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Sie waren schon immer da, meist ins Abseits abgeschoben. Sie, das sind die Jenischen, eine leise Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft, die sie nicht wahrnimmt. Ein Podcast(1) von Wolfgang Mayr und Heidi Schleich.
Einst waren die Jenischen Fahrende. Der Südtiroler Schriftsteller Luis Stefan Stecher beschrieb sie als „Korrnr“. „Korrn“ steht für Karren. Ähnlich die deutschsprachigen Fersentaler aus der italienische Provinz Trentino. Die Armut trieb sie aus dem Tal, die „Krumer“ zogen messerschleifend und kesselflickend durch das Land. In der Schweizsind die Jenischen in der „Radgenossenschaft der Landstraße“ organisiert und als Minderheit anerkannt. Die Schweiz, auch hier ein Vorbild, auch für die Jenischen in Österreich.
Zum Weiterlesen: Erinnerungen an Romed Mungenast, Bahnarbeiter und Volkskundler, Der Zorn lacht mir aus dem Gesicht, Universität Innsbruck – Romed Mungenast, RomArchiv,
Sie waren schon immer da, meist ins Abseits abgeschoben. Sie, das sind die Jenischen, eine leise Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft, die sie nicht wahrnimmt. Ein Podcast(1) von Wolfgang Mayr und Heidi Schleich.
Einst waren die Jenischen Fahrende. Der Südtiroler Schriftsteller Luis Stefan Stecher beschrieb sie als „Korrnr“. „Korrn“ steht für Karren. Ähnlich die deutschsprachigen Fersentaler aus der italienische Provinz Trentino. Die Armut trieb sie aus dem Tal, die „Krumer“ zogen messerschleifend und kesselflickend durch das Land. In der Schweiz sind die Jenischen in der „Radgenossenschaft der Landstraße“ organisiert und als Minderheit anerkannt. Die Schweiz, auch hier ein Vorbild, auch für die Jenischen in Österreich.
Zum Weiterlesen: Erinnerungen an Romed Mungenast, Bahnarbeiter und Volkskundler, Der Zorn lacht mir aus dem Gesicht, Universität Innsbruck – Romed Mungenast, RomArchiv,
Erinnern und forschen, zwei Ziele des jenischen Archivs von der „Initiative Minderheiten“ und dem „Verein zur Anerkennung der Jenischen“. Ein Podcast (3) von Wolfgang Mayr.
Die „Initiative Minderheiten“ forscht mit ihrem jenischen Archiv gegen das Vergessen und Verdrängen an. Die Jenischen waren lange verfolgte gesellschaftliche Außenseiter, auch im demokratischen Nachkriegs-Österreich. Das Archiv gibt ihnen eine Stimme. Für die „Initiative“ ist die Schweiz ein Vorbild. Der jenischen „Schweizer Radgenossenschaft der Landstraße“ gelang es, vom Bundesstaat als Minderheit anerkannt zu werden. Davon ist Österreich noch meilenweit entfernt.
Außerdem: Das jenische Dossier, Die jenischen Südtiroler:innen, Die Korrnr, eine Tiroler Minorität, Minet – Der jenische Kulturtag
Einer verdrängten Minderheit eine Stimme geben, ist der passende Untertitel dazu. Mit einem Archiv, initiierte von der „Initiative Minderheiten“ in Zusammenarbeit mit demJenischen Verein. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr.
Die Jenischen, eine fast unsichtbare Minderheit, waren lange stumm. Seit einigen Jahren wurden sie nun hör- und sichtbar, organisieren sich im jenischen Verein. Eine Emanzipation, wohl auch ermöglicht, weil die „Initiative Minderheiten“ auch entsprechende Vorarbeit leistete. Zum jenischen Anliegen sagt Michael Haupt, der Innsbrucker Geschäftsführer der Initiative.
Leicht ist es nirgendwo, für Minderheitenbelange zu werben. Auch nicht in Österreich. Auch deshalb entstand vor drei Jahrzehnten die „Initiative Minderheiten“.
1991 hatte der Innsbrucker Physiker Michael Oertl die Idee, eine Allianz aus den verschiedenen Minderheiten-Gruppen zu bilden: Von den Volksgruppen über Migranten bis hin zuden diversen sexuellen Minderheiten. Seiner „Initiative Minderheiten“ schlossen sich unterschiedliche Persönlichkeiten an, mit ihrer „Stimme der Minderheiten“ wirbt die Initiative für minoritäre Belange und provozierte dann auch gleich mit der Ausrufung eines Jahres der Minderheiten. Es braucht sie immer noch, die „Initiative Minderheiten“, ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.
Nachtrag: Im zweiten Teil des Podcasts folgt das Projekt „jenisches Archiv“ der „Initiative Minderheiten“.
In Gries am Brenner ist die Bevölkerung enttäuscht: Die inzwischen berühmte Lueg-Brücke bleibt. Die Alternative Tunnel lehnte die Autobahn-Gesellschaft Asfinag als nicht machbar ab. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit Bürgermeister Karl Mühlsteiger.
