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Meist merken wir erst, wie viel Arbeit sie eigentlich leisten, wenn etwas nicht mehr stimmt. Zum Beispiel dann, wenn sich Spaziergänge schwer anfühlen, Sport nicht mehr einfach so möglich ist, die Füße schneller ermüden oder sogar Schmerzen dazukommen. Eine häufige Ursache dafür: der Knick-Plattfuß. Genau dieser Fehlstellung gehen wir in unserer Folge auf den Grund. Was passiert dabei eigentlich im Fuß? Woran erkennen wir früh, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? Und warum ist der Knick-Plattfuß weit mehr als nur ein „unschön stehender Fuß“?
Moderatorin Lisa Schultheis spricht dafür mit zwei Experten der Orthopädie und Unfallchirurgie: Dr. Klaus Findt, Ärztlicher Direktor und Chefarzt an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen, sowie Dr. Fabian Küpper, Oberarzt am Helios Klinikum Siegburg. Beide sind spezialisiert auf die Fußchirurgie. Gemeinsam geben sie Einblicke in ihre tägliche Praxis und erklären anschaulich, wie sich die Fehlstellung zeigt – und warum sie so tückisch sein kann.
Deutlich wird dabei auch, wie unterschiedlich sich ein Knick-Plattfuß bemerkbar machen kann. Von Kindern, die im Schulsport an ihre Grenzen kommen, bis hin zu Erwachsenen, bei denen sich Fehlbelastungen über Jahre aufgebaut haben. Neben Schmerzen spielt häufig ein ausgeprägtes Ermüdungsgefühl eine Rolle, das viele zunächst unterschätzen. Und dann sind natürlich konkrete Behandlungsmöglichkeiten wichtig: Wann helfen Einlagen wirklich weiter? Welche Rolle spielen gezielte Übungen und Physiotherapie? Und ab wann ist eine Operation sinnvoll?
Eine Folge, die zeigt, wie komplex unsere Füße sind – und warum es sich lohnt, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Viel Spaß beim Hören!
Mehr Infos zum Thema gibt es auf www.der-gesundheitspodcast.de und auf den Seiten des Helios Klinikums Niederberg, der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen sowie beim Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg und beim Helios Klinikum Siegburg](https://www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/siegburg/)).
COPD, Long COVID, Lungenentzündung oder Influenza können zum Beispiel dazu führen, dass jeder Atemzug anstrengend wird. Genau hier setzt die Atmungstherapie an: Sie hilft, die Atemnot zu lindern, die Lebensqualität zurückzugewinnen und Patient:innen sowohl in der Klinik als auch zu Hause zu unterstützen.
In dieser Folge sprechen wir mit Tanja Engelen und Anja Kühn, Atmungstherapeutinnen am Helios Klinikum Niederberg in Velbert, über die vielseitigen Möglichkeiten der modernen Atmungstherapie. „Atmen kann man nicht unter Stress und unter Zeitdruck. Für Atmung braucht man eben Zeit und Geduld“, sagen die beiden – und zeigen damit, wie wichtig ein bewusstes Üben ist. Wir erfahren, wie die Therapeutinnen Patient:innen gezielt begleiten, welche Geräte und Tools dabei zum Einsatz kommen und dass allein die korrekte Anwendung schon sofort spürbare Verbesserungen bringen kann. „Wenn wir Patienten die Möglichkeit geben, ihre Atemnot in den Griff zu bekommen, ihre Atmung wieder zu normalisieren, dann bekommen wir ganz viel zurück“, berichten sie aus der Praxis.
Wir tauchen ein in die Arbeit auf Station: Von klassischen Methoden über neueste technologische Ansätze bis hin zur Intensivstation, wo die Atmung manchmal über Leben und Tod entscheidet. Dabei zeigt sich, wie eng Atemtherapie mit unserem allgemeinen Wohlbefinden und unserer Leistungsfähigkeit verbunden ist. „Atmung unter Belastung – das vergessen wir häufig, denn wir halten oft die Luft an, wenn wir uns belasten“, erklären die Expertinnen und machen deutlich, wie viel unbewusst passiert. Auch gesunde Menschen können davon profitieren, wenn sie bewusst ihre Atmung trainieren, Stress abbauen oder die Konzentration steigern möchten.
Diesmal wünschen wir besonders viel Spaß beim Lauschen!
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Unser Herz arbeitet Tag für Tag im
Gemeinsam mit Dr. Tanja Josic, Oberärztin in der
Viel Freude beim Hören!
