Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

By Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard PilzSociety & CultureDocumentaryHistory
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Welterbe Hallstatt episodes

  • Premblechner Karte 01
    Historischer Hallstatt Plan

    Die Premblechner Karte zeigt Hallstatt vor dem Brand von 1750 in detaillierter Axonometrie mit Feder und Deckfarben von Jakob Anton Premblechner zwischen 1735 und 1739 ausgeführt. Die Karte listet Hausbesitzer und Gebäudenutzungen auf, stammt aus dem Salzkammergut und gelangte wahrscheinlich über das Hofkammerarchiv in die Albertina. Sie wird in der Ausstellung Faszination Papier bis März 2026 präsentiert und vergleicht sie mit einem zeitgleich entstandenen Stadtplan von Paris. Die Darstellung wird als einzigartiges historisches Dokument auch noch im Detail in weiteren Episoden von Welterbe Hallstatt besprochen werden.

    14 min
  • Ebensee – Oral History – Holzknecht 2
    Tondokumente aus den 1960er Jahren

    Der Botaniker und Heimatforscher Friedrich Morton (1890 - 1969) präge als Kustos über Jahrzehnte das Hallstätter Museum. Anfangs der 1960er Jahren begann er ein Tonarchiv aufzubauen.

    Neben dem Klang von historischen Musikinstrumenten aus den Beständen des Hallstätter Museums zeichnete Friedrich Morton auch Interviews mit Gewährsleuten einer versinkenden Arbeitswelt auf das Magnettonband auf. Der 2007 verstorbenen Hallstätter Karl Kirchschlager junior erkannte den dokumentarischen Wert dieser Tonbänder, welche er Mitte der 1990er Jahre aus dem Sperrmüll gerettet hat.
    In dieser Episode erzählt der Ebenseer Holzknecht Ferdinand Kienesberger (vlg. Foidl -Friedl, geb. 29. 04. 1903) vom Holzriesenbau, der Holzbringung mit dem Schlitten und den Werkzeugen der Holzknechte in der 1. Hälfte des 20. Jhs. Als interessantes Detail berichtet Kienesberger, dass er 1938 im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung im Forstbetrieb Neuglobsow auf der Schorfheide im Umland Berlins, die Hobelzahnsäge kennenlernte und diese daraufhin in Österreich einführte.

    Link zu der Episode über die historischen Musikinstrumenten aus den Beständen des Hallstätter Museums Teil 1

    Link zu der Episode über den Hammerschmied Atzmanstorfer aus Bad Goisern

    19 min
  • Ebensee – Oral History – Holzknecht 1
    Tondokumente aus den 1960er Jahren

    Der Botaniker und Heimatforscher Friedrich Morton (1890 - 1969) präge als Kustos über Jahrzehnte das Hallstätter Museum. Anfangs der 1960er Jahren begann er ein Tonarchiv aufzubauen.

    Neben dem Klang von historischen Musikinstrumenten aus den Beständen des Hallstätter Museums zeichnete Friedrich Morton auch Interviews mit Gewährsleuten einer versinkenden Arbeitswelt auf das Magnettonband auf. In dieser Episode erzählt der Ebenseer Holzknecht Ferdinand Kienesberger (vlg. Foidl -Friedl, geb. 29. 04. 1903) von Arbeitsunfällen, vom Leben der Holzknechte in den Holzknechtstuben und dem Brauchtum in der 1. Hälfte des 20. Jhs.
    Der 2007 verstorbenen Hallstätter Karl Kirchschlager junior erkannte den dokumentarischen Wert dieser Tonbänder, welche er Mitte der 1990er Jahre aus dem Sperrmüll gerettet hat.

    Link zu der Episode über die historischen Musikinstrumenten aus den Beständen des Hallstätter Museums Teil 1

    Link zu der Episode über den Hammerschmied Atzmanstorfer aus Bad Goisern

    19 min
  • Das Inslit
    Licht aus tierischem Fett

    Inslit, auch Unschlitt genannt, stammt aus minderwertigem Rinderfett und diente im 16. Jahrhundert im Hallstätter Salzbergbau als Brennstoff für Lampen und Kerzen. Es wurde ausgelassen, um reines, hartes Fett zu gewinnen, und ersetzte teure Bienenwachskerzen für die Massenbeleuchtung. Im Bergbau erleichterte es die Arbeit unter Tage, wobei Öllampen und Kerzenhalter verwendet wurden. Der Verbrauch stieg stark im 17. Jahrhundert durch Naturalleistungen als Lohnersatz, was zu Importen und Weiterverkäufen führte. Ab dem 19. Jahrhundert lösten Paraffin und Karbidlampen es ab.

    Link zur Episode über das Pfannhaus Hallstatt Markt.

    Link zur Episode über Lehm im Bergbau.

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells.

    17 min
  • Industrie um 1500
    Energie und Ressourcen

    Die Reformationslibelle beschreiben detailliert Wälder, ihren Zustand, Zuwachs und Flurnamen, die bis heute kontinuierlich sind. Holz diente als zentraler Energieträger für Salzproduktion, Glasherstellung und Eisenverhüttung, wobei Holzkohle für höhere Temperaturen produziert wurde. Kohlstätten weisen auf Köhlerei hin, und Glasscheiben, sogar zerbrochene, wurden inventarisiert. Kalktechnik ist seit römischer Zeit in Hallstatt nachweisbar, mit Wiederverwendung von Abfallprodukten wie Asche für Glas. Stoffliche Kreisläufe zeigen Parallelen zu modernen Produktionsherausforderungen durch Ressourcenknappheit.

    Link zur Episode über das Reformationslibell von 1524.

