2G7 - Die Zwei Glorreichen Sieben

2G7 - Die Zwei Glorreichen Sieben

By Dobbi & KätheComedyLeisureImprov
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2G7 - Die Zwei Glorreichen Sieben episodes

  • #160 Sei nicht traurig, kleiner Meisenmann.
    Über Kirchen, KI, dem kleinen Meisenmann und der diagnostizierte Angst vor leeren Gläsern.

    Käthe erzählt von einer überstandenen Konfirmation im Großgruppen-Format, an die er nur über die strategisch günstig gewählte Kirchenbank neben dem Ausgang gut zurückdenkt. Es geht weiter mit Plänen für den Flohmarkt, einem Schrank, der aus diesem Anlass aufgeräumt wurde, und Dobbis Erinnerung an Käufer, die bei einer Hose für einen Euro reflexhaft zu feilschen beginnen.

    Auf dem Wochenmarkt droht der Foodtruck-Overkill, Käthe diagnostiziert "Berliner Habitus auf gesetzten Weltoffenheit" und einen 9,50-Euro-Sandwich-Standard. Dobbi stellt einen kleinen, sehr lukrativen KI-Hoax vor: eine Plattform namens Randy Human, die einen vollautomatischen Recruiting-Agenten versprach, Tech-Medien begeistert mitnahm und am Ende exakt null Menschen vermittelte.

    Dann eine sehr persönliche Niederlage: Gladbach kassiert in der 98. Minute den Ausgleich gegen Mainz, Dobbi ist am Boden, seine Freundin tröstet ihn mit dem Satz "Sei nicht traurig, kleiner Meisenmann". Der Rest des Abends verlief eher schweigsam.
    Käthe ist außerdem stolz auf den Doppel-Bachelor seiner Tochter und schiebt das wahlweise auf gute Gene oder den Umstand, dass sie St. Pauli-Fan wurde.

    Social Media wird als Generationsphänomen abgeschrieben, irgendwo zwischen LinkedIn-Bonanzarad-Coaches, Salzgitter-Fitnesstrainern und KI-generierten Abnehm-Videos, in denen die Wohnungseinrichtung nach 80 Kilo Verlust überraschenderweise identisch bleibt.

    Im Phobien-Update diagnostiziert Käthe bei Dobbi schwere Cenosilicaphobie, also die Angst vor leeren Gläsern, die in Dublin hoffentlich nicht ausbrechen wird. Dobbi kontert mit Hippopotomonstrosesquippedaliophobie, der Angst vor langen Wörtern, und fragt sich, wer das überhaupt aussprechen muss.

    Beim Thema schlecht gealterte Filme und Serien fallen Police Academy, Klimbim und überraschenderweise auch "Die Zwei" mit Roger Moore und Tony Curtis durch. Dobbis Hass-Musikvideo aller Zeiten: "Dancing in the Street" mit Bowie und Jagger, zwei Legenden, eine choreografische Vollkatastrophe.

    Nächste Woche fliegen die beiden nach Dublin in die Guinness-Brauerei, vorab erscheint am Dienstag eine Notausgabe mit Vorschau, und ein Espresso Martini in Pintglasgröße ist bereits eingeplant.

    **Mehr Absurditäten und lakonische Lebensweisheiten auf www.2G7.org und Instagram @2G7.podcast.

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    Wer nach einer 90-Minuten-Niederlage und einem "kleiner Meisenmann" am nächsten Morgen wieder funktionieren muss: verständlich:

    King's Coffee. Zu finden auf kings-coffee.eu, oder direkt über 2G7.org. Code 2G7. 10% auf JEDE Bestellung. Nicht einmalig, dauerhaft.
    Plus: das Espresso-Martini-Set, inklusive 1 kg Bio-Bohnen extra.
    Die Bohne mit der Krone.
    Für Momente, in denen man eigentlich schon in Dublin stehen möchte.

    51 min
  • #159 Gestrandet. Gesalbt. Gelogen.
    Die Ostsee hat Timmy. Der Vatikan hat Leo. Amerika hat ein Problem. Wir haben genug zu besprechen.