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Das Team formiert sich, die Diagnostik wird vorbereitet, und die Fachabteilungen machen sich startklar. Wie genau funktioniert so ein modernes Traumazentrum und was bedeutet das im Ernstfall für Patient:innen und Angehörige?
Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Catharina Schmidt, Oberärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg. Sie beschreibt, warum es so entscheidend ist, „bereit zu sein von dem Moment an, wo Patient:innen eintreffen, damit die Versorgung möglichst optimal und von Minute eins an perfekt läuft“. Zentral ist hier vor allem das abgestimmte Miteinander innerhalb des Schockraums und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, denn gerade bei der Versorgung Schwerstverletzter geht es darum, als Team zusammenzuarbeiten und mit möglichst viel Expertise vor Ort agieren zu können.
Wir zeigen, wie ein zertifiziertes Traumazentrum aufgebaut ist, welche Standards erfüllt werden müssen und warum die Zeitfenster für Diagnostik und Behandlung genau definiert sind. Schmidt erklärt, wie intensiv die Abstimmung zwischen Klinik und Rettungsdienst bereits vor Eintreffen der Patient:innen abläuft und welche Rolle die Vorbereitung im Hintergrund spielt – von der radiologischen Bereitschaft bis zur OP-Planung. Außerdem erfahrt ihr, wie das Traumanetzwerk Bonn-Rhein-Sieg dafür sorgt, dass schwerverletzte Menschen schnell die richtige Versorgung bekommen, unabhängig davon, ob sie aus der Stadt oder aus einer ländlicheren Region kommen.
Die Abläufe im Schockraum sind essenziell: Bei komplexen Verletzungen, etwa Handtraumata, zeigt sich, wie gut die Teams aufeinander abgestimmt sind. Gerade in Bonn gibt es als Besonderheit „eine sehr große Abteilung für Handchirurgie“, die sofort einspringt. Alle Fachabteilungen arbeiten eng zusammen und Informationen vom Unfallort fließen direkt in die Einschätzung ein. Im Fall eines Verkehrsunfalls bringt der Rettungsdienst häufig Fotos vom Unfallort mit, um verständlich zu machen, welche Kräfte gewirkt haben und welche Verletzungen wahrscheinlich entstanden sind. So kann das Team schon vor der Begutachtung der Patient:innen gezielt handeln und die Versorgung noch präziser starten. Dabei spielen auch digitale Tools, moderne Bildgebung und erste KI-Ansätze eine wichtige Rolle, um Abläufe im Traumazentrum zu optimieren.
Trotz der Belastung, die Notfallmedizin mit sich bringt, macht Catharina Schmidt deutlich, wie erfüllend die Arbeit im Traumazentrum sein kann, gerade wenn Patient:innen nach kurzer Zeit wieder Stabilität gewinnen oder sogar schnell wieder auf die Beine kommen.
Viel Spaß beim Hören!
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In dieser Folge geht es um die interventionelle Radiologie, ein Fachgebiet, das mit modernster Bildgebung und feinster Technik gezielte Eingriffe ermöglicht, die für Patient:innen oft deutlich schonender sind als klassische Operationen.
Unser Gast und Experte ist Dr. Bastian Vloet, leitender Oberarzt und Leiter der Interventionellen Radiologie und Gefäßmedizin am Helios Klinikum Siegburg. Diagnostik und Therapie sind in seinem Fachbereich eng miteinander verbunden. Entzündungen, Gefäßverengungen oder Tumore können früh erkannt und oft direkt behandelt werden, sodass größere Eingriffe häufig vermieden oder deutlich schonender gestaltet werden können. Die interventionelle Radiologie deckt dabei ein breites Spektrum ab: von der Behandlung gutartiger Knoten, Krampfadern oder Gelenkbeschwerden über gefäßöffnende Maßnahmen bis hin zu lokal begrenzten Tumortherapien.
Viele Eingriffe erfolgen heute in örtlicher Betäubung, was die Belastung für Patient:innen reduziert und die Erholungszeit deutlich verkürzt. Dank moderner Geräte und Materialien sind Behandlungen möglich, bei denen früher größere Schnitte, ein höheres Infektionsrisiko oder ein längerer Heilungsprozess nötig gewesen wären. So können Patient:innen oft schon am nächsten Tag wieder nach Hause und den Alltag aufnehmen. Ob Gefäße, Tumore oder Schmerzen – die Bandbreite der Eingriffe ist groß. Ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen ist die Gefäßchirurgie. Durch interventionelle Techniken können Eingriffe wie Stents oder teilweise Bypass-Maßnahmen deutlich schonender durchgeführt werden, als es bei offenen Operationen nötig wäre.
