BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • Ohne Kompass

    In den vergangenen zehn Jahren unterstützte eine Mehrheit die katalanische Unabhängigkeitsbewegung. Warum zerbrach die Allianz? Antworten von Matthias Scantamburlo im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

    In der katalanischen Linken ERC kriselt es kräftig, eine neue Parteiführung wird gesucht. Die christdemokratische

    Junts leidet unter der doch politisch motivierten gerichtlichen Verfolgung von Aktivist:innen, trotz
    des genehmigten – unter spanischen Nationalisten heftig umstrittenen – Amnestiegesetzes scheinen die Haftbefehle – im Visier Carles Puigdemont – weiterhin zu gelten. In einem Hickhack verloren hat sich die linksradikale Cup. Etabliert hat sich auch eine rechtsradikale katalanische Partei, die Alianca Catalana:

    21 min
  • „Ist der Traum ausgeträumt?“

    Die Wählenden haben in Katalonien die Unabhängigkeitsparteien in die Opposition geschickt. Der Anfang vom Ende? Eine Podcast-Serie (1) von Wolfgang Mayr.

    Bei den jüngsten Regionalwahlen in Katalonien haben sich nach zehn Jahren wieder die spanisch-unionistischen Parteien durchgesetzt. Die Sezessionisten Junts (christdemokratisch), ERC (sozialdemokratisch) und Cup (linksradikal) büßten ihre Vormacht ein. Die Sozialisten PSC,

    die national-konservative Volkspartei PP und die rechtsextremen Neo-Franquisten Vox stellen die Mehrheit im Parlament in Barcelona. Allesamt Gegner der katalanischen Eigenstaatlichkeit. Möglicherweise bilden die
    unionistischen Parteien eine anti-katalanische Regionalregierung. Ist damit die katalanische Eigenstaatlichkeit ad acta gelegt? Antworten darauf sucht der Südtiroler Politik-Wissenschaftler Matthias Scantamburlo von der Universidad de Deusto in Bilbao/Bilbo, Euzkadi/Baskenland.

    15 min
  • Eine unbequeme Stimme aus Guatemala

    In der kleinen Frau steckt viel Kraft. Sie ist überzeugend,

    unermüdlich und optimistisch. Aura Lolita Chávez vom Quiche´-Rat besuchte auf ihrer Europatour Südtirol.

    Die Quiche´ Aura Lolita Chávez Ixcaquic lebt seit 2017 im spanischen Exil, weil ihr Leben in Guatemala gefährdet ist. Chavez war im Rat des Quiche´ aktiv, für die Selbstbestimmung der Quiché und anderer indigener Völker. Chavez engagierte sich in Guatemala und jetzt in Spanien gegen die Politik der plündernden

    multinationalen Konzerne, gegen deren Minenprojekte und Ölförderung sowie gegen den illegalen Holzschlag. Die Quiche´-Bauern wehren müssen sich auch gegen den Landraub der Agroindustrie wehren. Chavez erinnerte daran, dass der neoliberale Kapitalismus, der Kolonialismus und der Rassismus die indigenen Völker enteignet und unterdrückt. Ein Podcast von Sabrina Bussani und Wolfgang Mayr.

    10 min
  • Die Grantler

    Sie nennen sich schmunzelnd zwei „alte weise Männer“ und führen von nun an alle vier Wochen auf BARFUSS ein Gespräch über Gesellschaft und Politik in Südtirol: der Ex-RAI-Südtirol-Journalist Wolfgang Mayr sowie der Historiker und Ex-Landtagsabgeordneter Hans Heiss. Die Themen in der ersten Ausgabe der Podcast-Reihe „Grantler unlimited“: der neue SVP-Obmann Dieter Steger,

    die rechtsradikale Liste Jürgen Wirth-Anderlan und die Europawahlen.

    25 min
  • „Gegen Diskriminierung und Überheblichkeit“

    Die Südtirol-Attentäter forderten mit Bomben

    Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    Die Stiftung Silvius Magnago ließ ehemalige Attentäter im Frangarter Gasthaus Schenk ihre Geschichten erzählen. Über die fortgesetzte Diskriminierung auch im antifaschistischen demokratischen Nachkriegs-Italien und über ihren „Aktivismus“. 1957 zündeten Angehörige der „Stieler-Gruppe“ die ersten Bomben, 1961 die Mitglieder des „Befreiungsausschusses Südtirol“ um Sepp Kerschbaumer. Der Staat reagierte mit der Entsendung von 24.000 Soldaten und 10.000 Carabinieri auf den Südtirol-Terrorismus. Die Anschläge, denen auch Menschen zum Opfer fielen, führten letztendlich zur

    Einsetzung einer Verhandlungskommission zwischen Staat und Land, so erzählte es Landeshauptmann und SVP-Obmann Silvius Magnago. Zwei, die 1961 mit dabei waren, kommen im Podcast zu Wort, Oskar Niedermair und Arnold Dibiasi. Beide stammen aus armen Familien, Niedermair wurde Kaufmann, Dibiasi Zimmermann.


    Siehe auch: „Bombenjahre.

