Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Soll Deutschland einen härteren Kurs gegenüber Israel einschlagen?
    Die humanitäre Lage im Gaza-Streifen hat katastrophale Ausmaße angenommen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Unterernährung unter den rund zwei Millionen Bewohnern "alarmierend". Um die Lage zu verbessern und den Druck auf Israel zu erhöhen, hatte die EU-Kommission Sanktionen vorgeschlagen. Doch Deutschland und andere EU-Länder wie Italien haben den Vorstoß abgelehnt.
    Zwar beteiligt sich Deutschland nun an internationalen Hilfsflügen für Gaza, aber Organisationen wie das Rote Kreuz oder Medico kritisieren diese Luftbrücke für längst nicht ausreichend. Kanzler Friedrich Merz behält sich weitere Schritte vor, wollte aber keine konkreten Maßnahmen benennen. Eine Mehrheit von 74 Prozent der Menschen in Deutschland ist laut einer Umfrage für eine schärfere Haltung der Bundesrepublik gegenüber Israel.
    Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet: "Soll Deutschland einen härteren Kurs gegenüber Israel einschlagen?"
    5 min
  • Braucht die Grüne Jugend eine weniger provokante Spitze?

    Sie zeigte sich in einem Pullover mit dem Aufdruck "ACAB - All Cops Are Bastards", sie stellte das Prinzip der Unschuldsvermutung in Frage und insinuierte kürzlich in einem Interview, dass die AfD im Falle einer Regierungsbeteiligung auch mit Waffen bekämpft werden müsse. Gestern hat Jette Nietzard, die Vorsitzende der Grünen Jugend, erneut für Wirbel gesorgt: In einer Videobotschaft auf Instagram kündigte sie an, im Oktober nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Sie warf der Mutterpartei unter anderem vor, sich bei Anfeindungen nicht mit ihr solidarisiert zu haben. Prominente Grünen-Politiker wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten auch schon ihren Parteiaustritt gefordert. Die Kommentare zu ihrem Rückzug fallen zwiespältig aus: Die einen bedauern ihn, andere halten ihn für längst überfällig. Unsere Frage des Tages lautet: "Braucht die Grüne Jugend eine weniger provokante Spitze?" Es antwortet die Journalistin Nicole Diekmann.

    6 min
  • Ist der Zoll-Deal mit den USA ein Gewinn für die EU?
    Das Urteil über die Einigung zwischen der EU und den USA in der Zollpolitik fällt hart aus: Europa kapituliere vor Donald Trump, war zu lesen. Das sei kein Deal, sondern Unterwerfung. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) fand noch deutlichere Worte: „Das Schlimmste ist, wie sich unsere EU-Chefin dazu erniedrigen lässt, Trump die Stiefel zu lecken und ihn auch noch als ‚harten – sogar fairen – Dealmaker‘ zu umschmeicheln", schrieb er auf X. Der Chef der europäischen Konservativen, Manfred Weber hingegen betonte, dass das Ergebnis besser sei als viele befürchtet hätten. "Es gibt der europäischen Wirtschaft Planungssicherheit.“ Fest steht: Ein Handelskrieg ist mit dem Deal vorerst abgewendet, die politischen Turbulenzen werden jedoch andauern.
    Unsere Frage des Tages lautet: "Ist der Zolldeal mit den USA ein Gewinn für die EU?" Es antwortet der Politikwissenschaftler Claus Leggewie.
    4 min
  • Ist eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt noch realistisch?
    Seit gestern lässt Israel wieder Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen im Gazastreifen zu. Außerdem wurden taktische Kampfpausen für Teile Gazas angekündigt. Doch eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes scheint weit entfernt zu sein. Um Frieden in der Region zu erreichen, werben viele politische Akteure nun wieder für die Zwei-Staaten-Lösung. In New York beginnt heute eine dreitägige UN-Konferenz, bei der dieses Thema diskutiert wird. Ist eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt überhaupt noch realistisch? Unsere "Frage des Tages" geht heute an den Journalisten Mohamed Amjahid.
    5 min
  • Brauchen wir einen härteren Kurs in der deutschen Israelpolitik?

    Die WHO warnt vor einer tödlichen Hungerkrise, mehr als 1000 Tote an Ausgabestellen, mindestens fünf Tote durch israelische Angriffe: Kaum eine Nachrichtensendung kommt zur Zeit ohne solche schrecklichen Nachrichten aus Gaza aus. Die humanitäre Lage dort ist katastrophal. Nach einem Bericht des Spiegels fordern mehr als 100 Diplomaten im Auswärtigen Amt eine deutlichere Kritik der Bundesregierung an der israelischen Regierung. Kritik am Nahostkurs kam auch aus der SPD-Fraktion, die die Bundesregierung dazu aufgefordert hat, sich einem Gaza-Friedensappell von 28 Staaten und der EU-Kommission anzuschließen. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalkisten Claudius Seidl lautet: "Brauchen wir einen härteren Kurs in der deutschen Israelpolitik?"