Außerdem kann die interventionelle Radiologie Menschen behandeln, die sonst keine Therapieoption hätten – zum Beispiel, weil eine Vollnarkose nicht möglich ist oder andere gesundheitliche Einschränkungen bestehen. Dr. Vloet fasst das so zusammen: „Die interventionelle Radiologie ist die Zukunft. Man kann mit kleinen Maßnahmen große Dinge bewegen, und das sind unglaubliche Vorteile gegenüber einem langen stationären Aufenthalt.“ Für unseren Experten steht fest: Fortschritt ist wichtig, doch das Entscheidende bleibt die Verbindung von Präzision und Menschlichkeit.
Viel Spaß beim Hören!
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Doch ein einziger Moment kann alles verändern: ein falscher Schritt, ein unglücklicher Sturz – und plötzlich steht man vor der Frage, ob man jemals wieder so aktiv sein kann wie früher.
In dieser Episode geben wir spannende Einblicke in die Welt der Sporttraumatologie. Dr. Peter Riess, Chefarzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Helios Klinikum Niederberg, erklärt, welche Verletzungen besonders häufig auftreten. „Der Klassiker, den wir sehr oft haben, ist: Die Jungs spielen Fußball und es kommt zur Verletzung des Meniskus oder Kreuzbandes“, erzählt er. Das Ziel sei dabei immer dasselbe – die Wiederherstellung und Stabilität des Gelenks, damit Bewegung wieder möglich wird.
Wann aber wird eine Endoprothese, also ein künstliches Gelenk, wirklich notwendig? „Endoprothetik ist ja dann schon der Endpunkt“, erklärt Riess. „Dann muss das Gelenk so zerstört sein, dass ich keine andere Möglichkeit mehr habe.“ Zum Glück sei das bei den meisten Patient:innen gar nicht der Fall – oder erst sehr spät im Leben. Und selbst wenn eine Prothese unumgänglich ist, hat sich die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt: „Früher musste man einen großen Schnitt machen und hat den Meniskus komplett entnommen. Heute machen wir Schnitte von einem Zentimeter, führen eine Kamera ein und können den Meniskus sogar wieder annähen.“
Moderne OP-Techniken werden also immer schonender. „Wir versuchen, so anatomisch wie möglich zu operieren und so wenig Muskel wie möglich abzulösen.“ Danach beginne sofort die Mobilisierung. „Direkt nach der OP sollten Patient:innen aufstehen! Denn Bewegung ist der Schlüssel für eine schnelle und erfolgreiche Heilung.“ Doch im Mittelpunkt steht hier nicht nur die Technik, sondern vor allem der Mensch. Denn nach einer Verletzung geht es oft um mehr als nur die körperliche Heilung. Es geht um Motivation, Vertrauen in den eigenen Körper und die Frage: Wie finde ich zurück in mein sportliches Leben?
Fakt ist: Je fitter ein Mensch ist und je besser die Muskulatur ausgeprägt ist, desto besser ist man geschützt vor Verletzungen. „Ein Gelenk muss bewegt werden. Und die Hauptmessage von mir ist: Bewegen Sie sich!“, sagt Riess. Wer seine Muskulatur stärkt und achtsam trainiert, hat nicht nur bessere Heilungschancen, sondern auch langfristig mehr Freude an der Bewegung.
Welche Sportarten eignen sich für den Wiedereinstieg, welche innovativen Materialien und Techniken kommen heute zum Einsatz – und warum muss eine Verletzung im Sport längst kein Game Over mehr bedeuten? All das erfahrt ihr, wenn ihr rein hört.
Viel Spaß dabei!
Wenn er bleibt, raubt er uns den Schlaf, die Energie und leider oft auch unsere Lebensfreude. Genau hier setzt die moderne Schmerzmedizin an – darum geht es in dieser Episode.
Unsere Expertin, Dr. med. Ute Mückshoff, leitende Ärztin in der Schmerzmedizin an der Helios St. Elisabeth Klink Oberhausen und unser Experte, Dr. med. Dipl. oek. med. Thomas Cegla, Chefarzt der Schmerzklinik am Helios Klinikum Niederberg sowie am Universitätsklinikum Wuppertal, begleiten Patient:innen täglich durch diesen Prozess. Beide wissen: Schmerz ist immer mehr als nur ein körperliches Symptom. „Jeder chronische Schmerz war mal ein akuter“, erklärt Dr. Cegla. Wer rechtzeitig behandelt wird, hat aber die Chance, das Schmerzgedächtnis zu stoppen, bevor es das Leben übernimmt.
