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Der Begriff Sgraffito kommt vom italienischen Verb sgraffiare, das "kratzen" bedeutet. Dabei werden auf einer Wand dünne, unterschiedlich eingefärbte Putzschichten aufgetragen. sobald der Verputz angesteift ist, kann man durch unterschiedlich tiefes abkratzen gezielt die unterschiedlich eingefärbten Putzschichten wieder freilegen. Auf diese Weise entsteht ein mehrfärbiges Bild, das sich durch lange Haltbarkeit auszeichnet. der Begriff "Graffiti" geht auf der alternativen Schreibweise graffiare, zurück, und bedeutete ursprünglich als archäologischer Fachbegriff von Vandalen in Architekturoberflächen eingeritzte Bilder und Texte. Dieser Begriff wird aktuell für Spraybilder im öffentlichen Raum verwendet.
Der gebürtige Hallstätter Bildhauer Karl Seemann (1902 - 1989) gestaltete 1966 die Westfassade seines Wohnhauses mit Darstellungen der Heiligen Sebastian, Christophorus und Florian, während auf der Südfassade unter einer Sonnenuhr eine Inschrift und Alltagsszenen der prähistorischen Hallstätter dargestellt sind.
Sockel und Platte des Tisches sind aus fossilreichem Hallstätter Kalk gefertigt. Ursprünglich war diese Steinplatte, mit einem Durchmesser von 91 cm auf einem steinernen Sockel drehbar gelagert. Der äußere Kreisring trägt eine 360 Grad-Teilung in Halbgrad-Schritten, wobei die vier Quadranten jeweils von null bis neunzig Grad in zehn Gradschritten beziffert sind. Die Nord- Südrichtung ist dabei jeweils mit null Grad, die West- Ostrichtung mit jeweils 90 Grad angegeben. Es erhalten daher die Quadranten N-O und S-W eine rechtsläufige, die Quadranten N-W und S-O eine linksläufige Bezifferung. Der innere Kreisring zeigt eine bei nautischen Kompassen übliche 32-fache Unterteilung. Als Besonderheit ist die unübliche Benennung der kleinsten Teilstriche anzumerken.
Für die Abbildungen und die fachliche Beratung zu dieser Episode bedanke ich mich bei Herrn Johann Unterberger, Hallstatt, Markscheider i. R.
Link zur Episode über den Rudolfsturm
Das Relief ist auf einer weiß gefassten Stele aus Stahlbeton, deren Rückseite mit vertikal gerichteten Eintiefungen aufgelockert ist, montiert. Formal erinnert der Bildaufbau, dessen Umriss und eine seitliche Figur, im Habitus eines Schreinwächters an einen Flügelaltar. Die Figurengruppe besteht aus insgesamt fünf männlichen, leicht abstrahierten Figuren, die mit entsprechenden Attributen signifikante Epochen der Ortsgeschichte markieren. Erklärende Textblöcke aus erhabenen Großbuchstaben in Nahbereich jeder Figur bieten zusätzliche Erläuterungen. Eine Dreieckskomposition im zentralen Schrein spannt den zeitlichen Bogen von einem prähistorischen Bergmann, über den mittelalterlichen Landesherrn Albrecht I zu einem rezenten Bergmann, während die flankierenden Figuren mit einem römischen Legionär die Antike bzw. mit der Darstellung eines Salzfertigers die frühe Neuzeit symbolisieren.
Link zur Episode über den Rudolfsturm
Link zur Episode über die Salzküfel
Johann Georg Ramsauer (1795-1874), Sohn eines Zimmermannes bei den Salinen begann als 13-jähriger seinen Dienst als Manipulationszögling im Salzbergwerk in Hallstatt war bereits mit 36 Jahren als Bergmeister Betriebsleiter des Salzbergbaus Hallstatt. Exkursionen führten ihn nach Hall in Tirol und Berchtesgaden, wo er die Technik der steinernen Grubenausmauerung kennen lernte. Für die umfangreichen Streckenausmauerungen in Hallstatt, ließ er am Salzberg im Bereich der Dammwiese beim Sommeraukogel einen Steinbruch eröffnen, dessen rote Dachsteinkalke Steinmaterial lieferte, das auch zahlreiche Petrefakte enthielt. Für die Paläontollogie des 19. Jahrhunderts sind Ramsauers Fossilienfunde, hauptsächlich Ammoniten, von Bedeutung.