    6 min
  • Ist der Frauenfußball im Mainstream angekommen?
    „Dieser Kampfsport ist der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd.“ Mit dieser Begründung beschloss der DFB 1955 ein Damenfußballverbot. Diese Zeiten sind zum Glück schon lange vorbei. Weltweit wächst die Fangemeinde des Frauenfußballs. Beim Halbfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien gestern Abend war das Züricher Letzigrund Stadion ausverkauft. Wie schon bei der EM vor drei Jahren, bei der die deutsche Nationalelf im Finale gegen die englischen Gastgeberinnen verloren hat, erhoffen sich alle Beteiligten auch von dieser EM einen Boom für den Frauenfußball. Aber ist er schon im Mainstream angekommen? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
    6 min
  • Spremberg: Reicht die angekündigte Hilfe der Landesregierung?
    Eine Flut von Schmierereien, verfassungsfeindliche Symbole oder die Verherrlichung von Adolf Hitler mitten in der Stadt - Christine Herntier, Bürgermeisterin von Spremberg, hat im Spremberger Amtsblatt vor einer deutlichen Zunahme rechtsextremer Tendenzen in ihrer Stadt gewarnt und bekommt jetzt Unterstützung von Brandenburgs Innenminister René Wilke. Am Freitag soll es ein Treffen geben, bei dem Verfassungsschutz, Polizei und Schulamt beraten, wie die Stadt unterstützt werden kann.
    Der Filmemacher Andres Veiel hat sich in seiner Arbeit immer wieder mit rechter Gewalt beschäftigt. Unsere Frage des Tages an ihn lautet: "Reicht die angekündigte Hilfe der Landesregierung?"
    5 min
  • Antisemitismus, Fake News und Co - brauchen Geschichtslehrer bessere Fortbildungen?

    Der Deutsche Historikerverband kritisiert die zunehmend mangelnden Geschichtskenntnisse bei jungen Menschen und die Zunahme von Fake News. Geschichte werde häufig von Fachfremden unterrichtet, sagte Verbandschef Lutz Raphael in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das seien Schwächen, die sich am Ende rächen würden. Geschichtsunterricht gehöre zur Demokratiebildung, deswegen müssten Lehrkräfte besser geschult werden. Sie dürften nicht vor einer Mischung aus pubertärer Provokation und Halbwissen kapitulieren. Unsere Frage des Tages an den Historiker Götz Aly lautet: Müssten Geschichtslehrer für diese neuen Herausforderungen besser weiterqualifiziert werden als bisher?

    5 min
  • Hat das ARD-Sommerinterview der AfD geschadet oder genützt?

    Das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel nahe Bundestag wurde gestern vom lautstarken Protest der Gruppe "Zentrum für Politische Schönheit" begleitet. Obwohl die AfD-Chefin die Fragen des Moderators Markus Preiß kaum verstanden hat, wurde das Gespräch nicht unterbrochen. Darin beschuldigte Weidel die "linke, woke Seite", einen Kulturkampf zu führen und bezeichnete Bundeskanzler Merz erneut als Lügenkanzler, weil er ihrer Meinung nach seine Wahlversprechen gebrochen hätte. Auch sah die AfD-Politikerin keinen Grund, den Kurs ihrer Partei zu ändern, obwohl sie im Mai vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft wurde. Unsere "Frage des Tages" an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch lautet: Hat das ARD-Sommerinterview der AfD geschadet oder genützt?

    5 min
  • Geburtenrate sinkt auf neuem Tiefstand: Hat der Staat versagt?

    In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Die Geburtenrate ist im vergangenen Jahr erneut gesunken und liegt nun bei 1,35 Kinder je Frau. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: In Berlin bekommen Frauen mit durchschnittlich 1,21 am wenigsten Kinder, in Niedersachsen mit 1,42 am meisten. Im Osten liegt die Rate deutlich unter der im Westen. Ähnlich niedrige Werte gab es in Deutschland zuletzt in den Neunzigerjahren und den ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Um gegenzusteuern, wurden 2007 unter der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen Elterngeld und Elternzeit eingeführt. Ziel war es, die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zu ermöglichen.

    Unsere Frage des Tages lautet: "Die Geburtenrate sinkt auf neuen Tiefstand: Hat der Staat versagt?" Es antwortet die Journalistin Nicole Diekmann.

    6 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…