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Trotz “indigener Rechte” in der Verfassung und “demarkierte Territorien” stehen Brasiliens indigene Völker gewaltig unter Druck, erzählt der Filmemacher Takumã Kuikuro im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.
Takumã Kuikuro war mit seinen Filmen Gast auf dem Bozner Filmfestival. Filme als Botschaften vom Amazonas, aus den Dörfern der indigenen Völker. Erzählungen über Anpassung und Assimilierung. Seit der portugiesischen Eroberung des Landes wehren sich die “Ureinwohner” gegen die Invasion, ständige Enteignung und Vertreibung. Manches gelang ihnen, so schreibt die brasilianische Verfassung indigene Rechte fest, wie auch “demarkierte Territorien”, autonome Regionen. Die Gelüste auf das weite Land am Amazonas sind aber grenzenlos, die indigenen Bevölkerungen diesem Wüten ausgesetzt.
Takumã Kuikuro unterstützt mit seinen Filmen die indigenen Völker Brasiliens. Er war Gast auf dem Filmfestival BFB in Bozen. Ein Podcast-Reihe (1) von Maura Seehauser, Angelika König und Wolfgang Mayr.
Takumã Kuikuro lebt in seinem Dorf Ipatse in Xingu, im nördlichen brasilianischen Mato Grosso. Der Xingu-“Park” zählt zu den mehr als 700 “legalisierten indigenen Territorien”, vergleichbar mit autonomen Regionen. Über 200 dieser Gebiete sind aber noch immer nicht ausgewiesen, demarkiert worden. Der brasilianische oberste Gerichtshof drängt auf die rasche Demarkierung indigener Territorien. Der linke Präsident Lula da Silva
Die ehemaligen staatstragenden Volksparteien haben mit ihrer Politik auch den Aufstieg der Rechtsradikalen ermöglicht. Zu diesem Schluss kommt der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner im Podcast (4) von Wolfgang Mayr.
Ein Blick zurück, jahrelang strotzten die konservativen und linken Parteien der Mitte vor unglaublicher Kraft. Sie waren Volksparteien, denen ein Spagat gelang. Die Volksparteien waren ein Bündnis der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Lohnabhängige wie Selbständige, Mittelstand und Oberschicht. Das war einmal. Die Volksparteien wurden zum politischen Arm der Interessengruppen, die Parteien an den Rändern – besonders am rechten Rand – fingen die Zukurzgekommenen, die Unzufriedenen, die Verlierer auf.
Die ehemalige alternative Rechte, die neuen Rechtsradikalen, drängt offensiv in die Mitte der Gesellschaft. Aus Außenseitern wird mainstream, beschreibt Historiker Gerhard Baumgartner diese Entwicklung im
Seit den 1950er Jahren ist die alternative Rechte aktiv. Zuerst überschaubar in kleinen intellektuellen Kreisen, ausgesprochene politische Außenseiter. Diese rechtsradikalen Zurufer sind inzwischen unüberhörbar geworden. Die nicht gesteuerte Migration und die vielfach gescheiterte Integration wurden zur Brandbeschleunigern für die Rechtsradikalen, der Siegeszug von Donald Trump und in Kombination die antidemokratische Wühlarbeit des russischen Kriegspräsidenten Putin in Europa zeigen Wirkung. Hilfreich für die radikale Rechte ist auch die vorherrschend gewordene neoliberale Wirtschaftspolitik, die zur Verarmung der Mittelschicht beträgt. Vermutungen, formuliert von verschiedenen Politikwissenschaftler:innen.
Die „neue“ radikale Rechte schwärmt vom Ethno-Pluralismus, vom Multi-Kulturalismus der „reinen“ Nationen. Diese Rechtsradikalen haben mit Minderheitenrechten nichts zu tun, warnt Historiker Gerhard Baumgartner im Podcast (2) mit Wolfgang Mayr.
