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Jenische sind die vielleicht am wenigsten bekannte Minderheit Europas. Ihre Geschichte, Kultur und sogar die Sprache ist heute kaum jemandem bekannt und das, obwohl Jenische in vielen Ländern Europas in großer Zahl leben – insbesondere auch in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Das wollen wir in der heutigen Folge also ein wenig ändern. Sprechen wir daher über die Geschichte von Fahrenden und von der Sesshaftigkeit. Fragen wir uns aber auch, was eigentlich ein "Volk" ausmacht und lernen wir mehr über die Geschichte von Menschen, die über Jahrhunderte hinweg abseits der Norm lebten und leben mussten.
Wie immer bei "Minderheitenthemen" findet man sich beim Punkt Jenische schnell in einer Zwickmühle wieder. Als Mitglied der Mehrheitsbevölkerung will ich es schließlich so gut es nur geht vermeiden, über eine Gruppe zu sprechen, ohne sie zu Wort kommen zu lassen oder zumindest in den Austausch gegangen zu sein. Deshalb nehme ich diese Episode des Podcast in einem Hotelzimmer in Chur in der Schweiz auf, wo in diesem Jahr das Feckerchilbi, das größte Fest der Jenischen stattfindet. Tauchen wir vor dem Hintergrund also ein ins Jenische: Eine ganze Welt mit eigener Sprache, Kultur, Geschichte und vor allem – Menschen.
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Südafrika in den 1830er-Jahren. Einige tausend niederländischstämmige Buren, die sogenannten Voortrekker, lassen die Kapkolonie hinter sich, um der verhassten britischen Herrschaft zu entkommen. Auf ihrer Route in Richtung Norden und Osten haben sie plötzlich menschenleeres Land vor sich, das geradezu zum besiedeln einlädt. Und genau das tun sie dann auch und wenig später würden aus diesen Regionen die Burenrepubliken werden. Aber … warum war dieses Land denn verlassen? Sicherlich müssen dort auch davor schon Menschen gelebt haben. Oder? Nun … mit dieser Geschichte verhält es sich in Südafrika gar nicht mal so einfach. Um die Gründe zu erfahren, warum diese Gegend in jener Zeit leer war (oder auch nicht), müssen wir über einen großen Mythos des Landes reden: Die Mfecane.
Was also ist diese Mfecane? Die Mfecane ist ganz kurz gesagt eine Ära der südafrikanischen Geschichte im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert. Wörtlich übersetzt aus dem isiZulu bedeutet Mfecane etwa "Vertreibung", "Zerstreuung" oder auch (deutlich martialischer) "Zerquetschung". Es beschreibt also eine Zeit der großen und dramatischen Veränderung, eine Zeit der Gewalt, des Krieges, aber nicht zuletzt auch die Zeit des Aufstiegs der Zulu unter ihrem großen Herrscher Shaka Zulu. Aber die Mfecane ist daneben auch ein Mythos und als solcher ist ihre Bedeutung für Südafrika noch heute höchst umstritten und unterschiedliche Seiten geben ihr sehr unterschiedliche Bedeutungen. Tauchen wir also ein!
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Innsbruck schmückt sich unter anderem mit dem Beinamen "Hauptstadt der Alpen" und das ist hier ausnahmsweise mal wirklich nicht zu hoch gestapelt. Diese Stadt und ihr historisches Zentrum sind geradezu umringt von Bergen und diese haben auch die Geschichte der Stadt spürbar mitgeprägt. Aber noch etwas ist hier interessant: Denn Innsbruck wie es früher war hat mit dem Innsbruck von heute doch auch überraschend wenig zu tun. Aus all diesen Gründen wollen wir uns diese wechselvolle Geschichte heute also näher ansehen – und zwar vor Ort in Tirol. Komm also mit auf einen Spaziergang durch die wunderbare Innsbrucker Innenstadt. Gemeinsam schauen wir uns die großen Sehenswürdigkeiten wie den Hofgarten, die Hofburg, das Goldene Dachl, den Stadtturm, die Triumphpforte oder den Bergisel an. Vor allem erzähle ich dir dabei aber von der Geschichte Innsbrucks vom Mittelalter bis in die Moderne. Denn die hat es in sich.
