Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

By Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard PilzSociety & CultureDocumentaryHistory
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Welterbe Hallstatt episodes

  • Hallstatt – Obstgärten
    Kultivierung karger Standorte

    Auf der Premblechnerkarte sind nicht nur die Häuser detailliert dargestellt, sondern auch die Obstgärten von Hallstatt thematisiert. Diese, durch Spältenzäune geschützten Gärten, spielen eine bedeutende Rolle in der Ernährungs- und Sozialstruktur der damaligen Zeit. Sie reflektieren die politisch-kulturellen Bestrebungen der Aufklärung, die Lebensbedingungen durch fortschrittliche Landwirtschaft zu verbessern. Darüber hinaus wird die bedeutung der Obstbäume als Nahrungslieferanten hervorgehoben, die in einem kargen Ernährungsschema einen wertvollen Beitrag leisteten. Techniken der Obstverarbeitung und der Rückgang alter Obstsorten verdeutlichen den Wandel in der Ernährungskultur. Abschließend wird ein Appell zur Rückbesinnung auf lokale Ressourcen und Traditionen formuliert, um eine resilientere Ernährung sicherzustellen und sich angesichts globaler Herausforderungen auf die alten Kulturen stützen zu können.

    Link zur Premblechnerkarte.

    Link zur Episode über den Geißstall und die historische Ernährungslage in Hallstatt.

    Link zur Episode über die Spalierbäume.

    Link zur Episode über die Seelenkonskription.

    16 min
  • Hallstatt – Kernmagazinplatz
    Von der Wiese am See zum Busterminal

    Mit Historischen Karten und Fotografien wird die Vergangenheit lebendig. Sie zeigen, wie eng die Entwicklung des Platzes mit der Salz- und Bau- und Tourismusgeschichte von Hallstatt verknüpft ist. Wenn Sie noch mehr erfahren möchten, finden Sie in den verlinkten Episoden des Podcasts „Welterbe Hallstatt“ weitere spannende Details im Bereich des Kernmagazinplatzes.

    Link zur Premblechnerkarte.

    Link zur Episode über die Salzträger-Statue.

    Link zur Episode über den Jubiläums-Gedenkstein.

    Link zur Episode über die Ebenhochvilla.

    Link zur Episode über die Holzfachschule Hallstatt.

    Link zur Episode über den Straßentunnel Hallstatt.

    Link zur Episode über die Kerntragerinnen.

    Link zur Episode über die Hausnummern.

    Link zur Episode über die Wege des Salzes.

    Der Kernmagazinplatz in Hallstatt: Ein historischer Ort im Wandel

    Der Kernmagazinplatz, am südlichen Rand der Ortschaft Hallstatt gelegen, ist ein faszinierendes Beispiel für die historische Entwicklung eines Platzes. Gelegen zwischen der Lahnstraße im Westen und dem Hallstättersee im Osten, markiert dieser Platz die Grenze zwischen den Ortschaften Hallstatt und Lahn. Seine Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, geprägt von der Salzwirtschaft, städtebaulicher Entwicklung und infrastrukturellen Veränderungen.

    Historische Wurzeln und Namensgebung

    Der Name „Kernmagazinplatz“ verweist auf das einstige Kernmagazin, ein Lager für das mineralisch reine Kernsalz, das von den sogenannten Kerntragweibern vom Salzberg zum Seeufer getragen wurde. Historische Pläne, wie die Tagrevierkarte von Hans Rietzinger aus dem Jahr 1713, zeigen bereits die dreieckige Struktur des Platzes, die bis heute erkennbar ist. Damals der kaiserliche Zeugstadel und eine Zufuhr zum See, die zumindest bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, den Platz. Die offizielle Bezeichnung „Kernmagazinplatz“ wurde jedoch erst 1962 eingeführt, um Verwirrung bei der Hausnummerierung entlang der Lahnstraße zu vermeiden. So erhielt der damalige Konsum die Adresse „Kernmagazinplatz 23“, während das Benefizium in der Ortschaft Lahn zu „Isidor Engelplatz 23“ umbenannt wurde.

    Städtebauliche Entwicklung

    Pläne wie die Premblechnerkarte (1735–1739) und die Schmalnauer Karte (ca. 1805) dokumentieren die kontinuierliche Nutzung des Platzes. Diese Zeichnungen zeigen hölzerne Zeugstadel und die Troblwiese, eine Flur, die lange als Schießstatt diente. Der Echerntalweg, vermutlich ein Altweg mit möglicherweise römischen Wurzeln, führte am Nordende des Kermagazinplatzes zur heute noch bestehenden Zufuhr, die Land- und Wasserweg verbindet. Im 19. Jahrhundert, mit der Franziszeischen Urmappe (ca. 1825), ist die damals dreieckige Form des Platzes auch gut ablesbar. Auf allen alten Plänen sind Zeug- und Ladwerkstadel, welche die Funktion als Lager für Werkzeuge und Bauholz übernahmen, belegt.

