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Dr. Eva Umlauf hat als eines der jüngsten Opfer die Deportation und Verbringung ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Sie erblickt am 19. Dezember 1942 in einem Arbeitslager für Juden, im slowakischen Nováky, das Licht der Welt. Ihre Mutter erzählt ihr später, wie sie für die Mithäftlinge zu einem Symbol für das Leben wurde.
Interviewpartnerin in der Folge:
Interviewbeginn ab 9 Minuten
History Wissen ab 58 Minuten
Am 8.November 1939 explodiert die Bombe, die Hitler töten soll, planmäßig um 21:20 Uhr im Bürgerbräukeller in München. Der Saal verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Trümmerfeld. Die Bombe zerschmettert nicht nur die Säule hinter dem Rednerpult und ihrer Umgebung, sondern lässt sogar die Decke einstürzen. Acht Menschen sterben, davon sieben NSDAP-Mitglieder und eine Kellnerin. 63 Personen werden verletzt. Aber Hitler selbst lebt. Zusammen mit den Vertretern von Partei und Regierung hat er seine Rede bereits um 21:07 Uhr beendet und daraufhin der Saal vorzeitig verlassen.
Filmtipp in dieser Folge:
Hellmut Westermann wurde am 11. April 1926 im pommerschen Stettin (heute Szczecin) geboren. Als Hellmut drei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Berlin um. Der Vater wird ans Verkehrsministerium versetzt. 1927 kommt sein Bruder Gerd zur Welt. 1930 kündigt der Vater seine Beamtenstelle und arbeitet als Prokurist und technischer Leiter einer Firma in Goslar, weshalb die Familie erneut umzieht. Die beiden Brüder erleben eine unbeschwerte und glückliche Kindheit. Diese endet jedoch abrupt, als ihre Mutter sehr überraschend im Frühjahr 1936 verstirbt. Dieses schreckliche Ereignis schweißt die beiden Jungen noch enger mit dem Vater zusammen. 1937 treten die „Gebrüder Westermann“ den „Pimpfen“ (einer Vorstufe der „Hitlerjugend“) bei. Mit dem Einmarsch der Deutschen Truppen in Polen im September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg. Hellmuts Vater muss als Reserveoffizier einrücken. Der Abschied schmerzt Hellmut ganz besonders. Während des Feldurlaubs 1942 wird Töchterchen Dagmar geboren. Im Juni 1943 werden die „Gebrüder Westermann“ zum Dienst als Luftwaffenhelfer einberufen. Hellmut meldet sich freiwillig als Soldat („Soldat werden musste man so oder so. So hatte man die Wahl der Waffengattung) und entschließt sich für die berittene Artillerie. Hier schätzt vor allem der Vater die Überlebenschancen höher ein als bei der Panzertruppe oder der Infanterie. Zweitens möchte Hellmut später Tierarzt werden. Im Juni 1944 tritt Hellmut seinen Dienst an und wird bei einem Auswahl-Lehrgang ausgebildet. Am 16. Januar 1945 erfolgen schwere Bombenangriffe auf Magdeburg. Von den Kasernen aus kann Hellmut das Inferno sehen. Sofort rücken die Männer aus, um aus der brennenden Stadt noch Menschen zu retten. Bilder, die er bis heute nicht vergessen kann. Am 10. April 1945 wird seine Truppe bei Rokyzani zu einem letzten Aufgebot aufgerufen. Die Division „Ullrich von Hütten“ hatte von Hitler den Befehl bekommen, das bereits eingekesselte Berlin zu befreien. Zur Abschreckung vor Fahnenflucht muss Hellmut sogar der Exekution eines Soldaten beiwohnen. Am 27. April kommt der Vorstoß der Truppe zum Stehen. General Weck war nicht Hitlers Befehl gefolgt, die russische Armee im Raum Berlin anzugreifen. Sein Ziel: Den eigenen Männern die Chance zu geben, sich in den Westen durchzuschlagen. Als einer der letzten Soldaten gelingt es Hellmut über die Elbe zu kommen. Dort gerät er in amerikanische Gefangenschaft, die jedoch nach einigen Monaten endet. Hellmut wird anschließend Werbefachmann. Seit Wunsch heute: Nie wieder Krieg!
Interviewpartner in dieser Folge:
Beginn des Interviews ab 8 Minuten
History Wissen ab 1 Stunde 11 Minuten
General Walther Wenck
Buchtipp in dieser Folge:
Daniel Müller wurde 1989 geboren und ist als ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins „Zeugen der Zeitzeugen“ aktiv.
Interviewgast in dieser Folge: Daniel Müller
Infos und Links:
https://youtu.be/rudMjq0dgzQ?feature=shared
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2QxN2U2NjY4LWFiODMtNDgzMS1iZWNjLTk1NTFjZGUzNzY2MQ
https://www.zeugen-der-zeitzeugen.de/
Albert Schiller wird am 29. April 1921 in Stuttgart-Untertürkheim als einziges Kind einer evangelischen Familie geboren. Sein Vater ist Buchbinder, die Mutter Hausfrau. Kurz nach Alberts Geburt zieht die Familie nach Bad Cannstatt. Dort verbringt er seine Kindheit und Jugend. Er durchläuft das Jungvolk und die Hitlerjugend. Mit nur 15 Jahren beendet Albert die Schule und beginnt ein Lehrer als Mechaniker. Am 1.September 1939 bricht der Zweite Weltkrieg aus. Knapp ein Jahr später wird Albert beim Wehrbezirkskommando Stuttgart gemustert. Der Entscheid lauter: Kriegsverwendungsfähig. Ab 1.Februar 1941 wird sein gesamter Jahrgang eingezogen. Mit 20 Jahren wird er beim Nachr.-Ers.-Battr. 5 in Karlsruhe eingestellt und beginnt dort seine Ausbildung. Anfangs ist Albert Funker und Ladekanonier eines Panzer-III, später dann eines Sturmgeschützes. Wenn ein Soldat gefallen oder erkrankt ist, wird er als Ersatzmann im Panzer eingesetzt. Albert wird der Sturm-Geschütz-Abteilung 177 zugeteilt und am 6.September 1941 mit der Bahn nach Russland, in den Raum Smolensk, gefahren. Nach dem Vormarsch steht seine Truppe kurz vor Moskau. Nach den schweren Winterkämpfen wird die Abteilung im März 1942 nach Mogilew verlegt. Im August überschreiten die deutschen Soldaten den Don und der Vormarsch nach Stalingrad geplant. Kurz bevor Alberts Einheit in die heiß umkämpfte Stadt vordringen soll, erkrankt er schwer an Typhus. Im Nachhinein ein Wunder. Keiner seiner Kameraden überlebt. Insgesamt wird er noch dreimal verwundet. Albert Schiller gerät in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wird am 3.Juli 1945 entlassen. Eine dort erlebte Misshandlung bereitet ihm sein ganzes Leben lang Schwierigkeiten.