    Timmy oder Fridolin — die deutsche Presse kann sich nicht einigen, aber der Buckelwal in der Wismarer Bucht liegt seit Ende März fest. Wir verfolgen den Rettungsversuch der Saison: 150 Menschen bilden Menschenketten, zwei Frauen prügeln sich aus Mitgefühl, Nicola 58 springt im Neoprenanzug von einer Fähre und kommt bis auf drei Meter an den Wal heran. Sie sagt, der Wal weine. Dann rechnen wir nach, was eigentlich gerade global passiert, während Deutschland an diesem einen Tier hängt: rund 820 Wale, Delfine und Schweinswale sterben täglich durch Menschenhand. Keiner davon heißt Timmy.

    Dann Donald Trump. Er postet ein KI-Bild, auf dem er wie Jesus aussieht, und behauptet hinterher, es sei ein Arzt gewesen. Er legt sich am Wochenende davor mit Papst Leo XIV. an und nennt ihn "weak on crime". Am Easter Egg Roll sucht er seine Frau, die direkt neben ihm steht. Am Ostersonntag-Morgen schreibt er an Iran, sie sollten die verdammte Straße öffnen, und unterzeichnet mit "Praise be to Allah". In genau dieser Reihenfolge.
    Auf der Playlist: Rihanna gegen Christian Anders. Der 81-jährige Österreicher will 50 Millionen Euro, weil ein Fan bei seiner Ehefrau angerufen und gesagt hat, Rihanna singe praktisch Christian Anders. Sieben Noten seien erlaubt, aber da passiere es 30 Mal. Die Ehefrau kümmert sich.
    Dazu: Zehn dumme Fragen, die tatsächlich Antworten verdient hätten. Ein Leserbrief aus Recklinghausen über einen Elterntanzabend mit Mambo No. 5. Einer aus Bielefeld über Heino, auf den wir zweimal Scheiße sagen. Außerdem: Arbeitsdienst beim Tennisverein Grube und Campari Spritz in der Surfschule Dahme Northpoint.
    Wer nach drei Wochen Wal, Jesus-Verwechslung und Mambo No. 5 einen Kaffee braucht: verständlich. King's Coffee. Zu finden auf kings-coffee.eu — oder direkt über 2G7.org. Code 2G7. Zehn Prozent auf jede Bestellung — nicht einmalig, dauerhaft. Dazu das Espresso-Martini-Set mit einem Kilo Bio-Kaffee gratis obendrauf. Die Bohne mit der Krone. Für Momente, in denen man eigentlich einen Ponton bräuchte.
    Mehr Absurditäten und lakonische Lebensweisheiten auf www.2G7.org und Instagram @2g7.podcast.

    49 min
  • #158 Punk. Pub. Peinlichkeit.
    Über Pub-Marathons, Cotton Eye Joe und einen Schlagersänger, der so braun ist wie seine Haselnuss.

    Dobbi kommt aus London. Käthe kommt vom Elterntanzabend. Die Ausgangslage ist vergleichbar.

    Dobbi hat in London einen Pub-Marathon absolviert – stundenlang, methodisch, vermutlich mit souverän. Dazu ein Punk-Konzert, das er als "speziell" beschreibt, was bei Dobbi eine breite Bedeutungsskala abdeckt. Und Fußball: Queens Park Rangers. Langweilig. Das ist das vollständige Urteil. London hat ihn in drei Akten empfangen, und der Höhepunkt war eindeutig nicht der dritte.
    Käthe war derweil auf einem Elterntanzabend. Einladung: "Zur Vorbereitung auf den Abschlussball." Programm: Wiegeschritt, Discofox, Walzer, ein lustiger Tanzlehrer mit 80er-Witzen – und Cotton Eye Joe. Jemand hat das entschieden. Der Sohn weiß noch nichts. Er lebt noch in einer Welt, in der sein Vater Würde besitzt.

    Dann: Torgau, August 2025. Deutsche Meisterschaft im Feuerwehrsport. Jemand sucht auf YouTube "Nationalhymne", klickt auf den ersten Treffer, drückt Play. Es läuft die erste Strophe der Nationalhymne In der Aufnahme von… Heino. Aufgenommen in den Siebzigern, auf Wunsch eines CDU-Ministerpräsidenten, der nebenbei NS-Marinerichter war. Richard Münder verliert alle Ämter, darf die Uniform nicht mehr tragen. Er hat nicht gezündelt. Er hat einmal falsch geklickt.

