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Vor gut 2000 Jahren ereignete sich folgende Geschichte: Jesus zieht sich mit seinen Freunden in das Grenzgebiet von Israel zurück. Dort wird er von einer ausländischen Frau erkannt, die ihm nachläuft und nachruft, er solle bitte ihrer kranke Tochter helfen. Wider alle unsere Vorstellungen von Jesus ignoriert er sie. Erst als die Jünger genervt von der Hartnäckigkeit der um Hilfe rufenden Frau, geht Jesus auf sie ein, erklärt ihr aber, dass sie nicht zu seiner Zielgruppe für seinen Auftrag gehöre. Sie lässt sich davon nicht beeindrucken oder abwimmeln und bleibt dran und sagt in etwa: Jesus, ich akzeptiere deinen Fokus und Auftrag, aber Du hast so viel zu geben, da ist mein Anliegen an Dich Peanuts. Jesus ist von dieser Antwort überrascht und beeindruckt und hilft schliesslich der Frau. Bemerkenswert für mich: Jesus als Gottes Sohn lässt sich von unserem Verhalten überraschen. Allwissend und doch beeindruckbar, beziehungsoffen. Entspricht das auch Deinem Gottesbild?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Kürzlich musste ich für die Erstellung von Passbildern zum Fotograph. Eigentlich ein schönes Erlebnis, weil in Zeiten der Digitalisierung, Virtualisierung und künstlicher Intelligenz es scheint, als würden Computer und Maschinen alles Alltägliche übernehmen und so Menschen immer überflüssiger machen. Jedenfalls hatte ich mich chic angezogen und nahm dann beim Fotoshooting diverse Positionen und Posen ein, mit und ohne Lächeln etc. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie das so geht. Sogar mein Gesicht wurde gepudert. Wenige Tage später erhielt ich eine ganze Auswahl an Bildern, aus denen ich eines für die finale Bearbeitung auswählen sollte. Dabei fiel mir auf: egal, welches ich nahm und wie unterschiedlich sie auch waren: zu sehen war immer nur ich. Irgendwie hatte das etwas Erheiterndes und Erkenntnisreiches: Wie sehr ich mich auch anders als ich vielleicht natürlich bin präsentiere - ich bleibe ich. Und Du auch: Du bleibst Du. Mit allem Schönen und Kantigem.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im Sommer wenn es heiss ist, freuen sich viele von uns, wenn sie in einem Swimmingpool oder auch einem öffentlichen Brunnen im kühlen Nass Abkühlung finden können. Das tut gut, erfrischt und macht Spass. Damit es aber überhaupt so weit kommen kann, ist viel Wasser nötig, um den Pool oder den Brunnen zu füllen. Aber nicht nur viel Wasser ist nötig, sondern auch viel Geduld. In Zahlen ausgedrückt sieht das in etwa so aus:
Ein durchschnittliches Schwimmbecken von 50 Meter Länge und 20 Meter Breite und 2 Meter Tiefe fasst etwa zwei Millionen Liter Wasser. Wenn man dieses mit einem gewöhnlichen Gartenschlauch füllt, dauert es etwa 11.6 Tage! Wenn wir also gedankenlos in einen Pool steigen, denken wir nicht dran, wieviel Vorarbeit und Geduld anderer nötig waren, damit wir dies nun geniessen können. Auch in anderen Lebensbereichen profitieren wir von der geduldigen Vorleistung anderer. Bist Du dir dessen bewusst und dankbar dafür und schätzt du das wert?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Eine erfrischende Dusche ist ein herrliches Erlebnis. Ich fühle mich danach oft so richtig erfrischt. Dazu braucht es fliessendes Wasser - was für viele in der Welt keine Selbstverständlichkeit ist - und der nötige Wasserdruck, damit das Wasser nicht nur aus der Brause tröpfelt. Und praktisch ist ein Duschvorhang. Der ist zwar nicht zwingend nötig. Aber duscht man in einem Badezimmer ohne einen, muss man ordentlich vorsichtig sein, damit nicht das ganze Badezimmer nass ist und man nach der Dusche ausschliesslich auf nassem Boden tritt. Der Vorhang lässt es also zu, sich frei beim Duschen zu bewegen ohne fürchten zu müssen, dass alles verspritzt ist. Wie wohltuend, wenn man sich einfach so frei bewegen kann - auch in seinem sozialen Umfeld. Wenn man sagen darf, was man denkt, seine Gefühle zeigen darf und einfach sich selber sein darf. Das ist möglich dank des Vertrauensvorhangs einer gesunden Beziehungsumgebung. Auch keine Selbstverständlichkeit.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Transportiert man Flüssigkeit in einem Behälter, ist das übelste Szenario, dass die Flüssigkeit ausläuft. Daher stellt man sicher, dass der Behälter gut und dicht verschlossen ist. Ein Drehverschluss eignet sich dafür am besten. Dazu ist allerdings nötig, dass man den Deckel so fest zudrehen kann, dass wirklich nichts mehr austreten kann. Es kann durchaus sein, dass man den Deckel fest zudreht, aber die Stelle dennoch nicht dicht ist. Der Deckel muss also auf den Behälter passen und ein Test durch bewusstes Kippen des Behälters zeigt dann auch, ob wirklich alles dicht ist. Verläuft dieser Test positiv und hat man mit dem Behälter bereits Erfahrung hilft dies, ohne Bedenken und mit Vertrauen, diesen in die Tasche zu tun, auch im Wissen, dass der mal kippen kann und dennoch nichts passiert. Menschen, die vertrauenswürdig sind und auch Persönliches und Anvertrautes für sich behalten, geben ein ähnlich sicheres Gefühl. Bist du eine so zuverlässige Person für andere?