Und: „Chronischer Schmerz kann auch Ausdruck eines seelischen Schmerzes sein“, ergänzt Dr. Mückshoff. Für sie ist klar – nur, wenn Körper und Seele gemeinsam betrachtet werden, gelingt eine nachhaltige Linderung.
Spannend ist auch die Tatsache, „dass Männer und Frauen Schmerzen ganz anders empfinden“, erläutert unsere Expertin. Genetik, Hormone und persönliche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle und das sind alles Faktoren, die in der modernen Schmerztherapie gezielt berücksichtigt werden. In der Therapie geht es längst nicht mehr nur um Medikamente. Stationäre und tagesstationäre Konzepte, die Kombination aus verschiedenen Fachrichtungen und neue digitale Ansätze zeigen, dass Schmerzmedizin heute viel mehr ist als Tabletten und Rezepte. Neben Schmerzmitteln kommen Verfahren wie Akupunktur, Verhaltenstherapie, Physiotherapie oder auch minimalinvasive Eingriffe zum Einsatz. Eigenverantwortung ist dabei ein zentrales Element. „Am Anfang der Therapien ist es wichtig, dass man die Menschen abholt, dass man wieder der eigene Chef im eigenen Körper wird“, so Dr. Cegla.
Die Kontrolle zurückgewinnen und damit mehr Lebensqualität zurückgewinnen, auch wenn der Schmerz bereits zum tagtäglichen Begleiter geworden ist – den Weg hierher möchte diese Podcast-Folge aufzeigen.
Viel Spaß beim Reinhören!
Mehr Infos zum Thema gibt es auf www.der-gesundheitspodcast.de und auf den Seiten des Helios Klinikums Niederberg, der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen sowie beim Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg und beim Helios Klinikum Siegburg](https://www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/siegburg/)).
Sie leisten jeden Tag Großartiges, oft unter herausfordernden Bedingungen. Deshalb ist es so wichtig, dass Arbeitszeitmodelle sich mit den Menschen weiterentwickeln und ihre Lebensrealitäten wirklich berücksichtigen. Der Springerpool ist hier ein innovativer Ansatz. Er schafft mehr Flexibilität und unterstützt Pflegekräfte dabei, Beruf und Privatleben besser zu vereinen, damit sie weiterhin mit Herz und Stärke für uns da sein können.
Grundsätzlich erlaubt der Springerpool, flexibel dort eingesetzt zu werden, wo gerade personeller Bedarf besteht, ohne die konstante Bindung an ein festes Dienstplanmodell einzelnen Stationen. „Der Springerpool ist von Pflegekräften für Pflegekräfte, am Ende sind wir ja eine Mannschaft“, beschreibt Mark Bierther das Modell.
Wichtig ist auch, dass der Springerpool einen Beitrag zur Entlastung leistet, sowohl individuell durch weniger Überstunden und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als auch kollektiv durch Synergieeffekte im Team und die Prävention von Burn-out. Flexibilität in der Arbeitszeit ist heute mehr denn je ein Schlüsselthema. Auch wenn sich flexible Modelle beispielsweise aus der Büroarbeit nicht einfach auf die Pflege übertragen lassen, zeigt der Springerpool, dass kreative Ansätze möglich sind, um den Alltag von Pflegekräften zu verbessern.
Zum Abschluss geben uns Annette Brinkman und Mark Bierther wertvolle Einblicke in die Zukunft der Pflege: Wie kann Flexibilität noch besser gelebt werden? Wie schaffen wir es, das wichtige Teamgefühl zu bewahren? Und wie bleibt die Versorgung zuverlässig und menschlich? Ein spannender Blick hinter die Kulissen eines Arbeitsmodells, das zeigt, wie Pflegekräfte gestärkt und unterstützt werden können.
Viel Spaß beim Reinhören!
Mehr Infos zum Thema gibt es auf www.der-gesundheitspodcast.de und auf den Seiten des Helios Klinikums Niederberg, der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen sowie beim Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg und beim Helios Klinikum Siegburg](https://www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/siegburg/)).
Wie kann moderne Palliativversorgung entlasten – medizinisch und menschlich?
In dieser bewegenden Episode sprechen wir über einen Bereich der Medizin, der auf besondere Weise menschlich, empathisch und mutig ist: die Palliativversorgung. Prof. Dr. Lukas Radbruch, Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und wissenschaftlicher Leiter der Akademie für Palliativmedizin, sowie Astrid Conrad,
Pflegebereichsleitung der Palliativstation, beide aus dem Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg, nehmen uns in dieser Podcast-Folge mit in die Realität palliativer Arbeit – die weit mehr umfasst als Sterbebegleitung. Moderatorin Lisa Schultheis spricht mit den zwei Expert:innen über Ängste, Autonomie, Fürsorge und die Kraft des Zuhörens.
