Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • New York hat gewählt - ein Hoffnungsschimmer für die Demokratie?

    New York hat einen neuen Bürgermeister gewählt. Der demokratische Kandidat Zohran Mamdani setzte sich den vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit rund zehn Prozentpunkten Vorsprung gegen New Yorks früheren Gouverneur Andrew Cuomo durch, der nach seiner Niederlage in der demokratischen Vorwahl als unabhängiger Kandidat angetreten war. Im Vorfeld der Wahl hatte sich US-Präsident Donald Trump für Cuomo ausgesprochen und gedroht, im Falle eines Wahlsiegs des bekennenden "Sozialisten" Mamdani Bundesmitteln für New York zu entziehen. Mamdani hatte im Wahlkampf unter anderem Initiativen für ein "bezahlbareres" Leben versprochen. Das Interesse an der Wahl war indes so hoch wie lange nicht: Viermal mehr Wahlberechtigte als bei der letzten Kommunalwahl 2021 nutzten eine vorzeitige Stimmabgabe, vor den Wahllokalen standen die Menschen schon vor der Öffnung Schlange. Unsere Frage des Tages lautet: New York hat gewählt - ein Hoffnungsschimmer für die Demokratie? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.

    5 min
  • Kann Gedenken an die Ermordung Yitzhak Rabins Impuls für Aussöhnung geben?
    Heute vor 30 Jahren wurde in Tel Aviv der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin erschossen - wir haben vorhin in unserem Stichtag daran erinnert. Der Täter, ein rechtsradikaler israelischer Student, wollte verhindern, dass Israel Zugeständnisse an die Palästinenser macht. Der Oslo-Friedensprozess, der 1993 von Yitzhak Rabin und Yassir Arafat auf den Weg gebracht worden war, befand sich schon vor dem Attentat in der Krise. Danach kam er völlig zum Erliegen.
    Am Wochenende hat es in Tel Aviv eine Demonstration mit 150.000 Teilnehmern gegeben, die an Rabin und den Friedensprozess erinnerten. Kann das einen Impuls für die Aussöhnung Israels mit den Palästinensern geben? - Das ist unsere Frage des Tages. Es antwortet der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly.
    6 min
  • Ist das Selbstbestimmungs-gesetz ein Erfolg?

    Seit einem Jahr gibt es das Selbstbestimmungsgesetz – eine der umstrittensten Reformen der Ampel. Das Selbstbestimmungsgesetz erleichtert es Menschen, den eigenen Geschlechtseintrag zu ändern. Es reicht ein Antrag beim Standesamt und drei Monate später eine Erklärung. Vorher unter dem Transsexuellengesetz war das ein jahrelanger und oft als demütigend beschriebener Prozess, der zwei psychiatrische Gutachten und die Entscheidung eines Gerichts erforderte. Laut Statistischem Bundesamt haben zwischen November 2024 und Juli 2025 rund 22.000 Menschen ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Ein Fall, der für Kontroversen gesorgt hat, ist der der zu Haft verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich. Anfang des Jahres hatte die inzwischen flüchtige Liebich ihren Geschlechtseintrag zu weiblich geändert. Wegen früherer beleidigender Äußerungen über Transpersonen besteht der Verdacht, dass es sich um eine gegen das neue Gesetz oder gar gegen den Staat gerichtete rechtsextreme Provokation handeln könnte. In der Großen Koaltion steht das Selbstbestimmungsgesetz aktuell wieder auf dem Prüfstand. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt forderte angesichts des möglichen Missbrauchs Änderungen am Gesetz. Bis Mitte nächsten Jahres soll es geprüft werden. Wir fragen unseren Kommentator, den Journalisten und Publizisten Mohamed Amjahid: Ist das Selbstbestimmungsgesetz ein Erfolg?

    5 min
  • Nach der Niederlande-Wahl: Ist der Aufstieg der Rechtspopulisten aufzuhalten?
    Ein Linksliberaler könnte Regierungschef werden, aber rechtsradikale Parteien haben insgesamt zugelegt: Soviel ist nach der Parlamentswahl in den Niederlanden klar. Das endgültige Ergebnis steht jedoch noch nicht fest, nach Auszählung von rund 99 Prozent der Stimmen kamen sowohl die linksliberale Partei D66 als auch die rechtspopulistische PVV von Geert Wilders auf je 26 der 150 Sitze im Parlament. Wilders Regierungsbeteiligung dürfte damit dennoch Geschichte sein. Vor der Wahl haben alle großen Parteien eine Zusammenarbeit mit Wilders ausgeschlossen. Beste Chancen auf das Amt des Premierministers hat damit der 38-jährige Rob Jetten von der D66. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet: Lehren aus der Niederlande-Wahl: Ist der Aufstieg der Rechtspopulisten aufzuhalten?
    5 min
  • Ist es vorteilhaft für Deutschland, wenn Friedrich Merz bei seinem Türkei-Besuch auf kritische Töne verzichtet?