    Heino springt für den Mann in die Bresche. Plant ein Benefizkonzert. Für jemanden, der die erste Strophe gespielt hat. Das Konzert findet unter Polizeischutz statt, das Publikum ruft Dinge, und der zufriedenste Beobachter hinterher ist ein AfD-Abgeordneter.
    Außerdem: Dobbi hat den neuen Stromberg-Film gesehen. Er ist entsetzt. Mehr wird nicht verraten – aber der Tonfall sagt alles. Zum Abschluss: ein Zitat. Als Lebenshilfe. Ob es hilft, ist eine andere Frage. Aber es klingt gut.

    Mehr Absurditäten und lakonische Lebensweisheiten auf www.2G7.org und Instagram @2G7podcast.

    Wer nach dem Elterntanzabend einen Kaffee braucht: verständlich. Kings Coffee. Zu finden auf kings-coffee.eu — oder direkt über 2G7.org. Code 2G7. Zehn Prozent auf jede Bestellung — nicht einmalig, dauerhaft. Die Bohne mit der Krone. Für Momente, in denen man eigentlich Wiegeschritt tanzen müsste.

    46 min
  • #157 Kaffeeklatsch und Gliedertaxe
    157 Folgen keine Werbung. Dann eine Bohne mit Krone und plötzlich ist alles anders. Fast.

    Folge 157 beginnt mit einer Premiere: 2G7 hat seinen ersten Werbepartner – und es ist keiner, bei dem wir die Augen verdrehen müssen.

    King’s Coffee röstet langsam, handelt fair und nennt seine Bohne „Die Bohne mit der Krone“ – ein Adelstitel, der sich anhört wie übertrieben, aber irgendwie passt.
    Slow-Drum-Röstung bedeutet: der Kaffee wird in Ruhe gelassen, bis er fertig ist. Ein Konzept, das man gerne auf andere Lebensbereiche ausweiten würde.
    Niedrige Säure, Fair Trade, italienische Röstkultur made in Germany – wir empfehlen das ernsthaft.
    Mit dem Code 2G7 auf kings-coffee.eu gibt es dauerhaft 10 % Rabatt bei jeder Bestellung – nicht einmalig, bei jeder.
    Wer das Espresso Martini Set kauft, bekommt on top noch ein Kilo feinsten Bio-Kaffees gratis dazu.
    Dann: Bumsi. Gladbachs erstes Maskottchen, 1977 eingeführt auf Initiative von Manager Helmut Grashoff, der den Namen selbst vorschlug – und dann inbrünstig hoffte, ein Fan käme auf was Besseres.
    Niemand kam. Fünfmal in der Vereinszeitung nachgefragt. Stille. Kapitulation.
    Bumsi ist ein Ball mit Augen, Armen, Beinen und einer Frisur, die das Original-Vereinszitat als „irgendwo zwischen Amrath und Lienen“ beschreibt – zwei echte Spieler als Haarkoordinatensystem für ein Maskottchen.
    Sein Nachfolger Jünter ist heute das offizielle Maskottchen. Bumsi ist die Wahrheit.
    Außerdem: die Gliedertaxe – das System, mit dem Versicherungen deinen Körper buchhalterisch erfassen. Arme, Beine, Hände – alles hat einen Buchwert.
    Der kleine Zeh: 2 %. Er ist eine Fußnote. Buchstäblich.
    Und schließlich: die Hodenlinie – der philosophische Punkt, ab dem ein Mann aufgehört hat, Optimist zu sein. Kein offizieller Begriff. Sollte einer werden. Aber hört selber…

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    UND:
    Code 2G7 auf www.kings-coffee.eu: dauerhaft 10% auf jede Bestellung, beim Espresso Martini Set noch ein Kilo Bio-Kaffee gratis obendrauf – weil die Bohne eine Krone trägt und das offenbar ernst meint.

    41 min
  • #156 Woran hat es gelegen?
    Wenn Ultras dein Gehör klauen und Apple deinen Co-Host.

