Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Sollen kirchliche Feiertage reduziert werden?
    Die deutsche Wirtschaft schwächelt und der Sozialstaat steht kaum besser da, unter anderem gefährdet der demografische Wandel das System. Vorschläge für Reformen gibt es einige, schnelle Abhilfe verspricht man sich allerdings von einer Idee: der Abschaffung von Feiertagen. Damit sollen Unternehmen unmittelbar entlastet werden. Gestern hat die CDU-Politikerin und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Gitta Connemann einen neuen Vorstoß gewagt und den Reformationstag am 31. Oktober zur Disposition gestellt. Bei der evangelischen Kirche stößt der Plan auf wenig Zustimmung, auch Bundeskanzler Friedrich Merz hält nicht viel von der Abschaffung von Feiertagen, weil es darüber keinen Konsens in der Gesellschaft gebe, wie er Anfang der Woche bei "Caren Miosga" sagte.
    Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet: Sollen kirchliche Feiertage reduziert werden?
    5 min
  • Ist die liberale Demokratie ein Auslaufmodell?
    Die Regierungskrise in Frankreich dauert an. Bis heute Abend hat Präsident Emmanuel Macron seinem bereits zurückgetretenen Premierminister Sébastien Lecornu noch Zeit gegeben, um ein Regierungsprogramm zu entwerfen. Ob das gelingt, bleibt allerdings fraglich. Das zerstrittene Parlament konnte sich bisher nicht auf den Sparhaushalt für das kommende Jahr einigen. Erste Stimmen forderten nun auch den Rücktritt von Macron, der im eigenen Lager an Rückhalt verliert, um den Weg für Neuwahlen frei zu machen. Damit spitzt sich in Frankreich ein Prozess zu, den auch andere westliche Demokratien durchleben: die Spaltung in Lager, mangelnde Kompromissfähigkeit vor allem in der Haushaltspolitik und ein Erstarken der extremen Ränder.
    Unsere Frage des Tages lautet: Ist die liberale Demokratie ein Auslaufmodell? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung.
    6 min
  • Soll Deutschland den ESC boykottieren, wenn Israel ausgeschlossen wird?
    Heute wird der Opfer des Terroranschlags der Hamas auf Israel gedacht. Gleichzeitig gibt es heftige Kritik an der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen. Einer der zahlreichen Boykottaufrufe, die sich gegen Israel richten, fordert den Ausschluss des Landes vom Eurovision Song Contest (ESC). Slowenien, die Niederlande und Irland haben bereits bestätigt, dass sie nächstes Jahr nicht teilnehmen werden, falls Israel dabei sein sollte. Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen erwägt einen deutschen Boykott des ESC sollte Israel ausgeschlossen werden. Die European Broadcasting Union, die den ESC veranstaltet, will ihre Mitglieder im November über die israelische Teilnahme abstimmen lassen. Sollte Deutschland den Wettbewerb wirklich boykottieren, wenn es zu einem Ausschluss Israels kommt? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Historiker und Politikwissenchaftler Götz Aly.
    5 min
  • Ist Frieden in Gaza endlich in greifbarer Nähe?
    Zwei Jahre nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel und dem darauffolgenden Krieg im Gazastreifen sind Verhandlungsführer beider Seiten zu indirekten Gesprächen in Kairo zusammengekommen. Israelische und palästinensische Familien hoffen nun auf eine baldige Befreiung der Geiseln und Gefangenen, die zuvor zugesichert worden ist. Unklar bleibt jedoch, inwiefern die Hamas weiteren Teilen des US-Friedensplans für Gaza zustimmt. Ist Frieden in Gaza endlich in greifbarer Nähe?  
    Zwischenfrage: Laut US-Friedensplan soll die Hamas entwaffnet und künftig keine Rolle mehr in der Verwaltung in Gaza spielen. Die radikal-islamische Organisation ist inzwischen weitgehend isoliert. Ist der Gazastreifen ohne Hamas realistisch?
    6 min
  • Bringen die Debatten über Ungleichheit zum Tag der Deutschen Einheit etwas?

    Pünktlich zum 35. Tag der Deutschen Einheit hat Elisabeth Kaiser, die neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, gestern ihren Jahresbericht vorgestellt. Jedes Jahr folgt darin die gleiche Bestandsaufnahme: Ostdeutsche besitzen weniger Vermögen, verdienen im Schnitt weniger, sind in den wichtigen Führungspositionen des Landes deutlich unterrepräsentiert und junge Menschen aus Ostdeutschland haben schlechtere Startchancen als Gleichaltrige aus Westdeutschland. Auch über Lösungen wird jedes Jahr diskutiert, doch verändert hat sich wenig. Das führt uns zu unserer Frage des Tages an die Journalistin und Autorin Jana Hensel: "Bringen diese Debatten über Ungleichheit eigentlich etwas?"

