Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Erleben wir eine Krise der Demokratie?

    Frankreich durchlebt unruhige Zeiten. Premierminister Bayrou hat die Vertrauensfrage verloren, eine handlungsfähige Regierung ist nicht in Sicht. Gleichzeitig ruft die Bewegung Bloquons tout für heute zu landesweiten Blockaden und Protesten auf. Denn egal wer das Land regiert - aufgrund des hohen französischen Staatsdefizits stehen Sparmaßnahmen auf der Tagesordnung. Das Vertrauen in die Politik ist gering. Und diesen Trend gibt es auch in Deutschland. Drei von vier Bundesbürgern halten den Staat für überfordert. Die Umfragewerte für extremistische Parteien steigen. Erleben wir eine Krise der Demokratie? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet Paulina Fröhlich, Demokratieexpertin bei der Bertelsmann-Stiftung.

    6 min
  • Unwort des Jahres | Wortgetüm des Jahres - Macht das die Sprache besser?

    Jedes Jahr wählt die Gesellschaft für deutsche Sprache das "Wort des Jahres". Eine Jury um den Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser kürt das "Unwort des Jahres". Und nun gibt es auch das "Wortgetüm" des Jahres. Dieses Wort heißt wirklich so. Die Jury besteht aus einer Gruppe von Erwachsenen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz, die darauf hinweisen will, dass lange und komplizierte Wörter für sie kaum verständlich sind. Das Wortgetüm des Jahres 2025 ist "Antidiskriminierungsbeauftragte".

    "Wort des Jahres", "Unwort des Jahres", "Wortgetüm" - Machen solche Wörter-Wahlen die Sprache besser? Auf unsere Frage des Tages antwortet der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.

    5 min
  • Ist es an der Zeit, die Gutverdienenden stärker zu belasten?
    Ohne Frage: Die Sozialversicherung in Deutschland braucht eine grundlegende Refom. In den vergangenen Wochen und Monaten ist darüber schon heftig diskutiert worden. Die Union würde zum Beispiel gern das Bürgergeld senken und die Anforderungen an dessen BezieherInnen erhöhen. Womit sich die SPD schwer tut. Jetzt will Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) an die Portemonnaies der Gutverdienenden. Sie hat vorgeschlagen, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben, also die Grenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge auf das Gehalt erhoben werden. Für den Beitrag zur Rentenversicherung läge diese dann 400 Euro höher als bisher. Aus der CDU gibt es dazu Widerspruch, aber auch von einigen Politikern Zustimmung. Unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann: Ist es an der Zeit, die Gutverdienenden stärker zu belasten?
    6 min
  • Ist Berlin auf dem Weg seinen Ruf als dysfunktionale Stadt zu verlieren?
    "Berlin ist arm, aber sexy." Dieser Satz ist 22 Jahre alt, aber als ihn der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zum ersten Mal sagte, hat er der Stadt Sympathie eingebracht. Das positive Image ist längst am Bröckeln. Wenn heute über Berlin gesprochen wird, geht es oft um Müll, Verkehrschaos oder Verwaltungspannen. Ein Fanal war, dass im September 2021 nicht einmal eine ordnungsgemäße Bundestagswahl sichergestellt werden konnte. Auch Bürgeramtstermine waren lange nur schwer zu bekommen. Doch an dieser Front zeichnet sich eine Entlastung ab. Im Juli wurden mehr Termine vergeben, als im vorigen Jahr - mehr als 80 Prozent davon mit einer Wartezeit unter zwei Wochen.
    Ist Berlin auf dem Weg, seinen Ruf als dysfunktionale Stadt zu verlieren? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet die Journalistin Jana Hensel.
    4 min
  • Funktioniert die schwarz-rote Koalition noch?
    „Bullshit“-Vorwürfe hier, eiserne Sparvorgaben da: Das Klima in der schwarz-roten Koalition ist angespannt – und das, obwohl die Sommerpause eine Gelegenheit gewesen wäre, die erhitzten Gemüter abkühlen zu lassen. Gestern Nachmittag haben sich in Berlin die Spitzen von Union und SPD zum Koalitionsausschuss getroffen.
    Merz und Bas sollen sich bei einem Abendessen im Kanzleramt ausgesprochen haben-erklärten ihren Streit für beendet- der Sozialstaat soll nicht zusammengekürzt, aber reformiert werden, hieß es...
    Friedrich Merz hatte schon zuvor einen "Herbst der Reformen" angekündigt. Doch die sind nur möglich, wenn die Parteien einig sind. - Funktioniert die schwarz-rote Koalition noch? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Autor und Journalist Mohamed Amjahid.
    5 min
  • Ist die Aufhebung von Tempo 30 auf Berliner Hauptstraßen sinnvoll?
    Der Berliner Senat will Geschwindigkeitsbeschänkungen aufheben. An 23 Hauptstraßen gilt tagsüber bald wieder Tempo 50 statt Tempo 30. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) argumentiert damit, dass die Luftqualität an den betroffenen Strecken sich verbessert habe. Damit sei der Grund, der zur Einführung der Tempolimits geführt habe, entfallen. Aus der Opposition, aber auch vom Koalitionspartner SPD, kommt scharfe Kritik. Die Senatorin habe sich gegen die Verkehrssicherheit entschieden, sagt Tino Schopf, der verkehrspolitische Sprecher der SPD. - Ist die Aufhebung von Tempo 30 auf Berliner Hauptstraßen sinnvoll? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet Paulina Fröhlich, Senior Expert beim Programm „Demokratie und Zusammenhalt“ der Bertelsmann Stiftung.
    5 min
  • Kann Steffen Krach die Berliner SPD retten?
    Die Berliner SPD hat ihren Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl 2026 gewählt - einstimmig. Steffen Krach soll den seit Jahren anhaltenden negativen Trend der Partei stoppen. Bei der letzten Wahl lag sie bei 18,4% - fast 10% hinter der CDU. Krach ist zurzeit Regionspräsident in seiner Geburtsstadt Hannover. Wie er sich gegen Kai Wegner von der CDU durchsetzen will, hat er gestern bei einer Pressekonferenz skizziert. Er will den Berlinern etwas von ihrem Alltagsstress nehmen, indem er für bezahlbare Mieten und verlässliche Kitas sorge. - Kann Steffen Krach die Berliner SPD retten? - Das ist heute unsere Frage des Tages an an die Journalistin und ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann.
    5 min
  • Brauchen wir eine Bürgergeld-Reform?

