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Raimund und Regula haben sich endlich wieder getroffen – Raimund ist etwas geschwächt und trotzdem: Eine Tour d’Horizon über Kunst und Politik. Oder die Kunst der Politik.
Das Episoden-Bild ist von naecronaut – Artisapieceofcake dankt für die Kunst.
Hier der zweite Teil des Audio zum Kulturrückblick für ENSUITE – NACHZULESEN UND ZU BESTAUNEN MIT EIGENEN BILDERN SIEHE www.ensuite.che
Ich habe die Islamistischen Barbaren erlebt. Damals waren es die Revolutionären Garden der Französischen Revolution, die eine der wichtigsten Städe des Mittelalters in die Luft gejagt haben. Haben Sie schon mal von Cluny gehört? Nicht? Dabei war Cluny für Europa fast ebenso wichtig wie das untergegangene Römische Reich, dessen Kunst und Kultur von den neuen christlichen Herrschern ebenso vernichtet wurden wie ein paar Jahrhunderte später die Bauwerke der Christen. Ikonoklastik nennt man dies: Die Zerstörung wichtiger zivilisatorischer Errungenschaften alter durch neue Herrscher.
Cluny, diese kleine Stadt im französischen Burgund, bildete den Kern des spirituellen Zentrum Europas im Mittelalter. Mit der Gründung der Benediktinerabtei im Jahr 910 begann eine Bewegung, die die katholische Kirche bis in die Neuzeit und die umliegende Natur bis heute prägt. Die Abtei von Cluny stand für strenge Ordensregeln, liturgische Pracht und die Unabhängigkeit vom weltlichen Einfluss – ein Modell für über 1.000 Klöster in ganz Europa. Im 12. Jahrhundert war Cluny das größte und reichste Kloster der Christenheit – der Niedergang setzte mit der Reformation ein und wurde vollbracht mit der brutalen Französischen Revolution. Die Revolutionäre wüteten in Cluny wie die Taliban mit den Buddha-Statuen. Vom ehemaligen Klostergelände bleiben nur noch ein paar eindrucksvolle Steine, Türme und Gebäude übrig. “The End of Everything” fasziniert mich seitdem: Zivilisationen, auf Stein gebaut, die dann einer neuen Ideologie weichen muss, die kein Stein mehr auf dem anderen lässt.
Louise Deininger stellte im Aux Gazelles in Wien aus – die Treppe zur Maria Hilferstrasse wurde mit Tüchern kuratiert, umwerfend schön, das Wetter spielte genial mit. Louise ist nicht nur eine grosse Künstlerin, sondern Aktivistin mit eigener Charity-Organisation Gyko, die alle unterstützen sollten, weil sie jungen Menschen in Norduganda mit einer eigenen Schule, Ausbildung und Zukunft ermöglicht. Deiningers farbstarke Gemälde aus Acryl, Elefantendung und Kaurimuscheln und eben dem “Wrap” gehört zu den Menschen, die Geschichte schreiben werden; mit ihrer Kunst und ihrer Persönlichkeit. Könnten wir täglich von KünstlerInnen lesen, hören und sehen, wie sie die Welt wahrnehmen, gestalten möchten und uns Menschen verbinden, ganz ehrlich? Wir wären eine glücklichere Welt, jenseits des traditionellen Kulturbetriebs.
“Alle Weisheit dieser Welt ist schon ausgesprochen.” Am 26. September 2024 feierten wir die Vernissage des zauberhaften De Caro Verlags aus Einsiedeln. Ich durfte neben namhaften Autorinnen und Autoren über Hannah Arendt schreiben, hier eine kleine Leseprobe und die Aufforderung: Kauft doch das Buch. So unterstützen mich meine Fans am besten. LESEPROBE:
Von Regula Stämpfli
Wir hatten mal einen Amoako Boafo in unserem Wohnzimmer hängen; so wie die Familie Wittgenstein um die 1900 in Wien einen Gustav Klimt. Das Bild hat mein Leben bereichert und ich traure ihm auch Jahre nach dessen Verlust nach. Im Belvedere in Wien 2024 war die Eröffnung des Shootingstars Amoako Boafo.
