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Tränen fließen über die Wangen eines Mannes, als er das erste Mal in Untersuchungshaft kommt. Ein anderer Gefangener sucht in seinen ersten Nächten vergeblich in seiner Zelle die Türklinke. Der wachhabende Justizbeamte ist froh, wenn die Lebendkontrolle am Morgen ohne böse Überraschungen zu Ende geht.
Untersuchungshaft ist die härteste Form von Gefängnis, sagen viele Inhaftierte. Plötzlich aus dem Leben gerissen, kaum Kontakt nach draußen und die Ungewissheit darüber, wie es weitergeht.
In Berlin landen die meisten U-Häftlinge in der JVA Moabit – ob Größen der Organisierten Kriminalität, Taschendiebe oder Steuerhinterzieher. Sie alle sind eingesperrt, ohne verurteilt zu sein. Bei der U-Haft geht es um die Sicherung des Gerichtsverfahrens, nicht um Strafe und Resozialisierung.
Wie kommen Inhaftierte und Beamte mit dem Alltag hinter den Mauern der U-Haftanstalt in Moabit klar? Wie gerecht ist die Untersuchungshaft?
Von Imre Balzer und Fabian Grieger
Regie: Max Radestock
Eine Produktion des rbb in Zusammenarbeit mit Studio Jot
Neue Folgen von Deep Doku erscheinen nun jeden zweiten Mittwoch in der ARD Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt.
Und zum Schluss noch ein Podcast-Tipp aus dem rbb:
Nogah ist 18 Jahre alt, lebt in Berlin und kommt aus einer religiösen jüdischen Familie. Sie ist viel auf Social Media unterwegs, versucht, aufzuklären, ihre Perspektiven als Jüdin auf politische und gesellschaftliche Themen weiterzugeben. Doch seit dem 7. Oktober ist das Klima ein anderes. Auch an ihrer Schule. Sie erhält regelmäßig Hassnachrichten und sogar Morddrohungen. Eine Zeremonie, bei der an die Geiseln der Hamas gedacht werden soll, wird von einem Mob an ihrer Schule gewaltsam verhindert.
Wie kämpft Nogah gegen den Judenhass an ihrer Schule an? Und wie gelingt es Lehrerinnen und Lehrern, dem wachsenden Antisemitismus entgegenzutreten?
Autor: Carsten Dippel
Ein Karate-Trainer aus Brandenburg gibt vor, ein Alleskönner zu sein: Sicherheitsexperte, Profiler, Sprachgenie und Träger von sechs schwarzen Gürteln. Gerade Letzteres entlarvt ihn als Hochstapler.
Brennende Häuser, Autowracks, Tote unter Abdeckplanen: Morris Pudwell fotografiert alles, was Klickzahlen und Auflage bringt. Es ist eine Welt der versteckten Codes, der Banalität von Gewalt, Bildern im Kopf, die man nicht mehr los wird.
Wenn es dunkel wird, zieht der Berliner mit seiner Kamera los. Auch der rbb kauft seine Bilder. Kommt der Morgen, verschickt Morris seine Beute an die Zeitungsredaktionen Berlins und hofft, dass er seine Konkurrenz ausstechen konnte.
Die Bilder dieser Nächte erzählen etwas über den Voyeurismus, der uns alle hin zu den Schattenseiten der Stadt zieht. Deep Doku begleitet einen getriebenen Mann.
Autoren: Sebastian Schneider und Mitya Churikov
Hier könnt ihr euch Morris in der gleichnamigen rbb-Doku "Der Blaulichtreporter" anschauen:
Und zum Schluss noch ein Podcast-Tipp aus der ARD: Knallhart – Die ARD Thriller-Hörspiele:
Mutter sein – für viele das größte Glück der Welt, aber für Judith kommt alles anders. Nach der Geburt ihrer Tochter fällt sie in ein tiefes Loch und empfindet mehr Schmerz als Freude.
Sorgearbeit leisten, Zeit mit ihrem Kind verbringen und sich selbst oft zurückstellen müssen: Das kostet Judith sehr viel Kraft. Irgendwann findet sie heraus, dass sie nicht nur mit der Situation überfordert ist, sondern die Entscheidung Mutter geworden zu sein, anzweifelt.
Was Judith beschreibt, nennt sich Regretting Motherhood. Der Begriff wurde von der israelischen Soziologin Orna Donath geprägt. Wie fühlt sich das genau an? War es richtig, dass Judith ihr Kind bekommen hat? Und hat sie es inzwischen geschafft, ihr Kind lieben zu lernen?
Von Jenny Zimmermann
Sprecherin: Lena Conrad
Falls ihr noch mehr Infos über Judith wollt, findet ihr sie hier:
Und zum Schluss noch ein Podcast-Tipp aus der ARD: Eltern ohne Filter https://www.ardaudiothek.de/sendung/eltern-ohne-filter/68705722/
Illegale Autorennen in Berlin 01.02.2016, mitten in der Nacht: Zwei junge Männer rasen mit bis zu 160 km/h über den Ku’damm. Sie überfahren 10 rote Ampeln. Nach der 11. kommt es zum Crash. Michael Warshitsky, ein 69jähriger Arzt und Vater zweier Kinder, fährt gerade nach Hause, als einer der beiden Raser in seinen Jeep hineinrast. Warshitsky hat keine Chance zu überleben. Die Fahrer wurden bundesweit als Ku’dammraser bekannt. Einer von Ihnen wird später wegen versuchten Mordes verurteilt. Der andere wegen Mordes.
Sie war der erste Schwarze Weltstar. Die meistfotografierte Frau ihrer Zeit: Josephine Baker. Das Bild, auf dem sie nur mit einem Bananenröckchen bekleidet den Charleston tanzt, wurde zur Ikone.
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