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Frankreich durchlebt unruhige Zeiten. Premierminister Bayrou hat die Vertrauensfrage verloren, eine handlungsfähige Regierung ist nicht in Sicht. Gleichzeitig ruft die Bewegung Bloquons tout für heute zu landesweiten Blockaden und Protesten auf. Denn egal wer das Land regiert - aufgrund des hohen französischen Staatsdefizits stehen Sparmaßnahmen auf der Tagesordnung. Das Vertrauen in die Politik ist gering. Und diesen Trend gibt es auch in Deutschland. Drei von vier Bundesbürgern halten den Staat für überfordert. Die Umfragewerte für extremistische Parteien steigen. Erleben wir eine Krise der Demokratie? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet Paulina Fröhlich, Demokratieexpertin bei der Bertelsmann-Stiftung.
Jedes Jahr wählt die Gesellschaft für deutsche Sprache das "Wort des Jahres". Eine Jury um den Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser kürt das "Unwort des Jahres". Und nun gibt es auch das "Wortgetüm" des Jahres. Dieses Wort heißt wirklich so. Die Jury besteht aus einer Gruppe von Erwachsenen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz, die darauf hinweisen will, dass lange und komplizierte Wörter für sie kaum verständlich sind. Das Wortgetüm des Jahres 2025 ist "Antidiskriminierungsbeauftragte".
"Wort des Jahres", "Unwort des Jahres", "Wortgetüm" - Machen solche Wörter-Wahlen die Sprache besser? Auf unsere Frage des Tages antwortet der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
Der von Friedrich Merz angesichts des Haushaltsdefizits angekündigte "Herbst der Reformen" steht womöglich kurz bevor. Die Bundesregierung ringt um den Sozialstaat – und hier besonders erbittert um das Bürgergeld, das uns im letzten Jahr 47 Milliarden Euro gekostet hat. Merz plant, zukünftig mehrere Milliarden Euro einzusparen und das Bürgergeld durch eine "Neue Grundsicherung" abzulösen. Auch wenn Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die Debatte über den unbezahlbaren Sozialstaat am Wochenende als "Bullshit" bezeichnete, zeigte sie sich doch kompromissbereit: Für das kommende Jahr plant Bas beim Bürgergeld eine Nullrunde. Die Regelsätze sollen das zweite Jahr in Folge nicht erhöht werden. Und das sei lediglich der erste Schritt in Richtung Reform, hieß es am Wochenende aus der Fraktion. Die geplante Reform setze auch auf härtere Sanktionen. Wir fragen unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch: Brauchen wir eine Bürgergeld-Reform?
Vor zehn Jahren prägte Angela Merkels Satz "Wir schaffen das" die deutsche Politik und Gesellschaft. Heute steht das Land erneut vor großen Herausforderungen - von Energie- und Klimakrise über geopolitische Spannungen bis hin zu wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlicher Spaltung. Angesichts dieser Lage stellt sich die Frage: Brauchen wir nicht gerade jetzt wieder mehr von diesem "Wir schaffen das?". Das ist unsere Frage des Tages an den Journalisten Claudius Seidl.
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