In der “Die Podcastin” von Isabel Rohner und Regula Stämpfli wird nicht nur sprechend gedacht oder denkend gesprochen, sondern es werden lauter neue Thesen, Theorien und Welterklärungen produziert. So auch kurz vor Jahresende in “Die Podcastin” – einem der weitreichensten Frauenpodcasts und einem Podcast, der sich endlich mal nicht um Frauenthemen wie Schminke, Psyche, Diät kümmert, sondern um Politik, Kultur, Wissenschaft, Zukunft und Kapital. Donald Trump wurde gewählt – wer “Die Podcastin” gehört hatte, war davon alles andere als überrascht. laStaempfli hat die Wahlanlyse zu Trump über das Jahr entwickelt, auch den Umstand, dass Trumps Aufstieg im Versagen der öffentlich-rechtlichen Institutionen und der codegetriebenen Medien liegt. Bitter wurde laStaempfli nur angesichts der internationalen Organisationen! Jahrzehntelang kämpfte sie für das internationale Völkerrecht, als junge Mutter wurde sie sogar zum IKRK eingeladen, musste da leider absagen – einer der grössten Fehler in ihrer Karriere. Und nun stellt sie fest: Die UNO wird von Diktaturen, Autokraten und der VR China manipuliert, von Genossen und Genossinnen zum Schrecken des Westens revolutioniert und huldigt totalitären Ideologien wie damals.
Was die ARD-Verantwortlichen bewogen hat, Thilo Mischke zum Nachfolger von Max Moor für ttt – titel, thesen, temperamente – zu ernennen, bleibt ein Rätsel. Nach ersten Kritiken zum “umstrittenen” Moderatoren, meinte die ARD am 27.12.2024 selbstverständlich: Wir freuen uns auf Mischkes “ttt”-Moderation und “seine Sicht auf Kultur.” Am 4.1.2025 wurde dann bekannt, dass die Freude kurzer Dauer war und Thilo Mischke “ttt” nun doch nicht moderieren darf.
Thilo Mischke ist Autor des 2010 publizierten Buches “In 80 Frauen um die Welt.” Sie haben richtig gelesen. Es ist “in 80 Frauen” – meaning, sich durch 80 Frauen vögeln, um dann hoffentlich die große Liebe zu finden. Es geht um eine Macho-Männerwette: Der Titelheld Thilo soll eine Weltreise machen und 80 Frauen zu verführen. Ist er erfolgreich, bezahlen die Freunde den Trip. Das Buch ist schnell geschrieben, der Typ ein Frauenfeind; im Tonfall, im Besitzanspruch, in der Haltung, dass Frauen keine Individuen, sondern als Gruppe fuckabel sind.
2010 war eine andere Zeit. Als ich von der “Pornografisierung des Alltags” schrieb, wurde ich vom Tagi-Magi und der damaligen Redakteurin Birgit Schmid, die sich aktuell in antifeministischen Texten bei der “NZZ am Sonntag” bei Altmännern beliebt zu machen versucht – oder war es nun “Die Weltwoche?”, egal, ich muss auch nicht immer alles richtig wissen, richtig, es ist die “NZZ am Sonntag”, also damals wurde ich von ihr als “prüde” geschimpft.
2010 war Analsex, Intimrasur, multiple Orgasmen durch Dildos (wie die Schwulen, die übrigens auch “Sex and the City” schrieben – unglaublich beliebt damals) omnithematisch in den Medien versudelt. Mischke konnte ja nicht ahnen, dass 15 Jahre später die Stimmung etwas anders ist: “Wie ein ständig erregter Playboy” notiert Mischke seine Beobachtungen, zugleich versucht er den seltsamen Spagat zwischen potentem Eroberer und Frauenversteher. “Du darfst eine Japanerin niemals in den Nacken küssen, wenn du sie nicht kennst. Das ist ungefähr so, als würdest du eine fremde Frau auf der Straße fragen: Na? Lust auf Analverkehr?” (Besprechung von Rollingstone 3.1.2025) Alles war damals auf Porno, Sex und Geschlechtsverkehr getrimmt – erst zehn Jahre später kommen dieselben Kulturfritzen, die damals derbe gelacht haben, darauf, dass dies vielleicht nicht immer so cool und links gelaufen ist, wie sie es damals interpretiert haben. Thilo Mischke ging 2012 dann noch: “Unter fremden Decken – Auf der Suche nach dem besten Sex der Welt” für Pro Sieben auf Sendung. “Was hatte ich nicht für abstruse Ideen, wie ich untermauern könnte, dass ich Sex hatte. Von Lackmusstreifen, die ich in ein Buch einklebe, mit verschiedenen PH-Werten und Namen daneben, bis zu Excel Tabellen, die einen Körper so genau beschreiben, dass ich es mir nicht hätte ausdenken können. Ich wollte Fingerabdrücke nehmen, heimlich Nacktfotos machen, Tonbandaufnahmen vom jeweiligen Sex. Alles unpraktisch, alles viel zu grob, dachte ich immer.”
