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Im 1. Reformationslibell, erlassen vom späteren Kaiser Ferdinand I, wird - nach dem derzeitigen Stand der Forschung - mit der Formulierung "Kammerguts des Salz"* erstmals der Begriff "Salzkammergut" geprägt. Dieses Reformationslibell stellt ein umfangreiches Verordnungswerk dar, mit dem das gesamte Salzwesen bis hin zu den Details der Forstwirtschaft, des Transportwesens und darüber hinaus auch das gesellschaftliche Leben reguliert wurde. "Libell" bedeutet Büchlein, die originale Handschrift auf Pergament wurde ursprünglich in Gmunden beim Obersalzamt aufbewahrt und liegt heute im oberösterreichischen Landesarchiv in Linz. Sie stellt eine wertvolle Informationsquelle für den gesamten Vollzug der Salzwirtschaft in der frühen Neuzeit dar. In weiterer Folge erschienen zwei weitere Fassungen. Im II. Reformationslibell von 1563 wurde der Aufstellung einer zweiten Pfanne in Hallstatt Rechnung getragen. Das letzte, das sogenannte III. Reformationslibell, wurde 1656 fertiggestellt und trat 1659 in Kraft, und behandelte nun auch die neu hinzugekommenen Produktionsstätten in Ischl und Ebensee.
*Libell der Newen Reformation und ordnung des Siedens Halstat unnd ambts zu Gmunden 1524, Handschrift auf Pergament, 289 Folien, OÖ. Landesarchiv, Salzoberamtsarchiv Gmunden)
In die rechte, hochrechteckige Schrifttafel aus graurotem Adneter Schnöll ist eine Inschrift aus Groß und Kleinbuchstaben aus der Fraktur in deutscher Sprache eingekerbt. Im Zuge einer Restaurierung konnten 2023 Reste einer Fassung der Buchstaben in Schwarz und Braun ausfindig gemacht werden. Dem Ischler Salinenarchivar Thomas Nussbaumer verdanke ich den wertvollen Hinweis, dass auf Grundlage von 5 Quellen aus dem 19. Jahrhundert und einer Quelle von 1905 der Text jedoch sicher rekonstruiert werden kann.
Als man tzalt von cristi geburt
Mit "Herr Herr Albrecht Ertzherzog in Oesterreich" ist Albrecht VI (1418-1463) gemeint und der "freitag vor simonis et Jude" im "mo cccco und in dem neun und fünfzigisten Jar" kann auf den 22. Oktober 1459 rückgerechnet werden.
Quellen:
Der Brunnentrog aus rotem Buntkalkstein steht vor einer hohen, verputzten Wandscheibe, die auf einem Sockel aus steinsichtigen Quadermauerwerk ruht und von einem getreppten und auskragend profilierten Giebel abgeschlossen wird. In die Prospektwand sind zwei Schrifttafeln und eine Wappentafel eingelassen, die unter der dominanten Helmzier eines Pfauenstoßes das österreichische Fünfadlerwappen und den Bindenschild zeigt. Das Wasser fließt durch einen elegant geformten Auslauf aus Bronze in den Brunnentrog, der eine auffällige, organische Form besitzt, die im Grundriss ein Dreiblatt bildet.
Weiterführende Informationen zur Kapelle von Clemens Holzmeister am Hallberg
Weiterführende Informationen zum Gedenkbrunnen im Salzberghochtal von Clemens Holzmeister
Mit dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie nach 1918, fehlten wesentliche inländische Rohstoffe zur Aluminiumproduktion. Die damaligen Eigentümer des Werks machten sich daran, Kohle aus dem Wolfsegg-Traunthaler Revier und Bauxit aus Laussa heranzuziehen. Mit der Weltwirtschaftskrise 1929 verschärft sich die Situation weiter, da nun auch die Absatzmärkte für das Aluminium schrumpften. Der Anschluss an das Deutsche Reich 1938 und die Aluminiumnachfrage der deutschen Rüstungsindustrie erzeugten einen letzten Boom der Aluminiumproduktion in Steeg. Nachdem in Ranshofen 1943 eine moderne und 60-mal leistungsfähigere Anlage in Betrieb ging, wurde die Aluminiumproduktion in Steeg eingestellt.
Weiterführende Informationen zum Kraftwerk Steeg
Weiterführende Informationen zum Elektrodenwerk Steeg
Weiterführende Informationen zur Elektrifizierung der Salzkammergutbahn
Als im frühen 20. Jahrhundert die ersten beiden Stufen der Gosau- Werke fertiggestellt waren, fehlten große Stromverbraucher. Stern & Hafferl gründeten in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks einen Elektrolysebetrieb. Während des Ersten Weltkriegs stieg der Kriegswirtschaftliche Bedarf an Aluminium stark an. In Steeg wurden durch Kriegsgefangene innerhalb kürzlich kürzester Zeit 3 Fabriken aufgebaut: Ein Tonerdewerk zur Aufbereitung des Bauxits, die eigentliche Aluminiumelektrolyse und ein Elektrodenwerk zur Herstellung der Graphitanoden. Nach dem Ersten Weltkrieg war die zivile Aluminiumproduktion unwirtschaftlich und wurde in den 1930-Jahren eingestellt. Das Elektrodenwerk hingegen entwickelte sich zu einem international führenden Unternehmen.