    Willkommen zu einer Folge, die akustisch vorbelastet startet: Käthe hat beim Fanmarsch seines magischen FC ein Knalltrauma kassiert – Böller, Mülltonnen-Schutzwall inklusive – und ist jetzt unter Kortison und auf Hörgeräte-Warteliste. Dobbi reagiert, wie man es von einem guten Co-Host erwartet: mit ehrlicher Bestürzung und einem kurzen Seitenhieb.

    Chuck Norris ist mit 86 gegangen, und beide sind sich einig: die alten Witze waren besser. Lügendetektoren gestehen immer noch.

    Dobbi hat seine Hausaufgaben gemacht und Melania auf Netflix geschaut – und kann vermelden: es ist wirklich so öde, wie man befürchtet hat, inklusive Wackel-Trump auf dem Cockpit-Armaturenbrett.

    Käthe war bei den Oscars, zumindest informativ: Amy Madigan, 76, erster Oscar, rasierte Beine, falsche Hose – beste Dankesrede der Nacht. Sean Penn war dafür in Kiew und kriegt einen Iron Oscar aus russischem Granatenstahl. Zwischendurch: ein Instagram-Reels-Moment über Money Mindset, bei dem man sich 1.000 Euro täglich ins Notizbuch schreibt und dann irgendwie reich wird. Käthe und Dobbi überweisen sich gegenseitig Phantomgelder für eine Traumreise. Der Peaky Blinders-Film ist laut Käthe erschreckend langweilig, trotz 92% auf Rotten Tomatoes.

    **Und dann: Dobbi stürzt ab. **Der Rechner streikt, der Co-Host ist weg, und Käthe bespielt die Stille mit dem einzigen angemessenen Meme-Klassiker. Woran hat es gelegen?

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    35 min
  • #155 Paddy. Palmen. Pillen.
    Weil St. Patrick kein Grüner war, Smaug ein Loser ist und Doping jetzt olympisch ist.

    Heute feiern Käthe und Dobbi St. Patrick's Day – mit dem nötigen Respekt vor der Wahrheit, also gar nicht. Käthe hat recherchiert: Der Heilige war Waliser, wurde von irischen Piraten versklavt, die Nationalfarbe war Blau, die Schlangen sind eine Legende auf einer schlangenfreien Insel, und der erste Umzug fand in New York statt – veranstaltet von irischen Soldaten, die trinken wollten. Wer also glaubt, dass Grün, Kobolde und Guinness irgendwas mit dem Original zu tun haben: nein.

    Käthe war im Cluburlaub – und hat mitgespielt. Beim Bingo. Beim Kölsch-Aufguss in der Sauna. Beim Streifenhörnchen-Googeln, denn das ist das gefährlichste Tier auf dem Gelände. Außerdem: Buffet-Beobachtungen, die man nur macht, wenn man selbst mitzählt.

    Dobbi hatte einen Trash-Abend der besonderen Güte: erst Manos: The Hands of Fate (IMDB 1,7), dann Daniel der Zauberer (IMDB 1,2). Beide auf YouTube oder Amazon – Dobbi empfiehlt beides mit schlechtem Gewissen und voller Überzeugung.

    In Amerika haben sie übrigens die Olympischen Spiele neu erfunden – mit Doping. Die Enhanced Games finden im Mai in Las Vegas statt, Steroide sind nicht verboten sondern erwünscht, Weltrekorde werden vergütet, und der Gründer stellt zufällig Anabolika her. Der Chef der US-Anti-Doping-Behörde nennt es eine Clownshow. Käthe und Dobbi sind seiner Meinung.

    Außerdem: E-Scooter-Fahrkunst auf neuem Level, Heroin als Bayer-Hustenmittel, Smaugs Goldschatz im Elon-Musk-Vergleich (Spoiler: der Drache verliert), und die Ankündigung – 2G7 bewirbt sich um den Deutschen Podcast-Preis. Mehr dazu, wenn's konkreter wird.

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    45 min
  • #154 Strand. Sangria. Sonnenbrand.
    All inclusive Podcast aus dem dem Cluburlaub mit Zumba-Kurs um 6:30Uhr!

