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📋 Darum geht es in unserer Folge:
Wie entwickelt man eine Traditionsmarke weiter, ohne ihre Wurzeln zu verlieren? Und wie gelingt Marketing in einer Branche, in der persönliche Beziehungen, Fachwissen und Vertrauen mindestens genauso wichtig sind wie digitale Sichtbarkeit?
Darüber sprechen Irene Knaub und Jürgen Linnenbürger vom Marketing Club Köln-Bonn mit Mario Urban, Marketingleiter beim Henrich Baustoffzentrum. Das Familienunternehmen blickt auf mehr als 160 Jahre Geschichte zurück, beschäftigt über 400 Mitarbeitende und ist an elf Standorten aktiv.
Im Gespräch geht es darum, wie Henrich unterschiedliche Zielgruppen zwischen Profihandwerk und Privatkunden anspricht, warum Personas für die Marketingarbeit immer wichtiger werden und wie sich eine gemeinsame Marke mit regionalen Besonderheiten verbinden lässt. Mario Urban erklärt außerdem, weshalb persönliche Beratung auch in einer zunehmend digitalen Welt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bleibt.
Weitere Themen sind Employer Branding und Recruiting über TikTok, neue Ansätze im Influencer Marketing sowie die Frage, welche digitalen Angebote ein Baustoffhandel tatsächlich braucht. Auch Künstliche Intelligenz spielt bereits eine konkrete Rolle: von der Redaktionsplanung über Social-Media-Texte bis hin zur KI-gestützten Content-Produktion.
Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder ein Gedanke: Tradition und Innovation sind kein Widerspruch – wenn ein Unternehmen seine vorhandenen Stärken kennt und konsequent in die Zukunft überträgt.
Talkpoints
Kapitelmarken
Weitere Infos:
Henrich Baustoffzentrum:
Mario Urban auf LinkedIn:
Irene Knaub auf LinkedIn:
Jürgen Linnenberger auf LinkedIn:
Dieser Podcast ist eine TON.EINS Produktion: https://toneins.de
👉 Warum Kreativität Ungehorsam bedeutet und wie man eine Kultur des Regelbruchs
Jetzt reinhören – und verstehen, was echte Kreativität ausmacht.
Weitere Infos:
Irene Schönmann
Marketing Club Köln-Bonn e.V.
📖 Mehr über das Buch "Am Ende" - Spiegel-Bestseller von Jean-Rémy von Matt:
Ein herzliches Dankeschön an unseren Podcast-Produzenten Ingo Notthoff von
Viel Spaß beim Zuhören!
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👉 Warum eine etablierte Marke wie Center Parcs eine komplette Neuausrichtung wagt
Mehr über Center Parcs: www.centerparcs.de
Sonja Renkens (Head of Marketing DACH & Dänemark)
Ibo Degirmenci (Director of Sales DACH & Dänemark)
Robin Jörg, Gründer von urbanfarmup, ist Gast im aktuellen Clubcast. Im Gespräch mit Anja Kalischke-Bäuerle berichtet er, wie er mit urbanfarmup die Vorteile des Vertical Farmings nutzt, um Restaurants, Hotels und Großküchen mit frischen, regional produzierten Microgreens zu beliefern. Microgreens, diese jungen Keimpflanzen – die "Teenager" zwischen Sprossen und Baby-Leaf-Salat – voller Vitamine und Mineralien. urbanfarmup kultiviert sie in einem umgebauten Luftschutzbunker in Ludwigsburg. Durch die besondere Anbaumethode in vertikalen Ebenen ist der Anbau platzsparend und wetterunabhängig. Und sie ist skalierbar.
