Design Perspectives

Design Perspectives

By German Design CouncilArtsDesign
Download on the App Store

Design Perspectives episodes

  • Doris Rösner: Wie gestaltet man die Passenger Experience an einem Flughafen?

    Das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt zählt zu den modernsten Flughafenterminals der Welt. Nach rund 20 Jahren Planung und Bau ist es in diesem Jahr in Betrieb gegangen. Rund 15 Millionen Menschen werden hier jährlich reisen und dabei auf ein hochkomplexes Zusammenspiel technischer und betrieblicher Abläufe treffen. Dabei stellt sich die Frage, wie sich dieses Erlebnis aus der Perspektive der Reisenden gestalten lässt, vom Check-in bis zur Gepäckausgabe. Und das ist eine Aufgabe des Service Designs!

    In der neuen Episode von Design Perspectives spricht Prof. Philipp Thesen mit Doris Rösner, Senior Managerin Customer Experience Strategy bei der Fraport AG, über die Entwicklung der Passenger Experience am neuen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens. Das Projekt wurde beim German Design Award mit Gold ausgezeichnet. Ihre wichtigste Erkenntnis: Entscheidend ist es, die zahlreichen Beteiligten zusammenzubringen und dabei die enorme Komplexität des Systems im Blick zu behalten. Das Miteinander ist für sie der Schlüssel, um viele Beteiligte zusammenzuhalten.

    👤 Doris Rösner – Senior Managerin Customer Experience Strategy, Fraport AG

    https://www.linkedin.com/in/doris-terezinha-r%C3%B6sner-39894631
    🎙️ Philipp Thesen – Professor für Mensch-System-Interaktion an der Hochschule Darmstadt, Berater für Designmanagement http://www.thesen.net

    📌 Takeaways:

    1. Services arbeiten im Hintergrund: Für Doris Rösner ist es eine Managementaufgabe, die vielen Prozesse hinter einem Erlebnis so zu gestalten, dass der Passagier sie nicht als Komplexität erlebt. Beim automatisierten Check-in sieht der Gast nur einen für ihn relevanten Ausschnitt des Prozesses. Auch wenn etwas schiefläuft, soll er erleben, dass eine Lösung bereitsteht.

    2. Der Gast kommt mit einem Mindset: Fraport unterscheidet zwischen der Airline als primärem und dem Passagier als sekundärem Kunden und clustert die Passagiere nach ihren Bedürfnissen. Entscheidend ist aber auch, mit welchem Stresslevel und Mindset ein Mensch an einem bestimmten Tag reist. Grundlage sind eigene monatliche Befragungen (Servicebarometer), Airline- und ASQ-Daten sowie der Austausch mit anderen Flughäfen.

    3. Klare Rahmen, gemeinsame Story: Mit dem Leitgedanken „surprisingly German“ hat der Vorstand Terminal 3 als eigenständiges Erlebnis festgelegt, entlang der Customer Journey. Entschieden wurde anhand klarer Kriterien statt Geschmack: Storyline, Budget, Gästebedürfnisse, Sicherheit, Betrieb und Zonierung. Innerhalb dieses Rahmens brauchte es Empowerment und Experten wie Betrieb, Architektur und Brandschutz von Anfang an.

    4. Menschen zusammenbringen: Doris Rösners wichtigste persönliche Erkenntnis ist, Menschen gut zu orchestrieren und dabei die Komplexität im Blick zu behalten. Für sie ist das Miteinander der Schlüssel: eine gemeinsame Zielsetzung, um die Beteiligten zusammenzuhalten

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council
    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen: https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren: https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    https://www.frankfurt-airport.com/de/fluege-und-airlines/terminal-3.html

    🕐 Kapitel:

    00:00 – Einstieg: Services, die im Hintergrund arbeiten

    06:34 – Passenger Experience: Airline und Passagier als Kunden

    09:40 – Das Bodenprodukt und der gesamte Reiseprozess

    11:32 – Unsichtbares Design und Zusammenarbeit der Disziplinen

    15:07 – Betrieb, Schnittstellen und Digitalisierung

    19:15 – KI und Vertrauen: Gepäckstatus, Wegezeiten, Orientierung

    22:38 – Nutzerforschung: Servicebarometer, Mindsets und Dachkonzept

    25:31 – Customer Journey: Vom Selfiespot zum Marktplatz

    29:20 – Prototypen, Expertise und Entscheidungen nach Kriterien

    34:44 – Neubau im leeren Gebäude vs. Umbau im laufenden Betrieb

    37:50 – Wirkung: Messung und Vergleich mit Terminal 2

    41:42 – Customer Experience Strategie und Abschlusserkenntnis

    47 min
  • Rolf Keller: Wie hält Vitra Designmöbel im Kreislauf?

