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Deutsche Unternehmen in China planen für 2027 mit Lohnerhöhungen von unter drei Prozent. 2016 waren es noch über sieben.
Julia spricht mit Oliver Oehms von der Deutschen Handelskammer in China (AHK Greater China) über den neuen Labor Market & Salary Report der Kammer. Sie diskutieren unter anderem: Warum beschäftigen immer weniger deutsche Unternehmen in China überhaupt noch Deutsche, und was bedeutet das für die Zentralen zu Hause? Warum verändert KI in deutschen Fabriken in China bisher kaum Stellen? Und wie lange wird dort wirklich gearbeitet? Von „996" ist jedenfalls wenig zu sehen.
Links:
Labor Market & Salary Report 2026/27: Labor Market & Salary Report 2026/27
AHK Greater China: https://china.ahk.de
Fragen und Themenvorschläge: [email protected]
In dieser Folge nehmen Klaus und Julia Chinas Sonderwirtschaftszonen unter die Lupe. Sie analysieren, wie aus vier Experimentierzonen 1980 der Aufstieg von Shenzhen wurde, warum die Nachbarstadt Shantou mit denselben Privilegien bis heute arm blieb, und was das Zwei-Linien-Modell in Hainan bedeutet. Am Ende die praktische Frage: Lohnt sich Hainan für deutsche Unternehmen – oder ist es vor allem ein politisches Schaufenster?
Julia und Klaus sprechen über (Natur-)Katastrophen und die Frage, wie der chinesische Staat damit umgeht. Zunächst zeigen sie, warum Katastrophenschutz in China seit dem „Mandat des Himmels" immer auch eine Machtfrage ist. Vom Erdbeben in Tangshan 1976 spannen sie den Bogen zum Beben von Wenchuan 2008 – dem Wendepunkt, der offenlegte, warum das System umgebaut werden musste. Mit dem neuen Katastrophenschutz-Ministerium von 2018 wurde die Wende von der Rettung zur Vorsorge, zu Frühwarnsystemen, Zielwerten und KI vollzogen. Anschließend fragen sie kritisch, wo es hakt: zwischen Zentrale und Provinz, bei Transparenz und vertuschten Opferzahlen wie bei der Flut in Zhengzhou 2021. Abschließend geht es um Chinas Rolle im internationalen Katastrophenschutz.
In dieser Folge spricht Julia über die Privatwirtschaft in China, das oft unterschätzte Rückgrat der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Über 58 Millionen private Unternehmen erwirtschaften mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und stellen rund 80 Prozent der städtischen Beschäftigung. Dabei gab es vor 45 Jahren de facto noch gar keine Privatwirtschaft.
Sie zeichnet zunächst nach, wie diese Dynamik überhaupt entstanden ist: von der Enteignung nach 1949 über Deng Xiaopings Reformpolitik und das „Wenzhou-Modell" bis zum heutigen Spannungsverhältnis zwischen Staat und Privatwirtschaft unter Xi Jinping. Im zweiten Teil analysiert sie anhand von vier Unternehmen – JD.com, Hengli Group, Luckin Coffee und Transsion – die vier Muster, nach denen chinesische Privatunternehmen geführt werden: Marktnähe, Geschwindigkeit, Wettbewerb und Systemverständnis. Anschließend wirft sie einen Blick auf das Selbstverständnis chinesischer Führungskräfte und ihre Lektüre. Abschließend stellt sie vor, was deutsche Unternehmen, insbesondere KMU, konkret daraus lernen können.
In dieser Folge sprechen Julia und Klaus über ein Dokument, über das zwar weltweit gesprochen wurde, das vermutlich aber die wenigsten selbst gelesen haben: den 15. Fünfjahresplan. Er ist gültig von 2026 bis 2030 und dürfte die Weltwirtschaft der nächsten fünf Jahre prägen.
Sie ordnen ein, was die Fünfjahrespläne eigentlich sind und wodurch der aktuelle Plan sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Dann schauen sie sich die aktuelle Lage an – die vier strukturellen Treiber, die Peking zum Kurswechsel zwingen, von der Immobilienkrise bis zur Demografie. Im dritten Teil analysieren sie den Plan genauer und beleuchten die zwei strategischen Säulen und die sechs Schlüsselbranchen. Abschließend besprechen sie, wo das neue Modell auf Widerstand stoßen könnte, und was drei mögliche Szenarien für 2030 sein könnten.
Chinesische Kunst ist mehr als Porzellan und Kalligraphie. Sie ist seit Jahrtausenden eng mit Politik, Macht und nationaler Identität verwoben. Klaus und Julia sprechen in dieser Folge über die Wurzeln der chinesischen Kunst von den Ritualbronzen der Shang-Zeit bis zur Porzellanhauptstadt Jingdezhen, über die feinen Grenzen zwischen Kopie und Fälschung und über ein Kapitel, das bis heute tief in der Psyche des chinesischen Volks verankert ist: den systematischen Kunstraub im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Die Plünderung des Alten Sommerpalasts, die geraubten Schätze von Dunhuang und die Kunstschätze, die während des Boxeraufstands versteigert wurden, prägen Chinas heutige Rückführungsdiplomatie.
In China hat sich heute ein lebendiger Kunstmarkt mit unzähligen Museen entwickelt. China nutzt die Kunst, um seine Soft Power zu stärken. Zum Gesamtbild gehört aber auch der Umgang des Staates mit kritischen Künstlern wie Ai Weiwei.
In dieser Folge sprechen Klaus Mühlhahn und Anja Blanke über die aktuelle Situation in der taiwanischen Politik, welche sich in den letzten Monaten überaus turbulent gestaltete.
Sie sprechen darüber, was es mit den Abwahlkampagnen auf sich hat, welche Rolle historische Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen und wie sich die Situation wieder beruhigen könnte.
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In der 55. Folge sprechen Julia Haes und Anja Blanke über das chinesische Bildungssystem. Sie schauen sich an, wie sich das chinesische Bildungssystem entwickelt hat und was die Besonderheiten, aber auch die Schwierigkeiten sind.
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In dieser Folge sprechen Julia Haes und Kaus Mühlhahn über chinesische soziale Medien. Die beiden analysieren, wie sich die sozialen Medien in China entwickelt haben, was aktuell die beliebtesten Plattformen sind und wie die chinesischen „Netizens“ diese Plattformen nutzen.
Außerdem sprechen sie darüber, wie auf den chinesischen Social-Media-Apps Geld verdient wird und wie deutsche Unternehmen oder Einzelpersonen auf den chinesischen sozialen Medien mitmachen können. Julia Haes und Klaus Mühlhahn haben dazu einen Experten eingeladen, der täglich mit chinesischen sozialen Medien zu tun hat: Lorenz Beringer.
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In dieser Folge beschäftigen sich Anja und Klaus mit einem Mann, der häufig als einer der einflussreichsten Intellektuellen Chinas beschrieben wird: Wang Huning, Mitglied des siebenköpfigen Ständigen Ausschusses des Politbüros.
Wang hat sich über drei Jahrzehnte hinweg als oberster Theoretiker der Partei etabliert. Anja und Klaus diskutieren, wie er Xi Jinpings politische Konzepte und Slogans zur Durchsetzung chinesischer Interessen und der Stärkung der Kommunistischen Partei beeinflusst hat.
Zudem gehen die beiden im Laufe der Folge auch der Frage auf den Grund, wie einflussreich Wang Huning wirklich ist und ob er in der medialen Berichterstattung nicht sogar überschätzt wird.
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