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In ihrer Heimat Syrien ist die Sängerin Mais Harb ein Star. Mit ihren Songs, die sie während des Krieges geschrieben hat, wurde sie zur Stimme all derer, die gegen das fanatische Blutvergießen sind.
Vor zwei Jahren verließ Mais Harb ihre Heimat und zog nach Berlin. Hier kommt die Al Farabi-Musikakademie auf sie zu – ein Verbund von Musiker:innen, der es geflüchteten und einheimischen Kids ermöglicht, ein Musikinstrument zu erlernen oder gemeinsam im Chor zu singen.
Mais Harb soll mit Berliner Kindern einen Auftritt im Konzerthaus Berlin vorbereiten. Wird dieses ehrgeizige Projekt gelingen?
320.000 Personen in Berlin können weder lesen noch schreiben. Uschi war eine von ihnen. Scham und viele Täuschungsmanöver waren jahrelang Teil ihres Alltags. Im Supermarkt prägt sie sich genau ein, wo welches Produkt steht, im Restaurant bestellt sie das Gleiche, wie ihre Vorgängerin und auf der Arbeit meldet sie sich krank, wenn Aufgaben anstehen, die sie nicht bewältigen würde.
Jeden Tag wird auf Berlins Straßen gemordet und gefahndet: Denn Berlin ist die Krimi-Hauptstadt. Unzählige Filmcrews drehen Szenen in den Berliner Kiezen, vom großen Gangsterepos wie "4 Blocks" und "Asbest" bis hin zum kleinen Vorabendkrimi wie "WaPo Berlin".
Die Filmsets in der Nachbarschaft stoßen bei den Anwohner:innen oft auf Neugier und Begeisterung. Manchmal lösen blockierte Straßen und abgeschleppte Autos rundum die Dreharbeiten aber auch echte Wut aus.
Warum ist Berlin als Tatort so beliebt? Wozu werden die unzähligen LKWs am Set eigentlich benötigt? Und was macht die perfekte Kulisse für den Drehort aus?
Regie: Oliver Martin
Und noch ein Podcast-Tipp aus dem rbb: Im Visier
https://www.ardaudiothek.de/sendung/im-visier-verbrecherjagd-in-berlin-und-brandenburg/81038980/
Der Film "Sonne und Beton" zeigt den rauen Alltag von Jugendlichen aus Gropiusstadt in den Nullerjahren. Aber wie ist die Situation in dem Berliner Problemviertel heute?
Es ist die Romanverfilmung von Felix Lobrechts Debüt, der selbst in dem Neuköllner Ortsteil aufgewachsen ist, genauso wie der 32-jährige Dario. Er arbeitet als Lehrer an der Schule aus dem Film, einige seiner Schüler:innen haben auch darin mitgespielt. Aber nachmittags engagiert er sich ehrenamtlich als Sozialarbeiter. Dort spürt er jeden Tag die Perspektivlosigkeit, Gewalt und die Resignation des Staates.
Der Job ist oft aufreibend, ernüchternd, frustrierend: Manchmal arbeitet er lang mit einzelnen Kindern und dann verschwinden sie plötzlich oder rutschen ab in die Kriminalität. Dario fühlt sich machtlos und so, als würde er immer nur die Symptome, aber nicht die Ursachen der Probleme bekämpfen.
Warum gibt es so viele Probleme in den Hochhausschluchten? Wieso kann Dario sich trotz aller Schwierigkeiten nicht vorstellen, wo anders zu arbeiten? Und wie gefährlich ist Gropiusstadt 2023?
Von Teresa Lonnemann
Und noch ein Podcast-Tipp: Call Me Günther
Schriftsteller Aron Boks ist Nachwendekind und hat eine besondere Familiengeschichte: Sein Urgroßonkel ist der berühmt-berüchtigte DDR-Staatsmaler Willi Sitte. Ein Mann, den in Ostdeutschland jeder kannte, auch weil er barock-erotische Fleischbilder gemalt hat.
Aron Boks ist erst 1997 in Wernigerode geboren und hat seinen “Onkel Willi” nie kennengelernt. Vielleicht gerade deswegen hat er mit "Nackt in die DDR" ein Buch über ihn geschrieben.
Welche Worte findet ein 26-jähriger Poetry-Slammer aus Neukölln für den wohl umstrittensten Maler der DDR? Wieso hat seine Familie nicht nur positiv auf sein Vorhaben reagiert? Und was hat Aron Boks während seiner Recherche auch über sich selbst gelernt?
