Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

By Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard PilzSociety & CultureDocumentaryHistory
Download on the App Store

Welterbe Hallstatt episodes

  • Hallstatt Portal der HTBLA
    Ein Schulportal aus dem frühen 20. Jahrhundert

    Das wuchtige Gewände aus rotem Buntkalkstein ist stark profiliert und wird von einem ebenfalls profilierten Segmentbogen überspannt. Über dem Türsturz ruht auf zwei Kragsteinen ein Tympanonrelief aus weißem Marmor. Diese Arbeit stammt von Professor Johann Wildburger, der von 1903 bis 1919 Lehrer an der Hallstätter Schule war, die damals noch "k.u.k. Fachschule für Holz- und Marmorindustrie" hieß.

    Link zu einem weiterführenden Text mit ergänzenden Abbildungen

    17 min
  • Hallstatt San Marco Bildstock
    Erinnerung an eine interessante Persönlichkeit

    Die Architekturelemente des Bildstocks vom Typus eines Tabernakelpfeilers sind aus rotem Buntkalkstein gearbeitet. Das Relief aus weißem Marmor an der Vorderseite des Tabernakels zeigt eine Mariendarstellung. Die Entstehungszeit, die verwendeten Materialien und die Qualität der Ausführung lassen vermuten, dass dieser Bildstock in der k.u.k. Fachschule für Holz und Marmorindustrie in Hallstatt gefertigt worden ist. Eine Inschriften-Tafel in der Mitte des Pfeilers erinnert an den Herzog Julius vom San Marco, welcher Kammerherr des letzten Königs beider Sizilien gewesen war. San Marco verbrachte die Sommer seines Exils in Ischl und lernte so auch mit Hallstatt kennen und schätzen.

    Link zu einem weiterführenden Text zu ergänzenden Abbildungen

    13 min
  • Hallstatt Ebenhochstein
    Eine Inschrift im Felsen

    Am 16. Juli 1908 feierte das Paar Josepha, geborene Rohmberg und Alfred Ebenhoch in Hallstatt ihre silberne Hochzeit. Ebenhoch war zu diesem Zeitpunkt Ackerbauminister des cisleithanischen Reichshälfte der Donaumonarchie. In den Jahren zuvor war er Landtagsabgeordneter und Landeshauptmann im Lande ob der Enns. Ebenhoch verbrachte die Sommer in der nach ihm benannten Villa am Kernmagazinplatz in Hallstatt, die in den 1960er Jahren abgebrochen worden ist.

    Link zu einem weiterführenden Text zu ergänzenden Abbildungen

    9 min
  • Hallstatt Kreuzstein
    Gartenbau auf einem Denkmal

    Ein Denkmal am Kreuzstein er erinnert an den Forstmeister Max von Wunderbaldinger, welcher in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine sorgfältige Vermessung der Forste des Salzkammerguts durchführte. Aufgrund dieser Arbeit war es möglich die Holzvorräte exakt abzuschätzen und die Bewirtschaftung der Wälder für Jahrzehnte hinaus vorzuplanen.

    Der Kreuzstein stellt aber auch ein Naturdenkmal dar. Auf der Deckfläche des Kreuzsteins herrscht ein günstiges Mikroklima, so dass diese Fläche bis ins frühe 20. Jahrhundert zum Gartenbau genutzt wurde.

    Link zu einem weiterführenden Text mit ergänzenden Abbildungen

    10 min
  • Hallstatt - Fertigerhäuser
    Niedergang der Produktion im Markt

    Die Salzfertiger, auch kurz als "Fertiger" bezeichnet, waren zur Zeit der Marktgründung in Hallstatt zwölf privilegierte Bürger, die "als zur Salzabfuhr gedungene Leut" zwar im Dienste des Landesherrn und in allen Salzangelegenheiten dem Salzamt unterstellt waren, dennoch aber in einem relativ weiten Rahmen als freie Unternehmer aktiv waren. Die Anfertigung der hölzernen Küfel konnten sie etwa durch "Kufenmeister", das waren durch Werkverträge gebundene Subunternehmer, oder durch eigene Lohnarbeiter bewerkstelligen lassen.

    Zur Herstellung der Traunschiffe mussten eigene Werften unterhalten werden, wobei die unterschiedlichsten Professionisten von den Fertigern beschäftigt wurden: die Schiffbauer, die Kipfengraber, welche im Wald die Kipfen für die Schiffsrippen ausgruben und die Traunbauern und die Wasserseher für den Gegenzug. Diese Vormachtstellung versuchte die Hofkammer ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zu brechen, indem die Salzfertiger in genossenschaftlichen "Compagnien" zusammengeführt wurden. 1848 wurden den Salzfertigern die letzten Privilegien entzogen, wobei sie mit Gastgewerbekonzessionen abgefertigt wurden.

    Der Bedeutungsverlust der Salzfertiger in Hallstatt wird auch durch den Umstand deutlich, dass nach dem Brand von 1750 die Salzfertigungen nicht gemeinsam mit den anderen Produktionsanlagen in die Lahn verlegt wurden, sondern im Markt verblieben, wo sie auf den Brandstätten wieder errichtet wurden.

    Aus einem im Finanzarchiv in Wien evidenten Lageplan gehen Namen und Lage der einzelnen Salzfertigungen im Markt hervor. Der Plan ist nicht datiert, sein Entstehungszeitraum kann aber zwischen den Jahren 1803 und 1808 festgelegt werden.

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    9 min
  • Pfieseln und Fuder
    Salzdörrung und Handelsformen

    Um den frisch geformten Fudern die noch vorhandene Feuchtigkeit zu entziehen und damit deren inneren Zusammenhalt zu erhöhen, mussten sie einem Trocknungsverfahren unterworfen werden. Dabei wurden die frisch geformten Fuder vom Pfannhaus in Dörrstuben getragen, welche Pfieseln hießen und um das Pfannhaus angeordnet waren.

