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In dieser Folge geht es um:
Welche Rolle soll Arbeit in eurem Leben spielen? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.
Migration gehört seit Jahren zu den bestimmenden politischen Themen in Österreich und Europa – und zu den emotionalsten. Rechte Parteien haben die Debatte erfolgreich besetzt, während sich Parteien der Mitte und Mitte-Links schwertun, eine eigene Erzählung zu entwickeln.
In der neuen Folge des DOSSIER-Podcasts sprechen wir mit der Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle darüber, warum Migration politisch so stark polarisiert und weshalb insbesondere die SPÖ bei diesem Thema in einem Dilemma steckt. Wer versucht, mit einer härteren Migrationspolitik Wähler zurückzugewinnen, läuft Gefahr, die Positionen rechter Parteien zu bestätigen. Wer Probleme ausblendet, überlässt ihnen wiederum die Debatte.
Welche Rolle spielen Angst und soziale Medien dabei? Warum funktionieren einfache Botschaften wie »Grenzen schließen« so gut? Und wie könnten demokratische Parteien über Probleme sprechen, ohne Migration ausschließlich als Bedrohung darzustellen? Stainer-Hämmerle plädiert dafür, stärker über gelungene Integration und die Chancen von Zuwanderung zu sprechen – und warnt davor, Sprache und Perspektiven populistischer Parteien zu übernehmen.
Außerdem sprechen wir darüber, warum auch junge Menschen beim Thema Migration keineswegs automatisch liberaler eingestellt sind und weshalb Zukunfts- und Abstiegsängste gerade junge Männer für rechte Parteien empfänglicher machen können.
Moderation: Julia Herrnböck
DOSSIER ist eine unabhängige, gemeinnützige Redaktion, die investigativen und datenjournalistischen Journalismus betreibt und fördert. Das Medium ist werbefrei und finanziert sich durch seine Leser. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer DOSSIER-Mitgliedschaft oder einem Magazin-Abo.
Mitfinanziert von der Europäischen Union. Die Autor tragen die alleinige Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung. Weder die Europäische Union noch die Förderorganisation haften dafür.
In dieser Folge hören Sie ein Interview mit der Soziologin Judith Kohlenberger, die an der Wirtschaftsuniversität Wien das Institut für Migration und Fluchtforschung leitet. Sie forscht zu Fragen von Flucht, Migration und Integration und publiziert ihre Ergebnisse in Büchern sowie in journalistischen Beiträgen.
Das Interview führten die DOSSIER-Journalistinnen Maria von Usslar und Sahel Zarinfard im Rahmen einer Recherche über die tödlichste Fluchtroute der Welt, das zentrale Mittelmeer. In dieser Region herrscht seit über zehn Jahren ein Dilemma: Auf der einen Seite haben sich staatliche Küstenwachen aus der Seenotrettung zurückgezogen, um eine strikte Migrationspolitik durchzusetzen. Auf der anderen Seite rotieren zivile Seenotrettungsschiffe wie etwa die Sea Watch, um schiffbrüchigen Geflüchteten das Leben zu retten.
Über die daraus entstandenen Konfliktlinien zwischen Behörden und freiwilligen Helfer·innen haben wir mit Judith Kohlenberger gesprochen. Welche Verantwortung kommt der EU und ihren Mitgliedstaaten im Mittelmeer zu und warum werden Menschenrechtsverletzungen insbesondere durch die libysche Küstenwache nicht nur in Kauf genommen, sondern auch durch Mittel der EU finanziert?
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In der neuen Folge des DOSSIER-Podcasts spricht Redakteurin Julia Herrnböck mit der Umweltpsychologin Isabella Uhl-Hädicke von der Universität Salzburg über die Psychologie der Klimakrise. Obwohl das Bewusstsein für den Klimawandel in der Bevölkerung hoch ist, fällt es vielen Menschen schwer, ihr Verhalten zu verändern oder politisch aktiv zu werden. Warum ist das so?
Im Gespräch erklärt Uhl-Hädicke, warum Krisen wie Pandemie, Krieg oder Teuerung die Klimakrise aus dem öffentlichen Fokus gedrängt haben und weshalb Angst allein selten zu mehr Klimaschutz führt. Entscheidend sei vielmehr das Gefühl, gemeinsam etwas bewirken zu können. Sie spricht über Climate Anxiety, die Folgen von Perfektionismus in der Klimadebatte und darüber, warum niemand perfekt leben muss, um Teil der Lösung zu sein.
Außerdem geht es um die Frage, welche Verantwortung Einzelpersonen tatsächlich tragen, warum Politik der wichtigste Hebel für wirksamen Klimaschutz ist und wie Medien und Gesellschaft wieder hoffnungsvoller über die Klimakrise sprechen könnten. Moderation: Julia Herrnböck.
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Da haben wir das neue Magazin »Gruß aus der Küche – Ein investigativer Gastro-Guide« präsentiert.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, warum sich ein investigativer Blick auf die Gastronomie lohnt – und welche Missstände sichtbar werden, wenn man hinter die Kulissen von Küche, Service und Betrieb blickt.
Danach sprach DOSSIER-Redakteurin Muskaan Bajwa mit Expertin Melissa Nielsen über sexualisierte Belästigung in der Gastro als strukturelles Problem. Nielsen arbeitet früher selbst in der Gastro und schrieb ihre Masterarbeit über sexualisierte Übergriffe in der Branche.
