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New York hat einen neuen Bürgermeister gewählt. Der demokratische Kandidat Zohran Mamdani setzte sich den vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit rund zehn Prozentpunkten Vorsprung gegen New Yorks früheren Gouverneur Andrew Cuomo durch, der nach seiner Niederlage in der demokratischen Vorwahl als unabhängiger Kandidat angetreten war. Im Vorfeld der Wahl hatte sich US-Präsident Donald Trump für Cuomo ausgesprochen und gedroht, im Falle eines Wahlsiegs des bekennenden "Sozialisten" Mamdani Bundesmitteln für New York zu entziehen. Mamdani hatte im Wahlkampf unter anderem Initiativen für ein "bezahlbareres" Leben versprochen. Das Interesse an der Wahl war indes so hoch wie lange nicht: Viermal mehr Wahlberechtigte als bei der letzten Kommunalwahl 2021 nutzten eine vorzeitige Stimmabgabe, vor den Wahllokalen standen die Menschen schon vor der Öffnung Schlange. Unsere Frage des Tages lautet: New York hat gewählt - ein Hoffnungsschimmer für die Demokratie? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.
Seit einem Jahr gibt es das Selbstbestimmungsgesetz – eine der umstrittensten Reformen der Ampel. Das Selbstbestimmungsgesetz erleichtert es Menschen, den eigenen Geschlechtseintrag zu ändern. Es reicht ein Antrag beim Standesamt und drei Monate später eine Erklärung. Vorher unter dem Transsexuellengesetz war das ein jahrelanger und oft als demütigend beschriebener Prozess, der zwei psychiatrische Gutachten und die Entscheidung eines Gerichts erforderte. Laut Statistischem Bundesamt haben zwischen November 2024 und Juli 2025 rund 22.000 Menschen ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Ein Fall, der für Kontroversen gesorgt hat, ist der der zu Haft verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich. Anfang des Jahres hatte die inzwischen flüchtige Liebich ihren Geschlechtseintrag zu weiblich geändert. Wegen früherer beleidigender Äußerungen über Transpersonen besteht der Verdacht, dass es sich um eine gegen das neue Gesetz oder gar gegen den Staat gerichtete rechtsextreme Provokation handeln könnte. In der Großen Koaltion steht das Selbstbestimmungsgesetz aktuell wieder auf dem Prüfstand. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt forderte angesichts des möglichen Missbrauchs Änderungen am Gesetz. Bis Mitte nächsten Jahres soll es geprüft werden. Wir fragen unseren Kommentator, den Journalisten und Publizisten Mohamed Amjahid: Ist das Selbstbestimmungsgesetz ein Erfolg?
Bundeskanzler Friedrich Merz hat gestern seinen Antrittsbesuch in der Türkei absolviert. Zu besprechen gab es viel. Die Türkei ist NATO-Partner und hat zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Auch im Nahen Osten spielt sie eine wichtige Rolle. Wenn Deutschland Geflüchtete nach Syrien abschieben möchte, könnten Ankaras Beziehungen zu den dortigen Machthabern von Nutzen sein. Wohl auch deshalb hielt sich Friedrich Merz mit Kritik an der Amtsführung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zurück. Dieser geht in letzter Zeit verschärft gegen die Oppositionspartei CHP vor. Ist es gut, wenn Friedrich Merz in der Türkei auf kritische Töne verzichtet? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann.
Die Stadtbild-Äußerungen von Bundeskanzler Merz sorgen weiter für Diskussionen und belasten die schwarz-rote Koalition. Zehn SPD-Abgeordnete haben jetzt einen Acht-Punkte-Plan verfasst. Darin schlagen sie unter anderem ein Gipfeltreffen im Kanzleramt vor. Wir fragen unseren Kommentator, den Politikwissenschaftler Claus Leggewie: Ist ein "Stadtbild"-Gipfel eine sinnvolle Idee?
Innenminister Dobrindt hat in einem Interview mit dem "Handelsblatt" angekündigt, den Katastrophenschutz in Deutschland zu verbessern. Sein Ministerium arbeite an einem neuen Konzept. Anfangen will er bei den ganz jungen Deutschen - in der Schule. Dobrindt schlägt vor, dass, Zitat, "in einem Schuljahr in einer Doppelstunde mit älteren Schülern darüber diskutiert wird, welche Bedrohungsszenarien es geben kann und wie man sich darauf vorbereitet". Das schließt auch den Kriegsfall ein. Kinder seien wichtige Wissensträger in die Familien hinein. Die Pläne dazu will er in der nächsten Innenministerkonferenz einbringen. Unsere Frage des Tages geht an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch: Soll die Schule Jugendliche auf Bedrohungsszenarien vorbereiten?
Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, deren Memoiren "Finding My Way", heute erscheinen, hat sich in einem Interview mit dem Spiegel empört über die deutsche Politik gegenüber den Taliban geäußert. Anfang Oktober hatten Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums in Kabul mit der Taliban-Regierung über Abschiebungen nach Afghanistan gesprochen.
In dem Interview sprach die Frauenrechtsaktivistin, die als 15-jährige bei einem Attentat der Taliban selbst schwer verletzt worden war, über die systematische Unterdrückung afghanischer Frauen und warf der Bundesregierung vor, durch die Normalisierung der Beziehung zu den Taliban die Unterdrückung von Frauen zu normalisieren: "Das ist ein Fehler, das ist Verrat, das ist Heuchelei. Für mich ist es das Wichtigste, mich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Und ich hoffe, dass Deutschland sich nicht scheut, das auch zu tun."
Wir fragen unsere Kommentatorin, die Schriftstellerin Nora Bossong: Sind die Vorwürfe von Malala Yousafzai gerechtfertigt?
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