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Ein eigener Forschungsbereich im Bereich der Kapitalmarktforschung beschäftigt sich mit der sog. Markteffizienzhypothese. Diese geht davon aus, dass an einem Markt gebildeten Preise alle verfügbaren Informationen vollständig widerspiegeln. Das impliziert also, dass der Markt über rationale Erwartungen verfügt. Ist dem so?
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Viel Spaß beim Hören,
Dein Matthias Krapp
(Transkript dieser Folge weiter unten)
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***Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung***
TRANSKRIPT dieser Folge (autom. generiert):
Hallo, herzlich willkommen. Hier ist wieder der Matthias und natürlich wieder die nächste folge Wissenschaft Geld. Ja und heute möchte ich noch mal ein Thema aufnehmen, was eigentlich diesen Podcast seit Beginn an begleitet und was mir nach wie vor und immer wieder und auch gerade aufgrund der aktuellen Entwicklung, die wir beispielsweise mal prill gehabt haben, sehr sehr wichtig ist und zwar geht es um das Thema sind Aktienmärkte effizient oder sind sie es nicht und dazu muss man sich einfach mit dem Thema immer mal wieder beschäftigen um erst mal zu verstehen was man damit meint und auf der anderen Seite auch wie Märkte funktionieren und wie man davon letztendlich als Anleger gerade das Thema auch davon profitieren kann. Ja und dann ist vielleicht ganz interessant die Geschichte zu kennen, das ist immer interessant die Geschichte zu kennen, da wollen wir mal zu wissen, was beispielsweise der Forscher Francis Gelton im Jahr 1907 schon unternommen hat und zwar hat er in 1907 ein Experiment gemacht auf einer Viehmesse und auf dieser Viehmesse hat er Menschen Schätzungen machen lassen, wie schwer ein da ausgestellter Ochse war. Und unter den Teilnehmern befanden sich dann auf der einen Seite natürlich Landwirte oder auch Fleischer, also letztendlich mal Experten und Berufsvertreter, die normalerweise eine Idee davon haben sollten, wie schwer so ein ausgewachsener Ochse ist und auf der anderen Seite haben auch viele zahlreiche Leinen an diesem damals als Gewinnspiel � das Erstaunliche, dass der Durchschnitt all dieser Tipps mit 1 .207 Pfund ganz eng am tatsächlichen Gewicht dieses Ochsen lag, nämlich 1 .198 Pfund, also nur 9 Pfund war der Durchschnitt daneben. So und dieses Phänomen, das nennt man auch Weisheit der Massen und das wurde in vielen, vielen späteren zahlreichen Tests immer wieder bestätigt Und in vielen Fällen sind die Antworten der Massen im Schnitt sogar präziser gewesen, als die von den Experten. Ja, und genau so ist es an der Börse auch. Hier finden sich ja auch tagtäglich Millionen von Marktteilnehmer zusammen, die bestimmen dann über Angebot und Nachfrage letztendlich die Preise der Aktien an den Börsen. Und wie auch bei der Fiemesse mischen dann am Aktiemarkt sowohl die sogenannten institutionellen, die ganzen Profis mit als aber auch letztendlich Line -Privatanleger, die vielleicht auch Spaß oder aus Trading heraus oder irgendwelchen anderen Motivationen an der Börse entweder investieren oder zocken. Ja und aus allen diesen ganzen Marktteilnehmern ergibt sich ähnlich wie bei diesem Ochsen, dann letztendlich eine relativ effiziente Preisfindung der jeweiligen Aktien und die ganzen Untersuchungen, ob jetzt Kapitarmärkte effizient sind oder nicht, den ist ja ein ganzer Forschungsbereich gewidmet, die sich mit dieser sogenannten Markteffizienzhypothese befassen und viele von euch haben ja bestimmt auch schon