Link zur Episode über Isidor Engel
Das repräsentative Mundlochbauwerk wurde vom Land Oberösterreich (Landesstraßenverwaltung) im Zuge des Ausbaus der Hallstätter-See-Straße (Landesstraße L547) und der Fertigstellung des Ortsumfahrungstunells von Hallstatt 1965 errichtet.
Link zur Episode über die Parkterrasse in der Mühlbachschlucht
Die Inschrift zur Städtepartnerschaft ist in eine kleine Tafel aus gelb eloxtiertem Aluminium in lateinischen Groß- und Kleinbuchstaben eingefräst und mit schwarzer Farbe ausgefüllt.
Isidor Engl wurde als Salinenzeichner vor allem mit Dokumentationsaufgaben betraut. Von den von ihm in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts geleiteten Ausgrabungen am Hallstätter Gräberfeld hat er auch detaillierte Fundberichte und aquarellierte Federzeichnungen angefertigt, welche Maßstäbe für die Dokumentation archäologischer Ausgrabungen gesetzt haben. Darüber hinaus hat Engl auch ein umfassendes Dokumentationswerk des Hallstätter Gebäudebestands und seiner architektonischen Details geschaffen. Engl hat an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auch bei der Gründung des Hallstätter Museums wesentlich mitgewirkt.
Der gebürtige Hallstätter Bildhauer Georg Zauner (1928 – 1995) war Absolvent der Fachschule für Holzbearbeitung in Hallstatt. Nach dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei F. Santifaller, F. Wotruba und H. Boeckl und einer freischaffenden Tätigkeit in Wien übersiedelte Zauner 1973 nach Hallstatt, wo er bis 1988 als Professor in der Bildhauerklasse tätig war.
Link zur Episode über das Benfiziatenhaus
Link zur Episode über die Kerntragerweiber
Link zu Informationen über Brettschnitte
Dieses Kleindenkmal erinnert an die sogenannten "Kerntragerweiber", welche bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Rückentragen das Steinsalz, den "Kern" vom Salzberg in das Kernmagazin am Ufer des Hallstätter Sees trugen.
Der gebürtige Hallstätter Bildhauer Georg Zauner (1928 – 1995) war Absolvent der Fachschule für Holzbearbeitung in Hallstatt. Nach dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei F. Santifaller, F. Wotruba und H. Boeckl und einer freischaffenden Tätigkeit in Wien übersiedelte Zauner 1973 nach Hallstatt, wo er bis 1988 als Professor in der Bildhauerklasse tätig war.
Link zur Episode über die Kerntragerbank
Die „Fuhren“, wie die Plätten in Hallstatt heißen, haben eine lange Tradition als Transportmittel und zählen seit 2020 zum immateriellen Kulturerbe Österreichs. Schon im 13. Jahrhundert, nach der Wiedereröffnung des Salzbergwerks in Hallstatt, wurde die Schifffahrt über den See und die Traun zum Transport der Ware notwendig. Heute beherrschen nur mehr wenige Personen dieses Handwerk. Wolfgang Müllegger ist einer davon und erzählt in dieser Episode von seinem handwerklichen Erfahrungswissen.
Immaterielles Kulturerbe Österreichs Die Fuhr am Hallstättersee
Die überlebensgroße Steinskulptur, welche von der Künstlerin Helga Födisch (1928-2003) aus Wels geschaffen wurde, zeigt einen prähistorischen Hallstätter Bergmann mit den archäologisch belegten Attributen Tragsack und Fellmütze. Während der Körper und die Attribute leicht zu großflächigen Formen abstrahiert sind, zeigt das Gesicht naturalistische Züge.
Link zur Kleindenkmaldatenbank
Die Sonnenuhr, die als Fresko zwischen erstem und zweitem Obergeschoß an der Südfassade eines Wohnhauses "im Tremischen" ausgeführt ist, zeigt links unten im Vordergrund eine Felslandschaft mit einem exponiert stehenden zylindrischen Bauwerk. Der blasse Hintergrund im Zentrum des Bildes lässt eine Weltlandschaft erahnen. Der obere Teil des Bildes wird von einer monochrom hellblauen Himmelsdarstellung eingenommen, an deren oberen Rand zentral eine Darstellung der Sonnenscheibe als "Sol invictus" positioniert ist. Links und rechts davon stehen in Kapitalen die Buchstaben T. S. bzw. P. M., wobei das S. auf die Besitzerfamilie der Entstehungszeit "Seedaller" verweisen dürfte.
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