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Wirklich unglücklich sind wir nicht darüber, uns nach neun Filmen und einer TV-Serie von der Nightmare-Reihe zu verabschieden. Immerhin versöhnt uns der gar-nicht-mal-so-furchtbare Freddy vs. Jason (2003) aus den Händen von Hongkong-Zampano Ronny Yu wieder etwas mit der alten Klauenhand. Leider entschloss man sich nach dem unterhaltsamen Scharmützeln dieses Crossover-Events, dass es Zeit sei, Freddy Krüger einer jungen, hippen, edgy (hey!) Zielgruppe schmackhaft zu machen. Dies tat man mit A Nightmare on Elm Street (2010) so zeitgemäß, wie es sich für weltfremde, kommerzgesteuerte Männer um die 50 gehört und beging dabei so ziemlich jeden Fehler, den man Remakes allgemein so ankreidet. Dass unser liebster Traumschlitzer dabei auch noch aussieht, wie eine mehrfarbige Kerze, die zu lange in der Sonne stand, ist dabei nur das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem i. Timecodes:
Manche Podcasts sollen Jubiläumsepisoden ja zum Anlass nehmen, um sich in fröhlicher Runde gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und ein nostalgisch gefärbtes Wohlfühlprogramm runter zu kurbeln. Stattdessen wird es in der 250. (regulären) Episode des Bahnhofskinos eher kontrovers und ungemütlich. Nicht nur bieten die rezensierten Filme Über dem Jenseits (Alternativtitel: Die Geisterstadt der Zombies, OT: L'Aldila, 1981) und Repo! The Genetic Opera (2008) so manches Verstörende auf der audiovisuellen Ebene, auch in ihrem Urteil über die beiden Werke sind sich die Herren eher uneinig. Lasst die Spinnen--, äh, Spiele beginnen! Timecodes:
Wieder mal widmen sich der Lohmi und Herr Gramsch einen ganzen Abend lang den Fragen ihrer Hörer. Dabei geht es unter anderem um adrenalingeladene Trainingsmontagen, Filme für die einsame Insel, liebste musikalische Momente, Uneinigkeit bei der Filmauswahl, Sammelleidenschaft und das damit (möglicherweise) verbundene Leiden des Lebenspartners, freudige und weniger erfreuliche Überraschungen, Rauch im echten Leben und auf der Leinwand, und verhasste filmische Erzählmittel.
Wir freuen uns über positive Sternchenbewertungen bei iTunes und eine kleine Spende unter paypal.me/bahnhofskino. Vielen Dank!
Das Leben ist ein Auf und Ab. Und ähnlich verhält es sich mit diesem Podcast. Nach dem - zumindest in Patricks Augen - qualitativen Höhenflug unserer letzten Episode diesmal gleich zwei Filme einen erbitterten Kampf um den Titel der Schreckgespenst der Woche. Krankt Freddys Finale (Freddy's Dead: The Final Nightmare, 1991) vor allem an einer gewissen Beliebigkeit und Müdigkeit, die sich im Nightmare-Universum breit macht, so hat Freddy's New Nightmare (Wes Craven's New Nightmare, 1994) fast das gegenteilige Problem. Aber wie geht man mit einem Film um, der sich für seine mäßig originellen Ideen so frenetisch auf die eigenen Schultern klopft, dass man sich kaum traut, die Selbstbeweihräucherungsparty zu sprengen? Timecodes:
Wider Erwarten ist nur einer der beiden Herren entzückt vom heutigen 80er-Doppelwhopper. Dabei bringt Die Klasse von 1984 (Class of 1984, 1982) alle Voraussetzungen mit, um mögliche Kritikpunkte in die Null- und Nichtigkeit zu pulverisieren: Punks, Drogen, Sex, Crime und abgetrennte Körperteile. Doch Herr Gramsch bleibt eisern und ernüchtert, weswegen sein Co-Host schnell das Thema wechselt, um ihn mit dem skurillen Cyberpunk-Action-Adventure-RomCom-Hybriden Cherry 2000 (1987) zu begeistern. Doch auch hier springt der Funke nur beim enthusiasmierten Lohmi über...