Ein zentraler Baustein der modernen Palliativversorgung bei Helios ist das SAPV-Team – ein multiprofessionelles Netzwerk, das Patient:innen zuhause besucht, Symptome lindert, entlastet und rund um die Uhr erreichbar ist. „Die Idee ist, dass Menschen lange Zeit zuhause bleiben können und regelmäßig Besuche von uns bekommen“, erklärt Prof. Radbruch. Auch Pflegebereichsleiterin Astrid Conrad betont die Bedeutung von Selbstbestimmung. „Das Thema Autonomie ist für Patienten sehr wichtig“, sagt sie. „Genau da setzen wir an. Gemeinsam mit den Angehörigen überlegen wir, wie Patient:innen möglichst viel Kontrolle über ihren Alltag zurückgewinnen können – auch kleine Entscheidungen können ein Gefühl von Leichtigkeit zurückbringen.“
Dabei braucht es neben medizinischem Fachwissen vor allem Haltung. „Als kranker Mensch bin ich auch etwas wert und darf mich dem anderen zumuten“, betont Conrad. Offenheit, Sicherheit und Unerschrockenheit im Umgang mit Tod und Trauer sind für sie essenziell – ebenso wie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und das Bewusstsein: Jeder Tag auf der Station ist anders.
Die Folge zeigt: Palliativversorgung ist ein Angebot an das Leben – auch in seiner letzten Phase. Es geht nicht nur um Pflege und Medizin, sondern um Würde, Vertrauen und darum, nicht allein zu sein.
Welche Einrichtungen es in Eurer Nähe gibt, zeigt der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Einfach online Eure Postleitzahl eingeben unter: www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de und direkt Angebote bekommen.
Jetzt reinhören!
Mehr Infos zum Thema gibt es auf www.der-gesundheitspodcast.de und auf den Seiten des Helios Klinikums Niederberg, der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen sowie beim Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg und beim Helios Klinikum Siegburg](https://www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/siegburg/)).
Medizinische Fachangestellte – kurz MFAs – sind aus dem Klinikalltag nicht wegzudenken. Und doch wird ihre Rolle häufig unterschätzt.
In dieser Episode schauen wir hinter die Kulissen und sprechen mit zwei Expertinnen, die genau diese Schlüsselposition im Krankenhausalltag ausfüllen: Melanie Weinberg, stellvertretende Bereichsleitung der Sekretariate und Elektivambulanzen an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen, und Tugce Bayraktutan, Medizinische Fachangestellte und Praxisanleiterin am Helios Klinikum Niederberg in Velbert.
Beide geben ehrliche, empathische und praxisnahe Einblicke in ihren Berufsalltag: Was unterscheidet MFAs im Krankenhaus von denen in einer niedergelassenen Praxis? Wie läuft eine elektive Ambulanz ab – und was bedeutet „elektiv“ überhaupt? Was können Patient:innen tun, um den Besuch möglichst reibungslos zu gestalten? Und wie geht man mit stressigen Situationen, langen Wartezeiten oder auch mal kuriosen Entschuldigungen für verpasste Termine um?
„Wir kümmern uns um die gesamte Organisation rund um eine geplante OP“, erklärt Melanie Weinberg. Vom Aufklärungsgespräch bis zur Blutabnahme – ihr Arbeitsbereich ist breit gefächert. Gleichzeitig braucht es Flexibilität und Geduld, denn: „Wir sind im Krankenhaus, da kann es sein, dass der Arzt auch mal kurzfristig in den OP gerufen wird.“ Umso wichtiger ist es, mit Humor und Empathie zu arbeiten – auch wenn es mal stressig wird.
Die Folge beleuchtet auch, wie sich das Berufsbild wandelt: Digitalisierung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein wachsendes Weiterbildungsangebot machen den MFA-Beruf im Krankenhaus spannender und anspruchsvoller denn je. „Viele vergessen, wie viel Fachwissen und Verantwortung hinter unserem Beruf steht“, sagt Tugce Bayraktutan. Gleichzeitig steigen die Anforderungen – etwa durch eine zunehmende Auslastung und komplexere Abläufe in der Elektivmedizin. Als Praxisanleiterin begleitet Bayraktutan heute junge Auszubildende – mit einem besonderen Blick: „Seit ich selbst ausbilde, sehe ich Azubis mit ganz anderen Augen.“
Welche Chancen bietet der Beruf für junge Menschen? Was müsste sich noch verbessern? Und warum braucht es gerade in Zukunft mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für MFAs in der Klinik?
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