Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Ist Putin kurz davor, den Krieg zu gewinnen?
    Gestern ist der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach Moskau gereist, um mit Wladimir Putin über einen Friedensplan für die Ukraine zu verhandeln. Ursprünglich hatte dieser Plan 28 Punkte, die sehr nah an den russischen Kriegszielen lagen. Dies hatten die EU, die Ukraine und führende europäische Staaten kritisiert. Sie konnten erreichen, dass der US-Plan in einigen Punkten überarbeitet wird, doch ob Russland und die Ukraine zustimmen, ist ungewiss. Der russische Angriff geht mit unverminderter Härte weiter. Gestern meldete der Kreml die Einnahme der Stadt Pokrowsk, was - falls es wahr sein sollte - Vorstöße in weitere ukrainische Gebiete ermöglichen würde.
    Ist Putin kurz davor, den Krieg zu gewinnen? Das ist unsere Frage des Tages an den Journalisten Claudius Seidl.
    7 min
  • Läuft die Corona-Aufarbeitung jetzt gut?
    Die Aufarbeitung der Corona-Krise hat in Deutschland spät begonnen, doch jetzt gibt es eine Enquete-Kommission im Bundestag, die aus 14 Parlamentariern und 14 Sachverständigen besteht. Sie sollen bewerten, was während der Pandemie gut lief und was nicht, und Lehren für die Zukunft ziehen. Zwei Jahre lang werden Sitzungen stattfinden, bei denen einzelne Aspekte der Krise unter die Lupe genommen werden: Haben Vorsorge und Frühwarnsysteme funktioniert? Agierte der Rechtsstaat angemessen? Mit welchen Folgen haben Long-Covid-Patienten zu kämpfen? - Die Themenliste ist lang, das Expertenspektrum breit. Trotzdem gibt es nach wie vor Kritik. Die Wunden, die Corona in der Gesellschaft geschlagen hat, sind längst nicht verheilt. Die AfD nutzt die Enquete-Kommission als Bühne für Fundamentalkritik an politischen Gegnern. Läuft die Corona-Aufarbeitung jetzt also gut? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Politikwissenschaftler und Historiker Götz Aly.
    4 min
  • Droht der Kollaps beim Kampf gegen Aids?

    Etwa 1,3 Millionen Menschen haben sich im letzten Jahr weltweit mit dem HIV-Virus infiziert. Rund 630.000 starben an den Folgen von Aids. Drastische internationale Kürzungen bei der Finanzierung und Organisation der HIV-Bekämpfung, vor allem durch die USA, könnten bis 2030 zu etwa 3,9 Millionen zusätzlichen Infektionen führen. Das geht aus einem Bericht des UN-Programms UNAIDS hervor. Deshalb steht der diesjährige Welt-Aids-Tag unter dem Motto "Rethink. Rebuild. Rise." ("Neu denken. Wiederaufbauen. Aufstehen."). Wenn Finanzhilfen versiegen: Droht der Kollaps beim Kampf gegen Aids? Das ist unsere "Frage des Tages". Heute geht sie an den Journalisten Mohamed Amjahid.

    5 min
  • Kann die Union den Rentenstreit heute beenden?
    Gestern Abend ist im Bundeskanzleramt der Koalitionsausschuss zusammengekommen. Im Fokus stand dabei der Streit um das Rentenpaket, bei dem die Koalition seit Wochen um eine Lösung ringt und gegen das es Widerstand aus den eigenen Reihen der Union gibt. Die Junge Union droht damit, den Gesetzentwurf zu blockieren. Sie befürchten, dass die zu erwartenden Kosten die folgenden Generationen zu stark belasten. Wir fragen unsere Kommentatorin, die Journalistin Jana Hensel: Kann die Union den Rentenstreit heute beenden?
    5 min
  • Generaldebatte im Bundestag - Hat Kanzler Merz eine Chance verpasst?
    Schlechte Umfragewerte, Widerstand aus den eigenen Reihen gegen seine Rentenpläne und dazu große außenpolitische Herausforderungen: Kanzler Merz steht sieben Monate nach seinem Amtsantritt massiv unter Druck. Gestern hat er Deutschland in der Generaldebatte im Bundestag auf tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Reformen eingestimmt. Er sprach von historischen Zeiten der Bewährung nicht nur für seine Regierung sondern für die demokratische Gesellschaft im Ganzen. Merz hat angekündigt, das Reformtempo hochzuhalten, hat aber auch um Geduld gebeten angesichts der Komplexität der Sachverhalte. Das klingt doch eher unkonkret und nicht sehr mitreißend. Hat Merz mit seiner Rede eine Chance verpasst? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
    6 min
  • Haushalts-beratungen: Setzt die Bundesregierung das Geld falsch ein?