    Wie hält Vitra Designmöbel im Kreislauf? In dieser Folge des Design Perspectives Podcasts sprechen wir mit Rolf Keller, Head of Circularity bei Vitra, darüber, wie aus Möbeln ein funktionierendes Kreislaufgeschäft wird. Am Beispiel des „Vitra Circle for Contract” geht es um Rücknahme, Aufarbeitung und den erneuten Einsatz gebrauchter Möbel. Und darum, wie Ressourcenschonung wirtschaftlich funktioniert und welche Erkenntnisse aus dem Refurbishment in die Produktentwicklung fließen.

    👤 Rolf Keller – Head of Circularity bei Vitra (LinkedIn)

    🎙️ Moritz Marder – Industriedesigner & Markenstratege (LinkedIn)

    📌 Takeaways:

    1. Drei Schritte bilden das Geschäftsmodell: Vitra Circle for Contract umfasst den Einkauf gebrauchter Möbel, ihre Aufarbeitung und den Verkauf. Keller betont, dass der Betrieb sowohl zur Ressourcenschonung beitragen als auch wirtschaftlich tragfähig sein soll.

    2. Vitra prüft Rückkaufangebote einzeln: Eine Rücknahme muss sich unter anderem logistisch lohnen. Auch Mindestmengen, verfügbare Ersatzteile, die mögliche Aufarbeitung auf nahezu neuwertigen Zustand und die Marktchancen spielen laut Keller eine Rolle. Deshalb sagt Vitra manchen Angeboten ab.

    3. Refurbishment gibt Impulse für die Produktentwicklung: Keller sagt, dass viele Klassiker ursprünglich nicht auf eine einfache Aufarbeitung in großen Stückzahlen ausgelegt waren. Aus den Erfahrungen mit den Produkten ergeben sich Hinweise für Reparierbarkeit, Modularität, Gleichteile und die Kompatibilität von Produktgenerationen.

    4. Die CO_2-Einsparung hängt vom Produkt ab: Keller nennt im Schnitt 60 bis 90 Prozent Einsparung gegenüber dem jeweiligen Neuprodukt. Die Berechnung hängt von der Konfiguration ab und kann verwendete Ersatzteile sowie Transport berücksichtigen.

    Design Perspectives

    Der Podcast des German Design Council
    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur.
    Sie geben Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    ● Vitra Circle Store

    ● Vitra Circle for Contract

    ● Vitra Circle auf LinkedIn

    ● V-Foam

    🕐 Kapitel:

    01:20 – Kreislaufwirtschaft zwischen ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit

    06:56 – Vitra Circle for Contract: die drei Säulen des Modells

    08:14 – Gebrauchte Möbel zurückgewinnen: Beschaffung und Auswahl

    13:14 – 2.500 Bürostühle: vom Rückkauf zur Wiederverwendung

    15:12 – Was beim Refurbishment eines Stuhls passiert

    18:59 – Wirtschaftlichkeit, Qualität und Garantie

    27:06 – Kommunikation, Umweltaussagen und digitaler Produktpass

    32:22 – CO_2-Einsparungen durch aufgearbeitete Möbel

    34:17 – Was Refurbishment über gutes Produktdesign lehrt

    42:33 – Tipps für Unternehmen: ausprobieren und vorhandene Ressourcen nutzen

    47 min
  • Xu Tiantian: How Can Small Architectural Interventions Create Big Changes?

    In this episode of the Design Perspectives podcast, Xu Tiantian is our guest – an internationally acclaimed Chinese architect and founder of the Beijing-based architecture practice DnA_Design and Architecture. For her place-based approach and her work on the revitalisation of rural regions in China, she received the honorary award “Architects of the Year” at the ICONIC AWARDS 2026 **together with her practice. Host **Martin Pauli speaks with her about her approach of “architectural acupuncture” and the question of how architecture can respond to the specific conditions of a place and a community.

    Xu Tiantian describes a central turning point in her work: after initially working on larger public cultural buildings, she worked on small structures along the water as part of the Jinhua Architecture Park, initiated and curated by Ai Weiwei. More than ten female architects from around the world were involved in the park. Working with artists and on a smaller scale led Xu Tiantian towards a more precise, sensitive and contextual approach to architecture. Using the example of the Brown Sugar Factory, the architect explains how a village’s traditional sugar production led to the idea of a collectively organised factory. The conversation explores local resources, cultural identity, trust and collaboration with village communities and public authorities. Xu Tiantian also speaks about how her work in rural regions of China has changed her understanding of architecture and what she would like to pass on to young architects.