Unappetitlich, nicht wahr? Trotzdem dachte sich die ARD-Kulturleitung, die sonst bei allem “sexistisch, islamophob und hilfe, das hilft den Nazis” schreit auf die Idee, einen solchen Mann zu promoten? Ein Mann, der allen Ernstes in einem Podcast behauptet, der Urmensch sei ausgestorben, weil er “zu zärtlich zu Frauen gewesen sei” und der Homo sapiens stattdessen die Frauen vergewaltigt hätte. Überhaupt Vergewaltigung. Diese ist nach Thilo Mischke “urmännlich” und den Jungs leider nur durch die Zivilisation “abgewöhnt” worden.
Tja. Ich schreibe seit über 25 Jahren über die Pornografisierung der Welt. Als Antwort auf den im Schweizer Journalismus immer noch sehr satten Autoren XY (Namen verändert), der auch von Vergewaltigungsgenen und explodierenden Vulven schrieb, meinte ich schon damals sehr trocken: “Wenn der Penis nur noch tröpfeln kann.” Die biopolitische Sexualisierung und Privatisierung unserer westlichen Kulturen, die codiert auf Porno-Datenmaterial zurückgreifen, weil dies die ersten Daten waren, die in großen Mengen die Digitalisierung puschten, grassiert überall, wird nicht wirklich unter erwachsenen Frauen diskutiert, sondern in alten, linken Männerschemata von freiem Sex und prüder Mutter verhandelt. Das MUSS JA SCHIEF GEHEN.
Langer Suada der kurze Sinn: Lest endlich Frauen. Und zwar die, die nicht ständig über Sex, Depression, Kinder kriegen oder “wie Karriere als Frau machen”, schreiben, sondern die, die über alles und Grosses schreiben. Auf ein neues Jahr, möge das Alte endlich positiv überholt werden!
Im Januar 2024 vermeldete die NZZ am Sonntag noch, dass sich der Kokainkonsum in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. Sammelten die Grosseltern der neuen Chefin NZZ-Magazin also noch Kunst, verpufft das viele Geld künftiger Grosseltern wohl eher in den zarten Näschen der Zürcher Schickeria. Schade eigentlich. Denn unter der Rubrik “Kulturtechnik” verbuche ich das Vergessen eines ungerahmten Picasso im Schrank als für uns alle gewinnbringender als die mit Kokain angereicherten Trinkwasserreserven rund um Zürich
udith Butler wird weiterhin an allen Schweizer Universitäten so gelehrt wie 1933 bis 1945 “Mein Kampf” von Adolf Hitler Schullektüre war. Krass? Nicht krass genug! Mein Gedicht: “Ihr wollt die Fahnen schwingen –
für eine Sache, die ihr nicht versteht? Ihr seid blind für das Leid der Unschuldigen, sprecht von Befreiung und sät Gewalt! Seht Ihr nicht, dass Ihr flicht den islamistisch-totalitären Totenkranz?” ist von Kurt Tucholskys “Sie wollen den Bürgerkrieg entfachen — (das sollten die Kommunisten mal machen!) daß der Nazi dir einen Totenkranz flicht -; Deutschland, siehst du das nicht -?” inspiriert. Tja. Die Nazis haben noch nie gemerkt, dass sie Nazis sind, sondern waren immer davon überzeugt, die wirklich Guten zu sein; hier ein Insidergruss an M.R
Stellen wir uns vor, eine, nur aus Männern bestehende Gruppe unternimmt eine lange Wanderbewegung durch verschiedene geografische Regionen und trifft auf ihrem Migrationszug auf sesshafte Völker, in denen Frauen das Sagen haben. Die Variante, dass die Männerhorden die Männchen ermorden, den Nachwuchs töten, die Frauen vergewaltigen, unterwerfen und selber mit ihnen sesshaft werden, liegt ziemlich nahe. Willkommen in der neueren Steinzeitforschung!
