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Im Zentrum dieser Episode des Podcasts steht der Landungsplatz in Hallstatt, dessen topologischen und historische Merkmale eng mit der umliegenden Landschaft und der Entwicklung des Wirtschaftsraums verbunden sind.
Link zur Episode über den Marktplatz
Die gesellschaftlichen Veränderungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten zur Errichtung mehrerer Traunübergänge im Stadtgebiet von Bad Ischl. Das verheerende Hochwasser von 1897 sowie die Industrialisierung und der damit einhergehende Anstieg der Stahlproduktion bildeten einen Wendepunkt, an dem man sich entschloss, bei Neubauten verstärkt auf Stahl zu setzen. Die Brückenbauanstalt unter der Leitung von Ignaz Gridl, einem Pionier des Brückenbaus in Altösterreich, übernahm die Ausführung der neuen Traunbrücken.
Ignaz Gridls Ausbildung und Erfahrung, angefangen in der väterlichen Schlosserei bis hin zur Mitarbeit in in einem großen Eisenkonstruktionsbüro in Paris, prägten seinen Werdegang. Bekannt wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts durch die damals innovative und materialsparende Dachkonstruktion des St. Marxer Schlachthofes, später vor allem durch Planung und Bau der Eisenbahnbrücke zum österreichischen Kriegshafen in Pola, welche als drehbare Konstruktion speziell für die Durchfahrt großer Kriegsschiffe konzipiert wurde.
Im Rahmen der Bemühungen um die Wiederbelebung des Kurbetriebs wurde 1921 in Bad Ischl eine Heilbadgesellschaft gegründet, die fünf Jahre später in das Bäderkomitee umgewandelt wurde. Ziel war es, durch einen repräsentativen Neubau die Attraktivität des Kurbetriebs zu erhöhen. Die Architektenwahl spielte dabei eine wesentliche Rolle: Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem prominente Architekten eingeladen wurden. Als Gewinner gingen Clemens Holzmeister und seinem Partner Max Fellerer hervor, denen es mit ihrem Entwurf gelang, Tradition und Moderne geschickt miteinander zu kombinieren. Besonders hervorzuheben ist der Eingangsbereich mit seiner eindrucksvollen Vorhalle, die sowohl spätklassizistische als auch moderne Züge in sich vereint. Der Kontrast zwischen der hohen, luftigen Vorhalle und dem intimeren, dunkleren Innenbereich zeigt beeindruckende Raumqualitäten.
Weiterführende Informationen zum Ischler Kurmittelhaus.
Baugeschichte
Baubeschreibung
Technische Beschreibung
Link zu detaillierten Informationen zu den Pernecker Berghäusern
Quellen
Schimitzek profilierte sich national als Spezialist für Spitäler und Kuranstalten und wurde auch von der Wirer’sche Badstiftung Bad Ischl mit der Reorganisation der Kuranstalten beauftragt.
Foto cover: Thomas Ledl - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at
Die Oberleitungsanlagen der Salzkammergutbahn, deren Normativität über Jahrzehnte das Bild der Kulturlandschaft mitbestimmten, wurden ab dem Jahr 2004 systematisch demoliert. Zuletzt wurde 2017 auch die gesamten historischen Gittermasten im Bahnhof Bad Aussee durch Betonmasten ersetzt. Lediglich an einem Nebengleis im Frachtenbahnhof Bad Ischl war zum 100-Jahr-Jubiläums 2024 ein letzter Rest der historischen Fahrdrahtanlage noch in situ erhalten. Es bleibt zu hoffen, dass dieser letzte Rest von ein paar wenigen Masten wieder in Wert gesetzt wird und weiter erhalten bleibt.
Weitere Informationen zur Salzkammergut Bahn
Um bis zum Salzlager zu gelangen, musste - bei einer Vortriebsleistung von lediglich 30 Metern pro Jahr - knapp mehr als 1 Kilometer hartes Kalkgebirge durchörtet werden. Das Abbaufeld war im Ludovika-Horizont sehr klein, wenige 100m lang und lediglich 50 bis 60m breit, so dass nur wenige Laugwerke angelegt werden konnte.
Weiterführende Informationen
Bildquelle cover: Szojak
Die damaligen Arbeitsbedingungen für die Bergarbeiter - einerseits langen Arbeitsschichten andererseits durch die mühsamen Verkehrswege, welche zu Fuß zurückgelegt werden mussten – erlaubten es den Berg-Arbeitern nicht in Ischl zu wohnen, sondern die Arbeiter wurden in der Nähe der Stollen kaserniert. Es wurden Berghäuser errichtet, in denen die Arbeiter während der ganzen Arbeitswoche wohnten, eine nahezu reine Männergesellschaft, wo ein Gehilfe ein "Gäumel" dafür sorgte, dass gekocht wurde. Und erst Samstags Mittag ging es wieder hinunter ins Tal. Der sogenannte "Abgang", der sich ja immer noch bei alten Dialektsprechern fürs Wochenende gehalten hat.
Nähere Informationen über den Ischler Salzberg
In seiner Streitschrift gegen den Ausverkauf der Städte wirft der italienische Kunsthistoriker Salvatore Settis die Frage auf, wann Venedig stirbt. Seine Überlegungen lassen sich auf Hallstatt übertragen, wo diese Prozesse – wenn auch in einem kleineren Maßstab - ablaufen.
Salvatore Settis
In der Aufschwungsphase vor der Weltwirtschaftskrise, die vom Börsencrash im Oktober 1929 ausgelöst wurde, setzten die Bundesbahnen Österreich (BBÖ) ein umfangreiches Investitionsprogramm um. In diesem Rahmen wurde 1928/29 auch die ursprüngliche Wehrgraben-Brücke aus der Zeit des Bahnbaus vom 1877 durch einen 455.000 Schilling teuren Neubau ersetzt. Die alte Brücke, eine Fachwerk-Balken-Konstruktion, war, trotz Verstärkungsversuchen, für die neuen Verkehrslasten der Mitte der 1920er Jahre prototypisch elektrifizierten Strecke nicht mehr geeignet.
Weitere Informationen zur Salzkammergutbahn.
Weitere Informationen zur ÖBB Haltestelle Hallstatt.
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