mal mitbekommen, dass dafür auch der Wirtschafts - und Nobelpreisträger Eugene Farmer steht mit seiner markteffizienten Hypothese. Ja und diese Hypothese geht nun mal eben davon aus, dass die, sagen wir mal, marktgebildeten Preise letztendlich alle verfügbaren Informationen dann auch vollständig widerspiegeln und das wiederum impliziert natürlich, dass der Markt über rationale Erwartung verfügt und rationale Erwartung bedeutet dann nicht zwangsläufig, dass alle oder die Mehrheit der Marktteilnehmer dann auch vernünftig oder gut oder sehr gut informiert ist. Es reicht letztendlich aus, dass die Einschätzung von allen Marktteilnehmern als rational damit erachtet werden kann. Also im Klartext heißt das. An den Börsen gibt es viele Teilnehmer, die völlig unterschiedliche Strategien verfolgen. Ganz grob gesagt, angefangen von den Aktiven und von den passiven Anlegern, von den Zockern und Spekulanten ist alles dabei, die natürlich verschiedene Strategien, verschiedene Ansätze fahren, die verschiedene Erfahrungswerte haben oder auch ganz andere Ziele verfolgen. langfrist investoren genauso gut wie kurzfrist spekulanten aber trotz dieser vielfalt von diesen ganzen vielen strategien und meinungen ergibt sich dann im mittel meist immer eine sinnvolle preisbildung und die dann letztendlich alle informationen effizient verarbeitet und darstellt so und jetzt geht es eben darum dass die effizient in der preisbildung nur darum gegeben ist, weil halt eben eine große Diversität an den Meinungen besteht, in verschiedenen Richtungen tendieren und daraus ergibt sich halt im Mittel ein sinnvoller Wert. Aber wir wissen ja alle, dass es an den Börsen auch Phasen gibt in dieser Diversität dann halt eben zusammenbricht und man spricht dann hier von einem Zusammenbruch der Vielfalt. In der Kapitarmarkforschung nimmt man das dann, glaube ich, diversity breakdown und in solchen Phasen bestehen nur noch wenige unterschiedliche Meinungen. Stattdessen laufen dann alle Anleger in eine Richtung, das ist dann wiederum der Herdentrieb und mit diesem Zusammenbruch dieser Diversität aller Meinungen gibt es dann auch in diesem Augenblick natürlich keine Effizienz in der Preisfindung mehr, weil eben der Herdentrieb alles alles in siebenhaft nimmt und alles nach unten geht und diese kurzfristigen Zusammenbrüche passieren meist dann, wenn wir exogene Shocks haben und daraus entstehen dann, wie gesagt, Herdentriebe, die wiederum zu teilweise deutlichen Über - oder Untertreibungen der Preise finden und das wahrscheinlich eindrucksvoll zum Beispiel der letzten Zehnte, für den ein oder anderen vielleicht noch Prozent ist dann sicherlich die Dote -Com -Place des späten 90er -Jahres oder auch neue Marktfasen hier in Deutschland. Man sieht es aber auch mal ein Einzeltitel bei diesen sogenannten Meme -Aktien, da ist Gamestop und AMC immer noch ein gutes Beispiel aus der Vergangenheit, wo die effiziente Preiswirkung nicht mehr funktioniert hat und durch einen Herdentrieb oder durch Social Media Gehyptkurse nach oben getrieben worden sind, genauso wie nach unten getrieben worden sind. So und dieses Aussetzen dieser Preiseffizienz ist dann meist aber auch immer nur von kurzer Dauer und das Ganze wird dann diese Anomalie dann letztendlich wieder früher oder schnell, meist relativ schnell korrigiert und das ist genau der Punkt, Warum ich nach wie vor dieser markteffizienten Hypothese vertraue, dass Märkte effektiv sind und alles einpreisen und dass es keinen Sinn macht, auf der einen Seite ständig darauf zu warten, dass irgendwie