3 interessante Fakten aus dem Gespräch:
Darum geht es in dieser Clubcast-Folge:
Vom Einzelhandel zum Urban Farming Pionier
Die Geburtsstunde einer grünen Idee
Learning by Doing – Anpacken statt Abwarten
Gemeinsam für eine grüne Zukunft – die Zusammenarbeit mit Rieber und Familie Maier
Vertical Farming
Die Stadt der Zukunft: grün und nachhaltig
Rieber - urbanfarmup
Robin Jörg
Shownotes:
Summary der Folge:
Philipp Walter, Geschäftsführer der Kölner Haie, erzählt, wie er über eine beeindruckende Karriere im Marketing und der PR zum Kopf eines der traditionsreichsten Eishockey-Clubs Deutschlands wurde. Seine Leidenschaft für den Sport und seine Expertise im Bereich Marketing sind der Motor hinter der erfolgreichen Weiterentwicklung des Clubs. Besonders betont wird die Bedeutung von Emotionen im Sport – sie bilden das Kernprodukt, das sowohl Fans als auch Sponsoren begeistert.
Ein zentrales Thema ist die Zuschauerbindung, insbesondere in einer Stadt wie Köln, die für ihre emotionale Verbundenheit mit lokalen Vereinen bekannt ist. Philipp erläutert, wie es den Kölner Haien gelungen ist, mit einem Zuschauerschnitt von 17.000 Menschen pro Spiel einen europäischen Rekord aufzustellen. Er beschreibt, wie gezielte Marketingstrategien wie Kooperationen mit lokalen Medien und personalisierte Newsletter-Aktionen dazu beigetragen haben, Fans enger an den Verein zu binden.
Die Haie setzen auf datengetriebenes Marketing, um ihre Zielgruppen effizient anzusprechen. Beispiele sind maßgeschneiderte E-Mail-Kampagnen, die Fans nach einem erfolgreichen Spiel einladen, erneut ins Stadion zu kommen. Auch die Sichtbarkeit in der Stadt, unterstützt durch Partnerschaften mit Ströer und Radio Köln, spielt eine wichtige Rolle. Philipp hebt hervor, wie entscheidend die emotionale Ansprache ist, um ein authentisches und begeisterndes Erlebnis zu schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Leadership. Philipp teilt seine Philosophie, die auf Vertrauen, Teamarbeit und kontinuierlichem Lernen basiert. Als Geschäftsführer sieht er es als seine Aufgabe, die emotionale Energie des Sports in produktive Bahnen zu lenken. Er spricht über den Spagat zwischen emotionalen Entscheidungen und strategischem Denken sowie die Bedeutung konstruktiver Kommunikation innerhalb des Teams.
Die Kölner Haie verkörpern Werte wie Fairplay, Respekt und Gemeinschaft. Diese Werte prägen nicht nur die Marke, sondern auch den Umgang mit Fans, Sponsoren und Mitarbeitern. Philipp beschreibt, wie Fairplay trotz der körperlichen Härte des Eishockeysports ein zentraler Bestandteil der Vereinsphilosophie ist. Auch soziale Verantwortung, wie erschwingliche Ticketpreise für Familien, gehört zur Strategie der Haie, um Sport für alle zugänglich zu machen.
Philipp beleuchtet die Internationalisierung als nächsten Schritt in der Entwicklung der Kölner Haie. Er erklärt, wie wichtig es ist, neue Märkte zu erschließen und gleichzeitig die lokale Fangemeinde zu stärken. Dabei spielen nicht nur wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle, sondern auch die emotionale Bindung, die den Erfolg des Clubs ausmacht.
Die Folge endet mit einem optimistischen Blick in die Zukunft. Philipp Walter sieht die Kölner Haie nicht nur als Sportverein, sondern auch als Plattform, die Menschen verbindet. Sport bietet die Möglichkeit, Gemeinschaft und Freude zu erleben, und das Marketing des Clubs unterstützt diese Mission, indem es den Fokus auf Werte, Emotionen und Innovation legt.
Moderator:innen und Gast der Folge:
00:00 – Einführung: Vorstellung vom Start-Up BIOVOX, die Business Idee und Betätigungsfeld. Fokus auf nachhaltige Kunststoffe in der Medizintechnik
Summary der Folge:
Im Gesundheitswesen, in Krankenhäusern, in Laboren entsteht unfassbar viel Müll – Tag für Tag. Weil hier hauptsächlich Einwegprodukte zum Einsatz kommen und sehr viel Verpackungsmüll entsteht. Mit fossilen Kunststoffen habe ich schon heute eine vergleichsweise günstige und verfügbare und sichere Möglichkeit, um Einmalprodukte zu produzieren und zu nutzen. Diese Einmalprodukte haben zudem den Vorteil, dass sie auch oft sicherer sind, als wenn ich ein Produkt nochmal aufbereite. Bei einer Aufbereitung sind die Restrisiken zu hoch und die willst zu unbedingt in Kliniken und im Gesundheitswesen insgesamt unbedingt vermeiden. Und da kann ein fossiler Kunststoff meistens die nachhaltigste Lösung sein.