    Im frühen 20. Jahrhundert prägte die Errichtung der Holzfachschule (heute HTL Hallstatt) die südliche Begrenzung des Platzes. Der Bau orientierte sich an den bestehenden städtebaulichen Strukturen, ähnlich wie Autos, die sich an benachbarten Fahrzeugen in einer Parklücke ausrichten. Fotografien, etwa von 1902, zeigen die Ebenhochvilla im Bau und eine hochwertige Quadermauer am Seeufer, die später, in den 1940er-Jahren, für eine Ufererweiterung sorgfältig wiederverwendet wurde.

    Vom Park zum Verkehrsknotenpunkt

    Bis weit ins 20. Jahrhundert war der Kernmagazinplatz eine grüne Oase, eine Wiese mit Parkcharakter, die von einer großen Linde – bekannt als „bo da Lindn“ – geprägt war. Doch mit dem Bau des Hallstätter Straßentunnels in den 1965er-Jahren und der Aufschüttung von Aushubmaterial im See wandelte sich der Platz. Bereits ab 1947 wurde die nordöstliche Ecke durch Material aus dem Erbstollen erweitert, wodurch die ursprünglich dreieckige Form in eine trapezförmige überging. Orthofotos von 1969 zeigen einen zunehmend von Autos dominierten Platz, während die Lahnstraße zur breitesten Verkehrsader der Region wurde.

    Ein Verlust an Freiraum

    Heute ist der Kernmagazinplatz vor allem ein Verkehrsknotenpunkt und Busterminal – eine Entwicklung, die viele als Verlust seiner ursprünglichen Qualität empfinden. Einst ein ruhiger Freiraum am See, ist der Platz heute von Asphalt und Verkehr geprägt. Dennoch bleibt er ein Zeugnis der reichen Geschichte Hallstatts, von den Kerntragweibern bis zur modernen Infrastruktur.

    Quellen: Tagrevierkarte (1713), Premblechnerkarte (1735–1739), Schmalnauer Karte (ca. 1805), Franziszeische Urmappe (ca. 1825), historische Fotografien und Orthofotos (DORIS Oberösterreich).

    42 min
  • Schindeldecken
    Legen, Nageln, Klammern

    Die Episode widmet sich den Techniken des Schindeldeckens. Ursprünglich wurden die Holz-Schindeln nur aufgelegt und mit Steinen beschwert. Legschindeldächer mit flacher Neigung unter 20 Grad hatten eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Aufgesteilte Dächer und Befestigungen mit Holznägeln, später geschmiedeten Nägeln und Drahtstiften, aktuell mit Klammern, erhöhen die Haltbarkeit der Dachhaut. Verzinkte Befestigungsmittel korrodieren im sauren Lärchenholz langsamer. Die punktweise Befestigung ermöglicht den Schindeln jene Bewegungsfreiheit die den Tannenzapfeneffekt fördert und damit das Abtrocknen der Schindel-Unterseite. Kaltdächer verkürzen hingegen durch eingetragene Feuchtigkeit in der Hinterlüftungsebene die Lebensdauer.

    Link zu Holzschindeldeckungen im Salzkammergut.

    Link zu einem Fachartikel über Holzschindeldeckungen auf Kaltdächern.

    12 min
  • Umweltschutz und Denkmalschutz
    Bewahrung von Natur- und Kulturerbe
    Beide Disziplinen bewerten Bestehendes – intakte Ökosysteme oder historische Bauwerke – höher als Neuerungen.
    Weiterführende Informationen und Weblinks finden Sie in den Shownotes zu dieser Podcast-Episode.
    15 min
  • Hallstatt - Oberer Marktplatz
    Wege und Räume

    Der Mühlbach, der leicht mäandrierend durch das Ortszentrum, den Markt verläuft, bildet den zentralen Bezugspunkt der Analyse. Trotz der Einengung durch bauliche Maßnahmen seit den 1880er Jahren bleibt die natürliche Form des Baches erkennbar. Die dominierende Häuserzeile auf der rechten Uferseite, die beim Café Derbl beginnt und bei der Müllerstiege endet, bestimmt maßgeblich die Platzräume der beiden Marktplätze. Seine Krümmung, die räumliche Peristaltik der Engstellen und die Höhenentwicklung machen ihn zu einem einzigartigen städtebaulichen Element Hallstatts, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet.

    Link zur Premblechnerkarte.

    Link zur Episode über den Marktplatz.

    Link zur Episode über den Landungsplatz.

    Link zur Episode über den Pfannhausplatz.

    Link zur Episode über städtebauliche Muster in Hallstatt.

    Link zur Episode über den Baderplatz.

