"Wir werden einander viel verzeihen müssen", hatte CDU-Politiker Jens Spahn schon zu Beginn der Corona-Pandemie geahnt - und so lautet auch der Titel seines aktuellen Buches mit Innenansichten zu dieser Krise. Als Bundesgesundheitsminister trug er bis Ende 2021 viel Verantwortung. Seit 20 Jahren sitzt Jens Spahn im Deutschen Bundestag, ist einer der dienstältesten Abgeordneten - aber mit 42 Jahren gehört er noch zu den jüngeren Politikern. Auf dem Roten Sofa erzählt er, wie der Politikbetrieb ihn verändert hat und wie wichtig Heimat für ihn ist.
25 Jahre war Gerald Klamer Forstbeamter mit sicherer Stelle, festen Bezügen. Doch dann kündigte er, löste seine Wohnung auf und startete eine Wanderung durch Deutschland. Knapp 6.000 Kilometer auf den Spuren des Klimawandels. Gerald Klamer schlief und aß im Wald, begegnete Wildkatzen und Wildschweinen und fand heraus, wie es um unsere Wälder steht. Seine Abenteuer, Begegnungen, Erlebnisse und Erkenntnisse hat er nun in dem Buch "Der Waldwanderer" zusammengefasst.
Ausdrucksstark, eindringlich, unterhaltsam: Edin Hasanovic ist längst im Charakterfach angekommen. Kein Wunder, dass er auch in der Neuinterpretation des berühmten Anti-Kriegsfilms "Im Westen nichts Neues" Teil des Ensembles ist. Der Film, der für Deutschland 2023 ins Oscar-Rennen gehen wird, läuft seit diesem Wochenende bei Netflix und ist angesichts des Krieges gegen die Ukraine aktueller und aufwühlender denn je. Auch für den Schauspieler, der selbst als Kleinkind vor den Jugoslawien-Kriegen flüchten musste und seine Heimat in Berlin gefunden hat.
Ganz sicher ist er der bekannteste Pianist der Welt: Lang Lang. Mit 18 debutierte er schon in der Carnegie Hall. Er spielte zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking, bei der Verleihung des Nobelpreises an Barack Obama, zum Thronjubiläum der Queen, im Vatikan. Und er sprengt immer wieder die Grenzen der Klassik, spielt mit dem Jazzpianisten Herbie Hancock und Metallica. Mit seinem neuen Album hat er es wieder getan: "The Disney Book". Was ihn an diesen Märchenklassikern gereizt hat, fragen wir den chinesischen Starpianisten auf dem Roten Sofa.
Menschenrechte sind eine Herzensangelegenheit der deutschen Autorin und Filmemacherin Düzen Tekkal. Seit Jahren setzt sich die gebürtige Hannoveranerin gegen Islamismus und Rechtsextremismus ein. Auf dem Roten Sofa berichtet Düzen Tekkal über ihr aktuelles Engagement für die Menschenrechte und spricht über die Lage im Iran, wo der der Tod von Mahsa Amini eine Protestwelle gegen das Mullah-Regime ausgelöst hat.
Ingo Zamperoni zählt zu den bekanntesten TV-Journalisten Deutschlands. Der 48-Jährige moderiert seit Jahren die "Tagesthemen" im Ersten und berichtete als ARD-Auslandskorrespondent über die USA - ein Land, dem er sich nicht zuletzt auch durch seine amerikanische Frau Jiffer stark verbunden fühlt. Auf dem Roten Sofa spricht Ingo Zamperoni über die Stimmung in den USA kurz vor den Halbzeitwahlen im November. Gleichzeitig stellt er seine neue Sendung "Das Bürgerparlament" vor, in der Bürgerinnen und Bürger frank und frei über aktuelle Themen auf Augenhöhe diskutieren.
Wie kann es sein, dass an der Fassade einer Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert ein Astronaut zu sehen ist? Wie konnte eine westafrikanische Volksgruppe ohne die technischen Hilfsmittel von heute Wissen über den Stern Sirius B haben, der mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen ist? Immer wieder kam es in der Menschheitsgeschichte zu einer Explosion des Wissens. Gisela Graichen und Harald Lesch gehen dem auf den Grund. Auf dem Roten Sofa erklären sie, wie die Astrophysik die Rätsel der Archäologie löst.
Er ist nach eigener selbstironischer Einschätzung der "beste Kabarettist im gesamten deutschsprachigen Raum": Lars Reichow ist Musikkabarettist und wird auch der "Klaviator" genannt. Der studierte Musiker und Germanist, ist seit Jahrzehnten erfolgreich auf Bühnen, im Hörfunk und Fernsehen - vor allem in seinem Heimatsender SWR etwa mit musikalischen Monatsrevuen, mit "Comedy vom Rhein" oder in Fastnachtssendungen. Nun ist Reichow wieder auf Tour mit seinem neuen Programm "Ich". Dabei immer am Zahn der Zeit und mit kreativer spitzer Zunge.
Der britische Historiker Sir Ian Kershaw ist einer der renommiertesten Kenner und ein genialer Erklärer der europäischen Neueren und Neusten Geschichte. In seinem neuen Buch "Der Mensch und die Macht: Über Erbauer und Zerstörer Europas im 20. Jahrhundert" geht es um den Einfluss einzelner, mächtiger Staatsführer. Von Lenin bis Helmut Kohl ergründet Ian Kershaw die machtvollen Figuren des 20. Jahrhunderts, die Europa - im Guten wie im Schlechten - geformt haben, und analysiert dabei grundsätzlich die Möglichkeiten und Grenzen "starker" Führungspersönlichkeiten.
Andrej Kurkow erzählt, wie der Kulturbetrieb in der Ukraine derzeit aussieht und wie er weiter seine Stimme gegen den Krieg erheben will.
41 min
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