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Etwa 1,3 Millionen Menschen haben sich im letzten Jahr weltweit mit dem HIV-Virus infiziert. Rund 630.000 starben an den Folgen von Aids. Drastische internationale Kürzungen bei der Finanzierung und Organisation der HIV-Bekämpfung, vor allem durch die USA, könnten bis 2030 zu etwa 3,9 Millionen zusätzlichen Infektionen führen. Das geht aus einem Bericht des UN-Programms UNAIDS hervor. Deshalb steht der diesjährige Welt-Aids-Tag unter dem Motto "Rethink. Rebuild. Rise." ("Neu denken. Wiederaufbauen. Aufstehen."). Wenn Finanzhilfen versiegen: Droht der Kollaps beim Kampf gegen Aids? Das ist unsere "Frage des Tages". Heute geht sie an den Journalisten Mohamed Amjahid.
Gestern hat im Bundestag die Debatte über den Haushalt für 2026 begonnen. Am Freitag soll darüber abgestimmt werden. Der Haushalt der schwarz-roten Koalition sieht mit 180 Milliarden Euro die zweithöchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Jeder dritte Euro, den der Bund ausgibt, wäre damit auf Pump finanziert. Finanzminister Klingbeil hat die hohen Schulden gestern damit verteidigt, dass das Geld in die wirtschaftliche Stärke, in Wettbewerbsfähigkeit, sichere Arbeitsplätze und in Gerechtigkeit investiert werde. Einige Ökonomen schätzen dagegen, dass etwa die Hälfte des Geldes zweckentfremdet werde. Zum Beispiel für Sozialausgaben wie Zuschüsse ins Gesundheitssystem oder in die Rente. Unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel lautet deshalb: Setzt die Bundesregierung das Geld falsch ein?
Am kommenden Wochenende gründet sich in Gießen unter dem Arbeitstitel "Generation Deutschland" eine neue Jugendorganisation der AfD, die nun enger an die Partei angebunden werden soll als die Junge Alternative, die das Bundesverfassungsamt als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft hatte und die sich im März aufgelöst hat. Die Partei will damit junge Menschen ansprechen und für die AfD begeistern. Sie habe zwar schon jetzt hohe Zustimmungswerte unter jungen Menschen - vor allem in Ostdeutschland, dies spiegele sich aber noch nicht in der Mitgliedschaft und auf der Funktionärsebene wieder, so Jean-Pascal Hohm, der designierte Vorsitzende der neuen Organisation. Wir fragen unseren Kommentator Claus Leggewie: Wird die AfD für junge Leute immer attraktiver?
Der US-Außenminister Marco Rubio traf sich gestern in Genf mit Vertretern der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, um über europäische Änderungswünsche an dem sog. 28-Punkte-Friedensplan für ein Ende des Ukraine-Krieges zu beraten. Laut Unterhändlern soll der neue Entwurf viele Prioritäten der Ukraine enthalten. In seiner ursprünglichen Fassung war unter anderem davon die Rede, dass die Ukraine auf die Halbinsel Krim sowie die Regionen Donezk und Luhansk verzichten sollte. Auch die Verkleinerung der ukrainischen sowie der Verzicht auf den NATO-Beitritt waren vorgesehen. Ist der US-Friedensplan ein erster Schritt zu einem fairen und dauerhaften Frieden für die Ukraine? Unsere „Frage des Tages“ geht an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
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