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat gestern seinen Antrittsbesuch in der Türkei absolviert. Zu besprechen gab es viel. Die Türkei ist NATO-Partner und hat zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Auch im Nahen Osten spielt sie eine wichtige Rolle. Wenn Deutschland Geflüchtete nach Syrien abschieben möchte, könnten Ankaras Beziehungen zu den dortigen Machthabern von Nutzen sein. Wohl auch deshalb hielt sich Friedrich Merz mit Kritik an der Amtsführung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zurück. Dieser geht in letzter Zeit verschärft gegen die Oppositionspartei CHP vor. Ist es gut, wenn Friedrich Merz in der Türkei auf kritische Töne verzichtet? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann.

    6 min
  • Soll Berlin München bie der Olympia-Bewerbung den Vortritt lassen?
    München hat am Wochenende beim Bürgerbescheid für eine Olympiabewerbung der Stadt gestimmt. In Berlin wird kontrovers über das Thema diskutiert. Der Regierende Bürgermeister findet, Olympia gehöre nach Berlin. Linke, Grüne und BSW wollen die 6 Millionen Euro für Olympia lieber anderweitig ausgeben. Soll Berlin also München bei der Olympiabewerbung den Vortritt lassen? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann-Stiftung.
    5 min
  • SPD-Politiker fordern "Stadtbild"-Gipfel: Ist das eine sinnvolle Idee?

    Die Stadtbild-Äußerungen von Bundeskanzler Merz sorgen weiter für Diskussionen und belasten die schwarz-rote Koalition. Zehn SPD-Abgeordnete haben jetzt einen Acht-Punkte-Plan verfasst. Darin schlagen sie unter anderem ein Gipfeltreffen im Kanzleramt vor. Wir fragen unseren Kommentator, den Politikwissenschaftler Claus Leggewie: Ist ein "Stadtbild"-Gipfel eine sinnvolle Idee?

    5 min
  • Soll die Schule Jugendliche auf Bedrohungs-szenarien vorbereiten?

    Innenminister Dobrindt hat in einem Interview mit dem "Handelsblatt" angekündigt, den Katastrophenschutz in Deutschland zu verbessern. Sein Ministerium arbeite an einem neuen Konzept. Anfangen will er bei den ganz jungen Deutschen - in der Schule. Dobrindt schlägt vor, dass, Zitat, "in einem Schuljahr in einer Doppelstunde mit älteren Schülern darüber diskutiert wird, welche Bedrohungsszenarien es geben kann und wie man sich darauf vorbereitet". Das schließt auch den Kriegsfall ein. Kinder seien wichtige Wissensträger in die Familien hinein. Die Pläne dazu will er in der nächsten Innenministerkonferenz einbringen. Unsere Frage des Tages geht an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch: Soll die Schule Jugendliche auf Bedrohungsszenarien vorbereiten?

    4 min
  • Reicht Merz' Konkretisierung aus, um die Stadtbild-Debatte zu beenden?
    Seit einer guten Woche wird in Deutschland über Friedrich Merz' Äußerungen zu angeblichen Problemen mit Migration im Stadtbild debattiert. Auch weil offen geblieben war, wen er damit eigentlich meinte, erntete er dafür viel Kritik.
    Nun hat der Bundeskanzler seine Aussage präzisiert: "Menschen mit Migrationshintergrund seien ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsmarktes", sagte er nach einer Konferenz in London, "Probleme mache aber, wer keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus habe, nicht arbeite und sich nicht an Regeln halte", so Merz. "Viele dieser Migranten bestimmten auch das öffentliche Bild in Städten."
    Unsere Kommentatorin Jana Hensel hat schon zu Beginn der Debatte vor einer Woche mit uns über Merz' Äußerung gesprochen. Unsere heutige "Frage des Tages" an sie lautet: "Reicht diese Konkretisierung aus, um die Stadtbild-Debatte zu beenden?"
    5 min
  • Nobelpreisträgerin kritisiert Bundesregierung für Gespräche mit Taliban: Ist der Vorwurf gerechtfertigt?

    Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, deren Memoiren "Finding My Way", heute erscheinen, hat sich in einem Interview mit dem Spiegel empört über die deutsche Politik gegenüber den Taliban geäußert. Anfang Oktober hatten Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums in Kabul mit der Taliban-Regierung über Abschiebungen nach Afghanistan gesprochen.

    In dem Interview sprach die Frauenrechtsaktivistin, die als 15-jährige bei einem Attentat der Taliban selbst schwer verletzt worden war, über die systematische Unterdrückung afghanischer Frauen und warf der Bundesregierung vor, durch die Normalisierung der Beziehung zu den Taliban die Unterdrückung von Frauen zu normalisieren: "Das ist ein Fehler, das ist Verrat, das ist Heuchelei. Für mich ist es das Wichtigste, mich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Und ich hoffe, dass Deutschland sich nicht scheut, das auch zu tun."

    Wir fragen unsere Kommentatorin, die Schriftstellerin Nora Bossong: Sind die Vorwürfe von Malala Yousafzai gerechtfertigt?

    5 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…