Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Wird der Bundeskanzler seiner Verantwortung für die Gesellschaft gerecht?

    Friedrich Merz bleibt bei seiner Aussage zum "Stadtbild" – und begründet sie mit der Sicherheit von Frauen. Doch wenn er Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund pauschal zum Sicherheitsrisiko erklärt, stellt sich die Frage, ob eine solche Rhetorik zu mehr Sicherheit und Zusammenhalt beiträgt oder ob sie gesellschaftliche Gräben vertieft? Kritik an seiner Aussage kam gestern vom Arbeitnehmerflügel seiner Partei: "Friedrich Merz sei nicht mehr der launige Kommentator am Spielfeldrand, der einen raushaut, sondern ihm komme als Kanzler eine besondere Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die Debattenkultur und eine positive Zukunftserzählung zu", sagte deren Vorsitzender Dennis Radtke. Unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel lautet deshalb: Wird der Bundeskanzler seiner Verantwortung für die Gesellschaft gerecht?

    5 min
  • Sollte es ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle jungen Menschen geben?
    In der Debatte um die Wehrpflicht haben mehrere prominente Grünenpolitiker*innen sich für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für ALLE jungen Menschen ausgesprochen. Unabhängig vom Geschlecht sollten sie in der Zeit zwischen dem Ende ihrer Schulzeit und dem 28. Lebensjahr neun bis zwölf Monate wahlweise in der Bundeswehr, im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz oder in sozialen Einrichtungen ableisten. Die Koalition aus CDU und SPD hatte sich zuletzt darüber gestritten, ob es ein Losverfahren geben solle, wenn sich nicht genügend Freiwillige für den Wehrdienst melden. Kritiker*innen halten dieses Verfahren für ungerecht.
    Unsere Frage des Tages an den Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly lautet deshalb: "Wäre ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle jungen Menschen gerecht?"
    5 min
  • Kann die CDU die AfD mit einer Brandmauer am Wachsen hindern?
    Die CDU streitet wieder um die Gretchenfrage: wie sie es mit der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD hält. Seit gestern ist die CDU-Spitze in Klausur, um ihre Strategie für die fünf Landtagswahlen im kommenden Jahr festzulegen - unter anderem in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD um die 40 Prozent der Wählerstimmen holen könnte. Im Vorfeld der Klausurtagung hatten einige CDU-Politiker dafür plädiert, die Union nach rechtsaußen zu öffnen, darunter der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Bundeskanzler Friedrich Merz hat hingegen gesagt, mit ihm als Parteichef werde es keine Zusammenarbeit geben. Er möchte alles tun, um das Wachstum der AfD zu verhindern. Unsere Frage des Tages auf radio3 an unseren Kommentator, den Publizisten und Journalisten Mohamed Amjahid, lautet daher: Kann die CDU die AfD mit einer Brandmauer am Wachsen hindern?
    6 min
  • Migration als "Problem im Stadtbild": Unterschätzt Merz die Wirkung seiner Worte?

    Diese Woche hat Friedrich Merz bei seinem Antrittsbesuch in Brandenburg einmal mehr für Empörung gesorgt. Angesprochen auf seine Ankündigung, als Kanzler das Ergebnis der AfD zu halbieren, verwies er auf die aktuelle Migrationspolitik der Bundesregierung. Damit korrigiere man frühere Versäumnisse und mache Fortschritte. Aber, so fügte er an: "Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen." Grüne und SPD kritisierten die Äußerung, die rechte Ressentiments bediene. Auch in den sozialen Medien folgte heftiger Widerspruch. Und das nicht zum ersten Mal. Als Merz in der Debatte um die Regenbogenbeflaggung den Bundestag "kein Zirkuszelt" nannte oder jüngst sich selbst als ersten Kanzler mit Kindern seit 1998 bezeichnete, erntete er starke Kritik. Unsere Frage des Tages lautet: Migration als "Problem im Stadtbild": Unterschätzt Merz die Wirkung seiner Worte? Es antwortet die Autorin und Journalistin Jana Hensel.