    Käthe ist in Spanien. Dobbi ist in Hamburg. Die Stimmungsasymmetrie ist sofort spürbar – und sofort produktiv. Während Käthe entspannt vom Pool aus sendet, hat Dobbi seinen Morgen damit verbracht, eine Yamaha SR 500 Baujahr 1991 ohne TÜV-Plakette nach Hause zu schaukeln, weil die Hupe genau im falschen Moment schwieg. Der Sachverständige war trotzdem nett. Das Lager ist trotzdem kaputt. Das Leben geht weiter.

    Käthe dagegen berichtet aus einem All-inclusive-Club, den er nach drei Tagen von Skeptiker zum Chronisten umgeschult hat: Die Deutschen stehen ab 20:45 Uhr vor dem Buffet wie vor einem Konzert. Der Animateur Ronny schreit morgens um 7 Uhr "Ich muss brennen!" in eine schlaflose Menge. Werner aus dem Ruhrgebiet kämpft auf dem Minitrampolin gegen Physik und Herzkapazität. Und der hausinterne Arzt erscheint täglich eine Stunde – mit Jod.
    Dazwischen: Bundestagswahlanalyse auf Poolniveau, La-Cucaracha-Hupen als unterschätztes Kulturgut, ein Freund namens Antonio King, dessen Kumpel Presley heißt, und ein Partyservice, der nicht dran glaubt. Außerdem: Die Mopo ist jetzt Wochenzeitung. Und Jessica Biel wollte ihren Sohn Badmo nennen – Käthe braucht einen Moment, bis er's kapiert.
    Den Abschluss liefert eine Fotografin mit Meerjungfrauenkostümen und Dobbis offenem Auftrag an die Hörerschaft: 50 Daumen hoch – und Käthe posiert.

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    41 min
  • #153 Kaffee. Katze. Kelly Clarkson.
    747 Kinogänger, ein russischer Lieferschein und ein Barista mit Prinzipien.

    Folge 153 beginnt mit einer Bahnfahrt nach Sylt, die überraschend gut funktioniert hat – bis auf zwei von drei defekten Toiletten, was inzwischen niemanden mehr aufzuregen scheint. Dann geht es gleich in die großen Themen: Dobbi hat sich in einem anderen Podcast über Kaffee-Snobismus aufgeregt und muss das jetzt gerade rücken. Filterkaffee ist keine Plörre, Espresso ist kein Maßstab, und ein Barista, der keine Milch rausrückt, ist ein Faschist.

    In anderen Weltanschauungsfragen: Die US-amerikanische Eishockey-Damen haben die Einladung ins Weiße Haus abgesagt – die Herren waren da und haben McDonald's gekriegt.
    Außerdem: Infantino sitzt in einem Peace Board, dessen Preis aussieht wie eine Handreichung zu einem undefinierbaren Körperteil, und selbst Sepp Blatter findet das mittlerweile zu viel.
    Melanias Doku hat weltweit 16,8 Millionen Dollar eingespielt – bei 70-75 Millionen Produktionskosten – und in Deutschland 747 Kinogänger gefunden, wovon einige Vorstellungen mit einem einzigen Zuschauer stattfanden.

    Dobbi hat sich derweil „Once Upon a Time in America" auf DVD bestellt und eine russische Version erhalten, zu der er immerhin polnische Untertitel schalten kann. Dann rettet Käthe den Ruf von Prince: Der Lolli beim Grammy war kein Akt der Arroganz, sondern schlicht die Konsequenz daraus, dass er bei „We Are The World" nie mitgemacht hat. Und zum Finale: deutsche Filmtitel, die Klassiker in Sonntagnachmittags-Geomagazine verwandeln – „Der Weiße Hain", „Beim Sterben ist jeder der Erste" und „Der mit dem Wolfgang tanzt".

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    44 min
  • #152 Scheibenschwurbler
    Xavier Naidoo, Konspirations-Granulat und ein Teufel mit Vaterproblemen – diese Woche hat alles.

