
Sign up to save your podcasts
Or


Friedrich Merz bleibt bei seiner Aussage zum "Stadtbild" – und begründet sie mit der Sicherheit von Frauen. Doch wenn er Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund pauschal zum Sicherheitsrisiko erklärt, stellt sich die Frage, ob eine solche Rhetorik zu mehr Sicherheit und Zusammenhalt beiträgt oder ob sie gesellschaftliche Gräben vertieft? Kritik an seiner Aussage kam gestern vom Arbeitnehmerflügel seiner Partei: "Friedrich Merz sei nicht mehr der launige Kommentator am Spielfeldrand, der einen raushaut, sondern ihm komme als Kanzler eine besondere Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die Debattenkultur und eine positive Zukunftserzählung zu", sagte deren Vorsitzender Dennis Radtke. Unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel lautet deshalb: Wird der Bundeskanzler seiner Verantwortung für die Gesellschaft gerecht?
Diese Woche hat Friedrich Merz bei seinem Antrittsbesuch in Brandenburg einmal mehr für Empörung gesorgt. Angesprochen auf seine Ankündigung, als Kanzler das Ergebnis der AfD zu halbieren, verwies er auf die aktuelle Migrationspolitik der Bundesregierung. Damit korrigiere man frühere Versäumnisse und mache Fortschritte. Aber, so fügte er an: "Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen." Grüne und SPD kritisierten die Äußerung, die rechte Ressentiments bediene. Auch in den sozialen Medien folgte heftiger Widerspruch. Und das nicht zum ersten Mal. Als Merz in der Debatte um die Regenbogenbeflaggung den Bundestag "kein Zirkuszelt" nannte oder jüngst sich selbst als ersten Kanzler mit Kindern seit 1998 bezeichnete, erntete er starke Kritik. Unsere Frage des Tages lautet: Migration als "Problem im Stadtbild": Unterschätzt Merz die Wirkung seiner Worte? Es antwortet die Autorin und Journalistin Jana Hensel.
Die sogenannte "Aktivrente" soll am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. 2000 Euro sollen Rentnerinnen und Rentner zusätzlich verdienen können, ohne Steuern zu zahlen. Ein riesiges Steuergeschenk an die ältere Wählerschaft, das ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten soll. Doch wie sinnvoll ist es? Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung: Verhindert die "Aktivrente" die Armut im Alter?
Heute gegen 11 Uhr gibt das Norwegische Nobelpreiskomitee den Friedensnobelpreisträger 2025 bekannt. Wenn es nach Donald Trump ginge, wäre die Sache klar: Er heißt Donald Trump. Der US-Präsident hat sich schon einige Male selbst ins Spiel gebracht, seine Begründung: Er habe in seiner Amtszeit diverse Kriege beendet. Nach der jüngsten Einigung auf einen Friedensplan für Gaza sehen ihn auch andere als würdigen Anwärter, darunter der israelische Staatschef Isaac Herzog und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Für viele erscheint jedoch schon die Vorstellung einer Auszeichnung Trumps absurd. Sie halten seinen polarisierenden und undiplomatischen Regierungsstil für unvereinbar mit dem Preis. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet: Hat Donald Trump den Friedensnobelpreis verdient?
From the publisher's feed