“Diva in Quarantine 2020”, war das Aushängeplakat zur Ausstellung im Künstlerhaus in Wien. Die visionäre zeitgenössische Künstlerin, bekannt für ihre atemberaubende Porträts, fängt die Tiefe und Komplexität menschlicher Emotionen. Ihre Werke verbinden klassische Techniken mit einer modernen Perspektive und schaffen so Kunstwerke, die tief berühren. Kürzlich hatte sie eine viel beachtete Ausstellung im Künstlerhaus in Wien, die ihre Bedeutung in der Kunstwelt weiter untermauerte. Pamps Kunst überschreitet Grenzen und bietet eine frische und eindringliche Stimme in der zeitgenössischen Porträtmalerei.
Danielle Pamp ist eine meiner besten Freundinnen aus Wien, she is just a Star! Es gibt glücklicherweise zu “Danielle’s World” einen genialen ARTE-Film von Michael Gebendorfer.
“Wien ist eine Stadt, die man erst lieben lernen muss, und wenn man sie dann liebt, liebt man sie wie keine andere.” Dieses Zitat von Joseph Roth verbindet mich und Wien als ChronistInnen des Untergangs, der Beobachtung von Zeit, Politik und Menschen.
Heute besonders günstig: Frauenfleisch. Ein verführerisches Kiloangebot. Ich liebe diesen Essay im ENSUITE – es geht um Gemini und dessen woke Programmierung, die auf die Frage nach einem SS-Soldaten 1943 diese sexy Asiatin in Naziuniform zeigt. KI bleibt unverstanden. Sie ist nicht Intelligenz, doch Wissenstool von unerreichbaren Datensätzen, die sich die Welt so imaginieren, wie die gefütterten Daten dies gestalten. Seit Jahren ist meine Warnung nicht, dass Menschen wie Maschinen werden, sondern sich die Menschen wie Maschinen benehmen, sich deren Datensätzen anpassen und aufgrund codierter Narrativen die Welt gestalten. Im Mai war meine letzte Hannah-Arendt-Lecture, die ich an der HSG initiiert habe – Israel, Grossbritannien und die USA warten schon auf die gleichnamige Serie im nächsten Jahr.
Raimund Deininger und Regula Stämpfli trafen sich am 21. Mai 2024 in Raimund Deiningers schöner Wohnung in Wien. Das Gespräch wurde aufgezeichnet, ging verloren und wurde am 9. Dezember 2024 wiedergefunden. Sie hören hier Raimund Deininger und Regula Stämpfli über Kunst und Politik anlässlich der Ausstellung im Mumok On Stage – ein Rundumgang von postmoderner Fragmentieren bis zur heutigen Fragmentieren der Politik. Die performative und aktionistische Kunst – so laStaempfli war entscheidend und wichtig als Kampf damals gegen die bürgerlichen und erzkatholischen Verhältnisse, neu, so laStaempfli, bräuchte es dieselbe Auflösung und Kritik am Islam. Erst die Zerstörung der Macht von Religionen bringt die laizistische Demokratie hervor – Raimund Deiniger sieht dies diverser.
Kunst als Bühne, Bühne als Kunst – DAS THEMA wird uns weitergeschäftigen.
„artsy tea by laStaempfli“ als Beitragsbild.
Hier das Bildschirmfoto der Ausstellung „On Stage“, die leider schon wieder vorbei ist:
Raimund Deininger und Regula Staempfli treffen sich in der wunderbaren Wohnung von Raimund. Raimund Deininger und Louise Deininger sind erst kürzlich von der Reise nach Afrika zurückgekommen, wo sie Amoako Boafo in Ghana besucht haben und die Stiftung Gyco Academy von Louise Deininger – bitte spenden an:
Thank you for considering making a donation to GYCO Academy. You can donate by bank or Rotary Crowd Funding.
