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Aus den Franziszeischen Plänen, den sogenannten Katastralmappen, können nicht nur Informationen über historische Grundstückszuschnitte und die Flächennutzung gewonnen werden, sondern auch Aufschlüsse über die Art und Größe der Bebauung. In den weitergeführten sogenannten Rektifikationsmappen sind die Veränderungen der Bebauung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausführlich und umfassend dokumentiert.
Link zum Franziszeischen Kataster im Geoinformationssystem DORIS
Link zur Episode über die Hausnummerierung in Hallstatt.
Der Kunsthistoriker Paul Mahringer spricht mit Friedrich Idam über gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die an der Entwicklung öffentlicher Klosettanlagen ablesbar sind. Im Zuge der Großstadtwerdung der Welterbestätte Wien im 19. Jh. wurden auch die damals neuartigen Hygienevorstellungen baulich umgesetzt. Oberhalb des Kanalsystems wurde öffentlich zugängliche Bedürfnisanstalten errichtet.
Link zu der Bildersammlung von Brunzwinkeln
Literatur:
Claudia Lingenhöl, Kleinbauten der Stadt Wien, Diplomarbeit TU-Wien, 2021.
Der Historiker Sebastian Daniel hat die Wortmeldungen in drei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen in den Welterbestätten Regensburg, Augsburg und Hamburg detailliert analysiert. Dabei prallen die Werte wie das unveränderte Erhalten und des Anpassens des Bestandes an den Klimawandel aufeinander. Im Gespräch mit Friedrich Idam zeigt Sebastian Daniel interessante Lösungsansätze auf.
Downloadlink zur Studie von Sebastian Daniel auf Researchgate
Der Historiker Sebastian Daniel hat die Wortmeldungen in drei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen in den Welterbestätten Regensburg, Augsburg und Hamburg detailliert analysiert. Dabei prallen die Werte wie das unveränderte Erhalten und des Anpassens des Bestandes an den Klimawandel aufeinander. Im Gespräch mit Friedrich Idam zeigt Sebastian Daniel interessante Lösungsansätze auf.
Downloadlink zur Studie von Sebastian Daniel auf Researchgate
Hölzerne Fensterflügel finden wir bereits als Schiebebrettchen vor den Luken der Almhütten. Ab dem 19. Jahrhundert fanden dann Jalousien mit verstellbaren Lamellen, den sogenannten Jalousiebrettchen, weite Verbreitung und prägen immer noch die Fassaden der Wohnhäuser.
Weitere Informationen zu Leinölfarben
Die Hofkammer, 1527 von Ferdinand I. begründet, wurde im Lauf der Jahrhunderte zu einem "Superministerium", dem Vorläufer eines Finanz-, Handels-, Wirtschafts-, Bergbau- und Verkehrsministeriums die in einer Behörde zusammengefasst waren. Ihre alten "Acta" wurden im 16. Jahrhundert von der laufenden Registratur getrennt, in eigenen Räumlichkeiten untergebracht und von einem eigens dafür bestellten Beamten betreut.
In der Hofkammer zu Wien wurde bis 1848 die zentrale Finanzverwaltung der Habsburgermonarchie durchgeführt. Das Hofkammerarchiv umfasst mehr als 30 Millionen Akten. Zu den Aufgaben der Hofkammer zählten neben der eigentlichen Finanzverwaltung auch die Agenden von Wirtschaft, Handel, Bergbau, Bauten, Kredit, Geldwesen und Verkehr. Darüber hinaus wurden auch die Repräsentations- und Hofstaatsauslagen verwaltet.
Die Archivräumlichkeiten befanden sich ab 1583 im alten Kaiserspital, am Ort des heutigen Ballhausplatzes. Im Jahre 1848 wurde unter der Archivdirektion Franz Grillparzer das mittlerweile stark gewachsene Archiv übersiedelt. Das für diesen Zweck von Paul Sprenger geschaffenes Bauwerk, der "Neubau" in der Johannesgasse, gilt als der älteste, in Funktion erhaltenen Archivzweckbau Österreichs. Das 7-Geschoßige Gebäude wurde auf den, aus der Wende vom 14. Zum 15. Jh. Stammenden, Kellergewölben des geschleiften Kleinmariazeller Hofs errichtet.