    Folge 152 beginnt, wie es sich gehört: mit dem kollektiven Eingeständnis, dass man keine Ahnung hat. Die Community hat postwendend auf die letzte Folge reagiert – zum einen wegen der Sergio-Leone-Verwechslung (der Film ist nicht von Martin Scorsese, Dobbi, das ist hinlänglich bekannt), zum anderen mit einem Musikjournalistinnen-Bonus: Der einzige Erfolg von Seona Dancing war die B-Seite eines Songs – und der war nur auf den Philippinen Nummer eins, weil man dort dachte, es sei einheimische Musik aus einer Werbung. Das ist der emotionale Tiefpunkt jeder Popkarriere.

    Dann: Xavier Naidoo. Er war kurz geläutert, jetzt ist er wieder da – mit Embryo-Chips. Konkret: gemahlene Embryonen als Würzgranulat, gestreut auf Snacks der Elite. Käthe und Dobbi sind fassungslos, die Konzerte waren trotzdem ausverkauft, und irgendwo auf dem Weg nach Berlin wollte Naidoo Friedrich Merz persönlich darüber informieren. Es folgt eine gepflegte Diskussion über den Unterschied zwischen harmlosen Flat-Earthern und echter Gefährlichkeit – inklusive der Schöpfung des Begriffs "Scheibenschwurbler".

    Facebook hält unterdessen dagegen: Im August 2026 verliert die Erde für sieben Sekunden die Gravitation. Käthe plant die Folge bereits. Außerdem: Gott wurde in einer Galaxie gesichtet – verpixelt, mit viel Fantasie, darunter eine Werbung für Fußpilzcreme.

    Käthe empfiehlt mit ungewohnter Vehemenz die Netflix-Serie Lucifer – alle sechs Staffeln, die erste ist sogar die schlechteste, aber das macht es nur besser. Dobbi hat derweil Elektra mit Jennifer Garner überlebt und greift zum Sudoku. Im Reality-TV läuft Promi unter Palmen, und dort nennt Dilara Kruse – Frau des Fußballers Max Kruse – den Schauspieler Claude Oliver Rudolph konsequent "Kot". Sie merkt es nicht. Er merkt es. Alle anderen merken es auch. Es ist wunderschön.

    Am Ende fehlt die Zeit für die wirklich wichtigen Fragen: Darf man eine Übergangsjacke in der Unterführung tragen? Und wie kommt das "Betreten verboten"-Schild eigentlich auf den Rasen? Nächste Woche vielleicht.

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    47 min
  • #151 Team Bumsi
    Warum ein grenzdebiler Braunbär die Biathlon-Welt spaltet – und was das mit Trumps Golfhandicap zu tun hat.

    Es gibt Dinge, über die stolpert man einfach. Zum Beispiel über die Tatsache, dass das offizielle Maskottchen des Biathlon-Weltcups ein Braunbär namens Bumsi ist. Käthe und Dobbi widmen sich der Frage, welches Gremium so etwas durchwinkt – und warum die Fans trotzdem begeistert sind. Rettet Bumsi!

    Zuvor wird Traumschiff-Staffel 38 gewürdigt: Captain Pager fährt die Frauen klar, Harald Schmidt spielt weiterhin wie ein Wischmob, und die Plots sind seit 38 Staffeln verlässlich identisch. Olympia sorgt für frische Begeisterung – Handball ist Käthes Entdeckung 2026, und beim Curling wird mit dem Finger nachgeholfen, als gäbe es keine Kameras.

    Dazwischen: Karneval-Erinnerungen, ein Pappnasen-Express um 4:30 Uhr morgens von Hamburg nach Köln, die Erkenntnis, was ein Klammerbeutel eigentlich ist, und die Frage, warum Fußballer nach wochenlangem Gehaltspoker plötzlich von Herzensangelegenheiten sprechen. Außerdem: Ricky Gervais war in den 80ern Frontmann eines New-Wave-Duos – Nummer-eins-Hit auf den Philippinen inklusive.

    Höhepunkt zum Schluss: Eine Entomologin der Universität Marburg löst den großen Augen-vs.-Beine-Streit mit wissenschaftlicher Präzision und dem schönen Satz, das sei ein hervorragendes Thema für zwei Männer, die sich seit 150 Folgen nicht einigen können, ob man Pauli oder St. Pauli sagt.

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    50 min

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