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Wir wussten ja, dass es nicht ewig so weitergehen konnte. Nach vier Kapiteln des nackten Horrors und sardonischem Humors widerfährt Freddy Krüger genau das, was bereits Dutzenden von TV- und Kinohelden zum Verhängnis wurde: er wird Vater. Fast genau so tragisch: ein halbherzig produziertes TV-Spinoff, mit Kulissen und Charakteren von der New Line Cinema-Resterampe. Ihr merkt schon: wir sprechen über den Beginn der qualitativen Abwärtsspirale der Nightmare-Reihe in Form von Freddy's Nightmares (TV, 1988-1990) und dem fünften Kinofilm Das Trauma (A Nightmare on Elm Street: The Dream Child, 1989).
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Leicht kritisch gehen wir mit David Leans unantastbarem Meisterwerk Lawrence von Arabien (Lawrence of Arabia, 1962) ins Gericht, lassen uns aber überwiegend voller Wonne den heißen Wüstensand ins Gesicht wehen. Zuvor aber schwelgen der wüste Lohmi und sein kundiger Co-Host Herr Gramsch in Erinnerungen an einen filmischen Liebling aus längst vergangenen Tagen. George Pals fantasievolle H.G. Wells-Adaption Die Zeitmaschine (The Time Machine, 1960) sorgt bei den den beiden Herren mittleren Alters für glänzende Kinderaugen. Hört Bahnhofskino hier, bei iTunes, Spotify, TuneIn, Stitcher, Deezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt.
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Trotz seit Beginn unserer Nightmare on Elm Street-Reihe anhaltenden Albträumen und meiner wahrhaft gruseligen Erkältung habe ich mich mit Dream Master Gramsch zusammengefunden, um die weiteren Abenteuer des Mannes mit dem Messerhandschuh zu begutachten. Zuerst stürzen wir uns mit Nightmare 3: Freddy Krueger lebt (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, 1987) auf einen vor und hinter den Kulissen prominent besetzten fan favourite der Saga und debattieren darüber, ob er seinem quasi-legendären Ruf gerecht wird. Anschließend haben wir großen Spaß mit MTV-Freddy, der sich in A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master (1988) unter der fachkundigen Regie von Bahnhofskino-Liebling Renny Harlin weitgehend ohne Grusel, aber actionreich durch die Reihen unbedarfter Teenies metzelt.
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Treue Hörer des Podcast können sich daran erinnern, dass die beiden traumhaften Herren Lohmi und Gramsch bereits vor knapp fünf Jahren erstmals über A Nightmare on Elm Street (1984) sprachen. Im Sinne des politischen Credos Was interessiert mich mein Geschwächtz von gestern? lassen sie ihre Erinnerungen an den modernen Klassiker aber neu erblühen und fügen frische Eindrücke hinzu. Ähnlich viel Wertschätzung widmen sie dem unterschätzten Schnellschuss-Sequel Nightmare 2: Die Rache (A Nightmare on Elm Street Part II: Freddy's Revenge, 1985), das bei der Erkundung des sexuellen Erwachens seines Protagonisten auf hohem Niveau scheitert.
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Das Jahr ist noch jung und die Gehirne aufgewicht von Rotwein, Raclette und Regen. Insofern sollte es nicht verwundern, dass sich die Herren Lohmi und Gramsch bei der Auswahl ihres ersten Double-Features 2018 nicht gerade kreativ verausgabt haben. Außer der Brut im Titel haben die beiden filmischen Delikatessen dieser Woche aber wenig gemein - bis auf die Tatsache, dass sie im besten Sinne an die Grenzen des guten Geschmacks gehen. Unser liebster Kanadier David Cronenberg reift mit Die Brut (The Brood, 1979) vom Regieexzentriker zum Meister seiner Kunst und hat dabei den stets wunderbaren Oliver Reed an seiner Seite. Deutlich nüchterner geht Christian Anders ans Werk, der mit eisener Handkante und unfassbar stählernem Sixpack Die Brut des Bösen (1979) in Gestalt des diabolischen Van Bullock (Deep Roy) in seine Schranken weist. Zack!
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