Das Problem ist: Ganz viele dieser Produkte, wie Spritzen, Schläuche, irgendwelche Einmalklemmen, Scheren, Pinzetten, was auch immer, sind aus Kunststoff und bringen ganz viel Verpackung mit sich. Hier besteht eine relativ große Stellschraube, um den CO2-Fußabdruck oder die Umwelteinwirkungen im Gesundheitswesen zu reduzieren.
Die Produkte im Krankenhaus machen etwa 20 Prozent des Fußabdrucks aus. Der größte Anteil davon sind Kunststoffe. Das Volumen ist zwar am Gesamtkunststoffmarkt relativ klein – knapp 2% von 390-400 Millionen Tonnen Kunststoff, die ungefähr jedes Jahr neu in der Welt sind. Aber absolut gesehen sind das immer noch so um die 15 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: ein Commerzbank-Tower wiegt 200.000.
Im Gesundheitswesen hast du immer die Herausforderung eines regulierten Marktes. Als Hersteller von medizinischen Kunststoffen müssen alle Produkte strengen regulatorischen Anforderungen entsprechen, einschließlich detaillierter Dokumentation und Zertifizierungen. Diese Erfordernisse sind entscheidend, um Vertrauen bei den Kunden aufzubauen und den Zulassungsprozess effizient zu gestalten.
Das macht es besonders wichtig, nach den anerkannten internationalen Normen zu testen, um sicherzustellen, dass die Produkte sowohl in Europa als auch in anderen Märkten zugelassen werden. Dies erfordert die Zusammenarbeit mit Partnern, die die notwendigen Zertifikate und Testverfahren haben und die Sprache der Branche sprechen.
Skalierung ist für Start-Ups immer ein wichtiger Aspekt. Idee und Produkt sind das eine, die Marktreife das nächste, die Skalierung und Serienproduktion dann das Andere.
Die Skalierung eines Produkts, besonders im Medizintechniksektor, erfordert nicht nur die Erweiterung der Produktion, sondern auch die Schaffung von stabilen, zertifizierten Prozessen. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass alles vom ersten Design bis hin zur Serienproduktion validiert und zuverlässig abläuft. Auch wenn es dabei Herausforderungen gibt, wie etwa unvorhergesehene Probleme bei der Produktionsumstellung, bleibt das Ziel, die Prozesse kontinuierlich zu optimieren.
Wachstum durch Kundenfeedback: Gerade im Bereich der Medizintechnik ist es wichtig, frühzeitig mit Kunden zu sprechen und deren Feedback in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Nur so ist man nah dran, welche Bedürfnisse bestehen, welche Lösungen gebraucht werden und was dem Kunden wirklich hilft. Es kann auch andere Hersteller geben, die ähnliche Produkte und Qualität anbieten. Wenn ich aber als Unternehmen die Dokumentation mitliefern kann, so wie es der Kunden als Medizintechnikhersteller braucht. Wir die Zertifikate haben, die sie brauchen, um mit uns arbeiten zu können und nach den Normen testen, nach denen auch die Kunden testen, haben wir den Vorsprung, den es braucht als Start-Up.
Fehler als Lernchance: Zu Beginn einer Gründung ist man schnell versucht noch weitere Einnahmequellen zu suchen, um auch schwierige Phasen zu überbrücken und Umsatz reinzuholen. Das Learning von BIOVOX ist: Bleib fokussiert auf dein Produkt und vergeude keine Ressourcen. Der Versuch mit einem B2C-Produkt – nachhaltige Handyhüllen – auf den Markt zu bringen, weil es mit den gleichen Rohstoffen und deren Verfahren auch möglich war, ging in die Hose. Als das Produkt ready to go war, wurde der Markt bereits von anderen, günstigeren Anbietern dominiert. Die Lektion daraus ist, dass man sich auf die Kernprodukte fokussieren und nicht unnötige Risiken durch nicht zielgerichtete Projekte eingehen sollte.
