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Das wuchtige Gewände aus rotem Buntkalkstein ist stark profiliert und wird von einem ebenfalls profilierten Segmentbogen überspannt. Über dem Türsturz ruht auf zwei Kragsteinen ein Tympanonrelief aus weißem Marmor. Diese Arbeit stammt von Professor Johann Wildburger, der von 1903 bis 1919 Lehrer an der Hallstätter Schule war, die damals noch "k.u.k. Fachschule für Holz- und Marmorindustrie" hieß.
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Die Architekturelemente des Bildstocks vom Typus eines Tabernakelpfeilers sind aus rotem Buntkalkstein gearbeitet. Das Relief aus weißem Marmor an der Vorderseite des Tabernakels zeigt eine Mariendarstellung. Die Entstehungszeit, die verwendeten Materialien und die Qualität der Ausführung lassen vermuten, dass dieser Bildstock in der k.u.k. Fachschule für Holz und Marmorindustrie in Hallstatt gefertigt worden ist. Eine Inschriften-Tafel in der Mitte des Pfeilers erinnert an den Herzog Julius vom San Marco, welcher Kammerherr des letzten Königs beider Sizilien gewesen war. San Marco verbrachte die Sommer seines Exils in Ischl und lernte so auch mit Hallstatt kennen und schätzen.
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Am 16. Juli 1908 feierte das Paar Josepha, geborene Rohmberg und Alfred Ebenhoch in Hallstatt ihre silberne Hochzeit. Ebenhoch war zu diesem Zeitpunkt Ackerbauminister des cisleithanischen Reichshälfte der Donaumonarchie. In den Jahren zuvor war er Landtagsabgeordneter und Landeshauptmann im Lande ob der Enns. Ebenhoch verbrachte die Sommer in der nach ihm benannten Villa am Kernmagazinplatz in Hallstatt, die in den 1960er Jahren abgebrochen worden ist.
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Ein Denkmal am Kreuzstein er erinnert an den Forstmeister Max von Wunderbaldinger, welcher in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine sorgfältige Vermessung der Forste des Salzkammerguts durchführte. Aufgrund dieser Arbeit war es möglich die Holzvorräte exakt abzuschätzen und die Bewirtschaftung der Wälder für Jahrzehnte hinaus vorzuplanen.
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Die Salzfertiger, auch kurz als "Fertiger" bezeichnet, waren zur Zeit der Marktgründung in Hallstatt zwölf privilegierte Bürger, die "als zur Salzabfuhr gedungene Leut" zwar im Dienste des Landesherrn und in allen Salzangelegenheiten dem Salzamt unterstellt waren, dennoch aber in einem relativ weiten Rahmen als freie Unternehmer aktiv waren. Die Anfertigung der hölzernen Küfel konnten sie etwa durch "Kufenmeister", das waren durch Werkverträge gebundene Subunternehmer, oder durch eigene Lohnarbeiter bewerkstelligen lassen.
Der Bedeutungsverlust der Salzfertiger in Hallstatt wird auch durch den Umstand deutlich, dass nach dem Brand von 1750 die Salzfertigungen nicht gemeinsam mit den anderen Produktionsanlagen in die Lahn verlegt wurden, sondern im Markt verblieben, wo sie auf den Brandstätten wieder errichtet wurden.
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Um den frisch geformten Fudern die noch vorhandene Feuchtigkeit zu entziehen und damit deren inneren Zusammenhalt zu erhöhen, mussten sie einem Trocknungsverfahren unterworfen werden. Dabei wurden die frisch geformten Fuder vom Pfannhaus in Dörrstuben getragen, welche Pfieseln hießen und um das Pfannhaus angeordnet waren.
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Die Sudpfannen wurden nun nicht mehr handwerklich aus schmiedeeisernen "Stucken" zusammengefügt, sondern nach der damals neuesten Technologie der Kesselnietung ausgeführt. In der Grundrissform setzte sich die rechteckige Tirolerpfanne gegen die Hufeisenförmige altösterreichische Pfanne durch. Die Feuerung wurde auf Pultöfen, in denen das Holz bei höherer Temperatur von oben nach unten kohlenmonoxidfrei verbrannte, umgestellt.
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Von 1527 bis 1783 unterstand auch das Gmundner Salzamt mit kurzen Unterbrechungen der niederösterreichischen Hofkammer.Von dieser Behörde – im heutigen Sinne einem Superministerium - leitet sich der Begriff "Kammer-Gut" ab.
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Die Ausweitung der Siedesalzproduktion in Hallstatt ab dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts führte zu einem Raubbau an der Schlüsselressource Holz, so dass gegen Ende des 16. Jahrhunderts die Produktion in Hallstatt deutlich reduziert werden musste. Über die eine Pipeline aus hölzernen Röhren gelangte die überschüssige Sole nach Ischl und Ebensee, wo ausreichend Feuerungsholz zur Verfügung stand. Der Brandkatastrophe von 1750 fielen auch die Produktionsanlagen zum Opfer. Im Rahmen des Wiederaufbaus des Sudhauses im Ortsteil Lahn fand eine weitere Verkleinerung der Produktionskapazitäten statt.
Hier geht es zu Informationen über die Holztrift auf der Traun mithilfe der Seeklause.
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Die Habsburgischen Länder waren seit 1508 ausschließlich dem Gmundner Salz reserviert. 1526 konnte mit der Erwerbung Böhmens und Ungarns auch deren Salzmärkte übernommen werden. Um die Zeit des ersten Reformationslibells von 1524 war die Soleproduktion bereits so stark im Ansteigen begriffen, dass eine zweite, dauernd betriebene Pfanne in Hallstatt aufgestellt wurde. Nachdem ab 1528 große Mengen Salz nach Böhmen und Ungarn abgesetzt worden waren, zeichnete sich eine Produktionskrise ab, die dem Ausseer Salz die Möglichkeit bot, den bislang geschützten österreichischen Markt zu erobern. Der Ausseer Verweser Praunfalckh versuchte einerseits durch kurzfristige Aushilfslieferungen in den österreichischen Markt einzudringen, andererseits durch Intervention die Errichtung einer zweiten Pfanne in Hallstatt hintanzuhalten und damit den Absatzmarkt für das Ausseer Salz langfristig zu sichern.
Hier geht es zu den Episoden über das Reformationslibell und die Salzküfel dieses Podcast "Welterbe Hallstatt"
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