so ein exogener Schock kommt, den man sich dann zu Nutzen machen kann, weil es letztendlich dann nur kurzfristige Natur ist und man auf der anderen Seite ja auch während dieser Wartezeit einen großen Anteil von Preissteigerungen verpassen kann, weil man noch wartet und auf der anderen Seite weiß man nicht genau, wann er kommt, wann er beispielsweise nach unten beendet ist und wieder dreht und dann sind wir bei dem Thema Verpassen der guten Tage, was man tun und nicht machen sollte und deswegen muss man halt eben als Langfristanleger akzeptieren, dass diese Preiseffizienz langfristig auch funktioniert und ich somit dann auch mit einem breit diversifizierten Portfolio die Marktrenditen erreichen kann und auf anderen Seite aber dann auch bereit sein muss, so eine Anomalien, solche exogenen Shocks, wenn sie kommen auszusetzen, dort nicht zu reagieren, weil dann muss ich zweimal die richtige Entscheidung treffen, den Ausstieg und den Wiedereinstieg und das gelingt in wenigstens über die längere Zeit mal hintereinander, vielleicht einmal, vielleicht zweimal, aber wenn es dann zehnmal passiert nach Pareto, dann wahrscheinlich nur zweimal und achtmal nicht. Deswegen ist es ganz ganz wichtig, das eben zu wissen und sich darüber im Klaren zu sein, das gehört dazu. Wer natürlich in der Situation beispielsweise dann gerade freie Liquidität hat, so wie jetzt Anfang April, der kann natürlich gerade, wenn es in Richtung 20 Prozent und mehr geht, Das sind ja dann die Sachen, wo man von einem, ja es ist noch so schön, ich komme gar nicht auf das Wort, von einem Crash bericht, wenn das größer 20 Prozent ist, dann ist zu dem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit natürlich viel, viel größer langfristig sehr gute Einschießkurse zu haben und wer dann über Liquidität verfügt, kann das natürlich für sich nutzen, aber nur auf sowas zu warten und im Modellant zu kaufen. Da gibt es viele Studien, macht auch keinen Sinn. Das Wichtigste ist einfach das Ganze einfach dann auszuhalten und auszusetzen. Ja und dann muss man halt eben auch wissen, dass die sozialen Medien und andere Medien generell halt eben auch einen großen Einfluss mittlerweile haben und dann hin und wieder, wenn es zu exogenen Shocks kommt, auch die Medien dafür sorgen, diese Übertreibungsphasen noch ein bisschen zu verstärken, aber am Endeffekt, wie gesagt, kommen die Märkte immer wieder zu den fairen Preisen hin und dass diese Zusammenbrüche immer schon da gewesen sind und auf der Grund dieser Meinungsvielfalt letztendlich auch in der Zukunft immer wieder geben wird, aber sich die fairen und normalen Preise dann letztendlich auch wieder einpreisen werden. Deswegen kann man sagen ja die markte effizient ist gegeben aber wie immer gibt es ausnahmen aber die ausnahmen sind nicht die regel und wenn sie die regel sind weiß man nicht wann diese ausnahme kommt wie stark sie kommt und wann sie kommt und wann sie wieder vorbei ist und deswegen kann ich jedem nur raten seine investment strategie nicht auf kurzfristige exogene und dergleichen auszurichten, sondern einfach eine Strategie zu haben, die vorher weiß, dass sowas kommen wird und wenn es dann kommt, dass man bereit ist, das zu akzeptieren und auszusitzen, so nach dem Motto erst kommen die Schmerzen und dann kommen die Renditen und wenn die Schmerzen sofort kommen, am Anfang einer Investition am Aktienmarkt, tut es natürlich mehr weh und man ist eher geneigt auszusteigen, als wenn sie erst nach einer langen Zeit oder nach Anstiegen von 20, 30, 40 Prozent im Depot kommen, das