Keine Angst vor frühem Testen im Markt: Es schadet nicht, schnell auf den Markt zu gehen und in den ersten Phasen kontinuierlich zu testen, was funktioniert und was nicht. Dies gilt besonders für Produktentwicklung und Marketingstrategien, die immer wieder angepasst werden müssen, um den richtigen „Product-Market-Fit“ zu erreichen.
Motivation und unternehmerische Vision sind wichtige Faktoren für einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Als Gründer und mit seinem Team sollte man letztlich wissen, warum und wofür man es tut.
Im B2B Umfeld ist kreative Kommunikation und innovatives Marketing nicht immer leicht – sagt man.
BIOVOX zeigt, wie es anders geht. Wie man sich durch Ansprache, einem unkonventionellen Markenauftritt abheben kann und gleichzeitig durch sinnvolle Kooperationen und Allianzen die Glaubwürdigkeit und Expertise transportiert, die das Thema braucht und das in der Branche wichtig ist
Beispiel: Wir haben die Allianz für nachhaltige Medizintechnik mit ins Leben gerufen. Wir haben erst ein kleines eigenes Austauschnetzwerk aufgebaut, wo wirklich dann vom Materialhersteller wie wir über Verarbeiter, Entwicklungsdienstleister, dann die Medizintechnikunternehmen, Krankenhäuser, Kliniken, Entsorger, wirklich die ganze Kette vertreten ist. Bei den Treffen gibt es Impulsvorträge von Expertinnen und Experten, Talks drumherum und Diskussionen, die sich jedes Mal einem anderen Aspekt und Thema widmen.
Kompetenz und Seriosität aufbauen: Du musst im medizinischen und pharmazeutischen Bereich als sehr kompetent wahrgenommen werden. Und diese Kompetenz auch überzeugend zeigen. Am Ende geht es bei unseren Produkten um Menschenleben. Haftungsrisiken gehen damit einher. Es muss also alles stimmen, funktionieren und du wissen, wovon du sprichst. Das machen wir über sehr viel Content, der auf wissenschaftlicher Grundlage überprüfbar, valide und korrekt ist und deswegen einen echten Wissensgewinn bringt.
Seriös bedeutet nicht langweilig: Entscheidend ist, das darf halt nicht langweilig und dröge sein. Wenn du über eine Medizintechnikmesse gehst, ist vieles dunkelblau, was Logos und Gestaltung angeht. Es stehen Vitrinen mit ganz vielen kleinen winzigen Plastik- oder Metallteilchen überall rum. Du läufst da vorbei, du hast keine Ahnung, was das ist, selbst wenn du aus der Branche bist.
Wir setzen da ein bisschen dagegen. Unsere Farben sind ein helleres Blau, wir haben ein poppiges Pink mit drin. Und dann darf es auch mal ein Klemmbaustein-Dino sein, den wir verschenken als „Fossil Farewell“, dass die Leute dann als Projektmaskottchen haben.
Wir gestalten die Ansprache und unser Auftreten frischer, und wollen auch anders sein. Wir duzen ganz viel in allen Formaten, die nicht eine Person dezidiert anspricht, was in der Branche völlig unüblich ist. Und wir haben keine Hemmung zu zeigen, dass wir auch Spaß bei der ganzen Arbeit wichtig finden. Die Menschen, die in der Branche arbeiten, sind ja nicht dröge. Aber die kriegen einfach ganz wenig Spaß von ihren Lieferanten mitgeliefert. Und das machen wir, glaube ich, ein bisschen anders.