    Gestern hat im Bundestag die Debatte über den Haushalt für 2026 begonnen. Am Freitag soll darüber abgestimmt werden. Der Haushalt der schwarz-roten Koalition sieht mit 180 Milliarden Euro die zweithöchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Jeder dritte Euro, den der Bund ausgibt, wäre damit auf Pump finanziert. Finanzminister Klingbeil hat die hohen Schulden gestern damit verteidigt, dass das Geld in die wirtschaftliche Stärke, in Wettbewerbsfähigkeit, sichere Arbeitsplätze und in Gerechtigkeit investiert werde. Einige Ökonomen schätzen dagegen, dass etwa die Hälfte des Geldes zweckentfremdet werde. Zum Beispiel für Sozialausgaben wie Zuschüsse ins Gesundheitssystem oder in die Rente. Unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel lautet deshalb: Setzt die Bundesregierung das Geld falsch ein?

    5 min
  • Wird die AfD für junge Leute immer attraktiver?

    Am kommenden Wochenende gründet sich in Gießen unter dem Arbeitstitel "Generation Deutschland" eine neue Jugendorganisation der AfD, die nun enger an die Partei angebunden werden soll als die Junge Alternative, die das Bundesverfassungsamt als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft hatte und die sich im März aufgelöst hat. Die Partei will damit junge Menschen ansprechen und für die AfD begeistern. Sie habe zwar schon jetzt hohe Zustimmungswerte unter jungen Menschen - vor allem in Ostdeutschland, dies spiegele sich aber noch nicht in der Mitgliedschaft und auf der Funktionärsebene wieder, so Jean-Pascal Hohm, der designierte Vorsitzende der neuen Organisation. Wir fragen unseren Kommentator Claus Leggewie: Wird die AfD für junge Leute immer attraktiver?

    6 min
  • US-Friedensplan: Erster Schritt zu einem dauerhaften Frieden für die Ukraine?

    Der US-Außenminister Marco Rubio traf sich gestern in Genf mit Vertretern der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, um über europäische Änderungswünsche an dem sog. 28-Punkte-Friedensplan für ein Ende des Ukraine-Krieges zu beraten. Laut Unterhändlern soll der neue Entwurf viele Prioritäten der Ukraine enthalten. In seiner ursprünglichen Fassung war unter anderem davon die Rede, dass die Ukraine auf die Halbinsel Krim sowie die Regionen Donezk und Luhansk verzichten sollte. Auch die Verkleinerung der ukrainischen sowie der Verzicht auf den NATO-Beitritt waren vorgesehen. Ist der US-Friedensplan ein erster Schritt zu einem fairen und dauerhaften Frieden für die Ukraine? Unsere „Frage des Tages“ geht an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.

    6 min
  • Soll Böllern an Silvester verboten werden?
    Ginge es nach Berlin, wäre die Sache klar: Eine sehr große Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner spricht sich für ein Verbot von privatem Feuerwerk an Silvester aus. Das geht aus dem aktuellen BerlinTrend im Auftrag von rbb 88.8 und der rbb24 Abendschau hervor. Dreiviertel der Befragten sind dafür. Auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat bereits ein generelles Böllerverbot gefordert. Und die Berliner Polizeigewerkschaft setzt sich mit einer Petition für ein bundesweites Böllerverbot ein, Mitte der Woche hat sie über zwei Millionen Unterschriften an die Vertreter der Innenministerkonferenz übergeben. Sie sollen für ein bundesweites Böllerverbot einsetzen. Denn: Das Sprengstoffrecht ist Bundessache, für ein Verbot gibt es jedoch bisher keine Mehrheit, vor allem Flächenländer sprechen sich dagegen aus. Unsere Frage des Tages lautet: Soll Böllern an Silvester verboten werden? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung.
    4 min
  • Fehlt Friedrich Merz die nötige Führungskompetenz?
    Der Bundeskanzler hat für den nächsten Eklat gesorgt, diesmal mit internationaler Tragweite. Am Rande eines Kongresses hatte Friedrich Merz abfällig über seinen Kurzaufenthalt in der Stadt Belém gesprochen, wo derzeit die Klimakonferenz stattfindet. Er sagte, alle in seiner Delegation seien froh gewesen, dort abzureisen. In den sozialen Netzwerken ließ der Shitstorm nicht lange auf sich warten. Beléms Bürgermeister Igor Normando bezeichnete die Äußerung als "unglücklich, arrogant und voreingenommen". Merz selbst sieht darin kein Problem, schon gar keine Beschädigung der Beziehungen zu Brasilien, und lehnt wie auch bei der Stadtbild-Äußerung eine Entschuldigung ab. Zu den Kommunikationspannen kommen innerparteiliche Konflikte. Ob Renten- oder Syriendebatte, Teile der CDU stellen sich in wichtigen Fragen immer häufiger lautstark gegen den Kurs ihres Vorsitzenden.
    Unsere Frage des Tages an die Journalistin und Autorin Jana Hensel lautet: Fehlt Friedrich Merz die nötige Führungskompetenz?
    4 min

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