Die ein halbes Jahrhundert alte fast zwei Kilometer lange Brücke wird nicht saniert, sondern von Grund auf neu errichtet. Die Bauzeit beträgt satte sieben Jahr. Kosten: 317Millionen Euro. Derzeit wird unter der Brücke die „Baustelle“ eingerichtet.Seit seiner Wahl zum Bürgermeister wehrt sich Mühlsteiger gegen den Brückenneubau, er forderte und fordert weiterhin eine Tunnellösung. Auch deshalb, weil über diese Brücke und die Köpfe der darunter lebenden Menschen fast 15 Millionen Autos, Pkw und Lkw, rollen.
Beim Grantler-Treffen mit Wolfgang Mayr schaut sich Hans Heiss die deutschen Bundestags-Wahlen genauer an. Er findet es schade, dass Christian Lindner sich verzockt hat. Schadenfreudig kommentiert Hans Heiss das Scheitern des BSW von Sahra Wagenknecht:
Die „in Teilen rechtsextreme“ AfD verdoppelte sich auf 20 Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern, der ehemaligen DDR, erreichte die AfD zwischen 30 und mehr als 40 Stimmen-Prozente. Die Wiederauferstehung einer blau-braunen DDR. Trotzdem kein Anlass zur Sorge, findet Hans Heiss. Insgesamt ist die Lage schlecht, die USA drücken der Ukraine in Absprache mit dem russischen Aggressor einen Diktatfrieden auf, die Trump-USA will gemeinsam mit dem Netanyahu-Israel die Palästinenser aus Gaza vertreiben. Düstere Aussichten.
Siehe auch: Bundestagswahl 2025, Wer wählte die AfD? Deutsch-österreichische Verhältnisse, Gaza-Streifen, Riveria?
Kommissar Alexander Zelger war Anti-Mafia-Berater derBundeskriminalämter in Wiesbaden und Wien. Sein Eindruck damals, dort war die Mafia kein Thema. Auch heute nicht, sagt Zelger im 3. Teil des Podcasts von Wolfgang Mayr.
Nach seinen erfolgreichen Ermittlungen in mehreren Straftaten in Südtirol stiegAlexander Zelger dieKarriere-Leiter hoch. Das italienische Innenministerium “kommandierte” Zelger ab, zumBundeskriminalamt nachWiesbaden undWien. Zelger als Verbindungsoffizier zwischen den italienischen Anti-Mafia-Behörden – derDirezione Investigativa Anti-Mafia DIA - und den deutschen sowie österreichischen Ermittlern. In Wien beendete Zelger als italienischer Botschaftsattachée seine Karriere fürdas italienische Innenministerium.
Siehe auch:Die italienische Mafia in Deutschland,Organisierte Kriminalität,Mafia in NRW,Mafia in Südtirol auf dem Vormarsch,Achtung, wo viel Geld fließt,Organisiertes Verbrechen im Trentino,Mafia-Boss über Mafia-Strukturen,Petra Reski - Mafia
Kaum im Amt musste Kripo-Chef Alexander Zelger gleich eine Serie von schwierigen Mord-Fällen aufklären. Teil 2 der Podcast-Serie „Kommissar Alex“ von WolfgangMayr.
Doch der Reihe nach. Alexander Zelger arbeitete zunächst alsBankkaufmann und studierte “nebenbei” Rechtswissenschaften an der Universität Modena. Nach einer Ausbildung in Rom kam Zelger 1990 als erster deutschsprachiger Kriminalkommissar nach Südtirol zurück. 1992 wurdeZelger zum ersten Südtiroler Kripochef ernannt. Es war ein toller Job, sagt Zelger rückblickend, spannend und anstrengend. Kein Wunder, musste Zelger doch eine Serie von Morden aufklären.
Siehe auch:Wer war Marco Bergamo?Die Mordserie von Ferdinand Gamper;Wer warFerdinand Gamper?Wer ist Peter-Paul Rainer?
Als Chef der Kripo in Südtirol war Alexander Zelger lange im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Auch seine aufgeklärten Verbrechen. „Ich habe heute noch Gänsehaut“ betitelte Zelger sein Buch über seine spektakulärsten Kriminalfälle.Eine Podcast-Serie (1) von Wolfgang Mayr:
Drei Jahrzehnte standAlexander Zelger im Dienst der Kriminalpolizei in Bozen. Er war der erste Südtiroler an derSpitze der Kripo und musste sich mit einer Serie von Verbrechen auseinandersetzen. Zelger jagte den FrauenmörderMarco Bergamo, den Italiener-MörderFerdinand Gamper und überführtePeter Paul Rainer des Mordes an Christian Waldner. Verbrecher, dieer lösen konnte, aber nicht vergessen kann, wie Alexander Zelger in seinem Buch „Ich habe heute nochGänsehaut“ schreibt:
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