Der Podcast wird unterstützt von der dfv Mediengruppe. https://www.dfv.de/
Moderator:innen und Gast der Folge:
Weitere Infos zu #Hashoppe SüßSauerPur:
Manuela Bleifuß von der FFH MEDIENGRUPPE gibt Einblicke in die multimediale Ausrichtung der Gruppe und die Entwicklung der Radioprogramme zu eigenständigen Markenwelten. Sie erläutert die Herausforderungen der Digitalisierung und wie die FFH MEDIENGRUPPE mit innovativen KI-Tools darauf reagiert. Erfahrt, wie die Personalisierung von Inhalten zur Zuhörerbindung beiträgt und warum Radio trotz der digitalen Konkurrenz weiterhin stark bleibt. Zudem erklärt Manuela die Bedeutung von Medienmachern in der Markenbildung und wie die Gruppe ihre Kunden bei deren Markenpositionierung unterstützt. Abgerundet wird das Gespräch durch persönliche Einblicke und Zukunftsperspektiven des Radios.
Interview-Shownotes:
03:00: Die FFH MEDIENGRUPPE ist ein multimediales Medienhaus mitten in Hessen
03:36: Die drei Radioprogramme Hitradio FFH, planet radio und 80er Radio harmony entwickeln wir gerade zu drei Markenwelten weiter. Audio ist mittlerweile mehr als nur Radio. Zusätzlich bieten wir 70 verschiedene Web-Radios an, Podcasts, Audio on demand. Und zu allem machen wir auch Videos. Wir machen Konzerte, Events, schaffen Erlebnisse für Hörer und unsere Partner.
04:09: Und wir machen Software für unsere Branche. Da haben wir, glaube als einzige in Deutschland, vier eigene Programmierer im Team. Die entwickeln gerade die neusten KI-Tools. Nicht nur für uns, sondern direkt als Cloud-Lösung. Die wir Sendern in Europa auch anbieten.
Veränderung des Radios geht einher mit Veränderung der Medienlandschaft insgesamt. Mit neuen Bedürfnissen und Herausforderungen.
05:12: Eine der großen Herausforderungen ist sicherlich das Smartphone und die Digitalisierung im Allgemeinen. Die hat uns unheimlich schnell von einem regionalen in einen weltweiten Wettbewerb katapultiert, der sich auch immer mehr fragmentiert. Jetzt gibt Audio immer und überall. Und im Zweifel auch von allen.
06:45: Umso wichtiger, dass wir unsere Zuhörer über unser Angebot in unsere Markenwelten holen und dort auch halten.
10:30: In unseren Radio+ Kanälen schaffen wir einen sehr hohen Grad an Personalisierung. Unser Radiocreator, den unser Team programmiert hat, personalisiert nicht nur Musik, sondern auch Content und Werbung. Du kannst Kunden viel spezieller ansteuern.
12:18: Was macht das Medium Radio für dich so stark? Audio ist Trend und Radio bleibt Trend, weil wir überall da sind, wo Menschen sind und weil wir Mensch sind und live. Unsere Personalities im Radio sind auch unsere Influencer. Und je stärker eine Marke, umso mehr bleibst du bei dieser Marke. Wir haben alle weniger Zeit und da bleibe ich doch lieber bei den Marken, denen ich vertraue.
13:30: Ein klares JA zum Radio. Die Frage ist nur wo und wie kann und will man uns in Zukunft hören. Es wird sicherlich noch mehr in Richtung eines personalisierten Radios gehen, wo ich auch in einer Markenwelt abgeholt werde, die zu mir passt.
18:36: Medienmacher sind Markenmacher. Wir machen alles, was auch Markenmacher machen: Marktforschung – daraus entwickeln wir unsere Marken, unser Markenversprechen. Wir haben einen USP und einen CI – optisch und akustisch. Und wir sind schon immer auch Produktentwickler mit unterschiedlichen Formaten und Influencern (Moderatoren und Moderatorinnen). Und klar sind unsere Partner auf der einen Seite unsere Kunden, aber auf der anderen Seite sind es eben auch unserer Kunden. Deswegen ist es bei uns immer die Frage ob wir im Sinne unserer Marke, Inhalte ausstrahlen, Headlines, die wir schreiben…Und wir fragen uns immer, was zu welcher Marke passt.
20:55: Was macht eine gute Marke aus? Starkes Markenversprechen und gleichzeitig noch überrascht.