    Diese Pfieseln waren gemauerte, im Grundriss rechteckige, in der Grundfläche etwa 2 x 5 m große, fensterlose Kammern, deren Tonnengewölbe Scheitelhöhen von 2,5 m erreichten. Zur Trocknung der Fuder wurde entweder der von der Pfanne abziehenden Rauch eingesetzt, oder bei den vom Pfannhaus weiter entfernten Pfieseln eigene Feuer unterhalten. In jedem Falle waren die Fuder dem Rauch ausgesetzt und wurden entsprechend geschwärzt. Je rauer die nassen Füderl aus den Kufen kamen, desto leichter setzte sich die Flugasche und sonstiger Schmutz beim Dörren an.

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    16 min
  • Industrielle Revolution
    Neue Sudpfannen

    Die Sudpfannen wurden nun nicht mehr handwerklich aus schmiedeeisernen "Stucken" zusammengefügt, sondern nach der damals neuesten Technologie der Kesselnietung ausgeführt. In der Grundrissform setzte sich die rechteckige Tirolerpfanne gegen die Hufeisenförmige altösterreichische Pfanne durch. Die Feuerung wurde auf Pultöfen, in denen das Holz bei höherer Temperatur von oben nach unten kohlenmonoxidfrei verbrannte, umgestellt.

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    14 min
  • Hallstatt - Neuzeitliche Verwaltung
    Permanente Verwaltungsreformen

    Von 1527 bis 1783 unterstand auch das Gmundner Salzamt mit kurzen Unterbrechungen der niederösterreichischen Hofkammer.Von dieser Behörde – im heutigen Sinne einem Superministerium - leitet sich der Begriff "Kammer-Gut" ab.

    Im Zuge der Verwaltungsreformen 1749 wurde die altehrwürdige Hofkammer mit der Hofkanzlei zum "Directorium in publicis et Cameralibus" zusammengeschlossen. Die neue Behörde bewährte sich aber nicht, sodass die Hofkammer neu strukturiert ab 1762 wieder selbstständig geführt wurde. 1783 wurde das Salzkammergut der oberösterreichischen Landesregierung unterstellt. 1850 wurden die Salzämter gänzlich aufgelassen und durch die "k. k. Salinen und Forstdirektion" ersetzt. Die alpinen Salinen unterstanden nun unmittelbar dem k. k. Finanzministerium.
    1905 übernahm die Finanzlandesdirektion Linz die Belange des österreichischen Salinenwesens. Zwischen 1918 und 1925 wurden die Salzbergbaue und Salinen als "alpenländische Salinen" geführt.
    1926 erfolgte eine Neuordnung des Salzmonopols durch die Schaffung einer dem Bundesministerium für Finanzen direkt unterstellten "Generaldirektion der Österreichischen Salinen".
    Mit dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde das Salzmonopol außer Kraft gesetzt, die Verkaufspreise auf das reichsdeutsche Niveau gesenkt. Aus dem gewinnbringenden Monopolunternehmen der Ersten Republik wurde ein Subventionsunternehmen, welches auf Reichszuschüsse von bis zu fünf Millionen Reichsmark jährlich angewiesen war.

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    16 min
  • Hallstatt - Niedergang ab dem 17. Jahrhundert
    Produktionsrückgang und Ende des Sudbetriebs

    Die Ausweitung der Siedesalzproduktion in Hallstatt ab dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts führte zu einem Raubbau an der Schlüsselressource Holz, so dass gegen Ende des 16. Jahrhunderts die Produktion in Hallstatt deutlich reduziert werden musste. Über die eine Pipeline aus hölzernen Röhren gelangte die überschüssige Sole nach Ischl und Ebensee, wo ausreichend Feuerungsholz zur Verfügung stand. Der Brandkatastrophe von 1750 fielen auch die Produktionsanlagen zum Opfer. Im Rahmen des Wiederaufbaus des Sudhauses im Ortsteil Lahn fand eine weitere Verkleinerung der Produktionskapazitäten statt.

    Hier geht es zu Informationen über die Holztrift auf der Traun mithilfe der Seeklause.

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    11 min
  • Hallstatt - Aufschwung im 16. Jahrhundert
    Großmachtpolitik und lokale Entwicklung

    Die Habsburgischen Länder waren seit 1508 ausschließlich dem Gmundner Salz reserviert. 1526 konnte mit der Erwerbung Böhmens und Ungarns auch deren Salzmärkte übernommen werden. Um die Zeit des ersten Reformationslibells von 1524 war die Soleproduktion bereits so stark im Ansteigen begriffen, dass eine zweite, dauernd betriebene Pfanne in Hallstatt aufgestellt wurde. Nachdem ab 1528 große Mengen Salz nach Böhmen und Ungarn abgesetzt worden waren, zeichnete sich eine Produktionskrise ab, die dem Ausseer Salz die Möglichkeit bot, den bislang geschützten österreichischen Markt zu erobern. Der Ausseer Verweser Praunfalckh versuchte einerseits durch kurzfristige Aushilfslieferungen in den österreichischen Markt einzudringen, andererseits durch Intervention die Errichtung einer zweiten Pfanne in Hallstatt hintanzuhalten und damit den Absatzmarkt für das Ausseer Salz langfristig zu sichern.

    Hier geht es zu den Episoden über das Reformationslibell und die Salzküfel dieses Podcast "Welterbe Hallstatt"

    Link zum download des weiterführenden Textes "Gelenkte Entwicklung"

    13 min

About Welterbe Hallstatt

From the publisher's feed

Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.