Bank: BAWAG P.S.K.
Account: Verein GYCO
IBAN: AT70 1400 0014 10847899
BIC: BAWAATWW
Das Gespräch war voller Hoffnung auf Kunst und deren transformative Kraft durch all die jungen Menschen, die uns beflügeln und die Alten, die uns Weisheit bringen. Enjoy 2024.
In purpurfarbenen Puschen, Burberry im Glanz,
Sanfte Berührung, ein Tanz im Herbstkranz.
Für sechshundertneunzig britische Pfund, ein Kunstwerk am Fuss
Die Welt, der Mode, eine Dekadenz, ein Genuss.
Im MOMA von New York, das Jahr 1936,
Legende erzählt von einer Ohnmacht im Raum,
Kunst und Kultur, ein politischer Traum.
Meret Oppenheimers Tasse, ein kühner Mix, Surrealismus – nun auch in der Politik?
Welch Horror, welch Elend – nein!
Surrealismus in der Politik darf nicht sein!
Allein Hannah Arendt Lectures garantieren Geleit
Durch das Jahr 2023 mit Podcasts, Kunst durch die Zeit.
Die Codes der Welt, verstanden im Verstand.
Flüstere ich immer lauter: „It is the codes, stupid!“
Kunst und Politik ziehen in den dunklen Abgrund
laStaempfli im Text, ein Echo, im Klang
Poetisch verwebt, im Algorithmus gefang‘.
Bringen Lösungen, Klarheit und Orientierung
Kultur, Literatur, Exposition, Meinung und Bildung.
Viel Vergnügen im etwas anderen Kulturjahr 2023 als laStaempfli Version.
Piero Tomassoni curated „Radical Objecthood“, the exhibition at 60 Curzon during the Frieze Week, London. We walk through the art together.
Artisapieceofcake was on tour during FRIEZE-WEEK and had the chance, thanks to Marian Deininger and Raimund Deininger, who, unfortunately could not participate, to visit the outstanding UNTITLED (RADICAL OBJECTHOOD). The eloquent and oustanding curator Piero Thomassoni gave us a tour which we recorded as we walked through the amazing exhibition. The artist we saw wre:
Vicenzo Agnetti, Tom Bull, Rä di Martino, Jota Castro
Carlos Garaicoa, Victor Gingembre, Kevin Francis, Gray Rory, Menage
Mario Merz, Shahpour Pouyan, Dima Srouji, Gian Maria Tosatti
From the press release by ARTVISOR:
„Artvisor is pleased to announce Untitled (Radical Objecthood), an exhibition that explores the idea and meaning of sculpture today through a group of artists across generations and geographies, interlacing nonlinear narratives and reaffirming the centrality of the physical object in contemporary practice.
Curated by Piero Tomassoni, the exhibition takes place in the garage of the new Mayfair landmark building 60 Curzon, evoking the seminal contemporary art show Contemporanea, held in the underground parking of Villa Borghese in Rome exactly fifty years ago.
Works on display by Mario Merz and Vincenzo Agnetti act as a symbolic link and homage to the 1973 historic exhibition in which they had both participated, while the other exhibiting artists have selected or produced works specifically for Radical Objecthood in close dialogue with the curator.
From marble, alabaster, bronze, and steel, to glass, paper, industrial plastics, and cinema props; from Conceptualism and Arte Povera to the present day; the persisting notion of ‘sculpture’ is investigated in every direction. The garage, often relegated to the periphery of our living experience, becomes a place of artistic discovery, where boundaries blur and diverse voices converge.“
Piero Tomassoni with Michael Gebendorfer (Micro and Interviewer) with Regula Staempfli (not visible in the picture) on the tour of: ‘(Untitled) Radical Objecthood’ exhibition at 60 Curzon, London during Frieze Week. A tour with curator PIERO THOMASSONI for Artisapieceofcake with Regula Staempfli.
Raimund Deininger und Regula Stämpfli haben sich zu einem intensiven Austausch über zeitgenössische Positionen in der Kunst, über die globale Kunstwelt unterhalten, und weshalb Regula Stämpfli absolut keinen Bock auf Baselitz hat.
