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Charly hat unzählige Abenteuer erlebt. Als Schauspieler stand er in den 60er Jahren mit großen Stars vor der Kamera, er hat in Westberlin eine Schwulenkneipe betrieben, dann einen Lampenladen. Charly lebte auch im Ausland. Heute sind fast alle seine Weggefährten tot.
Er selbst hat kaum Geld und die Gesundheit leidet. Klar, Charly ist mit seinem sehr speziellen Lebenskonzept in seiner Generation ein Paradiesvogel. Aber sein Schicksal könnte auch stellvertretend sein für das, was den Individualisten der heutigen jungen Generationen bevorsteht.
Werden wir irgendwann alle vereinsamen auf Kosten eines freien Lebens? Vergisst man beim Leben manchmal an das Ende zu denken?
Von André Krummel
Ihr Leben lang versucht Johanna zu verstehen warum sie "anders" ist und warum Dinge, die doch offensichtlich "so einfach" sind, ihr so schwerfallen. Regelmäßiges Aufräumen, Beantworten von Amtsbriefen – alltägliche Aufgaben bedeuten höchste Anstrengung. Trotz diverser Ratgeber, Psychologinnen, und sogar dem Besuch bei einer Schamanin tappt Johanna lange Zeit im Dunklen.
Auf die Idee, sie könne AD(H)S haben, kommt lange Zeit niemand. Wie auch, wenn sie immer ein freundliches, aufmerksames Mädchen war, und die Statistiken nur unkonzentrierte vorlaute Jungs beschrieben? Über die eigenen Regeln eines neurodiversen Gehirns, und darüber, dass es nicht "falsch", sondern einfach nur "anders" ist, erzählen Tanja Krüger und Johanna Rubinroth.
Autorinnen: Johanna Rubinroth und Tanja Krüger
Irgendwann hat Inge zu den Antidepressiva gegriffen. Wie nach einem Strohhalm gegen Schmerzen und Schwermut. Jetzt traut sich die Autorin nicht mehr das Zeug abzusetzen. Aus Angst dann durchzudrehen. Doch wie kommt man wieder von den Pillen los? Und was passiert, wenn diese Psychopharmaka wie bei so vielen zur Dauermedikation werden?
Die Doku nimmt die Gruppe der Antidepressiva unter die Lupe und taucht ein in die Seelenlage von Betroffenen. Auf der Suche nach Aufklärung wird die ganze Geschichte vom Fluch und Segen der Antidepressiva mit all ihren Mythen und Marketingversprechen erzählt.
Von Inge Braun
Regie: Ulrich Lampen
Am 7.10.2023 dringen früh morgens hunderte Anhänger der islamistischen Terror-Organisation Hamas aus dem Gaza Streifen nach Israel ein. Für Israel wird dieser Samstag zu einem Albtraum. Die Terroristen brechen in Wohnhäuser ein, erschießen wahllos ganze Familien, töten junge Menschen, die in der Wüste auf eine Rave-Party tanzen waren. Allein in den ersten drei Tagen gibt es über 900 Tote zu beklagen, über 2400 Verletzte und über einhundertvierzig Menschen, die von der Hamas entführt wurden, darunter Frauen, Teenager, Kleinkinder und Holocaust-Überlebende.
Als wichtigster Unterstützer dieses beispiellosen Angriffs gilt das iranische Regime, das die Hamas laut Angaben ihrer eigenen ranghohen Mitglieder seit Jahren mit militärischer Ausrüstung, Know-how und Geld beliefert.
2020 ist die Autorin Ruth Kinet nach Israel gereist, genauer in den Kibbutz Kishorit, idyllisch gelegen im Norden des Landes, 16 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Dort leben und arbeiten rund 250 Juden, Araber und Drusen zusammen. Israelische Sicherheits- und Militärexperten befürchteten schon damals, dass es dort bald vorbei sein könnte mit der Idylle und die Verbündeten des Iran im Libanon und Syrien die israelische Armee in einen Krieg zwingen könnten. Eine Befürchtung, die sich drei Jahre später bewahrheiten sollte.
Autorin: Ruth Kinet
Marina sitzt wegen versuchten Mordes für über zehn Jahre im Gefängnis. Ihr Ex-Partner hat den Anschlag nur knapp überlebt. Die beiden haben eine sehr lange und, auf beiden Seiten, gewaltvolle Beziehung hinter sich.
Ihre Kinder und Enkelkinder sind schockiert von ihrer Tat und Verhaftung, trotzdem können sie sich ein Leben ohne Marina nicht vorstellen. Die sitzt ihre Strafe ab und muss sich an den Gefängnisalltag gewöhnen. Aber es fällt ihr schwer, denn die Isolation und die strengen Regeln nagen an Marina. Aber hat sie es anders verdient? Schließlich hat sie versucht, einen anderen Menschen zu töten.
Wie zeitgemäß sind Haftstrafen noch? Und muss Marina wirklich über zehn Jahre im geschlossenen Vollzug verbringen oder findet sie noch einen Weg raus?
Von Uta Eisenhardt und Martina Reuter
Regie: Dennis Kogel
Im Herbst 2016 erschießt die Polizei einen Mann in einem Berliner Flüchtlingsheim. Aus Notwehr, sagt die Polizei. Der Geflüchtete trug ein Messer bei sich. Spätere Ermittlungen konnten das nicht bestätigen. Zu einem öffentlichen Prozess ist es bis heute nicht gekommen. Doch Hussam Fadls Witwe reichte eine Verfassungsbeschwerde ein, der völlig überraschend im August 2023 stattgegeben wurde.
Die Autorinnen Ruth Waldeyer und Urlike Ertl rekonstruieren den politisch hoch brisanten Fall.
Eine der größten Schwierigkeiten für wohnungslose Menschen ist die Körperpflege. Brigitte ist 72, seit über 20 Jahren auf der Straße und regelmäßige Kundin des Duschmobils.
Ozi und Mina sind queer und leben in Berlin. Sie sind im Iran geboren und beteiligen sich hier an den Protesten gegen die Regierung ihres Heimatlandes. Sie gehen auf die Straße, organisieren Demos oder informieren ihre Follower:innen auf Social Media über die Vorgänge im Iran.
Frauenfußball ist in Deutschland vieles: unterfinanziert, wenig beachtet und dennoch erfolgreich. Katja Friedl spielt Fußball, seit sie ganz klein ist und hat mit dem FC Viktoria 1889 Berlin nun ein großes Ziel – den Aufstieg in die Bundesliga.
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