tut zwar dann auch weh, wie ich dann auch bei dem ein oder anderen mal mitbekomme, dass man einfach nur sieht vom höchsten Kurs, was habe ich gerade verloren, obwohl der höchste Kurs bis dahin ja Kursgewinne waren. Ich sage mal, das ist ein Puffer, der sich schon mal aufgebaut hat und dann viel einfach nur sehen, was sie kurzfristig verloren haben, aber dabei auch vergessen, dass sie eigentlich schon generell im Gewinn sind. Und Das ist das Wichtigste, was man eigentlich wissen sollte, dass Informationen letztendlich immer in den Kurzen verarbeitet sind, aber kurzfristig durchaus die Markteffizienz nicht funktioniert und gerade in exogenen Shocks, wenn die Masse, sprich der Herdentrieb, dann einsetzt. Und deswegen ist es eben wichtig zu wissen, dass es auch bei Einzelkursen Kursen, natürlich immer welche gibt, die man deutlich nach oben schießen, bei positiven Nachrichten oder nach unten schießen, sich aber auf diese Sachen zu fokussieren. Es sind alle, alle, allerwenigsten Fällen bisher zielführend gewesen und hat dazu gehört, wirklich gute oder überdurchschnittliche Räder zu erzielen. Das ist ja das, was sich alle wünschen, die sogenannte Alpha, aber das ist auch erwisermaßen das, was die allerwenigsten oder fast keiner hinbekommt, immer wieder mal welche, aber leider nicht durchgehend und permanent und deswegen ist es halt eben auch wichtig, sich dieser Sache immer bewusst zu sein, wenn es dann gewisse Anbieter wie Fong -Unternehmen und dergleichen gibt, die sich darauf konzentrieren, nur in Unternehmen investieren zu wollen, wo man gute Umfeldbedingungen sieht, wo man positive Entwicklungen oder positive Überraschungen erwartet, wo durch diese Überraschungen oder Veröffentlichungen vielleicht anschließend so kleine Kursraketen starken könnten, denn die Wahrscheinlichkeit, diese Sachen genau zu erwischen, ist extrem schwierig, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man an der Börseentwicklung durch Gewinn, Erziehungsabsichten und das Sachwerte von Inflation immer profitieren. Da generell langfristig geben wird, ist eigentlich viel höher diese Wahrscheinlichkeit und deswegen würde ich mich dann lieber dort auf den grotes oder bereite Masse, sprich auf den Heuhaufen konzentrieren und vertrauen, als die einzelnen Stecknadel zu suchen, vielleicht mal zu finden, aber dann lest man sie da fallen, sucht die neue und dann war es gar keine Stecknade, sondern was irgendwie was anderes in dem großen Heuhaufen. Ja und das ist einfach wichtig zu wissen, sich nicht von kurzfristigen Ideen oder Überzeugung oder Meinung oder auch diesen Regress heißt es, glaube ich, kurzfristigen Blick nach hinten verleiten zu lassen, sagen, ah das ist gerade gut gelaufen, das kaufe ich jetzt auch oder alle reden von diesem Titel, da will ich jetzt auch dabei sein, sondern einfach zu sagen, wie funktionieren Märkte langfristig, was hat den Anleger bisher langfristig erfolgreich gemacht und darauf zu vertrauen, dass die Märkte weiter langfristig steigen und die Masse dafür sorgt, dass wir am Endeffekt immer faire Preise bekommen werden. Ja, euch allen ein schönes und wahrscheinlich sehr, sehr warmes Wochenende. Wir hören uns dann wieder am Dienstag der Matthias.
By Matthias KrappEin eigener Forschungsbereich im Bereich der Kapitalmarktforschung beschäftigt sich mit der sog. Markteffizienzhypothese. Diese geht davon aus, dass an einem Markt gebildeten Preise alle verfügbaren Informationen vollständig widerspiegeln. Das impliziert also, dass der Markt über rationale Erwartungen verfügt. Ist dem so?