Wir beginnen unsere Reise dabei mit einer offensichtlichen Frage: Wann wurde Innsbruck gegründet? Das kann man am allerbesten von hoch oben in der Nordkette erklären – mit Blick in Richtung Süden und auf den Brenner. Unten in der Altstadt sehen wir dann, wie diese Siedlung sich im Mittelalter und danach rasant weiterentwickelte, welche Bedeutung sie annahm und welcher ganz bestimmte Kaiser hier einen guten Teil seiner Zeit verbrachte und der Stadt seinen Stempel aufdrückte. Es wird eine spannende Reise in eine umso spannendere Stadt. Ich hoffe, du hast am Hören so viel Freude wie ich am Aufnehmen!
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Die Krimtataren machen heute etwas über 10 Prozent der Bevölkerung der Krim aus. Das klingt nicht nach viel, aber doch ist diese Anzahl mehr als nur bemerkenswert. Denn die Geschichte der Krimtataren war in den vergangenen zwei Jahrhunderten eine schwierige und von alltäglicher Diskriminierung geprägte. Dieser Prozess gipfelte im Jahr 1944 in der Vertreibung der gesamten (!) Volksgruppe nach Zentralasien auf Befehl Stalins. Erst langsam zogen einige von ihnen nach Ende der Sowjetunion wieder zurück in die Ukraine. Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 und dem Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine 2022 kam die Gruppe der Krimtataren aber erneut in Gefahr und als Folge auch hierzulande in die Medien. Lernen wir also heute etwas über ihre Geschichte!
Die Krimtataren, diese muslimische, turksprachige Gruppe in Osteuropa, spielten in der Geschichte dieser Region eine bedeutende Rolle – und zwar lange, bevor Russland seinen Einfluss in Richtung Schwarzmeerraum ausbaute. In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast sprechen wir daher über ihre Herkunft und ihren späteren Staat: Das Khanat der Krim. Über das 18. und 19. Jahrhundert mit der zunehmenden Einflussnahme durch Russland kommen wir schließlich in die jüngere Geschichte und besprechen die Deportation und Rückkehr im 20. Jahrhundert. Und das alles tue ich nicht allein. Denn immerhin geht es hier auch am Rande um Steppenvölker und da darf einer auf keinen Fall fehlen: Elias von Historia Universalis!
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Rosa Luxemburg gilt als Ikone der deutschen Linken. Das mag zum Teil sicherlich an ihrer kaltblütigen Ermordung im Jahr 1919 liegen, die sie zur Märtyrerin und damit zur Legende machte. Aber doch ist hinter dem Kult um Rosa Luxemburg mehr dran als nur das. Ihre Tätigkeit ist doch nicht zuletzt ein zentrales Puzzlestück in der Geschichte des Kommunismus in Deutschland – ob man das nun gut findet oder nicht. Ihre Arbeit und die ihrer Weggefährten wie Leo Jogiches, Clara Zetkin und vor allem Karl Liebknecht haben das linke Lager Deutschlands und auch die Geschichte des Landes noch lange geprägt – noch Jahrzehnte nachdem Rosa Luxemburg an jenem Januartag 1919 getötet worden war. Über diese Geschichte wollen wir heute reden.
Das möchte ich aber dieses Mal nicht alleine tun und daher habe ich mir für diese Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast Hilfe geholt. Jasmin von Herstory ist hier und gemeinsam nähern wir uns heute der historischen Persönlichkeit Rosa Luxemburg. Vor allem betten wir sie aber kritisch in ihre Zeit ein: Wie beeinflusste sie mit ihren Ideen um Freiheit, Revolution und Sozialreform die deutsche Sozialdemokratie? Wie kam es am Ende zu ihrer Spaltung mit der SPD und welche Auswirkungen sollte das auf die Zukunft Deutschlands haben? Finden wir es gemeinsam raus!