    👤 Xu Tiantian – Architect, professor and founder of DnA_Design and Architecture

    🎙️ Martin Pauli – Director & Global Leader Circular Economy Services at Arup https://de.linkedin.com/in/martin-pauli-1aa06974

    📌 Takeaways

    1. Architecture starts with the place: Xu Tiantian develops her projects from the history, culture, way of life and local resources of each place. Because every village has its own conditions and identity, each project needs its own tailored programme.

    2. Architectural acupuncture connects architecture and everyday life: For Xu Tiantian, “architectural acupuncture” is more than a small-scale intervention. Her understanding of it developed, among other things, through her work at the Jinhua Architecture Park, where Ai Weiwei brought together more than ten international architects for small structures along the water. The smaller scale enabled more precise and sensitive responses to the respective context and marked a turning point in Xu Tiantian’s work. Spaces should be connected with daily life and production activities, strengthen local identity and encourage social and economic circulation. The solution does not always have to be a building.

    3. The Brown Sugar Factory makes the approach concrete: In a village known for brown sugar production, problems with fire, hygiene and sales became apparent. The idea emerged from the discussion on site to bring the individual family workshops together in a communal factory. It was to serve as a production site, a living museum, a place of learning and a space for cultural activities. Xu Tiantian reports that the price of brown sugar rose to four to five times its previous level after two to three years.

    4. Long-term impact comes from belonging: According to Xu Tiantian, projects work in the long term when they are part of local life and belong to the community – not when they are built only for visitors. She focuses on practical solutions, low investment, local resources and collaboration with communities and public authorities.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    The Podcast by the German Design Council

    How can we use design as a lever for transformation and economic success? That is what we discuss with personalities from design, brand management and architecture. They offer insights into how transformation, sustainability and economic success can go hand in hand in business. Interesting, informative, inspiring.

    📰 Read Design Perspectives:

    https://www.german-design-council.de/en/design-perspectives

    ✉️ Subscribe to our newsletter:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Further links:

    https://www.designandarchitecture.net
    https://iconic-awards.com

    41 min
  • Henning Klimczak: Wie gestaltet man Marken, die Menschen wirklich bewegen?

    Sherpas kennen den Berg. Das Volk aus dem Himalaya kennt die perfekte Route, nimmt Last ab und geht den Weg gemeinsam bis zum Gipfel. Genau so versteht Henning Klimczak seine Arbeit als Co-Founder und CEO von Sherpa Design – und als frisch gekürter „Creative of the Year" beim German Brand Award 2026. Mit seinem 80-köpfigen Team gestaltet er Markenidentitäten für Lufthansa, REWE, Eintracht Frankfurt und das Deutsche Rote Kreuz. Dr. Saskia Diehl hat ihn für uns gefragt, wie man Marken baut, die Menschen wirklich bewegen.

    👤 Henning Klimczak – Co-Founder und CEO von Sherpa Design

    🎙️ Dr. Saskia Diehl – CEO GMK Markenberatung

    📌 Takeaways:

    1. Marken als Entscheidungshilfe: Für Henning Klimczak sind starke Marken vor allem eines: alltägliche Orientierung. Sie helfen Menschen, Entscheidungen zu treffen – nicht weil sie laut sind, sondern weil sie klar machen, wofür sie stehen. Haltung ist dabei kein Nice-to-have, sondern die Grundlage für Differenzierung und Vertrauen.

    2. Identität kommt von innen: Markenarbeit beginnt nicht im Konferenzraum, sondern im Unternehmen selbst. Sherpa setzt auf intensive Interviews, Beobachtungen und Gespräche mit Mitarbeitenden auf allen Ebenen – um den „Zauber”eines Unternehmens zu finden, bevor er in Design und Kommunikation übersetzt wird.

    3. Beteiligung schafft Bindung: Ob Konzern oder NGO: Je höher die emotionale Identifikation der Menschen mit einer Marke, desto wichtiger wird ein partizipativer Change-Prozess. Das Deutsche Rote Kreuz zeigt, wie tiefgreifend Markenarbeit sein kann, wenn Hunderttausende Ehrenamtliche mitgedacht werden müssen.