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells.

    Link zur Episode über das Pfannhaus Hallstatt Markt.

    Link zur Episode über das Pferdeisenbahnprojekt Obertraun-Kainisch.

    8 min
  • Salzkammergut – Eiben
    Übernutzung im 16. Jahrhundert

    In dieser Episode wird die Eibe (Taxus baccata) beleuchtet, von ihrer Nutzung als Bogenholz seit dem Altertum bis hin zu ihrer Giftigkeit, die in Literatur wie Shakespeares Hamlet Eingang fand. Der Fokus liegt auf dem Salzkammergut, wo Ortsnamen wie Eibenberg auf vergangene Bestände hinweisen, doch Raubbau im 16. Jahrhundert durch Monopole und Export nach England führte fast zum Aussterben der Bäume. Technische Eigenschaften des Holzes als natürlicher Verbundwerkstoff werden erläutert, ebenso wie der Übergang zu Feuerwaffen und die Symbolik der Eibe als Friedhofsbaum.

    Link zur Episode über das Reformationslibell von 1524

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells

    14 min
  • Rigleisen und Pschlachthammer
    Frühneuzeitliche Werkzeuge

    In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Salzbetrieb in Hallstatt intensiviert, um neue Märkte in Böhmen und Ungarn zu bedienen und damit die Staatsfinanzen zu sanieren; dies erforderte Investitionen primär in die Produktionsanlagen und damit sekundär auch in die Steinbrüche, wobei der rote Steinbruch feuerbeständigen, mergeligen Stein lieferte, während der weiße Stein weniger feuerbeständig war. Die Inventare dokumentieren den Zuwachs an Werkzeugen wie Schlägeln, Keilen und Kratzen, spiegeln den Übergang von Mangel zu Überfluss wider und heben technische Details wie den Schutz der Steine vor Frost und den Einsatz von Lehm hervor; zudem wird die Lokalisierung des roten Steinbruchs im Obertrauner Koppenwinkel diskutiert, ergänzt durch Klagen aus dem Reformationslibell von 1563 über sinkende Steinqualität und Verschwendung von Werkzeugen.

    Link zur Episode über das Reformationslibell von 1524

    Link zur Episode über das Inventar von 1526

    Link zur Episode über den Rabisch

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells

    21 min
  • Der Rabisch
    Archaisch und fälschungssicher

    Die Episode beleuchtet die Reformationslibelle als detaillierte Anweisungen zur Organisation des Salzwesens unter Erzherzog Ferdinand, die detaillierte Einblicke in Produktionsprozesse geben und in handschriftlichen sowie gedruckten Versionen vorliegen. Im Fokus steht der Begriff „Rabisch“, ein slawischstämmiges Wort für Kerbholz, das zur sicheren Dokumentation von Schulden und Lieferungen im Schmiedebetrieb diente, indem ein gespaltener Holzstock mit Kerben manipulationssicher Abrechnungen ermöglichte. Ergänzt werden historische Anekdoten, wie der Ursprung des Begriffs „Stockholder“ aus englischen Tallies und der Brand des britischen Parlaments 1834 durch das Verbrennen alter Kerbhölzer, sowie Verbindungen zu moderner Kultur wie dem Banana Boat Song.

    Link zur Episode über das Reformationslibell von 1524

    Link zur Episode über die Steinbrüche und die politische Situation zu Beginn des 16. Jahrhunderts

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells

    22 min
  • Welterbegebiet - Verschwundene Steinbrüche
    Lokale Rohstoffgewinnung

    In dieser Episode von Welterbe Hallstatt wird der historischen Kontext der habsburgischen Erbfolge von Ferdinand I. und dessen finanzielle Herausforderungen nach Maximilian I. sowie die Bedeutung der Salzbergwerke für die Staatskonsolidierung beleuchtet. Anhand des Hallstätter Inventars von 1526 wird ein Schlaglicht auf zwei Steinbrüche für rote und weiße Steine geworfen, die für die Pfannsteher, den Säulen unter Salzpfannen genutzt wurden. Es wird von Werkzeugen zur Gewinnung von Werksteinen und Lehm erzählt und die Hörer sind eingeladen, Hinweise zu alten Steinbrüchen am Hallstättersee zu geben.

    Link zur Episode über das Reformationslibell von 1524

    Link zum Scan des 2. Reformationslibells

    30 min
  • Salzkammergut – Laimb & Letten
    Tonmineralien als historische Baustoffe

    In dieser Episode von Welterbe Hallstatt wird die Verwendung von Lehm (Laim) und Ton (Letten) im protoindustriellen Umfeld des 16. Jahrhunderts beleuchtet. Mit Unterstützung von Thomas Nussbaumer, der das Reformationslibell von 1524 transkribiert und dem Bergmann Johann Unterberger, wurden neue Erkenntnisse aus primären historischen Quellen erschlossen. Obertägig wurde abgemagerter Lehm verwendet, um die Salzpfannen gegen Hitze zu schützen, während untertägig Ton mit Torfmoos (Müß. Mias) kombiniert wurde, um wasserführende Stollen abzudichten. Die Episode beleuchtet die raffinierte Materialnutzung, die Rolle von Fachleuten des 16. Jahrhunderts wie Ofenleger Wolfgang Tharleutner und die geologische Bedeutung lokaler Vorkommen für Lehmgewinnung.

    Link zur Episode über den Lehmbau im Salzkammergut.

    Link zur Episode über das Pfannhaus.

    Link zur Episode über die Reformationslibelle.

    Link zur Episode über Prähistorische Bauwerks-Abdichtungen.

    15 min

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Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.