Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

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Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte episodes

  • Was war die Weimarer Republik? Die erste deutsche Demokratie in neuem Licht
    Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg eine Buchvorstellung mit dem Historiker Professor Dr. Benjamin Ziemann (Sheffield).
    Die erste deutsche Republik ist mehr als nur eine Warnung vor den Gefährdungen der parlamentarischen Demokratie oder die Vorgeschichte des „Dritten Reichs“. Sie war in politischer wie in kultureller Hinsicht ein Experiment. Zugleich war die Gesellschaft der Weimarer Republik weitaus facettenreicher als es das populäre Klischee der halbseidenen Unterwelt von „Babylon Berlin“ suggeriert. Benjamin Ziemann erläutert oft übersehene Aspekte der Weimarer Republik und findet dabei zugleich neue Antworten auf einige alte Fragen.
    Benjamin Ziemann ist Professor für Neuere Deutsche Geschichte an der University of Sheffield und Autor vieler Bücher zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschien von ihm, als Mit-Herausgeber, „Aufbruch und Abgründe. Das Handbuch der Weimarer Republik“ (2021).
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_weimar
    1 hr 33 min
  • Der Kaiser und das „Dritte Reich“. Die Hohenzollern zwischen Restauration und Nationalsozialismus
    Nach dem Ende der Monarchie in Deutschland engagierten sich führende Mitglieder der kaiserlichen Familie in der rechten Szene der Weimarer Republik und des beginnenden NS-Regimes. Aber haben die Hohenzollern dem Nationalsozialismus „in erheblichem Maße Vorschub“ geleistet? Ging es ihnen allein um die Rückkehr an die Macht oder gab es auch ideologische Gemeinsamkeiten?
    Seitdem die Entschädigungsansprüche der Hohenzollern an den deutschen Staat bekannt geworden sind, wird in der deutschen Öffentlichkeit hitzig über diese Fragen gestritten. Aber auch in den Niederlanden, wo Wilhelm II. bis zu seinem Tod im Exil lebte, beschäftigen sich Historiker und Öffentlichkeit mit dem Thema. Jacco Pekelder blickt auf das Verhältnis der Hohenzollern zur NS-Bewegung und die Debatten in Deutschland und in den Niederlanden.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_hohenzollern
    1 hr 38 min
  • Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien
    Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stuttgart eine Buchvorstellung mit Gespräch mit dem Historiker Professor Dr. Richard J. Evans (Cambridge).
    Nichts in der Geschichte passiert zufällig, alles ist Ergebnis geheimnisvoller Machenschaften - diese Vorstellung ist so alt wie die Geschichte selbst. Gerade jetzt finden Verschwörungstheorien immer mehr Anhänger und treten nirgendwo offensichtlicher zutage als in den revisionistischen Geschichtserzählungen über das Dritte Reich. Von den »Protokollen der Weisen von Zion«, über die »Dolchstoßlegende«, den Reichstagsbrand und Rudolf Heß' »Friedensangebot« an die Briten bis zu Hitlers Flucht aus dem Bunker zerlegt Richard Evans die einflussreichsten Legenden des Dritten Reichs und erkennt darin überraschende Muster.
    Richard J. Evans war Professor an der Cambridge University. Seine Publikationen zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und zum Nationalsozialismus waren bahnbrechend. 2012 wurde Evans von Queen Elizabeth II. zum Ritter ernannt. Zuletzt ist von ihm 2018 erschienen »Das europäische Jahrhundert. Ein Kontinent im Umbruch - 1815-1914«.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_verschwoerungstheorien
    1 hr 32 min
  • Vom Rassismus zur Entschuldigung. Kolonialismus und Dekolonisation in Frankreich und Deutschland
    Frankreich hat zweimal, in der Frühen Neuzeit und im Zeitalter des Imperialismus, ein weltweites Kolonialreich betrieben. Das deutsche Kolonialreich fiel zwar wesentlich bescheidener aus und fand zudem bereits 1918 ein abruptes Ende. Strukturell ist der Kolonialismus beider Länder dennoch bis ins Detail vergleichbar. Ähnlich ist auch das aktuelle Entschuldigungsbedürfnis im Rahmen der Aufarbeitung des Kolonialismus bis hin zum Problem der Restitution afrikanischen Kulturguts.
    Aufgrund technischer Probleme liegt in diesem Fall keine Video-, sondern nur eine Audioversion vor. Auch fehlt leider der letzte Teil des Vortrags.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_kolonialismus
    42 min
  • Der große Kalanag. Wie Hitlers Zauberer die Vergangenheit verschwinden ließ und die Welt eroberte
    Er war der größte Showstar der jungen Bundesrepublik, als Magier machte er nach dem Krieg eine Weltkarriere: der aus Stuttgart stammende Helmut Schreiber alias Kalanag. Seine Zaubervorführungen waren aufwendig, brillant, exotisch und schlugen die Zuschauer in ihren Bann. Allein im Stuttgarter Metropolkino war seine Show 1958 gleich 36-mal hintereinander ausverkauft. Doch sein größtes Kunststück war es, seine zwielichtige Vergangenheit in der NS-Diktatur verschwinden zu lassen. Als Filmproduzent und Präsident des Magischen Zirkels pflegte er enge Verbindungen zu Nazi-Größen und stellte seine Arbeit in den Dienst der nationalsozialistischen Sache. Malte Herwig erzählt erstmals das wendungsreiche Leben dieses Mannes, der die ganzen Widersprüche der Kriegs- und Nachkriegszeit verkörpert.