    4. KI als Werkzeug: KI demokratisiert den Zugang zu Gestaltung und erzeugt dabei oft Beliebigkeit. Klimczaks Antwort: Nicht Quantität, sondern Klarheit entscheidet. Wer weiß, wofür eine Marke steht, kann KI sinnvoll einsetzen. Wer das nicht weiß, produziert nur mehr Rauschen.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council

    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen: https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    https://www.sherpa-design.de
    https://www.german-brand-award.com

    🕐 Kapitel:

    (00:01:12) Henning Klimczak und die Auszeichnung „Creative of the Year"
    (00:02:59) Marken als Entscheidungshilfe und emotionale Anker
    (00:04:47) Warum es allein mit Haltung nicht getan ist – Beispiel Fritz Cola
    (00:07:12) Braucht eine Marke zwingend Haltung, um sich zu differenzieren?
    (00:08:30) Die Gründungsgeschichte von Sherpa Design
    (00:15:05) Wie Sherpa Marken entwickelt
    (00:19:14) Von der Identität ins Design: Markenkompass, Markenperson und Tone of Voice
    (00:21:22) Case Deutsches Rotes Kreuz: NGOs, Ehrenamt und hohe Identifikation als Herausforderung
    (00:27:53) Wie man interne Skepsis überwindet
    (00:29:17) KI als neues Werkzeug
    (00:33:02) Wie Sherpa KI konkret einsetzt
    (00:34:34) Der bewegendste Projekt-Case
    (00:39:25) Was kommt als Nächstes?
    (00:40:56) Was ist Klimczaks eigener Gipfel?

    43 min
  • Lydia Kind - Wie wird Westwing zur erlebbaren Marke – über digital hinaus?

    Wie wird Westwing zur erlebbaren Marke – über digital hinaus?

    Westwing war jahrelang rein digital. Heute gibt es deutschlandweit zehn Stores und einen Design Service, der zu den Menschen nach Hause kommt. Katharina de Silva spricht mit Lydia Kind, Chief Marketing Officer, darüber, wie aus einem Shopping-Club eine Design-Brand wurde, die man anfassen und erleben kann.
    Lydia Kind kommt aus der Mode. Zuletzt war sie Global Creative Director bei Zalando. Sie spricht darüber, was dieser Hintergrund für die Markenführung im Interior bedeutet und welche Entscheidungen eine Marke braucht, um wirklich erlebbar zu werden.

    👤 Lydia Kind – Chief Marketing Officer bei Westwing

    🎙️ Katharina de Silva – Redaktionsleitung Design Perspectives

    📌 Takeaways:

    1. Stores sind für Westwing kein reines Vertriebsformat. Lydia Kind beschreibt, wie Westwing-Mitarbeitende selbst in den Stores arbeiten, um die Kund*innen direkt zu erleben. Für eine Marke, die jahrelang rein digital war, ist das ein grundlegender Perspektivwechsel: Nähe zur Zielgruppe entsteht nicht im Dashboard, sondern im Gespräch.

    2. Wie macht man eine Marke über Menschen erlebbar? Westwing setzt auf ein dreistufiges Ökosystem aus Influencern, Creatorn und Tastemaker. Tastemaker mit teils nur 2.000 Followern zeigen Westwing-Produkte in echten Wohnungen, nicht im perfekt inszenierten Shooting. Das schafft eine Nähe, die Reichweite allein nicht ersetzen kann. Und den Content nutzt Westwing direkt auf der eigenen Plattform weiter.



    3. Was leistet die Westwing Collection für die Marke? Die eigene Kollektion ist für Westwing mehr als ein Sortimentsbaustein, sie ist der Backbone der Marke. Lydia Kind beschreibt, wie Marketing und Designteam eng zusammenarbeiten, um Produkte zu entwickeln, die sowohl marktrelevant als auch kommunikationsstark sind. Bei Third-Party-Brands bleibt der kreative Spielraum klein. Bei der eigenen Kollektion kann Westwing Trends nicht nur aufgreifen, sondern setzen.

    4. Was leistet ein Design Service für die Markenbeziehung? Der Design Service ist keine Produktverlängerung. Er ist der Moment, in dem die Marke wirklich persönlich wird. Die Beratung erfolgt wahlweise online, oder jemand von Westwing kommt ins Wohnzimmer, nimmt den Floorplan auf, erstellt ein 3D-Konzept.

    5. Wie entsteht Markenkonsistenz über alle Touchpoints hinweg? „Das Wichtigste ist, Entscheidungen zu treffen und Nein zu sagen." Ob Store, Kampagne, Kooperation oder Social Media: Konsistenz entsteht nicht durch Präsenz überall, sondern durch Konsequenz in allem. Und das ist, wie sie selbst sagt, nicht immer bequem.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council

    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen: https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🕐 Kapitel:

    (00:01:16) Was überrascht jemanden aus der Modewelt an Interior?
    (00:03:39) Ein Sofa als „It-Bag fürs Zuhause": die Idee hinter der Kampagne
    (00:05:21) Wofür steht Westwing heute?
    (00:07:53) Was steckt hinter „Live Beautiful"?
    (00:10:37) Was verändert sich, wenn Kund*innen die Marke anfassen können?
    (00:12:59) Warum war Westwing 2025 nicht auf dem Salone del Mobile?
    (00:15:56) Welche Rolle spielt Social Media in der Markenstrategie?
    (00:19:05) Influencer, Creator, Tastemaker: wie denkt Westwing das Ökosystem?
    (00:22:09) Was leistet die eigene Westwing Collection?
    (00:24:03) Wie verändert der Design Service die Markenbeziehung?
    (00:26:45) Nach welchen Kriterien wählt Westwing Kooperationspartner aus?
    (00:31:53) Was unterscheidet starke D2C-Marken von austauschbaren?
    (00:33:27) Welche Rolle spielt KI bei Westwing?
    (00:35:41) Worauf ist Lydia am stolzesten?