Weiterführende Informationen zum Kraftwerk Steeg
Weiterführende Informationen zur Elektrifizierung der Salzkammergutbahn
Mit der Fertigstellung der Stufen III und V der Gosauwerke durch Stern & Hafferl im Jahre 1911 mussten für die erzeugten Strommengen entsprechende Absatzmärkte erschlossen werden. Neben einer Aluminiumelektrolyse in unmittelbarer Nähe der Stufe V in Steeg wurde das Ausseerland mit Strom versorgt und die Elektrifizierung der Salzkammergutbahn vorangetrieben.
Weiterführende Informationen zum Kraftwerk Steeg und zur Elektrifizierung der Salzkammergutbahn
Der dreiteilige Obelisk aus Hartgestein steht mittels einer flachen Plinthe auf einem Kalksteinfelsen am Rand des periodisch aktiven Dürrenbachs im Bereich des Niederdürren. Im oberen Drittel des steinmetzmäßig scharfkantig, ebenflächig und exakt gearbeiteten Gedenksteins ist ein weißes Porzellanmedaillon appliziert, das ursprünglich darin eingefügte Bild ist nicht mehr vorhanden. Der mittlere Stein trägt die Inschrift mit dem Namen des Verunglückten, sowie die Ursache und das Datum des Unfalls. Im Basisstein des Obelisken ist ein Sinnspruch eingemeißelt. Das Objekt ist stark bemoost, von Flechten bewachsen und die färbige Ausmalung der Buchstaben ist stark verwittert.
Hans Höplinger, geb. am 28. Feber 1896 in St. Wolfgang, beerdigt am 13. Feber 1924 ebendort, unternahm mit seinem Bruder Kamillo am 10. 2. 1924 eine Schitour auf den Wiesberg. Bei der Abfahrt stieß er mit dem Kopf derart an einem Baum, dass er auf der Stelle tot liegen blieb. Da der Verunglückte, ebenso wie seine Brüder, ein ausgezeichnete Skiläufer war, kann der tödliche Unfall wohl nur auf einen höchst unglücklichen Zufall zurückzuführen sein.
Hans Höplinger
Oft hab' ich andre froh gemacht
Der Spruch stammt von Friedrich Wilhelm Weber (*1813 - † 1894) einem deutschen Arzt und Dichter, der im Vormärz politisch aktiv war. Der Spruch ist in der Inschrift gekürzt und lautet vollständig:
Im Zuge der Generalsanierung des Winterpalais des Prinzen Eugen in der Wiener Himmelpfortgasse wurden zur Jahrtausendwende umfangreiche Aktenbestände in das österreichische Staatsarchiv umgelagert. Dabei kam auch Pläne einer Pferdeeisenbahnlinie von Kainisch nach Obertraun wieder ans Tageslicht. In den akribisch ausgeführten Plänen ist nicht nur die Trassenführung als Prototyp der späteren Kronprinz-Rudolf-Bahn sondern auch eine Vielzahl alter Flurnamen zu finden.
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Dem Botaniker und Heimatforscher Friedrich Morton (1890 - 1969) ist dieses bemerkenswerte Tondokument zu verdanken, auf dem Franz Atzmanstorfer (1895-1977), der letzte Hammerschmied in Bad Goisern zu hören ist und das einen authentischen Einblick in gewerbliche Arbeitswelt der Mitte des 20. Jahrhunderts gewährt. In den 1960er Jahren, zu einer Zeit als "oral history" und "Geschichte von unten" in Österreich weder methodische Anerkennung noch gesellschaftspolitische Gültigkeit für die Geschichtswissenschaft erlangt hatten, zeichnete Morton mündliche Geschichtsquellen auf das Magnettonband auf.
Mit der Amtshausstiege wird die Höhenstufe überwunden auf die wirkmächtig das barocke Amtshaus gesetzt ist. Die monolithischen, etwa 250 Zentimeter langen Blockstufen sowie die quadratischen Pflastersteine der Zwischenproteste sind aus Granit, welcher erst nach Eröffnung der Salzkammergutbahn Mitte der 1870er Jahre kostengünstig nach Hallstatt transportiert werden konnte. Sowohl im Antritts- als auch im Austrittsbereich der Stiege sind markante, monolithische Geländerpfeiler aus Kalkstein mit quadratischem Querschnitt gesetzt, deren flach-pyramidale Abdeckung über ein gekehltes Profil auskragt. Diese Pfeiler dürften noch von der Vorgänger-Stiege aus Kalkstein stammen, welche um 1840 errichtet worden ist. Die dazwischen angeordneten Geländer Steher aus Gusseisen sind in Ihrer historistischen Formensprache typisch für das ausgehende 19. Jahrhundert. Unter den Resten des abkreidenden, dunkelgrünen Deckanstrichs wird die Grundierung mit roten Bleiminium Pigmenten sichtbar. Geländebewegungen führten zu deutlich sichtbaren Formänderungen der Stiege und zum Bruch einiger Blockstufen.
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