Warnungen, die auch aus Frankreich kommen. Dort entstand diese neue radikale Rechte, Stichwortgeber war Alain de Benoist, „Prediger“ des Ethno-Pluralismus, des ethnisch reinen Multikulturalismus. Parteien in der Bretagne, im Baskenland, die korsischen Regionalisten, das Bündnis Regions et Peuples Solidaires, distanzieren
Martin Sellner ist der bekannteste Österreicher, wird in
Nicht nur AfDler lobpreisen Sellner, auch konservative CDUler und andere Konservative schätzen Martin Sellner. Auf verschiedenen rechten Blogs wird Sellner als Aufrechter präsentiert, der einfach nur unbequeme Fragen stellt. Der Multimillionär Elon Musk, der auf einen Wahlsieg von Donald Trump hofft, unterstützt auf seine Weise Martin Sellner. Mit einem Einreiseverbot versucht Deutschland, den aufrechten Patrioten fernzuhalten. Sellner ist Mitglied der „Identitären Bewegung“, die der deutsche Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft. Trotzdem scheinen Sellner und seine Bewegung in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Martin Sellner und die Identitären, Themen einer Podcast-Serie von Wolfgang Mayr.
Der „Wahlsieg“ Putins und der militärische Druck Russlands auf die Ukraine lassen sie verzweifeln. Die im
Iryna Panchenko stammt aus Kyjiw, war dort Anwältin und engagiert gegen die grassierende Korruption. Eine sowjetische Erbschaft, die ganze östliche Europa schwer belastet. Sie flüchtete aus ihrer Heimat, aus Angst vor dem Terror korrupter Oligarchen. In Bozen fand sie Asyl, sie sagt von sich, ein politischer Flüchtling zu sein. Hier plagt sie sich mit den wenig freundlichen Flüchtlingsparagrafen. Trotz ihrer kritischen Haltung gegenüber ukrainischen
Zum Nachlesen: Ukraine verstehen - Startseite
Krieg in der
Hajo Funkes
Südtirols Tourismus lebt von der Kulturlandschaft
Südtirols Landwirt:innen sind divers. Im Wein- und Obstbau, hängt auch von der Größe der bewirtschafteten Fläche ab, wird gutes Geld verdient. Deutlich weniger ist das Einkommen der Milchbauern, obwohl es auch schwerverdienende Milchbauern gibt. Südtirols
Agrarwissenschaftler Matthias Gauly von der Freien Universität Bozen verfolgte kritisch-solidarisch die Bäuer:innen-Proteste. Professor Gauly und seine Überlegungen im ersten Teil des Podcasts von Wolfgang Mayr.
Die Protestierenden waren erfolgreich. Die EU-Kommission nimmt den ökologischen Umbau der Landwirtschaft zurück, auch die Mitgliedsstaaten setzen wieder auf die konventionelle Landwirtschaft. Andere Berufsgruppen können davon träumen, von der bäuerlichen Durchschlagskraft. Wissenschaftler sehen diesen Erfolg zwiespältig, wie der Biologe und Agrarwissenschaftler Michael Succow und der Biologe Josef Settele. Professor Succow warnt vor der Urbarmachung der Schrumpf-Wildnis, zum Schaden der kleinen und mittelständischen Landwirtschaft. Der Bozner Agrarwissenschaftler Matthias Gauly begleitete in den vergangenen Jahren die Südtiroler
Eurac-Forscher Georg Niedrist regt drastische Schritt gegen den
Die AG Zukunft Landwirtschaft um den Pink Lady-Bauern Georg Gallmetzer organisierte vor einigen Wochen einen Bauern-Protest in Bozen. Auch Südtirols protestierende Bäuer:innen wandten sich gegen Umwelt-Auflagen, gegen die Re-Naturierungspläne der EU, gegen Bürokratie und geringe Preise für ihre Produkte. Manches ist nachvollziehbar, sagt Forscher Niedrist, „wir stecken aber in einem Dilemma“. Neue Akzente sind notwendig, ein Überdenken der Landwirtschaft, sagt Niedrist im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.
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