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Warum sind Queer- und Genderdebatten derzeit so massiv politisch aufgeladen? In dieser Folge des DOSSIER-Podcasts spricht Medienmacher Julian Wiehl über die systematische Diffamierung der LGBTIQ-Community. Das Gespräch beleuchtet die internationalen Netzwerke und Geldflüsse aus den USA und Russland, die gezielt europäische Debatten unterwandern, um die Gesellschaft zu spalten. Wiehl erklärt, warum Transphobie oft nur die Spitze eines Eisbergs ist, der letztlich Frauenrechte und demokratische Grundwerte bedroht, und wie wir durch »Queer Media Literacy« lernen können, manipulative Schlagzeilen zu durchschauen. Ein Plädoyer für Wachsamkeit, Dialog und das »zweimalige Durchatmen« im digitalen Raum.
Autokratische Netzwerke operieren durch die gezielte Diffamierung vulnerabler Gruppen und den Einsatz bösartiger Headlines, um gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben, erklärt Medienexperte Julian Wiehl. Er stellt klar, dass es sich hierbei nicht um eine isolierte Gruppe handelt, sondern um einen integralen Teil unserer Gesellschaft: »Die Queer-Community in Österreich, das sind Österreicherinnen und Österreicher, unsere Kinder, unsere Enkelkinder, unsere Onkel und Tanten.« Hinter der systematischen Abwertung steckt laut Wiehl oft das Ziel nach Macht und Kontrolle, das letztlich demokratische Freiheiten für alle bedroht. Mehr über diese Strategien und wie wir durch »Queer Media Literacy« Manipulationen entlarven können, erfahren Sie im Podcast – als Videopodcast auch auf Youtube: https://www.youtube.com/@dossierat Moderation: Julia Herrnböck.
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In der neuen Folge des DOSSIER-Podcasts sprechen wir mit dem Desinformationsanalysten Dietmar Pichler über den Fall »Paul Pittmann«: Der österreichische Influencer verbreitet auf Social Media Kreml-Narrative und erreicht damit ein Millionenpublikum. Er spricht dabei selbst russisch und verwendet, wie wir herausgefunden haben, einen Decknamen. Die Frage, wer hinter dem Account steckt, führte uns vom Neusiedlersee bis nach Moskau.
Russland-Influencer operieren durch gezielte Auswahl, Weglassen und Einbettung von Informationen, um das Leben in Europa als wenig erstrebenswert darzustellen, erklärt Desinformationsanalyst Pichler: »In Österreich herrscht absolute Meinungsfreiheit, wenn es darum geht, russische Propaganda zu verbreiten, aber nicht, sie zu benennen.« Mehr über die Gefahren und wirkungsvolle Gegenstrategien zur Soft-Propaganda erfahren Sie im Podcast – als Videopodcast auch auf Youtube: https://www.youtube.com/@dossierat Moderation: Georg Eckelsberger
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Am Anfang investigativer Recherchen stehen oft Menschen, die den Mut haben, Informationen weiterzugeben – und dafür viel riskieren: ihre Karriere, ihre Sicherheit, manchmal ihr ganzes Privatleben. Genau um diesen Preis, den Quellen zahlen, dreht sich das neue DOSSIER-Theaterstück »Die Quelle« von Regisseur Calle Fuhr, das kürzlich im Theater am Werk in Wien mit Standing Ovations Premiere gefeiert hat.
Gemeinsam mit DOSSIER-Journalist Ashwien Sankholkar bringt Fuhr darin die Mechanismen hinter Redaktionen und Machtzentren auf die Bühne – spannend wie ein Thriller und nah dran an der Realität des Investigativjournalismus.
Im Podcast sprechen die beiden über die Entstehung des Stücks, darüber, was investigatives Theater leisten kann – und was eine gute Quelle wirklich ausmacht.
Karten für »Die Quelle« gibt es über das Theater am Werk. DOSSIER-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung.
Im Rahmen einer länderübergreifenden Kooperation, die unter dem Namen Gen.EU läuft, versorgen wir junge Europäer·innen ein Jahr lang mit faktenbasiertem Journalismus und wagen uns dafür sogar auf Tiktok. Denn die junge Zielgruppe soll dort erreicht werden, wo sie sich hauptsächlich informiert – in den sozialen Netzwerken. Aber passt das zusammen: Investigativjournalismus und Social Media?
Diese Frage haben wir beim DOSSIER-Hinterzimmer am 24. März 2026, live auf der Bühne in der Roten Bar des Volkstheaters Wien besprochen. Zu Gast waren die DOSSIER-Redakteur·innen Andjela Alexa, Lilli Gruber und Markus Hagspiel. Sie erzählen davon, wie guter Journalismus auf Social Media gelingt und wie die Zusammenarbeit von Redaktionen aus insgesamt sechs europäischen Ländern funktioniert.
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Mit über einer Million Unterschriften hat die Bürger·inneninitiative »My Voice My Choice« Schwangerschaftsabbrüche wieder auf die politische Agenda der EU gesetzt. Das Ziel: einheitliche Regelungen und einen öffentlich finanzierten Zugang in allen Mitgliedstaaten. Aber was hat die Initiative letztlich bewirkt und an welchen Hürden scheitert das Vorhaben noch heute?
Im DOSSIER-Podcast spricht DOSSIER-Journalistin Andjela Alexa mit der Politikwissenschaftlerin Rebekka Pflug von der Universität Wien über teils große Unterschiede innerhalb der EU: Etwa warum Abbrüche in Ländern wie Polen praktisch unmöglich sind und Betroffene unter anderem nach Österreich reisen müssen – auch wenn die Versorgung hierzulande mitunter lückenhaft ist.
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