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Auf kunstDerUnvernunft.live gibt es den Livestream & Chat und hier nun das Ergebnis für alle, die nicht dabei sein konnten und können.
Moduswechsel - Machtgefälle & Augenhöhe. Der Alltag erfordert Augenhöhe. Wie wechselt ihr dazwischen
Bilder, Links und ausführliche Shownotes, Kapitelmarken findest Du auf der Webseite zur Folge: https://kunstderunvernunft.de/338-liveshow180
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Diesmal war ich in Berlin beim Dominus… und wir haben gefeiert.
Ich habe an dem Abend mit gut einem Dutzend Menschen gesprochen: mit Madame Charlotte, Nova, Jeff und Ryan, Megan Bound, Luna Venus und Miss Deviance. Und alle haben mir dasselbe erzählt: wie großartig dieser Mann ist und wie toll dieses Studio. Für euch ist das erstmal ziemlich langweilig. Also wurde daraus eine Mission: Es muss doch irgendjemanden geben, der sich über irgendetwas beschwert. Ob ich fündig geworden bin, verrät euch Undines Zofe. Kleiner Hinweis: Es geht um Schuhe.
Unterwegs gibt es eine Führung mit Annabel Schöngott durch Klinik, OP-Raum und eine Knastzelle, die man nur mit Taschenlampe richtig erlebt, durch selbst renovierte Spielzimmer und in die Räume, die sonst niemand sieht: Küche, drei Waschmaschinen, Latexfundus und ein Putzprogramm, das länger dauert, als man denkt. Miss Deviance erklärt, wie so ein Studio organisiert ist, von der Raumbuchung bis zu den Notknöpfen. Und der Dominus kündigt in seiner Rede das „Institut für Intimes“ an.
Kolja selbst spricht darüber, warum man in der Sexarbeit nur gut ist, wenn man authentisch bleibt, und nicht, wenn man in den Dienstleistungsmodus fällt. An der Getränkeausgabe erzählt mir der Quereinsteiger vom Atrium, wie man vom Hausmeister zum Sexarbeiter wird und wie seine erste Session gelaufen ist. Und André berichtet, wie man über eine Anzeige „Handwerker gesucht“ im BDSM-Studio landet. Als Bonus gibt es am Ende die Anfahrt: Stau auf der A24, ein Grashüpfer und Schuhe in der falschen Größe.
Viele der Menschen in dieser Folge sind Sexarbeitende. Die Folge schaut aus BDSM-Sicht auf diesen Ort, sie ist keine Werbung, und bezahlt wurden wir dafür auch nicht.
Eine Folge über ein BDSM-Studio von innen, über die Arbeit hinter den Kulissen, über Authentizität und die Frage, ob sich auf so einer Party irgendjemand beschwert.
Bilder, Transcript, Episodenblog & Kommentare findest du hier:
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Wenn wir uns in Kellern verstecken, werden wir nie gesehen, nie toleriert, nie akzeptiert. Wir müssen zeigen, dass es uns gibt, auch wenn es manchmal unangenehm ist. Wie gebt ihr der Welt eine Chance, BDSM wahrzunehmen?
Was davon zeigst du im Alltag schon mal?
Wo liegt für dich die Grenze in der Öffentlichkeit?
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Diesmal war ich in Lübeck bei Ina und Lea… und wir haben diskutiert.
Wir sprechen darüber, warum es 2026 überhaupt noch Vereine und eine Szene braucht, wenn Social Media doch längst alles erklärt und kommerzielle Anbieter alles abdecken. Und darüber, wie viel BDSM die Öffentlichkeit sehen muss, sehen darf und wo die Grenze verläuft – zwischen Halsband und Ehering, zwischen Sichtbarkeit und Belästigung.
Ina und Lea erzählen von Eltern, denen wegen ihrer Sexualität die Erziehungsfähigkeit angezweifelt wurde, von einer Ärztin, die vor lauter Spuren die Diagnose übersehen hat, und von einer Fortbildung, nach der fast alle im Raum feststellten: irgendwas damit hatte ich wohl auch schon mal zu tun. Dabei geht es auch um Konsens und informierten Konsens – und um die Frage, ab wann das Erklären den Reiz totredet.
