Zu Gast bei L.I.S.A.

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By L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel StiftungSociety & CultureScienceSocial SciencesHistory
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Zu Gast bei L.I.S.A. episodes

  • L.I.S.A. - Knotenpunkte einer globalen Ideengeschichte
    Auf der Suche nach einem westlichen Seeweg nach Indien landete Christoph Kolumbus bekannter­maßen auf den Bahamas und entdeckte Amerika – einer der folgenreichsten Irrtümer der Geschichte. Kolumbus war gleichsam über das Ziel hinaus­ge­schossen. Der Historiker und Philosophen Prof. Dr. Martin Mulsow erkennt in solchen Formen der Fehl­wahr­neh­mung, des „Zu-Weit-Hinaus­greifens“ eine typische Konstellation der Frühen Neuzeit. Verzerrtes Wissen prägte aber nicht nur den Blick auf fremde Länder und globale Verhältnisse, sondern ebenso das Bild von der Vergangen­heit. In der neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir Martin Mulsow gefragt, wie man sich den Denkhorizonten der Menschen in der Frühen Neuzeit annähern kann. Wie haben die vormodernen Gelehrten und Entdecker bisher unbekannte Phänomene eingeordnet und versucht, ihnen einen Sinn zu geben? Und was bedeutete es, wenn neue Erkenntnisse im Gegensatz zu bisherigen Glaubens­gewiss­heiten stand?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_martinmulsow_globaleideengeschichte
    1 hr 12 min
  • L.I.S.A. - Deals mit Diktaturen – Business as usual?
    In Zeiten, in denen eine wertegeleitete Außenpolitik besonders postuliert wird, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die Durchsetzung von nationalen Interessen, die mit Werten wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten kollidieren, zu bewerten ist. Sind beispielsweise Handelsbeziehungen oder politische Zusammenarbeit mit autoritär geführten Staaten noch möglich? Wie will man solche Kooperationen rechtfertigen, wenn sie gegen elementare Standards einer Demokratie verstoßen? Dass diese Fragen nicht wirklich neu sind, darüber handelt das neue Buch des Historikers Prof. Dr. Frank Bösch. Entlang der Geschichte der Bundesrepublik untersucht er den Umgang bundesdeutscher Regierungen mit Diktaturen. Welche Rücksichten mussten genommen werden, um die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen oder um der deutschen Wirtschaft möglichst viele Aufträge aus dem Ausland zu verschaffen? Wie wirkte sich das auf die Diktaturen aus, wie aber auch auf die bundesrepublikanische Gesellschaft? Und wie agierten auf diesem Feld der Widesprüche die Medien? Fragen, die wir in unserer Reihe "Zu Gast bei L.I.S.A." Frank Bösch gestellt haben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_frankboesch_dealsmitdiktaturen
    1 hr 13 min
  • L.I.S.A. - Das Museum. Eine überkommene Einrichtung?
    Das Museum ist historisch eng mit der Epoche der Aufklärung und dem Beginn der Moderne verbunden. Seither schreiben Museen ihre eigene Erfolgsgeschichte, so dass es wenig verwunderlich ist, wenn sich nur nur Städte mit Museen schmücken, sondern zusehends vor allem private Initiativen. Ob es dabei vor allem um die Anhäufung von kulturellem, symbolischen oder eher von monetärem Kapital, sprich um Profite geht, ist eine vieldiskutierte Frage. Auch die Diskussion, inwieweit Ausstellungen in Museen überkuratiert sind und daher auf Konzepte und vorgegebene Erzählungen gänzlich verzichten sollten, wird kontrovers geführt. Letztlich steht zur Debatte, ob die Institution Museum heute überhaupt noch ein zeitgemäßer Ort der (Re-)Präsentation sein kann. Ist das Museum also eine überkommene Einrichtung? Diese und weitere Fragen haben wir in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. mit dem Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Übersetzer Dr. Christian Welzbacher diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_welzbacher_museum
    1 hr 19 min
  • L.I.S.A. - Die Goldene Bulle von 1356. Grundgesetz und Utopie?
