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Soldaten stehen irgendwo zwischen Belgien und Frankreich in einem Schützengraben einem Feind gegenüber. Auf ein Signal stürmen die Soldaten auf den feindlichen Schützengraben zu und versuchen ihn zu erobern. Das ist ein oft beschriebenes und gezeigtes Bild für einen Angriff an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Aber und das wird nicht verwundern, ist dies nur die eine Seite der Medaille. Bis 1918 entwickelte das deutsche Heer eine Taktik mit Stoßtrupps, die deutlich anders agierte. Wie es sich dahin entwickelte und dieses „anders“ aussah, darüber spreche ich mit Ralf Raths
Shownotes
Exerzier-Reglement 1906
Exerzier-Reglement für die Infanterie (1906)
Diskurs bei der Artillerie und Kavallerie
Friedrich von Bernhardi
Literaturempfehlungen
Gerhard P. Groß: Mythos und Wirklichkeit – Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer von Moltke d.Ä. bis Heusinger, Paderborn 2012.
Robert M. Citino: The German Way of War – From the Thirty Years War to the Third Reich, Lawrence 2005
Ralf Raths: Vom Massensturm zur Stoßtrupptaktik – Die deutsche Landkriegtaktik im Spiegel von Dienstvorschriften und Publizistik 1906-1918, Freiburg 2009.
Edlef Köppen: Heeresbericht, Berlin 2005.
Heute geht es um Nomadismus. Anders als man vielleicht denken mag, geht es nicht um das nomadisch umherziehen, sondern um Nomadismus als Denkmuster. Sina Steglich forscht dazu und ist meine Gesprächpartnerin.
Shownotes
Der Weg zum Projekt
Nomadismus
Moderne
Nomadismus
Tuareg
Sinti und Roma
Flaneur
Nomadismus als Denkstruktur
Gilles Deleuze
Félix Guattari
Leviathan (Thomas Hobbes)
Digitaler Nomade
Literaturempfehlungen
Sina Steglich: Nomadische Notizen – Denken in Bewegung in der (Post-)Moderne, in: Historische Anthropologie 29/1 (2021), S.125.145.
Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft Nomaden
Gastempfehlungen
Daniela Hettstedt
Andreas Guidi
Als Schild und Schwert der Partei sorgte das Ministerium für Staatssicherheit u.a. für das Bestehen der DDR im Inneren. Ende der Achtziger arbeiteten rund 91.000 hauptamtliche sowie ungefähr 180.000 inoffizielle Mitarbeitende für das Ministerium. Aber wie viele davon waren Frauen und was waren ihre Tätigkeiten bei der Stasi? Dazu und über vieles mehr spreche ich mit Daniel Bonenkamp.
Shownotes
Das Ministerium und seine Wurzeln
KGB
Staatssekretariat für Staatssicherheit
Hauptverwaltung Aufklärung (HVA)
Ministerium für Staatssicherheit
Frauen im MfS
Romeo-Falle
Christel Guillaume
Juristische Hochschule des MfS
Doku Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR
Mata Hari
Alexander Schalck-Golodkowski
Zeitzeug*innen
Hubertus Knabe
Literaturempfehlungen
Uwe Krähnke: Im Dienst der Staatssicherheit – Eine soziologische Studie über die hauptamtlichen Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes, Frankfurt 2017.
Philipp Springer: „Müde Einzelgänger“ und „ganze Kerle“ – Personalstruktur und Lebenswelt hauptamtlicher Mitarbeiter der Abteilung XII, in: Karsten Jedlitschka/Philipp Springer (Hrsg.), Gedächtnis der Staatssicherheit, Göttingen 2015, S. 199-272.
Jens Gieseke: Soziale Ungleichheit im Staatssozialismus – Eine Skizze, in: Zeithistorische Forschungen, 10 (2013), H. 2, S. 171-198.
Steffen Mau: Lütten Klein: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft, Berlin 2019.
Gastempfehlungen
Lukas Grawe
Felix Schneider
Lukas Alex
Ich befinde mich wieder im Bundesarchiv. Dieses Mal geht es um die Benutzung von Schriftgut. Nennen wir sie Akten. Mit Evelyn Grünspek habe ich darüber gesprochen, wie die Akten ins Archiv kommen, was dann mit ihnen gemacht wird und wie sie in die Benutzung kommen. Darüber hinaus sprechen wir auch darüber, was Forschende tun können, um an die Akten kommen, die sie für ihr Thema benötigen.