    5 min
  • Soll sich die Koalition auf das schwedische Modell der Wehrpflicht einigen?
    Die Bundesregierung will aufgrund der gestiegenen Bedrohungslage und neuer NATO-Vorgaben den Wehrdienst neu gestalten. Über das Wie ist nun wieder eine Debatte entbrannt. Verteidigungsminister Boris Pistorius wirbt für ein freiwilliges Modell nach dem Vorbild Schwedens, bei dem alle 18-Jährigen einen Fragebogen erhalten und gemustert werden, sich aber frei entscheiden können. Einen dementsprechenden Gesetzentwurf hatte das Kabinett bereits verabschiedet, heute soll er im Bundestag bei der ersten Lesung debattiert werden. Die CDU bevorzugt weiterhin einen verpflichtenden Wehrdienst und hat daher kurzfristig einen Kompromiss ausgehandelt: Melden sich nicht genügend junge Menschen freiwillig, soll in einem Losverfahren über Musterungen entschieden werden. Pistorius lehnt das ab und bezeichnete den Kompromiss als "faul".
    Unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann lautet: Soll sich die Koalition auf das schwedische Modell der Wehrpflicht einigen?
    5 min
  • Verhindert die Aktivrente die Armut im Alter?

    Die sogenannte "Aktivrente" soll am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. 2000 Euro sollen Rentnerinnen und Rentner zusätzlich verdienen können, ohne Steuern zu zahlen. Ein riesiges Steuergeschenk an die ältere Wählerschaft, das ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten soll. Doch wie sinnvoll ist es? Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung: Verhindert die "Aktivrente" die Armut im Alter?

    5 min
  • Beginnt im Nahen Osten nun ein stabiler Frieden?
    Kanzler Friedrich Merz bezeichnete die Vereinbarung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas als Beginn eines Prozesses, „der in der Region dauerhafte Stabilität und Frieden ermöglichen kann”. Dies sagte er gestern in Scharm El-Scheich in Ägypten, wo ein Gipfel mit Vertretern von mehr als zwei Dutzend anderen Ländern geplant war, um Unterstützung für das Waffenruheabkommen zu erörtern. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet: Beginnt im Nahen Osten nun ein stabiler Frieden?
    5 min
  • Beginnt im Nahen Osten nun ein stabiler Frieden?
    Kanzler Friedrich Merz bezeichnete die Vereinbarung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas als Beginn eines Prozesses, „der in der Region dauerhafte Stabilität und Frieden ermöglichen kann”. Dies sagte er gestern in Scharm El-Scheich in Ägypten, wo ein Gipfel mit Vertretern von mehr als zwei Dutzend anderen Ländern geplant war, um Unterstützung für das Waffenruheabkommen zu erörtern. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet: Beginnt im Nahen Osten nun ein stabiler Frieden?
    5 min
  • Kommunalpolitik ohne Parteibuch: eine gute Entwicklung für die Demokratie?
    In Potsdam und in Frankfurt (Oder) wurden gestern neue Oberbürgermeister gewählt. In beiden Städten haben sich parteilose Kandidat: innen durchgesetzt: Noosha Aubel übernimmt den Bürgermeister-Posten in Potsdam und Axel Strasser in Frankfurt/Oder. Unsere "Frage des Tages" an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch lautet: Kommunalpolitik ohne Parteibuch: eine gute Entwicklung für die Demokratie?
    6 min
  • Hat Donald Trump den Friedensnobelpreis verdient?

    Heute gegen 11 Uhr gibt das Norwegische Nobelpreiskomitee den Friedensnobelpreisträger 2025 bekannt. Wenn es nach Donald Trump ginge, wäre die Sache klar: Er heißt Donald Trump. Der US-Präsident hat sich schon einige Male selbst ins Spiel gebracht, seine Begründung: Er habe in seiner Amtszeit diverse Kriege beendet. Nach der jüngsten Einigung auf einen Friedensplan für Gaza sehen ihn auch andere als würdigen Anwärter, darunter der israelische Staatschef Isaac Herzog und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Für viele erscheint jedoch schon die Vorstellung einer Auszeichnung Trumps absurd. Sie halten seinen polarisierenden und undiplomatischen Regierungsstil für unvereinbar mit dem Preis. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet: Hat Donald Trump den Friedensnobelpreis verdient?

    7 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…