    36 min
  • Axel Meise: Wie wird aus einer Haltung Licht?

    In dieser Folge von Design Perspectives spricht Host Moritz Marder mit Axel Meise, Gründer und Design-Direktor des Leuchtenherstellers Occhio. Meise entwickelte Ende der 1990er-Jahre eine Idee, die das Unternehmen bis heute prägt: Licht nicht in einzelnen Produkten, sondern als ganzheitliches System zu denken.

    Im Gespräch erzählt er, wie aus seiner Faszination für Licht eine Designphilosophie wurde, warum Licht mehr ist als Beleuchtung und wie es unsere Wahrnehmung und unsere Lebensqualität beeinflusst. Es geht um Innovationen wie Gestensteuerung und um die Frage, warum Nachhaltigkeit für Occhio vor allem zeitloses Design und die Weiterentwicklung bestehender Produkte bedeutet.

    👤 Axel Meise – Gründer und Design-Direktor von Occhio.

    🎙️ Moritz Marder – Industriedesigner & Markenstratege

    📌 Drei Takeaways:

    1. Systemdenken statt Einzelprodukt

    Occhio entstand aus Axel Meises Erfahrung als Lichtplaner, Händler und Berater. Ihm fehlte die gestalterische und technische Durchgängigkeit bestehender Lichtlösungen. Die Antwort war ein ganzheitliches System, das Design, Lichtqualität, Steuerung und Nutzungserlebnis miteinander verbindet. Für Meise ist diese Konsequenz bis heute der Kern der Marke Occhio.

    2. Licht ist Wissenschaft und Emotion zugleich

    Sonnenlicht ist für Occhio bis heute die wichtigste Referenz. Axel Meise erläutert, warum Farbwiedergabe, Lichtspektrum und Lichtqualität eine zentrale Rolle für die Wahrnehmung von Licht spielen und weshalb das Unternehmen lange an Halogen festhielt, bis LED-Technologie den eigenen Qualitätsansprüchen genügte. Gleichzeitig versteht Meise Licht als kulturellen Faktor, der Lebensqualität, Wohlbefinden und Erlebnisse prägt – eine Haltung, die Occhio unter dem Begriff „Culture of Light“ zusammenfasst.

    3. Nachhaltigkeit durch Langlebigkeit

    Für Axel Meise beginnt Nachhaltigkeit mit zeitlosem Design. Produkte sollen auch nach Jahrzehnten noch relevant und ansprechend sein. Ergänzt wird dieser Anspruch durch modulare Systeme und Nachrüstlösungen wie clipLED, die bestehende Leuchten auf moderne LED-Technologie umrüsten. Nachhaltigkeit entsteht bei Occhio damit nicht durch kurzlebige Trends, sondern durch Beständigkeit, Qualität und eine möglichst lange Nutzungsdauer.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council

    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen: https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    Occhio: https://www.occhio.com/
    Occhio History: https://www.occhio.com/history

    🕐 Kapitel

    01:23 – Vom Hobby zum Beruf: Axel Meises Weg zum Licht
    05:35 – Warum Occhio von Anfang an ganzheitlich gedacht wurde
    09:28 – Zwischen Lichtwirkung und Designobjekt
    13:52 – Produktentwicklung, Innovation und das Occhio-Portfolio
    19:31 – Die Apple-Parallele: Ökosysteme, Marke und Nutzererlebnis
    26:34 – Licht als Wissenschaft: Farbwiedergabe, LED und Wahrnehmung
    32:19 – Gestensteuerung und neue Formen der Interaktion mit Licht
    39:12 – Persönliche Lichterlebnisse und die Entstehung der „Culture of Light“
    41:50 – Nachhaltigkeit durch Langlebigkeit, Modularität und Nachrüstung
    47:50 – Was gutes Licht mit Menschen macht und warum es Lebensqualität schafft

    50 min
  • Conny Bakker: How do we design products for more than one life?

    In this episode of Design Perspectives, host Martin Pauli speaks with Conny Bakker, Professor of Circular Product Design at TU Delft. For more than three decades, she has been working on how products can be designed so that materials, components and entire products stay in circulation for as long as possible.

