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Nach sechs Jahren Pause feierte der Sänger Xavier Naidoo gestern abend sein Comeback auf der Bühne in Köln. Er vertrat - lange vor der Pandemie - Verschwörungstheorien, äußerte sich immer wieder unter anderem antisemitisch sowie rechtsextremistisch. Das Landgericht Mannheim ermittelt in zwei Verfahren wegen Volksverhetzung gegen ihn. Dennoch: Die Fans stört es nicht, in Köln findet heute sogar einen Zusatzkonzert statt, was für Empörung sorgt. Immer wieder treten solche Diskussionen auf, zuletzt bei Auftritten von Till Lindemann, als der Rammstein-Sänger mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert wurde. Soll man Künstler*innen, die fragwürdige gar menschenverachtende Ansichten vertreten, auf der Bühne oder in der Öffentlichkeit feiern bzw. ihre Werke weiterlesen, schauen, genießen?
Lässt sich das Werk vom Künstler überhaupt trennen? Das ist unsere Frage des Tages heute an Paulina Fröhlich. Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.
Kanzler Merz empfängt in Berlin Delegationen aus den USA und der Ukraine, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zu sprechen. Am Montagabend soll mit westlichen Spitzenpolitikern und NATO-Vertretern weiter beraten werden. Die Ukraine will Sicherheitsgarantien von den USA und Europa und ein Waffenstillstand, der den aktuellen Frontverlauf einfriert. Kann Europa beim Ukraine-Gipfel in Berlin nun etwas bewirken? Unsere Frage des Tages beantwortet der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche wird auch bei uns immer wieder diskutiert. Australien setzt es ab heute als erstes Land weltweit um. Plattformen wie Tiktok, Instagram, Snapchat, Twitch, X oder Youtube müssen die Konten aller unter 16-Jährigen löschen, sonst drohen ihnen hohe Geldstrafen. Die australische Regierung will damit die psychische Gesundheit von Jugendlichen schützen. Während Gegner warnen, das Verbot könne mehr schaden als nutzen, warb Regierungschef Albanese gestern nochmal für das Verbot und riet Jugendlichen, statt des endlosen Scrollens Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen - persönlich und von Angesicht zu Angesicht. Wir fragen unsere Kommentatorin, die Schriftstellerin Nora Bossong: Ist ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige wie in Australien auch bei uns sinnvoll?
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