Autorin und Regisseurin: Sylvie Kürsten
Und noch ein Podcast-Tipp aus der ARD: Eschede
Helle und Tommy sind beste Freunde. Sie kennen sich seit fast 40 Jahren und sind schon zusammen zur Schule gegangen. Immer wieder waren sie obdachlos, auch heute haben sie keine eigene Wohnung. Sie waren gemeinsam im Knast, im Wohnheim und auch mal im Zelt.
Heute hängen sie meistens am Anhalter Bahnhof in Berlin ab. Dort erzählen sie aus ihrem Leben: von Gewalt, die sie als Kinder im Elternhaus erfahren haben und jetzt auf der Straße, von Gesprächen auf dem OP-Tisch und den guten Zeiten, bevor es wieder ins Gefängnis ging.
Helle und Tommy haben einander schon oft gerettet und manchmal auch ins Unglück gestürzt. Wie übersteht eine Freundschaft die Obdachlosigkeit? Und was schweißt die beiden zusammen?
Von Johanna Tirnthal und Timo Stukenberg
Und noch ein Podcast-Tipp aus dem rbb: Tabulos
https://www.ardaudiothek.de/sendung/tabulos/72947378/
Uwe Kany ist Schulleiter eines Gymnasiums in Berlin. Doch für die knapp 800 Schüler:innen gibt es zu wenige Lehrkräfte. Lässt sich so ein geregelter Unterricht überhaupt durchführen?
Herr Guse ist Quereinsteiger und unterrichtet Mathematik. Frau Spöri bringt geflüchteten Kindern in Willkommensklassen Deutsch bei. Frau Wahrheit widmet sich als Schulsozialarbeiterin den Sorgen der Kinder, Jugendlichen und Eltern.
Bei Schulleiter Kany laufen alle Fäden zusammen. Vom Personal, der Ausstattung, bis hin zum Vertretungsunterricht. Wie behält er bei all den Herausforderungen die Lust am Lehrberuf?
Von Kilian Mazurek
Und noch ein Podcast-Tipp aus der ARD: Die Schule brennt
Seit Sandra ein Kind ist, wird ihr von Menschen aus ihrem Umfeld immer wieder das Gefühl gegeben, sie sei anders. Ihr Vater war Vertragsarbeiter aus Mosambik in der DDR und verlässt nach seinem Arbeitseinsatz das Land, vermutlich nicht freiwillig. Sandra wächst mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ohne Kontakt zu ihrem Vater in Potsdam auf.
Im Brandenburg der Neunzigerjahre erlebt sie viel Rassismus und Rechtsextremismus in ihrer Kindheit und Jugend. Sie fühlt sich allein, bis sie als Teenagerin entscheidet, nach ihrem Papa zu suchen. Was verspricht sie sich vom Kontakt mit ihrem Vater? Und kommt es zu einem Wiedersehen, einer Familienzusammenführung?
Von Clara Neubert
Ein großer Dank geht an Prof. Dr. Marcia C. Schenck und Johanna Marie Wetzel von der Universität Potsdam für die wissenschaftliche Beratung zu dieser Podcastfolge.
Falls euch diese Folge von Deep Doku gefallen hat, könntet ihr auch die Folge über DDR-Küche mit Ursula Winnington mögen:
https://www.ardaudiothek.de/episode/deep-doku/ddr-kueche-wie-ursula-winnington-ostdeutsche-rezepte-revolutionierte/rbbkultur/10793239/
Und noch ein Podcast-Tipp aus dem rbb: Mauer Macht Mensch
https://www.ardaudiothek.de/sendung/mauer-macht-mensch/91721122/
Es klingt crazy: "Fleisch", das aussieht wie Fleisch, aber vegan ist und mit einem 3D-Drucker hergestellt wird. Eine Gruppe IT-ler, die den gesamten öffentlichen Nahverkehr einer Großstadt mit ein paar Mausklicks optimiert, wo andere über Excel-Dateien brüten. Die Ideen der israelischen Gründer von Redefine Meat und Optibus klingen so abenteuerlich, dass es jede Vorstellungskraft sprengt.
Berlin ist eine der wichtigsten Drehscheiben für den Menschenhandel von Vietnam nach West-Europa. Hunderte werden jedes Jahr im Auftrag der vietnamesischen Schleuser-Mafia aus Litauen über Warschau nach Berlin gebracht. Darunter auch Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen enden in der Illegalität als Arbeitssklaven für die vietnamesische Mafia. Warum sind diese Verbrechen in Deutschland überhaupt möglich und warum bleiben sie nach wie vor fast unbemerkt?
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