Frauke Kampmann | ca. 9–10 Wochen nach bariatrischer OPIn dieser Folge des Adipodcasts begleiten wir
Frauke Kampmann weiter auf ihrem Weg nach der bariatrischen Operation. Rund
neun bis zehn Wochen nach dem Eingriff gibt Frauke ein sehr offenes, persönliches und zugleich realistisches Update aus ihrem Alltag – fernab von Hochglanzversprechen, dafür mit vielen konkreten Erfahrungen, die für andere Betroffene enorm wertvoll sind.Gemeinsam mit den Hosts
Prof. Dr. med. Marco Bueter,
Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und
Tariq Abu-Naaj spricht Frauke darüber, wie sich ihr Körpergefühl, ihr Essverhalten, ihre Energie und ihr Blick auf sich selbst in den vergangenen Wochen verändert haben.20 Kilogramm weniger – was sich wirklich verändert hatFrauke hat seit der Operation
20 Kilogramm Gewicht verloren und liegt inzwischen unter 90 Kilogramm. Doch im Mittelpunkt steht nicht die Zahl auf der Waage, sondern das, was sich im Alltag spürbar verändert hat:
Sie berichtet, dass sie
keine Dumping-Symptome,
kein Erbrechen und keine klassischen „mechanischen“ Probleme beim Essen erlebt. Stattdessen beschreibt sie ein sehr klares
Sättigungsgefühl, das früh einsetzt – besonders bei Lebensmitteln wie Brot, die für sie schnell „stopfend“ wirken.Essen nach der OP: weniger Hunger, mehr IntuitionEin zentrales Thema dieser Folge ist das Essverhalten nach der Operation. Frauke isst aktuell
drei Hauptmahlzeiten pro Tag, verzichtet bewusst auf Zwischensnacks und achtet auf ausreichende Trinkpausen.
Sie beschreibt, dass sie sich nicht strikt an feste Ernährungspläne hält, sondern zunehmend
intuitiv isst – mit Fokus auf Eiweiß, Gemüse und gut verträgliche Mahlzeiten aus ihrem Kita-Alltag. Auch Süßigkeiten sind kein Tabu, sondern werden bewusst und in sehr kleinen Mengen genossen.Eiweiß, Supplements & AlltagstauglichkeitFrauke spricht offen über ihre Eiweißstrategie und erklärt, wie sie ihre tägliche Proteinzufuhr organisiert – unter anderem mithilfe sogenannter
Eiweiß-Presslinge. Gemeinsam mit den Mahlzeiten erreicht sie so ihr Ziel von etwa
60–70 Gramm Eiweiß pro Tag, ohne sich unter Druck zu setzen.
Auch das Thema Nahrungsergänzungsmittel wird praxisnah eingeordnet – ohne Dogmen, dafür mit realistischen Erwartungen.Alkohol nach der OP – ehrlich und differenziertEin besonders spannender Abschnitt dieser Folge ist Fraukes Erfahrung mit Alkohol nach der Operation. Sie beschreibt, dass sie Alkohol
schneller spürt, die Wirkung aber auch schneller wieder abklingt.
Gleichzeitig ist sie vorsichtig, hört bewusst auf ihren Körper und meidet sehr süße Getränke – auch aus Respekt vor möglichen Dumping-Reaktionen. Ein ehrlicher Einblick in ein Thema, das viele Patientinnen und Patienten beschäftigt, aber selten offen besprochen wird.Mehr Energie, mehr Bewegung, weniger SchmerzenEine der größten Veränderungen für Frauke ist ihr deutlich gesteigertes
Energielevel. Sie hat wieder Freude an Bewegung, geht
drei- bis viermal pro Woche ins Fitnessstudio und hat mit gezieltem Krafttraining begonnen.
Besonders emotional beschreibt sie den Moment, als sie feststellt, dass sie wieder
rennen kann – ohne Knieschmerzen, ohne Einschränkungen. Auch alltägliche Belastungen fallen ihr leichter, und sie hat abends noch Kraft und Lust, aktiv zu sein.Reaktionen aus dem Umfeld & neues KörpergefühlFrauke berichtet von sehr positiven Rückmeldungen aus ihrem beruflichen Umfeld. Kolleginnen und Kollegen sprechen sie auf ihr verändertes Aussehen an – und sie selbst nimmt diese Komplimente mit Freude an.
Interessant ist auch ihre Selbstwahrnehmung: Statt sich im Spiegel „fremd“ zu fühlen, beschreibt sie ihr jetziges Aussehen als eine Rückkehr zu ihrem früheren, vertrauten Ich. Kleidung wird größer, nicht das Gewicht kleiner – ein Satz, den viele Betroffene kennen.Die Honeymoon-Phase – und der Blick nach vornGemeinsam ordnen die Hosts Fraukes aktuelle Phase als typische
Honeymoon-Phase ein: eine Zeit, in der der Gewichtsverlust oft unabhängig vom Verhalten gut voranschreitet.
Gleichzeitig sprechen sie offen darüber, dass es später auch herausfordernder werden kann – wenn der Gewichtsverlust langsamer wird oder stagniert. Genau deshalb ist es so wichtig, Routinen aufzubauen, Bewegung in den Alltag zu integrieren und die eigene Motivation langfristig zu stabilisieren.Fraukes FazitAuf die Frage, ob sie sich wieder für die Operation entscheiden würde, antwortet Frauke klar und ohne Zögern:
Ja.Schon jetzt – nach knapp zweieinhalb Monaten – spürt sie, wie sehr sich ihr Leben verändert hat. Sie fühlt sich wohler, leistungsfähiger und wieder näher bei sich selbst.Wie geht es weiter?Frauke wird uns weiter begleiten. Die nächste Folge erscheint in etwa
vier Wochen – und dann sprechen wir unter anderem über neue körperliche Veränderungen, mögliche Nebenwirkungen wie vorübergehenden Haarausfall und darüber, wie sich ihr Alltag weiterentwickelt
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Facebook-Seite „Adipositas Zürich“ vorbei und hinterlasse deine Frage in den Kommentaren. Wir nehmen sie gerne in einer der nächsten Folgen auf.
Über die ViszeraMed AGDie
ViszeraMed AG ist eine in der Schweiz tätige chirurgische Praxis, die Patientinnen und Patienten mit hoher Spezialisierung und klar strukturierten Behandlungspfaden begleitet – von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge. Ein Schwerpunkt liegt auf
Adipositas- und metabolischer Chirurgie sowie moderner
Viszeralchirurgie. Die beiden Adipodcast-Hosts
Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Bueter und
Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer sind
Mitbegründer der ViszeraMed AG.
Hier geht es zur Webseite der ViszeraMed AG >>>
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