    Die Goldene Bulle von 1356 gehört zu den wichtigsten Urkunden des europäischen Mittelalters. In ihr wurde die Wahl des Königs des Heiligen Römischen Reiches bestimmt. Seither wählten sieben Reichsfürsten den römisch-deutschen König, der daraus wiederum den Anspruch auf die Kaiserwürde ableitete. Insofern verwundert es nicht, dass der Goldenen Bulle der Rang eines Verfassungsdokuments zugesprochen wurde und bis heute auch noch zugeschrieben wird. Die Mediävistin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von der Universität Düsseldorf hat jüngst eine umfassende Neueinordnung der Goldenen Bulle vorgelegt, der die Prachtausgabe der Goldenen Bulle von 1400 zugrundeliegt. Wir haben sie zu einem Gespräch über diese neue Ausgabe eingeladen und wollten dabei unter anderem von ihr wissen, inwiefern die Goldene Bulle den Charakter eines Grundgesetzes hatte und was sich für heute aus dem damaligen verfassungsgebenden Prozess ableiten lässt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_schlotheuber_goldenebulle
    1 hr 9 min
  • L.I.S.A. - Gog und Magog oder die Urangst vor dem Osten
    Die Völker Gog und Magog stammen aus den vier Ecken der Erde. Sie sind mit dem Teufel im Bunde und ziehen mit ihm am Tag des Jüngsten Gerichts in den Kampf. So steht es im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes, und weiter heißt es: "...sie sind so zahlreich wie die Sandkörner am Meer". In den kartographischen Darstellungen des Mittelalters werden Gog und Magog zunächst im Nordosten, später im Osten verortet. Verbunden ist mit ihnen eine Angst vor allem, was aus dem Osten kommt. Aus europäischer Perspektive hatte diese Angst nicht nur mythologische Gründe, sondern auch historische. Zahlreiche Völker, insbesondere Reitervölker, drangen seit der Antike aus Asien kommend in den westlichen Teil der eurasischen Landmasse ein und überfielen Länder und Städte. Dass diese Angst vor dem Osten tief in das Bewusstsein Europas eingewoben ist, davon zeugen in der Neuzeit und bis heute zahlreiche Erzählungen. Ob Hunnen, Awaren, Tataren, Mongolen, Bolschewisten, Russen - sie alle fluten im Sturm nach Europa, um es zu unterwerfen oder zu zerstören. Der Historiker Jörn Happel, Professor für die Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas der Universität der Bundeswehr Hamburg, hat zum Motiv der Urangst vor dem Osten geforscht. Wir haben ihm dazu bei Zu Gast bei L.I.S.A. unsere Fragen gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_happel_urangstosten
    1 hr 11 min
  • L.I.S.A. - E.M. Cioran. Klarsicht in der Düsternis?
    E.M. Cioran gehört zu den schillernden Denkern des 20. Jahrhunderts, sofern unter einer "schillernden Persönlichkeit" nicht nur jemand von Glanz und Strahlkraft begriffen wird, sondern von vielmehr von auch provokanter Ambivalenz. So war der aus Rumänien stammende und später überwiegend in Frankreich lebende Cioran einer, der sich früh mit der Philosophie von Fichte, Schopenhauer, Hegel und Bergson, aber insbesondere auch mit der Kants intensiv beschäftigt hat, diese aber später nicht nur kritisierte, sondern rundweg ablehnte. Diese Ablehnung führte ihn sogar zu einer totalen Absage an jede Form systematischer Philosophie: "Meine Abkehr von der Philosophie geschah in dem Augenblick, da ich die Unmöglichkeit erkannte, bei Kant auch nur die geringste menschliche Schwäche, auch nur den leisesten Akzent wahrer Trauer zu entdecken." Wozu dann noch über das Leben und den Menschen nachdenken? Was bedeutet dann überhaupt noch menschliche Existenz? Für diese und anschließende Fragen war die Kulturwissenschaftlerin Ass.-Prof. Dr. Kerstin Borchardt von der KU Linz Zu Gast bei L.I.S.A...
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_borchhardt_cioran
    1 hr 11 min
  • L.I.S.A. - Fluchtpunkt Empires. Wahrnehmung und Erfahrung
    In der neueren Geschichte kommen einem beim Begriff "Empire" bald das Britisch Empire oder das Second Empire bzw. Empire français unter Napoleon III. in den Sinn. So sind mit diesem Begriff konkrete historische Reiche und Erfahrungen verbunden. Dass "Empire" darüber hinaus eine historische Epoche und spezifische Wahrnehmung von Herrschaft umfassen kann, ist der analytische und narrative Fluchtpunkt des Werkes "Empires. Globale Geschichte 1780-1920" der Historikerin Prof. Dr. Ulrike von Hirschhausen und des Historikers Prof. Dr. Jörn Leonhard. "Empires" meint dabei eine Herrschaftsform, der wechselseitige und auch unintendierte Auswirkungen ihrer Politik inhärent sind. Einfache Dichotomien wie allmächtig Herrschende auf der einen und ohnmächtige Beherrschte auf der anderen Seite oder unumschränkte Metropole und handlungsunfähige Randgebiete gilt es dabei zu hinterfragen. Wie das genau zu verstehen ist, darüber haben wir in einer neuen Ausgabe von "Zu Gast bei L.I.S.A." mit Ulrike von Hirschhausen und Jörn Leonhard gesprochen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_leonhard_vonhirschhausen_empires
    1 hr 20 min
  • L.I.S.A. - NFDI4Memory. Forschungsdaten fair, für alle und für immer?