Raimund Deininger und Regula Stämpfli im sprechenden Denken über die Sammlung Würth und der Ausstellung im Leopold Museum in Wien: Welch unendlich grosse und verpasste Chance!!!!
Deshalb kommen Raimund Deininger und Regula Stämpfli zum Schluss: Es braucht eine Ausstellung zu Leerstellen, u.a. auch aufgrund des Artikels von Regula Stämpfli zu den Democracy Data Gaps – es gibt viele Talks und Sendungen und Podcasts darüber, hier der Artikel im Wortlaut auf Deutsch und Englisch: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf / englisch mündlich http://ta-swiss-futurepodcast.online/regula-staempfli-english-digital-swiss-cheese-democracy-data-gap
Regula Stämpfli über Resilienz am @asut_ch Summit: War eine exzellente Podiumsdiskussion: #AI #KI #Digitalisation #Trumpism by @laStaempfli #Polarisation #Resilience #Switzerland #democracy @Demokratie_Bot https://t.co/mM7fzZtlmd pic.twitter.com/ibAqxjrD4x
— Regula Staempfli (@laStaempfli) July 4, 2023Die Löwinnen von Paris. Design © Anita Raphaela Klaiber – George Sand
Für diesen Vortrag öffnet die Kultur- und Musikwissenschaftlerin, eigentlich die wahrhaft forensische Musikwissenschaftlerin ihre Schatzkiste an Forschungen zu Frauen, Frauenliteratur, Frauenmusik, Frauenforschung. Susanne Wosnitzka ist eine Wucht an Wissen mit soviel historischen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu den „Frauen von damals“ – Herstories vom Überraschensten, insbesondere weil die heutigen Feuilletons das gesammelte Wissen fürchterlich zu verdrängen scheinen – nicht zuletzt auch „the Queering of Art“, das alle grossen Frauen als Transfrauen interpretieren will: Isabel Rohner und Regula Stämpfli haben darüber in ihrer www.diepodcastin.de gesprochen (https://diepodcastin.de/2023/04/30/diepodcastin-im-gelachter-isabel-rohner-regula-stampfli-in-einer-dada-folge-mit-transmannern-napoleon-und-henry-viii-falsch-verstandenen-orgasmusbildern-den-homoerotischen-mannermachtkartellen-h/)
Die Zeit zwischen 1750 bis 1850 kennt Wosnitzka besonders gut (aber eigentlich alle Jahrhunderte, die Frauen und Musik betreffen): Im Zuge ihrer Dissertation hat sie die Geschichten aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen wiederentdeckt. Sie entblättere bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die Löwinnen von Paris, die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren.
Sie erzählt von Petitionen um 1830, die geschlechtergleiche Sprache forderten(1830!), weiter von großen Frauendemos in England bereits 100 Jahre vor der Suffragettenbewegung und von einergrossen feministisch-lesbischen Subkultur, die sprichwörtlich salonfähig wurde und George Sand dabei eine Rolle bei den Löwinnen spielte.
Es ist doch immer dasselbe. Man sucht nach Filmmusikkomponistinnen & was wird von der Suchmaschine ausgespuckt? pic.twitter.com/UsqsaOvUAx
— @[email protected] (@Donauschwalbe) August 10, 2023Sie können Susanne Wosnitzka für Feierlichkeiten aller Art mit genau diesem Vortrag „Löwinnen in Paris“ engagieren, melden Sie sich bei: https://susanne-wosnitzka.de unter Kontakt oder auf Twitter als geniale @donauschwalbe die das Musikarchiv von Frauen für Frauen ins 21. Jahrhundert führt. Im Rahmen der reisenden forensischen Kultur- und Musikwissenschaftlerin ist auch das Booklet zu FEMMES VON RAPHAELA GROMES entstanden: Die Doppel-CD der weltbekannten, umwerfend genialen Celistin Raphaela Gromes.
