Die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn
Viele Schulgebäude, die wir heute kennen, stammen aus einem pädagogischen Modell des frühen 20. Jahrhunderts: Flur, Klassenzimmer, Tafel, Frontalunterricht. Doch wie lernen Kinder heute und welche Räume brauchen sie dafür wirklich?
Florian Waller, Partner bei Behnisch Architekturbüro, einem der international renommiertesten deutschen Architekturbüros, hat die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn realisiert – Teil des Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung und eines der meistdiskutierten Beispiele zeitgemäßer Lernarchitektur. Das Büro widmet sich seit jeher dem Bauen für eine offene, demokratische Gesellschaft – Schulen inklusive.
Wallers Ansatz: Lernen passiert nicht ausschließlich im Klassenzimmer, sondern in der gesamten Schule. Die Josef-Schwarz-Schule übersetzt das konsequent: ein terrassiertes Gebäude auf einem Sockel, drei pavillonartige Baukörper für Grund-, Mittel- und Oberstufe, natürliche Lüftung statt Klimaanlage, Holz und Lehm statt HPL und Kunststoff. Fast 60.000 Quadratmeter – und kein Geschoss gleicht dem anderen.
Seine Überzeugung: Das pädagogische Konzept gibt die Architektur vor, nicht umgekehrt. Und Nachhaltigkeit beginnt damit, Kindern beizubringen, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben, auch wenn es im Klassenzimmer mal stinkt.
Ein Gespräch über Lernlandschaften, die Grenzen von Flexibilität, natürliche Materialien als pädagogisches Mittel und die Frage, wie viel Identität eine Schule braucht, um wirklich zu wirken.
Wichtige Partner für die Entwicklung des Projektes sind Planstatt Senner für die Außenanalagen sowie Transsolar für das Klimakonzept.
https://www.klima-umwelt-planstatt.de/
Transsolar KlimaEngineering
https://transsolar.com/de
Heinze ArchitekTOUR PROJECTS26
https://architektour.heinze.de/