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Mit den regelmässigen Wellenbewegungen des Meeres spülen diese Dinge, die sich im Meer befinden, an Land. So kann man dann Muscheln finden, aber auch Müll und Abfall, der ins Meer geleert wurde. Es wird zwar in Ferienprospekten konstant mit Bildern von schönen Stränden bei strahlend blauem Himmel und mit türkis-farbenem Wasser geworben, aber die Realität sieht teilweise anders aus oder es bedarf einiges an Aufwand, die Szenerie so hinzubekommen: nämlich regelmässige und teilweise aufwändige Strandreinigung. Wer also seinen Abfall gedankenlos im Meer zurücklässt, weil er meint, das Meer sei so gross, das merke doch niemand, täuscht sich: es wird irgendwo wieder angespült zum Vorschein kommen. Genauso hinterlassen auch unser Verhalten und unsere Worte Rückstände, die da und dort wieder auftauchen. Unseren inneren Müll können wir also nicht einfach rauswerfen, wo wir wollen - es gilt, diesen korrekt und fach- und seelengerecht zu entsorgen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In Piratenfilmen oder solchen, die im Mittelalter spielen und von Königen und Königshäusern handeln, tauchen meistens an irgendeiner Stelle Schatzkisten auf. Bei den Piraten werden solche Schatzkisten gestohlen oder gesucht oder verborgene gehoben und in Königshäusern sind sie da und dort in den Palästen zu sehen. Oft sind sie relativ gross und gefüllt mit Goldmünzen oder wertvollem Schmuck. Sie sind massiv und mit einem Schloss versehen, zu dem man natürlich den passenden Schlüssel braucht. Ist die Kiste geschlossen, stellt man sich automatisch vor, dass diese voller Goldmünzen ist - aber eigentlich weiss man es gar nicht. Was wirklich drin ist, das zeigt sich einem erst, wenn man die Truhe öffnet. So geht es mit vielem im Leben: erst wenn man wirklich in eine Situation kommt, zeigt es sich, ob man für diese bereit ist. Ist man geduldig, wenn es gefordert ist? Liebt man dann auch noch, wenn es schwer fällt etc. Mit was ist Deine Herzens-Schatzkiste gefüllt?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Vielleicht warst Du auch schon beim Augenarzt. Ich darf regelmässig dort hingehen. Meine Augen werden dann jeweils mit einem Spezialgerät untersucht. Dabei blickt die Augenärztin mittels einer Linsenkombination und unterstützt von einem sehr hellen Licht in meine Augen. Sie sieht dann Dinge, die ich selbst nicht wahrnehme und von denen ich keine Ahnung habe, dass es sie überhaupt gibt. Sie kann beurteilen, ob mein Augendruck in Ordnung ist oder nicht und am Ende einen Befund zum Zustand meiner Augen erstellen. Obwohl ich sie nur einmal pro Jahr treffe, weiss sie mehr über den Gesundheitszustand meiner Augen, als ich selbst, obwohl ich mit diesen 24 Stunden am Tag seit über 55 Jahren lebe. Ich denke so, wie meine Augenärztin am besten den Zustand meiner Augen beurteilen und entsprechende Therapien verordnen kann, so sieht auch Gott mir ins Herz und kann meinen Zustand beurteilen und mir gegebenenfalls helfen. Falls ich hinhöre.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Mit einer AR oder VR Brille sieht man eine virtuelle Welt oder eine erweiterte Welt, in welcher man das Sichtbare sieht und darüber hinaus zusätzliche, in die reale Sicht eingeblendete Information. So siehst du beispielsweise auf ein Bergpanorama und darüber die virtuelle Information zu den Bergnamen an passender Stelle, also Information, die es im für uns natürlich sichtbaren Bereich nicht zu sehen gibt. Einerseits ist die Virtualisierung hilfreich, gerade in Form von zusätzlicher ad-hoc Information, die einem in einer konkreten Situation hilft, andrerseits lenkt sie aber auch von dem natürlichen Informationsinhalt ab und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich. Ich sehe dann eher die Namen der Bergspitzen, aber nicht mehr die Berge selbst - was schade ist. Gelingt es Dir gut, wertvolle Mehrinformation im Alltag so zu verwerten, dass sie dich nicht von der eigentlichen Sache ablenkt? ALso, kannst Du in unsrer Informations-überfliessenden Welt den Fokus behalten?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Für Brillenträger kommt es immer mal wieder vor, dass aus irgendwelchen Gründen die Gläser beschmutzt werden. Das ist dann jeweils lästig, weil es doch irgendwie die Sicht beeinträchtigt. Ich sehe deswegen nicht schlechter, also es wirkt sich natürlich nicht auf den Schliff der Gläser und damit die Dioptrien oder die Hornhautverkrümmungskorrektur aus - aber dennoch: es stört die Sicht. Es ist, wie wenn es nach einem Insektenstich juckt und man permanent kratzen möchte. So auch hier: ich versuche dann quasi wie das zu ignorieren oder dran vorbeizusehen oder den Kopf zu bewegen oder die Augen, die Brille zu schieben. Dennoch: es hilft alles nichts. Abhilfe schafft nur das Abnehmen der Brille und putzen. Im Leben haben wir das auch: gewisse Situationen oder innere Haltungen lassen sich nur verbessern oder korrigieren durch Ehrlichkeit, was Sache ist und dann bewusster Korrektur - für eine neue, klare Sicht. So tun als wäre nichts, ist keine Option.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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