Shownotes
Die Erschließung der Akten
ZERV (Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität)
Ich suche etwas (im Bundesarchiv)
invenio
Benutzungsantrag beim Bundesarchiv
Bundesarchivgesetz
Digitalisierte Bestände
Ich möchte die Akten sehen
Online-Terminbuchung
Digitalisierung
Benutzersaalordnung
In diesem Podcast ging es schon öfters über Schlachten und Eroberungen. Also um die Besetzung von Gebieten. Oft leben in diesen Gebieten Menschen für die das Leben unter der Besatzung eine einschneidende Erfahrung war. Gut 200 Millionen Menschen lebten im Zweiten Weltkrieg unter der deutschen Besatzung und mussten unter ihr irgendwo zwischen Kollaboration und Widerstand einen Platz für sich finden. Darüber spreche ich mit Tatjana Tönsmeyer.
Shownotes
Der Blick auf die Besetzten
Tatjana Tönsmeyer/Peter Haslinger (Hrsg.): Fighting Hunger, Dealing with Shortage – Everyday Life under Occupation in World War II Europe – A Source Edition, Leiden 2021.
Mangel und Hunger
Schwarzmarkt
Herbert Backe
Hungerplan
Holodomor
Babyn Jar
Zusammenarbeit
Philippe Pétain
Vidkun Quisling
Nationaal-Socialistische Beweging
Literaturempfehlungen
Tatjana Tönsmeyer: Europa unter deutscher Besatzung. (kommt Ende 2023/Anfang 2024)
Tatjana Tönsmeyer: Hungerökonomien Vom Umgang mit der Mangelversorgung im besetzten Europa des Zweiten Weltkriege, in: Historische Zeitschrift 301/2015, S. 662-704.
Tatjana Tönsmeyer/Peter Haslinger (Hrsg.): Fighting Hunger, Dealing with Shortage – Everyday Life under Occupation in World War II Europe – A Source Edition, Leiden 2021.
Gastempfehlungen
Marija Vulesica
Heike Wieters
Kaum ein Linksintellektueller überlebte mehr Regimewechsel und war auf so unterschiedliche Weise wirksam wie Hermann Budzislawski: ob als Leiter der Wochenzeitschrift „Weltbühne“ ab 1934, als Mitarbeiter und Ghostwriter von Dorothy Thompson in den USA oder als prägende Figur der sozialistischen Journalistik in der DDR. Budzislawski gelang es immer wieder in verschiedenen Ländern und Systemen neu Fuß zu fassen und sich Einfluss zu verschaffen. Daniel Siemens hat diese Lichtgestalt des 20. Jahrhunderts erforscht und ist mein heutiger Gast.
Shownotes:
Über den Gast
026 – Die Geschichte der SA
Der Weg zum Thema
Daniel Siemens/Christian Schemmert: Die Leipziger Journalistenausbildung in der Ära Ulbricht, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 61 (2013), S. 201-237.
Hermann Budzislawski
Aufwachsen in Berlin
Zentralmarkthalle Berlin
Jüdisches Leben in Berlin
Studium und Promotion
Eugenik
Der Weg in den Journalismus
Künstlerkolonie Berlin
Die Weltbühne
Weltbühne
Siegfried Jacobsohn
Edith Jacobsohn
William S. Schlamm
033 – “Enemy Aliens” in den britischen Kolonien im Ersten Weltkrieg
Exil in den USA
Dorothy Thompson
Literaturempfehlungen
Daniel Siemens: Hinter der Weltbühne – Hermann Budzislawski und das 20. Jahrhundert, Berlin 2022.
Alexander Gallus: Heimat Weltbühne – Eine Intellektuellengeschichte im 20. Jahrhundert, Göttingen 2012.
Friedhelm Greis: Aus Teuschland Deutschland machen – Ein politisches Lesebuch zur „Weltbühne“, Berlin 2008.
Toralf Teuber: Ein Stratege im Exil – Hermann Budzislawski und „Die neue Weltbühne“, Frankfurt am Main 2004.