21:30: Unterstützung der Kunden in deren Markenpositionierung als FFH MEDIENGRUPPE. Wir haben eine große Vielfalt an Kunden und Unternehmen. Entsprechend ihrer Größe, Positionierung, der Zielgruppe und den Zielen begleiten und beraten wir sie und produzieren das, was sie am Ende brauchen. Wir denken in dem Moment von Kunden aus zu denken. Und da geht es auch immer mehr um Image und nicht mehr nur reinen Abverkauf.
26:50: Bei der Markenbildung geht es letztlich immer um Verbindung, die letztlich zum Vertrauen führen.
Fotocredit: FFH MEDIENGRUPPE, @grossaufnahmen
@marketingclubfrankfurt
Der Podcast wird unterstützt von der dfv Mediengruppe. https://www.dfv.de/
Moderator:innen und Gast der Folge:
Weitere Infos zu #Hashoppe SüßSauerPur:
00:01:13 - Begrüßung und Vorstellung von Ulrich Klenke: Einführung in seinen beruflichen Hintergrund und seine aktuelle Rolle bei der Deutschen Telekom.
Wir danken unserem Podcast-Partner Ingo Notthoff https://toneins.de/ für die Podcast-Produktion sowie unserer Moderatorin Anouk-Ellen Susan https://www.anoukellensusan.de/ die das Interview führte.
Ulrich Klenke wurde 2023 von Forbes als einer der 50 einflussreichsten CMOs der Welt anerkannt ➡️ https://www.forbes.com/sites/sethmatlins/2023/06/22/the-forbes-worlds-most-influential-cmos-list-2023/
Wir freuen uns über Feedback unter [email protected].
4:30: Es gibt viele, die beim Thema Nachhaltigkeit aufschrecken und das nicht sehr positiv, weil es mittlerweile sehr regelbehaftet ist. Regularien, Gesetze. Wer Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz nicht nur aussprechen, sondern sich damit auch im Unternehmen auseinandersetzen muss. Da verstehe ich, wenn man beim Thema Nachhaltigkeit stöhnen muss.
5:00: Nachhaltigkeit sollte als Begriff für uns selbstverständlich sein. Auch im Sinne vom egoistischen Handeln. Nämlich dafür zu sorgen, dass wir unser Ökosystem behalten, ein lebenswertes Leben führen können auf diesem Planeten. Das kann nicht ohne Innovation funktionieren.
5:40: Wichtig unser Handeln mit neuen Technologien und KI zu kombinieren, um neue Möglichkeiten zu erschließen. In dem Dreieck braucht es dafür auch Leadership. Die Menschen, die es umsetzen können, die es weitertragen und kommunizieren können.
Ins Tun kommen und darüber erleben, wie gut und wichtig es ist, wenn wir Nachhaltigkeit, Innovation und Leadership angehen. Und dann können wir es auch wieder viel positiver besetzen.
8:25: Faktor Mensch ist der entscheidende Faktor bei der Transformation. Legen wir genug Aufmerksamkeit und Wichtigkeit auf Leadership und Kommunikation, um Menschen mitzunehmen? Dazu gehört auch, dass auf alle Bedürfnisse und Ängste geschaut wird. Es gibt eigentlich keine wirklichen Verhinderer, sondern Menschen, die etwas mehr Zeit brauchen, sich damit auseinanderzusetzen.
Es wird unterschätzt, wie sehr die Unternehmenskultur eine Transformation tragen und die Menschen mitnehmen kann. In einem Technologiezeitalter, wie wir es jetzt erleben, ist der Blick auf den Menschen umso wichtiger.
12:50: Wie kommen wir in die Umsetzung und wie schaffen es Unternehmen, damit die Veränderungen bei den Mitarbeitenden ankommen und gelebt werden? Indem Unternehmen nicht Top-Down gehen, sondern schon in der Entwicklungsphase Mitarbeitende involvieren. Bspw. indem man Statusgruppen definiert und Mitarbeitende aus allen Bereichen nimmt, die am besten auch etwas „Influencer-Qualitäten“ haben und Innovationen und Veränderungen gut und verständlich an Kolleg:innen weitergeben können. Informelle Gruppen bilden und in denen Ideen und Konzepte erarbeiten. Entscheidend ist, dass der Prozess eingehalten wird und von den Mitarbeitenden ausgeht.