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Hallo, herzlich willkommen. Hier ist wieder der Matthias und natürlich wieder die nächste folge Wissenschaft Geld. Ja und heute möchte ich noch mal ein Thema aufnehmen, was eigentlich diesen Podcast seit Beginn an begleitet und was mir nach wie vor und immer wieder und auch gerade aufgrund der aktuellen Entwicklung, die wir beispielsweise mal prill gehabt haben, sehr sehr wichtig ist und zwar geht es um das Thema sind Aktienmärkte effizient oder sind sie es nicht und dazu muss man sich einfach mit dem Thema immer mal wieder beschäftigen um erst mal zu verstehen was man damit meint und auf der anderen Seite auch wie Märkte funktionieren und wie man davon letztendlich als Anleger gerade das Thema auch davon profitieren kann. Ja und dann ist vielleicht ganz interessant die Geschichte zu kennen, das ist immer interessant die Geschichte zu kennen, da wollen wir mal zu wissen, was beispielsweise der Forscher Francis Gelton im Jahr 1907 schon unternommen hat und zwar hat er in 1907 ein Experiment gemacht auf einer Viehmesse und auf dieser Viehmesse hat er Menschen Schätzungen machen lassen, wie schwer ein da ausgestellter Ochse war. Und unter den Teilnehmern befanden sich dann auf der einen Seite natürlich Landwirte oder auch Fleischer, also letztendlich mal Experten und Berufsvertreter, die normalerweise eine Idee davon haben sollten, wie schwer so ein ausgewachsener Ochse ist und auf der anderen Seite haben auch viele zahlreiche Leinen an diesem damals als Gewinnspiel � das Erstaunliche, dass der Durchschnitt all dieser Tipps mit 1 .207 Pfund ganz eng am tatsächlichen Gewicht dieses Ochsen lag, nämlich 1 .198 Pfund, also nur 9 Pfund war der Durchschnitt daneben. So und dieses Phänomen, das nennt man auch Weisheit der Massen und das wurde in vielen, vielen späteren zahlreichen Tests immer wieder bestätigt Und in vielen Fällen sind die Antworten der Massen im Schnitt sogar präziser gewesen, als die von den Experten. Ja, und genau so ist es an der Börse auch. Hier finden sich ja auch tagtäglich Millionen von Marktteilnehmer zusammen, die bestimmen dann über Angebot und Nachfrage letztendlich die Preise der Aktien an den Börsen. Und wie auch bei der Fiemesse mischen dann am Aktiemarkt sowohl die sogenannten institutionellen, die ganzen Profis mit als aber auch letztendlich Line -Privatanleger, die vielleicht auch Spaß oder aus Trading heraus oder irgendwelchen anderen Motivationen an der Börse entweder investieren oder zocken. Ja und aus allen diesen ganzen Marktteilnehmern ergibt sich ähnlich wie bei diesem Ochsen, dann letztendlich eine relativ effiziente Preisfindung der jeweiligen Aktien und die ganzen Untersuchungen, ob jetzt Kapitarmärkte effizient sind oder nicht, den ist ja ein ganzer Forschungsbereich gewidmet, die sich mit dieser sogenannten Markteffizienzhypothese befassen und viele von euch haben ja bestimmt auch schon mal mitbekommen, dass dafür auch der Wirtschafts - und Nobelpreisträger Eugene Farmer steht mit seiner markteffizienten Hypothese. Ja und diese Hypothese geht nun mal eben davon aus, dass die, sagen wir mal, marktgebildeten Preise letztendlich alle verfügbaren Informationen dann auch vollständig widerspiegeln und das wiederum impliziert natürlich, dass der Markt über rationale Erwartung verfügt und rationale Erwartung bedeutet dann nicht zwangsläufig, dass alle oder die Mehrheit der Marktteilnehmer dann auch vernünftig oder gut oder sehr gut informiert ist. Es reicht letztendlich aus, dass die Einschätzung von allen Marktteilnehmern als rational damit erachtet werden kann. Also im Klartext heißt das. An den Börsen gibt es viele Teilnehmer, die völlig unterschiedliche Strategien verfolgen. Ganz grob gesagt, angefangen von den Aktiven und von den passiven Anlegern, von den Zockern und Spekulanten ist alles dabei, die natürlich verschiedene Strategien, verschiedene Ansätze fahren, die verschiedene Erfahrungswerte haben oder auch ganz andere Ziele verfolgen. langfrist investoren genauso gut wie kurzfrist spekulanten aber trotz dieser vielfalt von diesen ganzen vielen strategien und meinungen