    The conversation explores the practical challenges of circular design — from repair and reuse to ownership models, and the question of why circularity always requires a rethink of business models and supply chains. Conny Bakker also reflects on how design education is changing and why sufficiency may become a more important part of the sustainability debate in the future.

    👤 Conny Bakker – Professor of Circular Product Design, TU Delft

    🎙️ Martin Pauli – Director & Global Leader Circular Economy Services at Arup

    📌 Three Takeaways:

    1. Products do not disappear after use: Conny Bakker describes how, during her design education, products effectively “disappeared from designers’ consciousness” once they had been used. Circular design starts precisely at this point: designing products so that they can be repaired, reused and kept in circulation over the long term.

    2. Circularity is more complex than many companies realise: Recycled materials alone do not make a product circular. The conversation highlights why circularity also involves business models, supply chains, take-back systems and user behaviour — and why many companies struggle when they try to change everything at once.

    3. Why the question of “enough” is becoming more important: Towards the end of the episode, Conny Bakker raises a more difficult question: is circularity alone enough? Alongside recycling and efficiency, sufficiency may increasingly come into focus — in other words, the question of how much consumption and innovation are actually necessary.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    The Podcast by the German Design Council

    How can we use design as a lever for transformation and economic success? That is what we discuss with personalities from design, brand management and architecture. They offer insights into how transformation, sustainability and economic success can go hand in hand in business. Interesting, informative, inspiring.

    📰 Read Design Perspectives:

    https://www.german-design-council.de/en/design-perspectives

    ✉️ Subscribe to our Newsletter:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Further links:

    TU Delft: https://www.tudelft.nl/
    Faculty of Industrial Design Engineering, TU Delft: https://www.tudelft.nl/io

    🕐 Chapters:

    01:25 – Conny Bakker’s introduction to circular design
    02:31 – Why system change takes time
    08:27 – What circular design means in practice
    13:16 – The gap between ambition and implementation
    15:49 – Common mistakes companies make
    18:37 – Designing for multiple life cycles
    20:33 – Ownership, repair and product-as-a-service
    23:33 – The role of designers in complex systems
    30:24 – Circular design in education
    33:06 – What success for circular design could look like
    35:24 – Why sufficiency is becoming more important

    39 min
  • Matthias Staubach: Welche Rolle spielt Design in autonomen industriellen Systemen?

    In dieser Episode von Design Perspectives geht es um eine zentrale Frage aktueller Systemgestaltung: Welche Rolle spielt Design, wenn Systeme zunehmend autonom handeln und gleichzeitig menschliche Entscheidungen weiterhin entscheidend bleiben?

    Host Philipp Thesen spricht mit Matthias Staubach, Head of User Experience Siemens Smart Infrastructure Buildings Products, über UX in sicherheitskritischen Infrastrukturen, in denen Hardware, Software und Daten eng miteinander verzahnt sind. Anhand von Beispielen aus den Bereichen Smart Buildings und Fire Safety wird deutlich, dass Design hier weit über Interface-Gestaltung hinausgeht: Es strukturiert komplexe Entscheidungsprozesse und trägt dazu bei, dass Systeme auch unter realen Bedingungen verständlich und zuverlässig bedienbar bleiben.

    👤 Matthias Staubach – Head of User Experience Siemens Smart Infrastructure Buildings Products

    LinkedIn: http://www.linkedin.com/in/matthiasstaubach

    🎙️ Philipp Thesen – Designer, Strategieberater und Professor für Mensch-System-Interaktion an der Hochschule Darmstadt

    📌 Vier Takeaways:

    1. Design für sicherheitskritische Systeme: Einfachheit unter realen Risikobedingungen

    Die Systeme, an denen Siemens arbeitet, etwa im Bereich Fire Safety, sind hochkomplex und werden von sehr unterschiedlichen Nutzergruppen bedient: von Techniker*innen über Facility Manager bis hin zu Laien im Ernstfall. Design bedeutet hier nicht Vereinfachung im klassischen Sinne, sondern die Reduktion von Komplexität unter realen Risikobedingungen. Entscheidend ist, dass Nutzer auch unter Stresssituationen verstehen, was zu tun ist – und welche Konsequenzen ihre Entscheidungen haben.

    2. UX als Systemdesign: zwischen Hardware, Daten und Infrastruktur

    Im industriellen Kontext ist UX untrennbar mit physischen Produkten verbunden. Sensoren erzeugen kontinuierlich Daten, die über Cloud-Systeme und Anwendungen verfügbar gemacht werden. Design gestaltet diese Zusammenhänge und sorgt dafür, dass Informationen im richtigen Moment zugänglich sind. UX wird damit weniger zur Gestaltung einzelner Interfaces als zur Orchestrierung komplexer Systeme.