Gastempfehlung
Kay Schiller
Die Jagdflieger der Wehrmacht wurden bereits im Zweiten Weltkrieg zu Ikonen aufgebaut und propagandistisch genutzt. Diese Glorifizierung setzte sich nach dem Krieg weiter. Aber was ist dran? Jens Wehner hat sich dieser Frage gestellt und beleuchtet die Jagdflieger, ihr technisches Material und ihre Taktik, die sie anwandten, um ihre Erfolge einzufliegen.
Shownotes
Über den Gast
Jens Wehner: „Stuka!“ Mythos und Wirklichkeit, in: Militärgeschichte, 2/2015, S.4-9.
Jens Wehner: Das sowjetische Panzerdesaster 1941.
Jens Wehner bei Military History not Visualized
Doktrin und Taktik
Florian Reichenberger: Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin/Boston 2018.
Jagdflieger im Douhetismus
Giulio Douhet
Fernando Esposito: Fascism, Aviation and Mythical Modernity, New York 2015.
Jagdflugzeuge
Heinkel He 70 Blitz
Messerschmitt Bf 109
Maschinenkanone MK 108
Messerschmitt Bf 110
Boulton Paul Defiant
Der spanische Bürgerkrieg
Heinkel He 51
Polikarpow I-16
Focke-Wulf Fw 190
Günther Lützow
Taktik und Technik
Erich Hartmann
Adolf Galland
Hans-Joachim Marseille
Feldzüge gegen Polen und Frankreich
Junkers Ju 88
PZL.37 Łoś
Unternehmen Paula
Paul Deichmann
Keith Park
Radarstationen am Ärmelkanal
Die Zeit von 1940 bis 1944
Heinkel He 177
Messerschmitt Me 210
Hans Jeschonnek
Ernst Udet
Lutz Budraß: Flugzeugindustrie und Luftrüstung in Deutschland 1918-1945, Düsseldorf 1998.
Heinkel He 112
Kurt Tank
Kriegsendphase
Luftangriffe auf Hamburg
Luftangriff gegen Peenemünde
Erhard Milch
Jägerstab
Meuterei der Jagdflieger
Literaturempfehlungen
Jens Wehner: „Technik können Sie von der Taktik nicht trennen“ – Die Jagdflieger der Wehrmacht, Frankfurt am Main 2022.
Christian Kehrt: Moderne Krieger – Die Technikerfahrung deutscher Luftwaffenpiloten 1910-1945, Paderborn 2010.
Stephan Bungay: The Most Dangerous Enemy – A History of the Battle of Britain, London 2000.
Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939-1945, Berlin 2014.
Disclaimer: Diese Folge wurde am 22. Januar 2020 aufgenommen und ist Auftakt zu einer kleinen Serie rund um das Bundesarchiv. Durch die Corona-Pandemie konnten geplante Aufnahmen nicht gemacht werden, deshalb lag diese Folge hier lange auf Eis.
In den vergangenen Folgen wurde immer wieder darüber gesprochen. Sie sind der Ursprungsort der Forschung in der Geschichte. Egal ob privat oder öffentlich mit staatlichen oder nichtstaatlichen Trägern. Ich spreche von Archiven. Ihre Quellen bilden das Fundament auf dem die Projekte gebaut werden, die Forschende in diesem Podcast vorstellen. Deswegen spreche heute mit Tobias Herrmann. Er arbeitet im Bundesarchiv und als Auftakt zu einer kleinen Reihe, geht es in dieser Folge darum, was das Bundesarchiv ist, wie es zu dem gewachsen ist, wie wir es heute kennen und was seine Aufgaben sind.
Shownotes
Die Geschichte des Bundesarchivs
Bundesarchiv
Reichsarchiv
Standorte
Kraftfahrt-Bundesarchiv
Standorte des Bundesarchivs
Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA)
Bundesarchiv-Militärarchiv
Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Haus der Geschichte
Neuerungen im Bundesarchiv seit 2000
Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen
Deutsche Dienststelle (WASt)
Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Nach über 70 Folgen, in denen ich mit Forschenden über ihre Projekte gesprochen habe, widmen wir uns heute einem Thema, dass off-the-record fast immer Thema war: Den Arbeitsbedingungen unter denen Forschende an ihren Projekten arbeiten. Unter dem Hashtag #IchBinHanna haben Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon ein Forum geschaffen, um diese Zustände einerseits publik zu machen und andererseits darüber in der Community zu diskutieren. Entsprechend freue ich mich sehr, heute Sebastian Kubon als meinen Gesprächspartner begrüßen zu können.