ergibt sich dann im mittel meist immer eine sinnvolle preisbildung und die dann letztendlich alle informationen effizient verarbeitet und darstellt so und jetzt geht es eben darum dass die effizient in der preisbildung nur darum gegeben ist, weil halt eben eine große Diversität an den Meinungen besteht, in verschiedenen Richtungen tendieren und daraus ergibt sich halt im Mittel ein sinnvoller Wert. Aber wir wissen ja alle, dass es an den Börsen auch Phasen gibt in dieser Diversität dann halt eben zusammenbricht und man spricht dann hier von einem Zusammenbruch der Vielfalt. In der Kapitarmarkforschung nimmt man das dann, glaube ich, diversity breakdown und in solchen Phasen bestehen nur noch wenige unterschiedliche Meinungen. Stattdessen laufen dann alle Anleger in eine Richtung, das ist dann wiederum der Herdentrieb und mit diesem Zusammenbruch dieser Diversität aller Meinungen gibt es dann auch in diesem Augenblick natürlich keine Effizienz in der Preisfindung mehr, weil eben der Herdentrieb alles alles in siebenhaft nimmt und alles nach unten geht und diese kurzfristigen Zusammenbrüche passieren meist dann, wenn wir exogene Shocks haben und daraus entstehen dann, wie gesagt, Herdentriebe, die wiederum zu teilweise deutlichen Über - oder Untertreibungen der Preise finden und das wahrscheinlich eindrucksvoll zum Beispiel der letzten Zehnte, für den ein oder anderen vielleicht noch Prozent ist dann sicherlich die Dote -Com -Place des späten 90er -Jahres oder auch neue Marktfasen hier in Deutschland. Man sieht es aber auch mal ein Einzeltitel bei diesen sogenannten Meme -Aktien, da ist Gamestop und AMC immer noch ein gutes Beispiel aus der Vergangenheit, wo die effiziente Preiswirkung nicht mehr funktioniert hat und durch einen Herdentrieb oder durch Social Media Gehyptkurse nach oben getrieben worden sind, genauso wie nach unten getrieben worden sind. So und dieses Aussetzen dieser Preiseffizienz ist dann meist aber auch immer nur von kurzer Dauer und das Ganze wird dann diese Anomalie dann letztendlich wieder früher oder schnell, meist relativ schnell korrigiert und das ist genau der Punkt, Warum ich nach wie vor dieser markteffizienten Hypothese vertraue, dass Märkte effektiv sind und alles einpreisen und dass es keinen Sinn macht, auf der einen Seite ständig darauf zu warten, dass irgendwie so ein exogener Schock kommt, den man sich dann zu Nutzen machen kann, weil es letztendlich dann nur kurzfristige Natur ist und man auf der anderen Seite ja auch während dieser Wartezeit einen großen Anteil von Preissteigerungen verpassen kann, weil man noch wartet und auf der anderen Seite weiß man nicht genau, wann er kommt, wann er beispielsweise nach unten beendet ist und wieder dreht und dann sind wir bei dem Thema Verpassen der guten Tage, was man tun und nicht machen sollte und deswegen muss man halt eben als Langfristanleger akzeptieren, dass diese Preiseffizienz langfristig auch funktioniert und ich somit dann auch mit einem breit diversifizierten Portfolio die Marktrenditen erreichen kann und auf anderen Seite aber dann auch bereit sein muss, so eine Anomalien, solche exogenen Shocks, wenn sie kommen auszusetzen, dort nicht zu reagieren, weil dann muss ich zweimal die richtige Entscheidung treffen, den Ausstieg und den Wiedereinstieg und das gelingt in wenigstens über die längere Zeit mal hintereinander, vielleicht einmal, vielleicht zweimal, aber wenn es dann zehnmal passiert nach Pareto, dann wahrscheinlich nur zweimal und achtmal nicht. Deswegen ist es ganz ganz wichtig, das eben zu wissen und sich darüber im Klaren zu sein, das gehört dazu. Wer natürlich in der Situation beispielsweise dann gerade freie Liquidität hat, so wie jetzt Anfang April, der kann natürlich gerade, wenn es in Richtung 20 Prozent und mehr geht, Das sind ja dann die Sachen, wo man von einem, ja es ist noch so schön, ich komme gar nicht auf das Wort, von einem Crash bericht, wenn das größer 20 Prozent ist, dann ist zu dem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit natürlich viel, viel größer langfristig sehr gute Einschießkurse zu haben und wer dann über Liquidität