    Malte Herwig studierte Literatur, Geschichte und Politik und promovierte an der Universität Oxford. Er arbeitete als Autor für das Magazin der »Süddeutschen Zeitung«, »Spiegel« und »Stern« und veröffentlichte mehrere Bestseller, darunter »Die Flakhelfer« (2013).
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_kalanag
    1 hr 24 min
  • Henry Kissinger. Wächter des Imperiums
    Henry Kissinger, ein Scheinriese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Auf diesen Nenner lässt sich sein politisches Denken und Handeln bringen. Zugleich verstand er es, sich zur Marke in Übergröße zu machen, egal, ob als Sicherheitsberater zweier amerikanischer Präsidenten, als Außenminister, Elder Statesman, Bestsellerautor, Politikberater oder Orakel. Sich immer im Gespräch zu halten, war und ist Kissingers größter Erfolg. Gestützt auf eine Vielzahl unbekannter Quellen, rekonstruiert Bernd Greiner das Leben eines Mannes, der für die Macht lebte und in die Geschichte eingehen wollte – mit allen Mitteln und um fast jeden Preis.
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    1 hr 7 min
  • Ein Hassverbrechen gegen die Demokratie. Der Erzberger-Mord, Rechtsterrorismus und die Polizei
    Vor hundert Jahren erschütterte ein Attentat die junge Weimarer Republik. Die Organisation Consul, eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation, hatte am 26. August 1921 mit Matthias Erzberger einen Wegbereiter deutscher Demokratie im Schwarzwald brutal ermordet.
    Der Terroranschlag zeigte die tiefe Spaltung der deutschen Gesellschaft. Republikaner waren entsetzt und protestierten gegen die politische Gewalt, während die Rechte jubelte und den Mördern die Flucht ins Ausland ermöglichte. Wie kam es zu dieser Tat? Wie ermittelte die Polizei in Württemberg und Baden? Warum konnten weitere Attentate nicht verhindert werden? Auf diese Fragen antwortet der Erzberger-Biograf Dr. Christopher Dowe. Der Historiker hat die Ausstellung in der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger kuratiert und arbeitet seit 2003 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg.
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    1 hr 30 min
  • „Nicht ohne meine Kippa! Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus“
    Kippa oder „Käppchen“, wie seine Großmutter es nennt, trägt Levi Ufferfilge jeden Tag und überall. Damit gehört er zu den wenigen Deutschen, die im Alltag ihre jüdische Identität offen zeigen. Das führt zu unterschiedlichen Reaktionen: von neugierigen Nachfragen bis zu Beleidigungen und antisemitischen Anfeindungen. Levi Ufferfilge erzählt über das Jüdischsein in Deutschland heute. Seine Geschichte ist nicht nur schockierend, sondern vor allem bewegt sie zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und den Umgang miteinander.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_kippa
    1 hr 52 min
  • Entnazifizierungsgeschichten
    Über die Entnazifizierung scheint das Urteil längst gesprochen: In Öffentlichkeit und Forschung gilt sie als missglückter Versuch einer frühen Vergangenheitsbewältigung, der vor allem an Täuschung und Vertuschung durch die betroffenen Deutschen scheiterte. Hanne Leßau zeigt in ihrem Buch „Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit“, warum diese Einschätzung zu kurz greift. Für die Vortragsreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte und des Hospitalhofs Stuttgarts präsentiert die Historikerin und Ausstellungsmacherin ihre Forschungsergebnisse. Anschließend beantwortet sie noch die Fragen des Historikers und Leiters der Bibliothek für Zeitgeschichte Dr. Christian Westerhoff.
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    1 hr 27 min
  • Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik
    Der Klappentext von Sönke Neitzels neuem Werk beginnt mit einem provokativen Satz: „Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben.“ Dieser Satz gibt die Linie des Buches vor, das auf 800 Seiten die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Das zentrale Ergebnis von Neitzels Analyse ist nicht minder provokativ: Soldaten sollen kämpfen und auch töten – eine Feststellung, mit der man sich nach 1945 traditionell schwertut, pflegt man doch seit Langem die Idee vom „Staatsbürger in Uniform“ und von der Bundeswehr als „Friedensarmee“.
    Zu diesem Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Militär sowie zur inneren Kultur der deutschen Streitkräfte seit 1871 befragten Dr. Christian Westerhoff von der Bibliothek für Zeitgeschichte sowie Dr. Günter Riederer vom Stadtarchiv Stuttgart den deutschlandweit einzigen Inhaber eines Lehrstuhls für Militärgeschichte an der Universität Potsdam.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_deutsche_krieger
    1 hr 10 min

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Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und…

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