Nach ihrer Entstehungszeit erfolgte eine Unterteilung der Bestände in Gruppen:
Die Finanzverwaltung vor 1527.
Die Akten der alten Hofkammer (1527-1749)
Die Akten der neuen Hofkammer (1762-1848)
Die Bestände des Finanzarchivs
Links zu den Episoden
Löckerbrunnen
500 Jahre Salzkammergut
Pferdeeisenbahn Obertraun-Kainisch
Alle Fotos © Alexander Savel
Der aus Bruchsteinen aufgemauerte Obelisk ruht auf einer pyramidenstumpfförmigen Basis in welche an der Ost-, Süd- und Westseite mittig jeweils eine, nach oben offene, Nische eingetieft ist. Diese Nischen laufen in einer abgeschrägten Sohlbank aus und reichen in ihrer Tiefe jeweils bis zu den nach unten verlängerten Seitenflächen des Obelisken. Auf diese Weise bilden sich an den Ecken zinnenartige Sockel, auf denen die Kanten des Obelisken ruhen. In die Südfläche des Obelisken sind eine große und 2 kleine Schrifttafeln eingelassen, die Nordseite der Basis zeigt keine Eintiefung und läuft horizontal durch. Trotz des, aus der unmittelbaren Umgebung stammenden, unebenen, unregelmäßigen und groben Bruchsteinmaterials zeigt das Denkmal einen klaren, geometrischen Habitus.
Friedrich Simony (1813-1896)
Inschriften
Dem Andenken
Errichtet 1907
Franz [Leeb]
Quellen:
Verbindet man im Markt Hallstatt diejenigen Häuser, welche bereits um 1770 bestanden sind, mit einer Linie in der Reihenfolge ihrer Hausnummern ergibt sich eine interessante Kurve, aus der die Systematik der Nummerierung verständlich wird. Durch den Abbruch von Häusern, die Aufteilung von Grundstücken und die Wiedervergabe alter Nummern an Neubauten wurde dieses ursprünglich geometrisch-geographisches System ab dem 19. Jahrhundert von einem chronologischen System abgelöst. Dadurch erscheint das jetzt bestehende Nummerierungssystem auf den ersten Blick völlig chaotisch und erst eine genaue Analyse des Bestandes und dessen Baugeschichte machen das ursprüngliche System verständlich.
Der Historiker Ernst Tipka erzählt im Gespräch mit Friedrich Idam von seinen spannenden Erkenntnissen über die Sozialstruktur im Salzkammergut zu Ende des 18. Jahrhunderts, die er durch intensives Quellenstudium gewonnen hat. Für die Linzer Wollzeugmanufaktur wurde auch in Hallstatt Garn gesponnen. Das Spinnmaterial wurde von weither importiert, da die Wolle der heimischen Schafe nicht die geforderte Qualität besaß. Im Rahmen dieser Hausindustrie konnten sich arbeitslose Jugendliche, vor allem aber die zahlreichen Witwen ihr Überleben sichern, da hat die soziale Versorgung zu dieser Zeit sehr mangelhaft war und im Salzkammergut große Armut herrschte.
Der Historiker Ernst Tipka erzählt im Gespräch mit Friedrich Idam von seinen spannenden Erkenntnissen über die Sozialstruktur im Salzkammergut zu Ende des 18. Jahrhunderts, die er durch intensives Quellenstudium gewonnen hat. Für die Linzer Wollzeugmanufaktur wurde auch in Hallstatt Garn gesponnen. Das Spinnmaterial wurde von weither importiert, da die Wolle der heimischen Schafe nicht die geforderte Qualität besaß. Im Rahmen dieser Hausindustrie konnten sich arbeitslose Jugendliche, vor allem aber die zahlreichen Witwen ihr Überleben sichern, da hat die soziale Versorgung zu dieser Zeit sehr mangelhaft war und im Salzkammergut große Armut herrschte.
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