    3. KI als Beschleuniger: Aber nicht als Ersatz für Design und Domänenwissen

    Künstliche Intelligenz verändert die Entwicklung industrieller Systeme grundlegend, wirkt in diesem Kontext jedoch vor allem als Beschleuniger, nicht als Ersatz für Gestaltung. Entscheidend bleibt das Domänenwissen: Nur wer versteht, wie Systeme tatsächlich genutzt werden, kann sinnvolle Lösungen entwickeln. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil liegt dabei weniger in der Technologie selbst als in der Qualität und Nutzung der verfügbaren Daten.

    4. Autonome Systeme brauchen Vertrauen: Human in the Loop bleibt zentral

    Auch mit zunehmender Automatisierung bleibt der Mensch entscheidend – insbesondere dort, wo Konsequenzen bewertet werden müssen. Konzepte wie „Human in the Loop“ (aktive Entscheidung) und „Human on the Loop“ (reines Monitoring) zeigen, wie sich die Rolle des Menschen verschiebt. Während Systeme zunehmend eigenständig handeln, wird Design zum entscheidenden Faktor dafür, Vertrauen, Kontrolle und Transparenz sicherzustellen.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council
    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    Siemens: https://www.siemens.com/
    Siemens Smart Infrastructure: https://www.siemens.com/smart-infrastructure

    🕐 Kapitel:

    00:00 – Einführung und Vorstellung Matthias Staubach
    01:40 – Smart Infrastructure: Produkte zwischen Hardware und Software
    03:40 – Nutzergruppen und Anforderungen in sicherheitskritischen Systemen
    06:30 – UX jenseits von Consumer Tech: Einfachheit und Konsequenzen
    07:00 – Automatisierung und die Rolle des Menschen
    10:30 – Das autonome Gebäude: Szenarien und Funktionsweise
    13:00 – Daten als Grundlage für Industrial AI
    15:50 – KI, Domänenwissen und die Grenzen der Automatisierung
    18:00 – Wo findet UX in autonomen Systemen statt?
    19:30 – Aufbau und Rolle des globalen UX-Teams
    21:40 – Interfaces, Designsysteme und regulatorische Anforderungen
    24:00 – Warum Domänenwissen Design unersetzlich macht
    27:45 – Anforderungen an zukünftige Designer
    31:00 – Design-Belief: weniger Interfaces, mehr Wirkung
    35:00 – Fazit und Abschluss

    35 min
  • Marie Kurstjens: Wie entsteht Teilhabe im Social Design?

    In dieser Folge von Design Perspectives spricht Host Jasmin Jouhar mit der Designerin Marie Kurstjens, die beim German Design Award 2026 als Newcomer of the Year ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, was Social Design ausmacht – und wie echte Teilhabe im Gestaltungsprozess entstehen kann.

    Marie studierte an der Universität der Künste Berlin und an der Bauhaus-Universität Weimar. Mit ihren Projekten „Cookability” (Bachelor) und „Designing Dignity” (Master) zeigt sie, wie Gestaltung zu mehr Selbstbestimmung beitragen kann – vorausgesetzt, sie entsteht nicht aus der Ich-Perspektive, sondern im engen Austausch mit den betroffenen Menschen.

    👤 Marie Kurstjens – Designerin, German Design Award 2026 „Newcomer of the Year”

    https://de.linkedin.com/in/marie-kurstjens-b8b701340

    🎙️ Jasmin Jouhar – Freie Journalistin

    https://de.linkedin.com/in/jasmin-jouhar-a8735211a

    📌 Drei Takeaways:

    1. Teilhabe entsteht durch kontinuierlichen Dialog: Echte Partizipation beginnt mit gründlicher Recherche – und setzt sich fort im konstanten Austausch mit allen Beteiligten. Interviews, Workshops, Feedbackschleifen und iterative Prototypen sind keine Zusatzschritte, sondern Kern des Prozesses. Wer Teilhabe gestalten will, muss zuhören, rückkoppeln und gemeinsam weiterdenken.

    2. Die eigene Perspektive hinterfragen: Social Design bedeutet, die Ich-Perspektive bewusst zu verlassen. Designer*innen müssen ihre eigene Position reflektieren und sich ihrer Rolle im Gefüge von Machtstrukturen, kulturellen Kontexten und individuellen Lebensrealitäten bewusst sein. Gestaltung wird so zu einem Prozess des Lernens und Übersetzens – nicht des Vorgabenmachens.