    28 min
  • Hallstatt – Wege des Salzes
    Vom Tragen bis zur Rohrleitung

    Friedrich Idam führt die Zuhörer durch die prähistorischen und mittelalterlichen Entwicklungen, die die Wirtschaftsaktivitäten in der Region prägten. Der historische Blick zurück zeigt, dass die Transportwege bereits in prähistorischer Zeit anspruchsvoll gestaltet waren. Der Transport innerhalb Hallstatts, die Rolle der Kerntragweiber des 18. Jahrhunderts sowie der Einfluss der Lokalwirtschaft werden anschaulich thematisiert. Auch die modernen Herausforderungen und technologischen Fortschritte im Salztransport, einschließlich der Soleleitung, finden ihren Platz. Die Episode bietet somit nicht nur eine informative Analyse, sondern vermittelt auch emotional nachvollziehbar die facettenreiche Geschichte der Salzwege in Hallstatt.

    Link zur Episode über die Pferdeeisenbahn Obertraun-Kainisch

    14 min
  • Lehmbau im Salzkammergut
    Baukultur im Salzbergwerk

    Die Lehmbautradition des Salzkammerguts ist ein faszinierendes Beispiel für eine hochspezialisierte Tiefbaukultur, die durch die geologischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Salzgewinnung geprägt wurde. Die meisterhafte Beherrschung der Stampflehmtechnik unter Tage zeugt von jahrhundertelanger Erfahrung und technischer Finesse. Während Lehm im Hochbau nur vereinzelt genutzt wurde, zeigt die Übertragung bergbaulicher Techniken auf obertägige Bauwerke die enge Verbindung zwischen der Salzindustrie und der regionalen Baukultur. Diese einzigartige Tradition, dokumentiert durch historische Quellen und lebendige Überlieferungen, unterstreicht die Vielseitigkeit und Resilienz der Baukultur im Salzkammergut.

    16 min
  • Hallstatt – Baderplatz
    Wandel von Bebauung und Funktionen

    Die nördliche und südliche Flanke des Baderplatzes in Hallstatt wird im Grundrissmuster, von fächerförmigen Linien, die vom Mühlbachfall zum See laufen, gebildet. Östlich begrenzt der dreifache Bogen des sogenannten Neugebäudes des ehemaligen Amtshauses den Platz, während der östliche Abschluss von der ehemaligen Hofschmiede gebildet wird. Die Episode thematisiert bauliche Veränderungen der Platzbebauung seit dem 18. Jahrhundert.

    Der Baderplatz ist nach dem Bader-Haus im nordwestlichen Platzbereich benannt, im dem neben Wasserbädern auch zahnmedizinische und chirurgische Eingriffe angeboten wurden. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts diente noch das Haus Kirchenweg 168, das direkt am Mühlbach steht, als "Batt Hauß." Die Hallstätter Bader entstammten im 18. und 19. Jahrhundert der Familie Löcker die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Haus Lahn 22, in dem heute der Kindergarten untergebracht ist, besaßen. Nach dem Marktbrand von 1750 errichteten die Löcker auf der Brandstätte des Zuseherhauses (heute das Haus 57, Ecke Wolfengasse/Badergraben) das Baderhaus. Auf einem Ortsplan vom Beginn des 19. Jahrhunderts ist der "Feil-Fluder", ein Mühlbacharm am südlichen Rand des Badegrabens als offenes Gerinne eingetragen. Über diesem Wasserlauf ist schräg gegenüber dem Baderhaus ein Gebäude eingezeichnet, das höchstwahrscheinlich als Badehaus diente.

    Link zur Episode über den Löcker Brunnen.

    Link zur Episode über die Nepomukkapelle.

    Link zur Episode über den Marktplatz.

    Link zur Episode über den Landungsplatz.

    Link zur Episode über den Pfannhausplatz.

    Link zur Episode über städtebauliche Muster in Hallstatt.

    18 min
  • Welterberegion – Baukultur
    Wandel im Lauf der Zeit

    Die Wechselbeziehung zwischen der Landschaft und den verwendeten Baumaterialien, insbesondere Stein und Holz prägte ursprünglich die Baukultur der Welterberegion Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut. Neben dem lokal anstehenden Kalksteinmaterial ist Holz in vielfältigen Konstruktionstypen der Hauptbaustoff, dessen Verwendungen durch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gelenkt wird.

    26 min
  • Hallstatt - Pfannhausplatz
    Produktions- und Verwaltungszentrum

    In dieser Episode der Reihe über die Hallstätter Plätze wird ein historisch bedeutsames Areal näher betrachtet, das durch markante topologische Grenzen geprägt ist. Durch den Marktbrand von 1750 veränderte sich die Bebauung Nutzung markant. Die Analyse der aktuellen Platzsituation verdeutlicht die Herausforderungen durch Höhenunterschiede und die damit verbundene Erschließung. Historische Karten und Texte helfen, die Ursprünge und die Wandlung der Platzstrukturen nachzuvollziehen.

    Link zur Episode über den Marktplatz.

    Link zur Episode über den Landungsplatz.

    Link zur Episode über städtebauliche Muster in Hallstatt.

    Link zur Episode über den Löckerbrunnen.

    Link zur Episode über die Nepomukkapelle.

    Link zur Episode über das Pfannhaus.

    Link zu einem weiterführenden Artikel

    24 min

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Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.