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In diesem Podcast-Episode geht es um Henrik von Holtums Hörspiel „Das Loch in der Welt“ (SWR 2026). Darin entdeckt eine Gruppe von Kindern in einer ehemaligen Schrebergartenkolonie ein scheinbar bodenloses Loch, das den Protagonisten magisch anzieht.
Während die Geschichte die Erfahrung des „Aus der Welt Fallens“ und den Verlust der Verbindung zur Realität einfängt, stellt sich mir dabei die Frage nach der Zukunft des Hörspiels als Medium. Was ich damit meine, erfahrt ihr in dieser Folge des Hörspiel-Kritikers.
In „Sörensen geht aufs Haus“ trifft Kriminalkommissar Sörensen auf ein makabres Rätsel in der norddeutschen Provinz. Was als banaler Nachbarschaftsstreit beginnt – ein ehemaliger Krabbenfischer will die Maulwürfe des Nachbarn mit einem Wasserschlauch ausschwemmen – endet mit dem Fund einer halb verwesten Hand im Erdhügel. Der verdächtige Nachbar entpuppt sich als Schiefel, Sörensens alter Schulfreund aus der ersten Klasse.
Regisseur Sven Stricker inszeniert diese Geschichte ohne überflüssige Erzählstimmen. Statt die Handlung nur voranzutreiben, entfalten sich die Dialoge organisch aus den Figuren, während Sörensens innere Monologe seine Gedankenwelt direkt spiegeln. Die Sprache ist präzise und charakterisiert die Personen durch treffende Bilder statt langer Beschreibungen.
Bjarne Mädel verkörpert Sörensen mit einer einzigartigen Mischung aus Melancholie und trockenem Humor, unterstützt von einer hochkarätigen Besetzung: Dietrich Hollinderbäumer als skurriler Nachbar, Matthias Matschke als Spurensicherer und Dietmar Wunder, dessen Stimme unweigerlich an James Bond erinnert. Das Ergebnis sind zwei Stunden Krimi-Unterhaltung, die trotz der schweren Thematik durch witzige Dialoge und eine authentische Geräuschkulisse besticht.
In dieser Folge widme ich mich der neuen ARD-Serie „Die Hexe von Pendach" (2026) von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher. Die Handlung spielt im Jahr 1700 und folgt der Nonne Agathe auf der Suche nach einem verschwundenen Findelkind in einem Dorf, das von Hexenprozessen und einem plötzlichen Schneesturm geprägt ist.
Besonders lobenswert ist die historische Fundierung der Serie: Die Autorinnen beleuchten faktenbasiert, dass Hexenverfolgung kein Mittelalter-Phänomen war, sondern in der frühen Neuzeit durch staatliche Beamte vorangetrieben wurde. Auch Themen wie Wetterzauber und Kinderhexenprozesse werden realistisch eingebunden.
Technisch ist die Produktion mit ihrem hervorragenden 3D-Sounddesign und der Musik absolut beeindruckend. Inhaltlich muss ich jedoch Abstriche machen: Die acht Folgen wirken stellenweise langatmig und das „Mystery" finde ich nicht. Für mich ist es eine technisch brillante, aber inhaltlich nicht ganz fesselnde Serie, die eher als historisches Lehrstück denn als spannender Thriller funktioniert.
In dieser Episode tauche ich ein in die surreale Welt des britischen Hörspiel-Großmeisters Don Haworth und nehme sein skurriles Hörspiel „Verhaftet“ unter die Lupe. Dabei versuche ich zu entschlüsseln wie Haworths „Hörspiel-Regeln“ dieses Stück zu einem zeitlosen Paradebeispiel für tiefschwarzen britischen Humor und exzellentes Kopfkino machen.
Außerdem gibt es noch einen heißen Hörspieltipp, und zwar den Krimi „Das vierte Skalpell“ von Hans Gruhl.
In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es nicht um ein Hörspiel, sondern um ganz viele Hörspiele. Diese macht Frank Rawel von "Leises Lärmen" und zwar allein. Also nicht ganz allein - die KI hilft ihm, um ganz unterschiedliche Charaktere zum Leben zu erwecken. Dabei entstehen herrlich lustige, skurrile und fantastische Hörspiele. Wie Frank dabei genau vorgeht, wird in dieser Folge verraten.
Ein Hörspiel, was mich wirklich umgehauen hat, will ich heute besprechen: „Für immer seh ich dich wieder“ nach dem gleichnamigen Roman von Yannic Han Biao Federer in der Bearbeitung und Regie von Cordula Dickmeiß. Warum es mich so beeindruckte? Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, aber ich hab es versucht – auch wenn sehr stotternd.
Am 06.12.25 waren Martin und Olaf vom OHRCAST sowie meine Wenigkeit wieder einmal zu Besuch bei RADIO T in Chemnitz. Wir diskutierten über DDR-Hörspiele. Wie das war, das hört ihr in dieser Folge.
Diesmal geht es hoch hinauf – in ein abgelegenes Chalet, abgeschnitten von der Außenwelt, mitten in einen klassischen Whodunit. Ich nehme mir die 8-teilige Hörspielserie Die Blender von Gregor Schmalzried vor und frage: Ist das raffinierte Krimi-Konstrukt wirklich so clever, wie es tut – oder doch ein Blender?
Es geht um „enge“ Freunde, einen Wintersturm, einen toten Bräutigam und eine Ermittlerin mit wasserdichtem Alibi. Ich spreche über starke Dialoge, dichte Atmosphäre, überzeugende Sprecherleistungen – aber auch über meine größte Kritik: Schmalzrieds Vorliebe für spektakulär komplizierte Mordpläne. Warum das trotzdem extrem spannend ist, was das Ganze mit Kartenspielen, falschen Fährten und mehrfachen Wendungen zu tun hat und weshalb ich die Serie trotz Meckerei klar empfehle, hört ihr in der neuen Folge.
Wie letztes Jahr vor Weihnachten gibt es hier im Podcast wieder ein Hörspiel von mir. Im dritten Teil der Sockenpolizei ruft ein Kind bei Wachtmeister Achim an. Es wurde von seinem Bruder in den Schrank eingesperrt. Natürlich muss die Sockenpolizei da helfen. Doch als Wachtmeister Achim und seine Chefin am Haus des Kindes im Schrank ankommen, ist es doch ganz anders. Hat das Kind die Sockenpolizei angelogen?
Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
Euer Thomas, der Hörspiel-Kritiker
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