Shownotes
Wer ist Hanna? & #iIchBinHanna
Ich bin Hanna (Erklärvideo)
95 Thesen gegen das WissZeitVG
https://ichbinhanna.wordpress.com/
Die Problemfelder
Wissenschaftszeitvertrag
Goldstandard zweites Buch
Erklärung von Wissenschaftsverbänden
Resolutionsentwurf des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
Semesterwochenstunden (SWS)
Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft
Literaturempfehlungen
Ariane Leendertz: Wettbewerbsorientierung und Flexibilisierung in der Wissenschaft – Eine gegenwartsgeschichtliche Perspektive, in: Merkur 75/9 (2021), S. 43-54.
Ariane Leendertz: Wissenschaftler auf Zeit – Die Durchsetzung der Personalpolitik der Befristung in der Max-Planck-Gesellschaft seit den 1970er-Jahren, MPIfG Discussion Paper 20/15, 2020.
Fabian Waßer: Von der „“Universitätsfabrick“ zur „Entrepreneurial University“ – Konkurrenz unter deutschen Universitäten von der Spätaufklärung bis in die 1980er Jahre, Stuttgart 2020.
Alexander Mayer: Universitäten im Wettbewerb. Deutschland von den 1980er Jahren bis zur Exzellenzinitiative, Stuttgart 2019.
Amrei Bahr, Kristin Eichhorn, Sebastian Kubon (Hrsg.): #95vsWissZeitVG – Prekäre Arbeit in der deutschen Wissenschaft, Marburg 2021.
Amrei Bahr, Kristin Eichhorn, Sebastian Kubon: #IchBinHanna. Prekäre Wissenschaft in Deutschland, Berlin 2022.
Die Familie galt und gilt in den USA als Basis der Nation und als kleinste soziale Einheit nach dem Individuum. Bis heute wird die Familie als ein Seismograf für den Zustand der US-amerikanischen Gesellschaft gesehen. Aber und das wird nicht verwundern, veränderte sich Familie und ihre Werte im 20. Jahrhundert stark, was zu reichlich Diskussionen und auch Spannungen führte. Isabel Heinemann hat genau dazu geforscht und sich diese Veränderungen angesehen.
Shownotes
Familie am Anfang des 20. Jahrhunderts
American Middle Class
Intimsphähre (Private Sphere)
Öffentlichkeit (Public Sphere)
Eugenische Familienkonzepte
Immigration Act von 1924
Eugenik
Frauenarbeit in den 40/50er Jahren
Rassentrennung
G.I. Bill of Rights
Moynihan-Report 1965
Daniel Patrick Moynihan
Moynihan-Report
Watts-Aufruhr
Black Panther
Eldridge Cleaver
Free Breakfast for Children
Abtreibung und Reproduktion in den 70/80er Jahren
Roe gegen Wade
National Organization for Women
Loretta Ross
Literaturempfehlungen
Isabel Heinemann: Wert der Familie. Ehescheidung, Frauenarbeit und Reproduktion in den USA des 20. Jahrhunderts, Berlin/Boston 2018. (auch als Taschenbuch!)
Isabel Heinemann: Vom „Kindersegen“ zur „Familienplanung“? – Eine Wissensgeschichte reproduktiven Entscheidens in der Moderne, 1890-1990, in: Historische Zeitschrift (HZ) 310 (2020), Heft 1, S. 23-51.
Jana Hoffmann: Die Sexualisierung der Religion im 20. Jahrhundert – Diskurse um Sexualität, Familie und Geschlecht in der Methodistischen Kirche in den USA, Berlin/Boston 2021.
Claudia Roesch: Wunschkinder – Eine transnationale Geschichte der Familienplanung in der Bundesrepublik Deutschland, Göttingen 2021.
Gastempfehlungen
Jana Hoffmann
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