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Thule war in antiker griechischer Zeit der Name einer mythischen Insel im hohen Norden. Gleichzeitig ist Thule aber auch eine Chiffre in rechtsradikalen und okkulten Kreisen, gerade in Deutschland. Nun … wenn das mal keine merkwürdige Kombination ist, der ich mich heute entsprechend widmen will! Wir fangen für diesen Zweck im Mittelmeerraum der Antike an. Was waren damals dieses "Thule" und seine noch unschuldige quasi-Vorgängeridee "Hyperborea" überhaupt? Wie trat diese nordische Phantominsel erstmals in der Geschichte auf und wie entwickelte sie sich in der Folgezeit langsam aber sicher zum Mythos? Und vor allem: Was haben ausgerechnet der Nationalsozialismus und seine Anhänger:innen nun wieder damit zu tun?!
Um diese Fragen soll sich die heutige Folge des Déjà-vu Geschichte Podcasts drehen. Wir wenden uns dem hohen Norden zu – blicken nach Island, Grönland, Norwegen oder irgendwo dazwischen – und reden darüber, was ein Grieche aus dem 4. Jahrhundert vor Christus dort so erlebt hat … oder das zumindest behauptete. Wir sprechen über eine mythische Insel Thule, die seit jener Zeit fast durchgehend auf europäischen Karten des Nordmeers zu finden war, wenn auch niemand wirklich wusste, wo genau sie denn nun sein sollte. Und wir reden schließlich über die Thule-Gesellschaft des 20. Jahrhunderts und wie die Phantominsel es am Ende in rechtsextreme Kreise schaffte. Es wird komplex, es wird weird – schnall dich besser an.
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Sorben und Sorbinnen leben seit über tausend Jahren in der Lausitz, im heutigen Sachsen und Brandenburg. Das bedeutet: Jahrhunderte bevor es das Heilige Römische Reich und damit die deutsche Sprache in diese Region geschafft hat, war sie schon slawisch geprägt und das macht die Sorben und Sorbinnen zur ältesten Minderheit in Deutschland. Ihre Geschichte in der Nieder- und Oberlausitz ist dabei vor allem geprägt vom Kampf um die sorbische Sprache und das hat sich bis heute nicht großartig geändert. Jahrhunderte des Nebeneinanderlebens mit Deutschsprachigen und teils der offenen Diskriminierung machten den Spracherhalt und damit den Erhalt der Gruppe der Sorbinnen und Sorben (von Deutschsprechenden auch oft als "Wenden" bezeichnet) nicht immer einfach. Teils machten sie es sogar fast unmöglich.
Ich bin daher im April nach Bautzen gereist, um vor Ort mehr über die Geschichte und das heutige Leben von Sorbinnen und Sorben in der Lausitz zu erfahren. Gemeinsam mit meinem wunderbaren Guide Julian lernte ich so die Stadt Bautzen und vor allem seine sorbisch geprägte Umgebung kennen. In dieser Episode möchte ich diese Eindrücke mit dir teilen. Ich erzähle dir also von der Geschichte der Region, den Menschen und der Sprache. Ich teile aber auch Einblicke von vor Ort und Gespräche mit Julian mit dir.