Außerdem geht es um den kleinsten gemeinsamen Nenner auf Partys, um Räume, in denen alles erlaubt sein darf, um Ehrenamt, Geld und Locations, und um die These, dass BDSM keine „Spielart“ ist, sondern eine sexuelle Identität.
Eine Folge über Vereinsarbeit, Sichtbarkeit, Gemeinnützigkeit, Konsens und die Frage, warum es Menschen braucht, die das alles machen.
Ich hatte im Gespräch behauptet, das Wort stehe nicht im Gesetz. Ina hat widersprochen. Ich habe versprochen nachzulesen, also hier das Ergebnis.
Der Katalog der gemeinnützigen Zwecke steht in § 52 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) und ist dort abschließend in 27 Nummern aufgezählt. „Sexualität“ und „sexuell“ kommen darin nicht vor. Es gibt weder einen Zweck „Förderung der Sexualität“ noch „sexuelle Bildung“.
Sehr wohl erfasst ist aber die geschlechtliche Identität und Orientierung. Der letzte Halbsatz von § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 10 AO lautet:
„… Förderung der Hilfe für Menschen, die auf Grund ihrer geschlechtlichen Identität oder ihrer geschlechtlichen Orientierung diskriminiert werden.“
Dieser Halbsatz wurde erst mit dem Jahressteuergesetz 2020 eingefügt und ist seitdem der Anknüpfungspunkt, über den zum Beispiel LSBTI-Vereine als gemeinnützig anerkannt werden. Bemerkenswert ist die Wortwahl: Das Gesetz sagt zweimal „geschlechtlich“ und nicht „sexuell“. Das wird in der Fachliteratur als unpräzise kritisiert, weil geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung eben nicht dasselbe sind.
Ein zweiter geschlechtsbezogener Zweck steht in § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 18 AO: „die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern“.
Kurz gesagt: Sexualität als solche ist kein Förderzweck. Geschlechtliche Identität und Orientierung sind es, im Sinne des Schutzes vor Diskriminierung, seit 2020 ausdrücklich. Wer eine Satzung darauf aufbaut, argumentiert also nicht über „Sexualität“, sondern über Diskriminierungsschutz. Genau daran hängt, ob so ein Antrag durchgeht oder nicht.
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"Ja, ich mag BDSM" - Wenn wir uns ein wenig Mühe geben, können wir doch bestimmt jeden und jede von unserem Kink begeistern. - Oder eben nicht. Wie erklären wir anderen Menschen unseren Kink? Und wie besser nicht?
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Dienen - Was für ein schönes Thema. Ruhig, zurückhaltend, dienstbar... Das Thema erklärt sich doch von selbst.
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Orgasmen sind ja nicht Pflicht. Aber damit zu spielen ist schon fein. Gehört der dazu? Oder eben genau nicht? Zwang, Kontrolle & "Kommen müssen/dürfen", Verweigern und auch Versagen.
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Diesmal haben mich Honey und Baum besucht… und wir sind tief eingetaucht.
Wir sprechen darüber, wie sich emotionale Dynamiken anfühlen können, warum Konsens dabei eine so zentrale Rolle spielt und weshalb Vertrauen gerade dann wichtig wird, wenn Gefühle absichtlich ins Wanken geraten. Dabei geht es auch um die Frage, wie intensiv emotionale Spiele werden dürfen – und was sie von „klassischem“ BDSM unterscheidet.
Honey und Baum erzählen von ihrem Zugang zu Demütigung, emotionaler Manipulation im Spielkontext und davon, wie sich rationale Sicherheit und irrationale Gefühle gleichzeitig echt anfühlen können. Wir reden über Trigger, Verantwortung, Kommunikation und darüber, warum ein „Ich liebe dich“ manchmal gerade dann fehlt, wenn es am meisten wirken würde.
Außerdem geht es um die Faszination von Kontrollverlust, um Rollendynamiken, Macht über Emotionen und darum, weshalb manche Szenarien gerade deshalb funktionieren, weil sie sich erschreckend real anfühlen.
Eine Folge über emotionalen Sadomasochismus, Vertrauen, Unsicherheit, Demütigung und die Frage, warum sich manche Gefühle gerade dann intensiv anfühlen, wenn man sie eigentlich vermeiden möchte.
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