verfügt, kann das natürlich für sich nutzen, aber nur auf sowas zu warten und im Modellant zu kaufen. Da gibt es viele Studien, macht auch keinen Sinn. Das Wichtigste ist einfach das Ganze einfach dann auszuhalten und auszusetzen. Ja und dann muss man halt eben auch wissen, dass die sozialen Medien und andere Medien generell halt eben auch einen großen Einfluss mittlerweile haben und dann hin und wieder, wenn es zu exogenen Shocks kommt, auch die Medien dafür sorgen, diese Übertreibungsphasen noch ein bisschen zu verstärken, aber am Endeffekt, wie gesagt, kommen die Märkte immer wieder zu den fairen Preisen hin und dass diese Zusammenbrüche immer schon da gewesen sind und auf der Grund dieser Meinungsvielfalt letztendlich auch in der Zukunft immer wieder geben wird, aber sich die fairen und normalen Preise dann letztendlich auch wieder einpreisen werden. Deswegen kann man sagen ja die markte effizient ist gegeben aber wie immer gibt es ausnahmen aber die ausnahmen sind nicht die regel und wenn sie die regel sind weiß man nicht wann diese ausnahme kommt wie stark sie kommt und wann sie kommt und wann sie wieder vorbei ist und deswegen kann ich jedem nur raten seine investment strategie nicht auf kurzfristige exogene und dergleichen auszurichten, sondern einfach eine Strategie zu haben, die vorher weiß, dass sowas kommen wird und wenn es dann kommt, dass man bereit ist, das zu akzeptieren und auszusitzen, so nach dem Motto erst kommen die Schmerzen und dann kommen die Renditen und wenn die Schmerzen sofort kommen, am Anfang einer Investition am Aktienmarkt, tut es natürlich mehr weh und man ist eher geneigt auszusteigen, als wenn sie erst nach einer langen Zeit oder nach Anstiegen von 20, 30, 40 Prozent im Depot kommen, das tut zwar dann auch weh, wie ich dann auch bei dem ein oder anderen mal mitbekomme, dass man einfach nur sieht vom höchsten Kurs, was habe ich gerade verloren, obwohl der höchste Kurs bis dahin ja Kursgewinne waren. Ich sage mal, das ist ein Puffer, der sich schon mal aufgebaut hat und dann viel einfach nur sehen, was sie kurzfristig verloren haben, aber dabei auch vergessen, dass sie eigentlich schon generell im Gewinn sind. Und Das ist das Wichtigste, was man eigentlich wissen sollte, dass Informationen letztendlich immer in den Kurzen verarbeitet sind, aber kurzfristig durchaus die Markteffizienz nicht funktioniert und gerade in exogenen Shocks, wenn die Masse, sprich der Herdentrieb, dann einsetzt. Und deswegen ist es eben wichtig zu wissen, dass es auch bei Einzelkursen Kursen, natürlich immer welche gibt, die man deutlich nach oben schießen, bei positiven Nachrichten oder nach unten schießen, sich aber auf diese Sachen zu fokussieren. Es sind alle, alle, allerwenigsten Fällen bisher zielführend gewesen und hat dazu gehört, wirklich gute oder überdurchschnittliche Räder zu erzielen. 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Da generell langfristig geben wird, ist eigentlich viel höher diese Wahrscheinlichkeit und deswegen würde ich mich dann lieber dort auf den grotes oder bereite Masse, sprich auf den Heuhaufen konzentrieren und vertrauen, als die einzelnen Stecknadel zu suchen, vielleicht mal zu finden, aber dann lest man sie da fallen, sucht die neue und dann war es gar keine Stecknade, sondern was irgendwie was anderes in dem großen Heuhaufen. Ja und das ist einfach wichtig zu wissen, sich nicht von kurzfristigen Ideen oder Überzeugung oder Meinung oder auch diesen Regress heißt es, glaube ich, kurzfristigen Blick nach hinten verleiten zu lassen, sagen, ah das ist gerade gut gelaufen, das kaufe ich jetzt auch oder alle reden von diesem Titel, da will ich jetzt auch dabei sein, sondern einfach zu sagen, wie funktionieren Märkte langfristig, was hat den Anleger bisher langfristig erfolgreich gemacht und darauf zu vertrauen, dass die Märkte weiter langfristig steigen und die Masse dafür sorgt, dass wir am Endeffekt immer faire Preise bekommen werden. Ja, euch allen ein schönes und wahrscheinlich sehr, sehr warmes Wochenende. Wir hören uns dann wieder am Dienstag der Matthias.

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