    5 min
  • Trump will 100-Prozent-Zoll auf im Ausland produzierte Filme: Meint er das ernst?

    Zölle gehören zu Donald Trumps liebsten Instrumenten der Politik. Seit Beginn seiner Amtszeit hat er immer wieder mit hohen Zöllen gedroht, um sie dann teilweise wieder zurückzunehmen, und die Weltwirtschaft damit ins Chaos gestürzt. Seine neuesten Zollpläne gelten der Filmwelt. Er kündigte an, 100 Prozent Zoll auf Filme zu erheben, die im Ausland produziert werden. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, er sehe die US-amerikanische Filmindustrie durch andere Länder benachteiligt und weiter: "Unser Filmgeschäft wurde den Vereinigten Staaten von Amerika von anderen Ländern gestohlen, so wie man einem Kind Süßigkeiten wegnimmt."

    Unsere Frage des Tages geht an den Filmemacher Andres Veiel: Kann Trump das ernst meinen mit den Zöllen auf Filme?

    6 min
  • Ist Deutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung wirklich vereint?

    35 Jahre nach der Wiedervereinigung gilt Deutschland offiziell als geeint – und doch zeigen Debatten, Wahlergebnisse und wirtschaftliche Unterschiede ein anderes Bild. Statt der von Helmut Kohl versprochenen "blühenden Landschaften" gibt es immer noch Ungleichheiten bei Einkommen und Vermögen und bei einem Teil der Ostdeutschen das Gefühl mangelnder politischer Repräsentation. Das führt uns zu unserer heutigen Frage des Tages an den Historiker Götz Aly: "Ist Deutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung wirklich vereint?"

    6 min
  • Nach den Kommunalwahlen: AfD setzt sich nicht durch. Ein Trend?
    In den Umfragewerten liegt die AfD aktuell VOR allen anderen Parteien und das bundesweit. Nun haben Wahlen haben am Wochenende stattgefunden, nicht nur bei uns in Brandenburg, sondern auch im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen. In vielen Kommunen entschieden sich die Wählerinnen und Wähler für ihre neuen oder auch alten Vertreterinnen und Vertreter.
    In Rheinsberg bleibt beispielsweise Bürgermeister Schwochow von den Freien Wählern, insgesamt haben sich Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber durchgesetzt, von den größeren Parteien gewann bisher nur die CDU Andre Freymuth in Teltow und mit Anja Heinrich in Elsterwerda. Die AfD hingegen hat anders als das Rekordniveau im Bund vermuten lässt, noch keine Kommune für sich entschieden. Noch, denn noch stehen ein paar Stichwahlen aus, in Oranienburg etwa oder in Bad Freienwalde. Dennoch: Ist das ein Trend, dass die AfD zwar stark bleibt, aber es letztendlich nicht an die Spitze der Verwaltungen schafft?
    Unsere Frage des Tages an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
    4 min
  • Geht China ab sofort beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voran?
    Nur einen Tag nachdem Donald Trump den Klimawandel in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte geleugnet und als "größten Betrug aller Zeiten" bezeichnet hat, hat sich Chinas Präsident Xi bewusst klimafreundlich positioniert. Auf einer Veranstaltung am Rande der UNO-Generaldebatte kündigte er an, sein Land werde die Emissionen innerhalb der nächsten zehn Jahre um sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Höchststand reduzieren und sechs Mal mehr Wind- und Sonnenenergie nutzen als noch 2020. China ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und gilt bisher als das Land mit den weltweit höchsten CO2-Emissionen.
    Geht China ab sofort beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voran? Das ist unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl.
    7 min
  • Muss die Union ihren Unvereinbarkeits-beschluss mit den Linken überdenken?

    Nach dem Austausch einer Kandidatin steht heute im Bundestag die Wahl der drei neuen Richter*innen für das Bundesverfassungsgericht an. Damit die im zweiten Anlauf endlich klappt, braucht die schwarz-rote Koalition Stimmen von Grünen und Linken, um nicht auf die Unterstützung der AfD angewiesen zu sein. Direkte Gespräche mit den Linken, wie sie z.B. Bundestagsvize Bodo Ramelow und Fraktionschefin Heidi Reichinnek gefordert hatten, verweigert sich die Union dennoch und verweist auf ihren Unvereinbarkeitsbeschluss. Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet daher: Muss die Union ihren Unvereinbarkeitsbeschluss mit den Linken überdenken, um zu Mehrheiten zu kommen?

    5 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…