Die Ukraine hat die Region Moskau massiv mit hunderten Drohnen angegriffen. Ziele waren unter anderem ein Öl-Depot, eine Raffinerie und Betriebe, die für die Rüstungsindustrie arbeiten. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler sagt, die Ukraine habe inzwischen deutlich höhere Kapazitäten für solche Angriffe. Mitte 2024 hätten die Ukrainer 1.000 Drohnen pro Monat gegen Russland eingesetzt. Inzwischen seien es 7.000. Bühler dazu: "Auch das ist ein Trend, der deutlich macht, dass die Ukrainer heute schon mehr Drohnen nach Russland schicken als die Russen in die Ukraine."
Auch Russland hatte schon in der vergangenen Woche einen der schwersten Angriffe mit Drohnen und Marschflugkörpern auf die Ukraine durchgeführt. Schwerpunkte waren Kiew und die westliche Ukraine. Es gab Dutzende Tote. Und doch gelang es der Ukraine, Schlimmeres zu verhindern. Mehr als 90 Prozent der Drohnen und drei Viertel der Raketen und Marschflugkörper sind ukrainischen Angaben zufolge abgeschossen worden. "Daran erkennt man, dass sich die Ukraine von einem Land nahezu ohne Luftverteidigung zu einem der führenden Drohnenabwehrspezialisten entwickelt hat. Zu Recht suchen jetzt viele Länder in Europa und im Nahen Osten Rat bei der Ukraine", sagt Bühler im Podcast "Was tun, Herr General?".
Außerdem besprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge auch die militärische Lage am Boden in der Ukraine. Dort toben nach Angaben von Bühler derzeit heftige Kämpfe, mehr als 200 Gefechte pro Tag werden verzeichnet. Es gebe kleine Bodengewinne auf beiden Seiten, aber keine größeren Eroberungen.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an [email protected] oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 21. Mai 2026 geplant.