    Der von Friedrich Merz angesichts des Haushaltsdefizits angekündigte "Herbst der Reformen" steht womöglich kurz bevor. Die Bundesregierung ringt um den Sozialstaat – und hier besonders erbittert um das Bürgergeld, das uns im letzten Jahr 47 Milliarden Euro gekostet hat. Merz plant, zukünftig mehrere Milliarden Euro einzusparen und das Bürgergeld durch eine "Neue Grundsicherung" abzulösen. Auch wenn Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die Debatte über den unbezahlbaren Sozialstaat am Wochenende als "Bullshit" bezeichnete, zeigte sie sich doch kompromissbereit: Für das kommende Jahr plant Bas beim Bürgergeld eine Nullrunde. Die Regelsätze sollen das zweite Jahr in Folge nicht erhöht werden. Und das sei lediglich der erste Schritt in Richtung Reform, hieß es am Wochenende aus der Fraktion. Die geplante Reform setze auch auf härtere Sanktionen. Wir fragen unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch: Brauchen wir eine Bürgergeld-Reform?

    6 min
  • Brauchen wir mehr "Wir schaffen das"?

    Vor zehn Jahren prägte Angela Merkels Satz "Wir schaffen das" die deutsche Politik und Gesellschaft. Heute steht das Land erneut vor großen Herausforderungen - von Energie- und Klimakrise über geopolitische Spannungen bis hin zu wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlicher Spaltung. Angesichts dieser Lage stellt sich die Frage: Brauchen wir nicht gerade jetzt wieder mehr von diesem "Wir schaffen das?". Das ist unsere Frage des Tages an den Journalisten Claudius Seidl.

    6 min
  • Ist es richtig, beim neuen Wehrdienst auf Freiwilligkeit zu setzen?
    14 Jahre nach Aussetzen der Wehrpflicht hat das Bundeskabinett gestern den Gesetzentwurf für einen neuen Wehrdienst auf den Weg gebracht. Der setzt bisher noch größtenteils auf Freiwilligkeit. Zunächst soll ein Fragebogen an alle jungen Männer und Frauen verschickt werden, in dem das Interesse am Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen ihn ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Zahl der Soldat*innen damit in den nächsten zehn Jahren von 182.000 auf 260.000 aufstocken. Gelingt das nicht, müsse eine "Teilwiedereinführung der Wehrpflicht herbeigeführt" werden, so Pistorius.
    Ist es richtig, beim neuen Wehrdienst auf Freiwilligkeit zu setzen? Das ist unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong.
    5 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…