    3. Wirkung braucht Ausdauer: Partizipative Projekte sind komplex, sensibel und oft langwierig. Vertrauen aufzubauen, Netzwerke zu entwickeln und Konzepte in reale Pilotprojekte zu überführen, erfordert Geduld und Beharrlichkeit. Social Design ist kein kurzfristiger Impuls, sondern ein langfristiges Engagement für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    Der Podcast des German Design Council

    Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

    📰 Design Perspectives lesen:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives

    ✉️ Unseren Newsletter abonnieren:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Weiterführende Links:

    https://www.german-design-award.com

    🕐 Kapitel:

    01:22 – Auszeichnung als Newcomer of the Year: Sichtbarkeit für Social Design
    07:10 – Was ist Social Design? Abgrenzung zu Universal und Inclusive Design
    10:30 – Cookability: Co-Design mit Menschen mit Tetraplegie
    18:12 – Designing Dignity: Ein Menstruations-Kit für Menschen auf der Flucht
    25:08 – Die Rolle der Designerin: Beobachterin, Übersetzerin, Macherin
    30:37 – Wie ist Social Design in der aktuellen Designpraxis verankert?
    33:08 – Nächste Schritte: Von der Idee zum Pilotprojekt

    37 min
  • Jonquil Hackenberg: How Can Design Accelerate the Shift to a Circular Economy?

    In this episode of Design Perspectives, host Martin Pauli talks with Jonquil Hackenberg, CEO of the Ellen MacArthur Foundation, about how design can accelerate the shift from a linear to a circular economy. Drawing on more than two decades of experience in business transformation and sustainability, Hackenberg explains why circularity must become a core economic and strategic driver.

    The conversation highlights the circular economy as a powerful, apolitical framework for change, explores design’s role in enabling systemic innovation, and discusses what it takes to move from pilot projects to scalable, real-world impact.

    👤 Jonquil Hackenberg – CEO, Ellen MacArthur Foundation

    🎙️ Martin Pauli – Director & Global Leader Circular Economy Services at Arup

    https://de.linkedin.com/in/martin-pauli-1aa06974

    📌 Three Takeaways:

    1. Circular Economy Is More Than Recycling: Jonquil Hackenberg emphasises that circularity is often misunderstood as being synonymous with recycling. In reality, its greatest potential lies upstream: in design, business models and systems thinking. Designing out waste from the start and keeping materials at their highest value for as long as possible creates new economic opportunities and resilience across supply chains.

    2. Design as a Strategic Lever for Systems Change: From product and service design to policy, ownership models and behavioural change, design sits at the heart of the circular transition. Whether rethinking battery ownership in the automotive industry or enabling circular business models in fashion and textiles, designers play a critical role in reshaping how value is created, shared and sustained.

    3. Collaboration, Courage and Long-Term Thinking: True progress towards circularity requires collective action. Hackenberg highlights the importance of pre-competitive collaboration, brave leadership and aligning sustainability with core business strategy rather than treating it as a reporting exercise. Moving from short-term thinking to long-term value creation is essential to achieving scale and impact.

    Design Perspectives ist das Magazin- und Podcastformat des German Design Council rund um die Frage, wie sich Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen lässt. Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammenspielen und welche Rolle Design dabei einnimmt.

    🎧 Design Perspectives Podcast

    The Podcast by the German Design Council

    How can we use design as a lever for transformation and economic success? That is what we discuss with personalities from design, brand management and architecture. They offer insights into how transformation, sustainability and economic success can go hand in hand in business. Interesting, informative, inspiring.

    📰 Read Design Perspectives:

    https://www.german-design-council.de/en/design-perspectives

    ✉️ Subscribe to our Newsletter:

    https://www.german-design-council.de/design-perspectives/newsletter

    🔗 Further links:

    Ellen MacArthur Foundation: https://ellenmacarthurfoundation.org/
    Circular Design Summit: https://www.german-design-council.de/circular-design-summit

    🕐 Chapters:

    00:00 – Introduction: Design and the circular economy
    01:24 – Jonquil Hackenberg’s career path and motivation
    05:24 – Where the global circular transition stands today
    07:46 – Common misconceptions about circular economy
    09:55 – From pilot projects to scale: leverage points for change
    11:54 – Leadership, collaboration and courage
    18:46 – The role of design in driving circular innovation
    21:56 – Design opportunities in fashion and textiles
    24:12 – Advice for young designers
    25:07 – Skills future leaders will need
    28:59 – AI, optimism and shaping a positive future
    31:55 – Outlook on the Circular Design Summit keynote

    34 min

About Design Perspectives

From the publisher's feed

Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

More shows like Design Perspectives

Hotel Matze by Matze Hielscher & Mit Vergnügen

Hotel Matze

185 Listeners

Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

Lanz + Precht

326 Listeners

Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood by Spotify & Bill und Tom Kaulitz

Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood

93 Listeners

RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

RONZHEIMER.

159 Listeners