15:55: Der Ansatz muss sein: Nimm mich ernst und hör mir von Anfang an zu.
Stellen wir die richtigen Fragen? Manchmal verwenden wir die Worte nicht richtig. Wir müssen Wörter finden, die die Menschen verstehen.
Wir haben in diesem Land so viele Menschen, die viele kluge Ideen haben. Die aber nie auf die Straße kommen. Deswegen geht es am Ende nicht zwingend darum, ob wir die richtigen Fragen stellen, sondern vor allem darum ins Tun zu kommen und auszuprobieren.
19:15: Deutschland würde es gut tun, mehr ins „Tun“ zu investieren.
So lange Nachhaltigkeit in den KPIs nicht ernsthaft enthalten ist, wird es nie ein echter Teil des Produktes und der Businessstrategie. Und dann kann es auch nicht ganzheitlich und systemisch gedacht werden und seinen echten Impact entwickeln, der drinsteckt.
21:30: Wenn dies aber passiert, dann ist es eben nicht mehr „nur“ Marketing und Kommunikation, sondern zahlt vollständig auf die Marke ein und auf das Unternehmen. Marken, die es verstanden haben, sind dann authentisch in ihrem Markenversprechen.
29:30: Und es ist kein Fehler, auf dem Weg zu sein und auszuprobieren, wie Nachhaltigkeit in die eigene Unternehmensstrategie zu integrieren ist. Wir dürfen uns gerne trauen, transparent zu kommunizieren, wo man auf dem eigenen Nachhaltigkeitsweg sich gerade befindet. Was funktioniert und was nicht funktioniert. Das macht es in der Außenwahrnehmung viel authentischer und ist näher an den Menschen dran, als alles perfekt erscheinen zu lassen. Da fühlen sich die Menschen viel eher auf den Arm genommen.
30:54: Wie kann aus deiner Sicht Marketing und Kommunikation das Thema Nachhaltigkeit und Innovation grundsätzlich treiben? Wie unterstützen mit Blick auf Mindset und Unternehmergeist in Deutschland?
Kommunikation nimmt eine wichtige und herausfordernde Rolle ein, wie sie es wahrscheinlich noch nie hatte. Nachhaltigkeit oder auch Innovation sind Dinge, die schwer fassbar sind für eine große Gruppe an Menschen. Kommunikation muss den Spagat schaffen, dass es zielgruppengerecht kommuniziert und gleichzeitig nicht manipulativ agiert, allein weil sie bewusst Informationen auslässt. Du brauchst die Perspektive von oben: Was musst du und möchtest du vermitteln. Was ist wichtig. Und das kannst du keiner KI überlassen.
34:45: Marketing sollte sich unbedingt dessen bewusst sein, welche Verantwortung auf sie zukommt und dort auch gut aufgehoben wäre. Wir können hier mitgestalten, erklären, mitnehmen. Und sich damit auch zu einem Schwergewicht entwickeln. Hier kann ich beeinflussen und zeigen, ob etwas wirklich ernsthaft integriert ist oder nur bunte Bilder. Marketing hat viel Einfluss: intern, nach Außen und im Employer Branding.
Lasst uns in Unternehmen dass Thema Nachhaltigkeit als Chance sehen. Hier geht es auch um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
40:35: Und ein ganz entscheidender Punkt, der noch ganz viel Wachstumspotenzial hat, ist das Miteinander. Ich weiß nicht, warum, aber wir haben hier ganz viel „Meins“. Letztendlich geht es darum, dass wir gemeinsam wachsen und das Wissen um mögliche Lösungen teilen, damit Gutes entstehen kann. Ist natürlich leichter gesagt, als getan. Wir alle stammen meist aus einem Bildungssystem, dass auf Einzelleistung geht und dies besonders hervorhebt. Wie soll jemand da, kooperativ denken und handeln lernen und dies auch aus Überzeugung machen. Und das auch auf alle Leadership Persönlichkeiten bezogen. Es wird besser, aber ist noch zu langsam und hat so viel ungenutztes Potenzial.
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