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Das Land Tirol reichte zu Zeiten der österreichischen Monarchie von Kufstein im Norden bis kurz vor den Gardasee im Süden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein Teil dieses Landes – nun Südtirol genannt – aber vom neu entstehenden Staat Österreich abgetrennt und der Siegermacht Italien zugeschlagen. Aus einem Teil eines österreichischen Kronlandes wurde die einfache italienische Provinz Bozen. Dieser Teil der Geschichte Tirols und Südtirols ist bis heute ein Thema und es gibt noch immer Menschen, die Südtirol gerne wieder in Österreich sehen würden. Heute sind diese aber doch deutlich in der Minderheit und die allerwenigsten Südtiroler:innen wünschen sich eine solche politische Veränderung. Vor 50 Jahren sah die Geschichte aber noch ein klein wenig anders aus …
In der heutigen Folge des Podcast soll es um die gewalttätige Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert gehen. In den späten 1950er-Jahren gründete sich da nämlich der "Befreiungsausschuss Südtirol" (BAS) und begann bald damit, das Land mit Terror zu überziehen. Die erste Welle dieser Attentate gipfelte im Sommer 1961 in der sogenannten Feuernacht, in der BAS-Aktivist:innen um die Stadt Bozen in Massen Strommasten in die Luft sprengten. In den Jahren darauf radikalisierte sich die Bewegung immer weiter. Insgesamt starben so mindestens 21 Menschen – von Seiten der italienischen Staatsmacht kam es sogar zu Folterungen. Ein Ende kam erst auf politischem Weg durch das Südtirol-Paket von 1972 in Sicht, das der Region Autonomie innerhalb Italiens brachte. Diesen blutigen Prozess möchte ich mir heute genauer anschauen – und zwar mit Franziska und Amrei von "Darfs ein bisserl Mord sein".
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Lübeck gilt als das Haupt und Königin der Hanse. Es ist also nicht nur irgendeine weitere Hansestadt – es ist historisch gesehen die wichtigste von allen. Daher ist es auch nur passend, dass ich am Ende meiner Reise durch die Geschichte dieser Hanse genau hier in Lübeck ende. Ich lade dich heute also ein auf einen Stadtrundgang durch diese wunderschöne Stadt Lübeck. Wir spazieren dabei zu den vielen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, wie dem Rathaus oder der Marienkirche. Anhand dessen reden wir aber vor allem auch über die Geschichte der Stadt: Wer hat Lübeck gegründet und warum? Wie sah die Innenstadt früher mal aus? Was tat sich hier und wie geschah es, dass Lübeck im Mittelalter zu einer der wichtigsten Städte Deutschlands und der ganzen Ostsee wurde? Darum soll es in dieser Folge gehen.
Diese Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast bildet damit den Abschluss des Dreiteilers zur Geschichte der Hanse. Mit diesem Stadtrundgang durch Lübeck möchte ich alle losen Enden zusammenbringen und alle offenen Fragen klären, die in Hamburg oder Bremen übrig geblieben sind. Ich hoffe, du hattest Freude an dieser für mich ganz besonderen Serie. Als Österreicher ist mir der hohe Norden noch immer ziemlich fremd und es war großartig, auf einen Schlag gleich so viele tolle Städte, ihre Geschichte und die dahinter liegenden Spuren der Hanse kennenzulernen. Und die Leute waren auch nett.
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Hamburg ist mit Sicherheit die bekannteste Hansestadt im heutigen Deutschland. Also wie gesagt: Heute. Früher hat das nahe gelegene Lübeck der Stadt an der Elbe dann noch deutlich den Rang abgelaufen, aber nichtsdestotrotz war Hamburg von Anfang an im Bund der Hanse mit dabei und hat diesen stark geprägt. Und umgekehrt natürlich. Heute wollen wir uns diese Geschichte Hamburgs und der Hanse daher mal näher ansehen. Gegründet als Hammaburg ging der Aufstieg der Stadt ab dem 11. Jahrhundert immerhin in einer irren Geschwindigkeit vor sich und im Gegensatz zu vielen anderen Hansestädten folgte hier auf das Ende der Hanse auch kein steiler Abstieg. Nein: Die Stadt Hamburg wurde eigentlich erst danach zum treibenden Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region und noch heute für ganz Deutschland. Schauen wir uns das alles näher an!
Für diese Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast sind wir also wieder live vor Ort und ich nehme dich mit auf einen historischen Spaziergang durch Hamburg, nachdem wir letzte Woche ja bereits Bremen und seine Beziehung zur Hanse kennenlernen durften. Wir bewegen uns wie gewohnt durch einige der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom alten Kern über den Hafen bis zur Speicherstadt und darüber hinaus. Dabei erzähle ich dir nach und nach von der bewegten Geschichte dieser Stadt und der Hanse, auch abseits der üblichen Legenden um Störtebeker und Co. Versprochen.
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