more carefully at our own images. What would you preserve in your photographs if they were truly meant for the future?
35mm, Analog, Fotolabor, Archiv, Handwerk, Erinnerung, Darkroom, Scanning, Familiengeschichte, #analogphotography , #filmphotography , #filmisnotdead #weekly52