    Seit einigen Jahren geht in den Geschichtswissenschaften die Chiffre NFDI4Memory um. Das Kürzel NFDI steht dabei für Nationale Forschungsdateninfrastruktur, 4Memory für das unter dem Dach der NFDI stehende Konsortium für die Geschichtswissenschaften. Aber auch damit ist noch nicht ausreichend erläutert, was das eigentlich alles meint und bedeutet. Was ist eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur? Und was ist ein darunter laufendes Konsortium? Diese Fragen schießen vielen Historikerinnen und Historikern in den Kopf, wenn sie auf NFDI4Memory in Texten stoßen oder darüber in Vorträgen oder auf Podien gesprochen wird. Wir haben daher drei an NFDI4Memory entscheidend Beteiligte zu einem klärenden Gespräch eingeladen: PD Dr. John Carter Wood, den Geschäftsführer des NDFI-Konsortiums 4Memory, Dr. Marie von Lüneburg als Vertreterin des Historikerverbandes in der Funktion als einer von insgesamt elf Co-Applicants des Geschichtskonsortiums sowie Dr. Cord Pagenstecher als einen von rund 80 sogenannten Participants. Von Ihnen wollten wir wissen, was NFDI4Memory eigentlich ist.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_nfdi4memory
    1 hr 24 min
  • L.I.S.A. - Vielheit oder Vielfalt? Das Partikulare der Universalismen
    Wie verhalten sich das Universelle und das Partikulare seit der Aufklärung zueinander? Als etwas Gegensätzliches und Unvereinbares - als das jeweils fundamental Andere? Der Historiker Prof. Dr. Till van Rahden von der Université de Montréal hat an dieser klassischen Gegenüberstellung Zweifel. Er bringt stattdessen das Bild der gegenstrebigen Fügung in die Debatte ein, bei der die vermeintlichen Gegensätze in einer zwar spannungsgeladenen und dennoch übergeordneten Einheit zusammengefasst sind. Die Geschichte der deutschen jüdischen Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert sei dafür exemplarisch. Wie das zu verstehen ist, darüber haben wir mit Till van Rahden in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_vanrahden_vielheit
    1 hr 20 min
  • L.I.S.A. - Gibt es noch das Mittelalter? Von der Turteltaube bis zu diskursiven Nachbarschaften
    Mittelalter ist keine zeitgemäße Kate­gorie mehr, um eine Epoche der Vergangenheit zu bezeichnen. So eine der Thesen des Mittelalterhistorikers Prof. Dr. Bernhard Jussen von der Goethe-Universität Frankfurt a.M. in seinem aktuellen Buch Das Geschenk des Orest. In Besprechun­gen wurde daraus der Vorschlag abge­lei­tet, man solle künftig eher vom „Jahrtausend der Turteltaube“ sprechen. Tatsächlich geht es Bernhard Jussen aber um mehr, als „nur“ um die Verab­schie­dung eines Epochen­modells. Im Zentrum steht die Absicht, eine Vorstellung von der Vergan­gen­heit zu vermitteln, die mit der heutigen modernen Zivil­gesell­schaft zu tun hat und ihr beiseite steht, Antwor­ten auf drängende Fragen des Zusammen­lebens von Menschen unter­schied­licher Herkünfte und kultureller Prägungen zu geben. „Diskursive Nachbar­schaf­ten“ ist dabei ein Kern­begriff innerhalb seiner Über­le­gun­gen. Wie man nun von den Turteltauben zu eben jenen diskursiven Nach­bar­schaf­ten gelangen kann, das haben wir Professor Jussen in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. unter anderem gefragt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_jussen_mittelalter
    1 hr 24 min

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Zu Gast bei L.I.S.A. – hinter diesem Titel verbirgt sich ein Format, in dessen Rahmen Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Haus der Gerda Henkel Stiftung geführt werden. Die…