Ihr Thread zu Frauen in der Musik ist umwerfend klug:
Die Frage "Warum gibt es so wenige Komponistinnen?" ist beschämend schlecht (recherchiert). Es muss die Frage gestellt werden, warum man die Abertausenden (!) so gut wie nicht kennt, denn darin liegt die Crux:
Weil die Frauenmusikgeschichtsforschung 1/xhttps://t.co/29E62Uavbr
Oh, ich bin ein ausgebuchtes Highlight im Veranstaltungsprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung https://t.co/emqsJp2EhJ
— @[email protected] (@Donauschwalbe) August 18, 2023In her Artist Residency in Reykjavík Regula Staempfli (who is still trying to write her new book) visited the most wonderful and famous Islantic artist Kristín Gunnlaugsdóttir. Her CV is most impressiv, our talk an inspiration for thinking further.
Here only a few steps in the artistic journey of Kristín Gunnlaugsdóttir: But first some ART by the most impressive and most creative Kristìn Gunnlaugsdóttir. She is the Master of Handwerk: Textile, classic paintings, sketches, drawings, knitting, sewing – just about everything: AMAZING.
1983 – 1984 College of Art – Akureyri
1984 – 1987 Icelandic Academy of Arts and Crafts
1987 – 1988 Icon painting in a convent in Rome, Italy
1988 – 1993 Accademia delle Belle Arti – Florence, Italy
1995 “Oro e colore”, gilding workshop, Laboratorio scuola, Florence, Italy
2022 Þetta er allt/ This is All, Gallery Port, Reykjavík
2022 SvartaLjós/BlackLight, y-gallery, Kópavogur
2022 SvartaLjós II /Blacklight II, Gallery Svigrúm, Reykjavik
2020 Bibendum, egg tempera and oil painting in the working space of Auto Service Station, ASÍ Foundation with Nesdekk Service Station, Fiskislóð,
2020 One World, use of 11 works representing Feministic Filmfestival One World, Bratislava, Slovakia
2020 Þú ert svo dugleg, Performance of four women sewing, Gallerí Stundum, Seltjarnarnes
2019 I´m dying, 20 tapestries, Cultural Centre of Egilstadir
2019 Kompan gallery, forty drawings with watercolour and oil painting, Siglufjordur
2019 Kaktus gallery, Installation of tapestry and part of Icelandic national costume, Akureyri
2019 I’m dying, Performance on to public´s participation on sewing the tapestry on Good Friday
2019 SuperBlack, 13 oil paintings w. Margret Jonsdóttir, Akureyri Art Museum
2018 SuperBlack, w. Margret Jonsdottir, The Nordic House, Faroe Islands.
2017 SuperBlack, w. Margret Jonsdottir, The North Atlantic House, Copenhagen.
2016 Reformation, Paintings and egg tempera works connected to the teachings of Martin Luter on Reformation. Church of Neskirkja, Reykjavik
2016 Blue, watercolours, Gallery Skumaskot, Reykjavik
2015 Red Rose / Stagework performance with Hot Eskimos at jazz concert with trombón jazz player Nils Landgren, Harpa Music Hall, Reykjavik and Konserthuset, Stockholm