Interviewgast in dieser Folge: Albert Schiller
Beginn des Interviews ab: 6 Minuten
History Wissen ab 55 Minuten
Buchtipp:
Heinrich Luitpold Himmler (* 7. Oktober 1900 in München; † 23. Mai 1945 in Lüneburg) war ein deutscher Politiker der NSDAP und einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust.
Buchtipp in dieser Folge:
Sigrid Leneis wurde am 25. Oktober 1934 in Schluckenau im damaligen „Sudetenland“ (heute Tschechien) geboren. Die ersten Jahre verbringt sie mit ihrem vier Jahre älteren Bruder in der Geborgenheit des Elternhauses. Der Vater arbeitet als Lehrer, die Mutter als Haus-und Geschäftsfrau. Zu Beginn des Krieges wird der Vater bereits eingezogen. Er kehrt nicht mehr nach Hause zurück. Bis heute weiß die Familie nichts über sein Schicksal.
Interviewpartnerin in dieser Folge:
Beginn des Interviews ab 7 Minuten
History Wissen ab 55 Minuten
Die Flucht aus dem damaligen Sudentenland
Ralph Paschke wurde 1929 in Görlitz geboren. Er wächst bei seinen Eltern, einem Oberpostbeamten und einer Hausfrau, und seinem neun Jahre älteren Bruder auf. Dieser lässt sich zum Piloten ausbilden und gilt nach einem Einsatz als vermisst. Ralph tritt der Hitlerjugend bei und muss zahlreiche Dienste leisten. Gegen Kriegsende hin wird er zusammen mit Nachbarsjungen und Klassenkameraden zum Volkssturm eingezogen. In der Unterkunft „Königshainer Schloss“ wird sein Name von einer Liste gestrichen, die immer wieder eine große Rolle in Ralphs Leben gespielt hat. Zusammen mit zwei Kameraden beschließt Ralph im März 1945, dass sie sich nicht weiter verheizen lassen und zurück nach Hause wollen. Flucht um jeden Preis. Das Problem: Sie tragen noch immer ihre Uniformen. Ab sofort gelten sie als fahnenflüchtig. Nach einer nervenaufreibenden Kontrolle steigen die Jungen aus einem Zug aus und schlagen sich bis in die Heimat durch. Dort wird Ralph von seinen Eltern versteckt. Er erlebt das Kriegsende in Görlitz und den Einmarsch der Roten Armee. Die Familie baut sich ein neues Leben in der damaligen DDR auf.
Beginn des Interviews ab 7 Minuten
History Wissen:ab 1 Stunde 29 Minuten
Interviewpartner in dieser Folge:
In der heutigen Folge geht es um Hitlers Komplizen. Der zweite Mann im Dritten Reich will vor allem eins. Macht. Luxus. Einfluss. Reichtum. Drogen. Er ist der wohl schillerndste Charakter im Nationalsozialismus und verstrickt in alle Verbrechen des Regimes. Viele, die Göring persönlich kannten, nannten ihn einen Blender. Doch wer war dieser Mann?
Buchtipp in dieser Folge:
Quellen:
Stefan Martens: Hermann Göring. „Erster Paladin des Führers“ und „Zweiter Mann im Reich“. Schöningh, Paderborn 1985.
https://www.youtube.com/watch?v=hCtrxHvVNXY
Ulrikes Vater wird 1922 in Westfalen geboren und zieht mit zehn Jahren mit seinen Eltern auf einen Hof im damaligen Schlesien. Dort muss er früh anpacken und erlebt zunächst den Kriegsausbruch vor der Haustür mit. Als Soldat wird er 1941 eingezogen und bei einem Einsatz an der Krim schwer verwundet. Für „Volk und Vaterland“ verliert er ein Bein, kämpft wochenlang ums Überleben und kehrt als „Kriegsversehrter“ zurück in die Heimat. Diese ist aber kurz darauf bedroht, sodass er mit einem Pferdegespann vor der Roten Armee fliehen muss. Auch Ulrikes Mutter kämpft in Ostpreußen um eine Ausreise. Mit dem Zug flieht sie von Danzig aus und verlässt Haus und Hof für immer. Ihre schwere Reise ist nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch noch nicht zuende. Als „Krüppel“ findet Ulrikes Vater keine Arbeit und kann die eigene Familie kaum ernähren. Sie selbst wird in einer Flüchtlingsunterkunft geboren. In der heutigen Folge erzählt sie, wie sie die Vergangenheit der Eltern bis heute begleitet.
Beginn des Interviews ab 6 Minuten, 30 Sekunden
History Wissen ab 53 Minuten
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