    Die Geschichte der Südtirol-Attentate. Ein Podcast von Christoph Franceschini“

    18 min
  • „Von den Feinden Europas“

    Die Allianz der EU-Gegner ist übermächtig. Sie reicht von Putin über Trump bis zu den Rechtsradikalen in Europa, die die EU auflösen wollen.

    Die Europäische Union wird nach diesen Europawahlen (6. - 9. Juni) nicht mehr gleiche sein. Laut jüngsten Umfragen werden die rechtsrechten Parteien, um Simon Constantini vom brennerbasisblog zu zitieren, kräftig zulegen. Die Fraktion „Identität“, dazu zählen die Lega, die AfD sowie die FPÖ und die konservative Fraktion mit den Fratelli d´Italia kommen gemeinsam auf Platz zwei. Sie überholen die Sozialdemokraten. Weiterhin an der Spitze halten sich die christdemokratischen Volksparteien. Noch. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    Weitere Infos: European Free

    Alliance; Für ein föderales Europa; Die EU-Wahl; Am Puls Europas; Das Europaparlament;

    7 min
  • „Untersagte Teilhabe“

    Österreich erkannte sechs Bevölkerungsgruppen als offizielle minderheitliche Volksgruppen an. Ihnen fehlt aber bis heute eine politische Vertretung.

    Angehörige der Minderheiten sind in allen Parteien engagiert. Sie sind aber in keinem Landtag – weder in Kärnten noch im Burgenland - und auch nicht im Nationalrat mit eigenen Mandatar:innen auf eigenen Listen vertreten. Das glatte Gegenstück zu Südtirol, zu Ostbelgien, Schleswig-Holstein, Katalonien, Baskenland, Wales, Schottland oder Nordirland. Politische Teilhabe ist nur dann gegeben, schreibt der Bozner Universitätsprofessor Oskar Peterlini, wenn Minderheiten auch in den Landtagen und Parlamenten vertreten sind. Ein Podcast (4) von Wolfgang Mayr mit der Grünen Olga Voglauer über die untersagte politische Teilhabe.

    7 min
  • „Dramatischer Sprachverlust“

    Trotz entkrampfter politischer Atmosphäre in Kärnten schrumpft die Zahl der Slowenischsprechenden. Ein SOS von Dewa Zwitter im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

    Den dramatischen Sprachverlust unter den slowenischsprachigen Kärntner:innen belegt eine OGM-Studie. In der Öffentlichkeit wird laut OGM slowenisch immer weniger benutzt, die Abwanderung aus zweisprachigen Gemeinden – meist nach Wien und in andere österreichische Städte – lässt die slowenische

    Volksgruppe schrumpfen. Die Studien-Macher empfehlen Maßnahmen – auch an das Land Kärnten gerichtet - wie ein durchgängiges zweisprachiges Bildungssystem, Zweisprachigkeit für alle Behörden. Maßnahmen gegen die Assimilierung, umschreibt die Wissenschaftlerin Deva Zwitter die notwendige Politik.

    10 min
  • Auf Augenhöhe

    Die türkis-grüne österreichische Bundesregierung

    möchte in der ablaufenden Amtszeit das Minderheitenrecht modernisieren. Wie sieht das Karl Hren, Geschäftsführer der slowenischen Kulturorganisation Hermargoras/Mohorjeva? Teil eins einer Podcast-Serie von Wolfgang Mayr.
    Im Herbst wählt Österreich sein neues Parlament, den
    Nationalrat. Mit auf der Agenda der Koalition steht auch die gründliche Überarbeitung des Volksgruppengesetzes von 1975. Es ist überholt, diese Gesetze sind mehr nicht auf der Höhe der Zeit. Die beim Bundeskanzleramt angesiedelte Minderheiten-Thematik scheint keine politische Wichtigkeit zu haben. Auf eine Reform hoffen die Burgenland-Kroaten, genauso die Roma, die Kärntner Slowenen, darauf hoffen die bisher nicht anerkannten Jenischen, auf neue Akzente hoffen junge Angehörige der Volksgruppen. Karl Hren, Geschäftsführer der slowenischen Kulturorganisation Hermargoras/Mohorjeva in Celovec/Klagenfurt, drängt auf einen Kurswechsel, auf rasche Verhandlungen auf Augenhöhe.

    9 min
  • „Hoffen auf Sônia Guajajara“

    Die indigenen Völker Brasiliens sind gut organisiert. Trotzdem gefährdet die Assimilierung die indigenen Völker, sagt Filmemacher Takuma Kuikuro im Podcast (3)

    von Angelika König, Maura Seehauser und Wolfgang Mayr.

    Der linke Präsident Lula da Silva holte Sonia Guajajara in

    seine Regierung. Guajajara ist die erste brasilianische Ministerin für indigene Völker. Sie will den Raubbau im Amazonas-Becken überwinden.
    Die indigene Aktivistin stammt aus dem indigenen Territorium Araribóia und ist eine der Sprecher:innen der indigenen Dachorganisation Apib. Seit Jahren schon operieren indigene Organisationen im gesamten Amazonasbecken in der grenzüberschreitenden Dachorganisation Coica.  Die indigenen Völker Brasiliens kämpfen ums Überleben, um ihr Land, für ihre Sprache und Kultur.

    14 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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