2015 Black Angel, in partipation with Tang String quartet, tapestry and stagework, Singapore Art Festival, Singapore
2014 Kláði,sviði,verkur,bólga og pirringur, tapestries with Margret Jonsdottir, Medical Museum Nesstofa, Seltjarnarnes
2014 The Joy is Black, drawings, Gallery Studio Stafn, Reykjavik
2014 Gallery Flora, drawings, Akureyri
2013 Creations / Sköpunarverk, The Icelandic National Art Gallery
2011 Retrospective, Akureyri Art Museum
2010 My treasures / Gullin mín, egg tempera and tapestrie, Gallery Studio Stafn, Reykjavik, Iceland
2010 Tapestries, 9 tapestries, Icelandic Printmakers Association, Reykjavik, Iceland
2009 In the Cellar, egg tempera, Weingut Hubert Sandhofer, Burgenland, Austria
2007 The Mountain Land, 8 oil paintings, Gallery Turpentine, Reyjavík,
2007 Installation of oil painting, Seltjarnarnes church
2007 The Mountain Land, 8 oil paintings, International Cultural Centre Caisa, Helsinki, Finland
2006 Gallery Box, drawings and painting, Akureyri
2005 Allmighty, eggtempera, Reykjanes Art Museum
2000 Hallgríms Church, paintings, Reykjavík
2022 Portrett129, doubletrouble w. Dóra Emilsd. Gallery Listval, Hólmaslóð
2022 Spor og þræðir / Threads and Stiches, Reykjavík Art Museum, Kjarvalsstaðir.
2021 Turbulance, Listasafn Árnesinga
2020 Perspective – Icelandic Artistis promoting the Culture of Human Rights, The United Nations, Geneva, Switzwerland
2019 Þetta reddast / es geht! With Jakob Veigar at Rut’s little Gallery, dW architekten, Vienna,
2019 Perspectice – Icelandic Artists promoting the Culture of Human Rights Icelandic Embassy Geneva, Switzerland
2017 I volunteer – Baroque in Bonus, short film with dancer Unnur Elísabet Gunnarsdottir, Mengi, Reykjavik
2015 Woman´s lot / Kvennaveldið, Art Museum of Reykjanesbær
2015 Safnahúsið, The Museum House, Reykjavik
2015 Stigamót, Counseling Center for Survivors of Sexual Abuse and Violence, Reykjavik
2015 Just Painted, Reykjavik Art Museum
2015 The Water Carrier, Reykjavik Art Museum
2014 Maria meets Maria, egg tempera with artist Detel Aurand, Kreuzberg, Berlin
2014 Icelandic Portraits, Akureyri Art Museum
2012 Art Without Boundaries, Art Room, Mosfellsbær
2009 Artweek , Library of Seltjarnarnes
2007 The Golden Brush “INDIGO” Kópavogur Art Museum
2007 Artweek, Church of Akureyri
2006 The Nordic Cultural House, The Faroe Islands
2006 Paintings of the ´80, The National Art Museum, Reykjavík
2005 Hoffmansgallerí, Rvk.Academy
2005 The Golden Brush, Gallery Terpentine, Reykjavík
2005 The Romanovs in Russia, Kopavogur Art Museum
2005 Hallgrimskirkja Cathedral, with Margrét Jónsdóttir, Reykjavik
2002 Akureyri in Art, Museum of Modern Art, Akureyri.
2002 Carnegie Arts Award, Reykjavík, Oslo, Copenhagen, London, Helsinki, Gothenburg.
2002 The Golden Brush, Art Museum of Reykjanesbær.
2001 Vídalín´s Church, Garðabær.
2000 Gerduberg Community Centre
2000 The Golden Brush, Municipal Art Museum, Reykjavík
2017 SuperBlack, The North Atlantic House, Copenhagen
2013 Creations, Eyja publication 2013, Icelandic National Art Gallery.
2011 Beneath the Rose/ Retrospective, Eyja publication 2011, Art Museum of Akureyri.
2019 Stipendum – Icelandic Ministry for Culture
2018 Awarded with the Order of the Falcon for Art
2014 Stipendum – Icelandic Ministry for Culture
2013 Stipendum – Icelandic Ministry for Culture
2012 Stipendum – Icelandic Ministry for Culture
2009 Stipendum – Icelandic Ministry For Culture
2009 Town Council of Seltjarnarnes, “Opinberun”
2008 Artist of Seltjarnarnes
2005 Altarpiece for the church of Reykjanesbær
2002 Stipendum – Icelandic Ministry For Culture
1999 Stipendum – Icelandic Ministry For Culture
1999 Altarpiece for the church of Stykkishólmur
1997 Svavar Gudnason and Ásta Eiriksdóttir Award
1997 Artist of the Year – Akureyri
1995 Work commissioned for the Pharmacy of Vesturbær
1992 Stipendum – Icelandic Ministry For Culture
1991 Scholarship – Icelandic Ministry For Culture
1987 Cooperative Art Fund – Akureyri
National Icelandic Art Gallery
The Municipal Art Museum of Reykjavík
The Art Museum of Akureyri
The University Art Museum in Reykjavík
The Art Museum of Hallgrims Church
The Art Museum of Reykjanesbær
School of Skálholt
Town Council of Seltjarnarnes
Church of Akureyri
The Hospital of Landspítalinn
Hospital of Landakot
The Hospital of Reykjavík
The Nursing Centre of Kópavogur
Air Traffic Control of Iceland
Icelandair
Church of Stykkishólmur
Church of Reykjanesbær
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