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Sie zeigte sich in einem Pullover mit dem Aufdruck "ACAB - All Cops Are Bastards", sie stellte das Prinzip der Unschuldsvermutung in Frage und insinuierte kürzlich in einem Interview, dass die AfD im Falle einer Regierungsbeteiligung auch mit Waffen bekämpft werden müsse. Gestern hat Jette Nietzard, die Vorsitzende der Grünen Jugend, erneut für Wirbel gesorgt: In einer Videobotschaft auf Instagram kündigte sie an, im Oktober nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Sie warf der Mutterpartei unter anderem vor, sich bei Anfeindungen nicht mit ihr solidarisiert zu haben. Prominente Grünen-Politiker wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten auch schon ihren Parteiaustritt gefordert. Die Kommentare zu ihrem Rückzug fallen zwiespältig aus: Die einen bedauern ihn, andere halten ihn für längst überfällig. Unsere Frage des Tages lautet: "Braucht die Grüne Jugend eine weniger provokante Spitze?" Es antwortet die Journalistin Nicole Diekmann.
Die WHO warnt vor einer tödlichen Hungerkrise, mehr als 1000 Tote an Ausgabestellen, mindestens fünf Tote durch israelische Angriffe: Kaum eine Nachrichtensendung kommt zur Zeit ohne solche schrecklichen Nachrichten aus Gaza aus. Die humanitäre Lage dort ist katastrophal. Nach einem Bericht des Spiegels fordern mehr als 100 Diplomaten im Auswärtigen Amt eine deutlichere Kritik der Bundesregierung an der israelischen Regierung. Kritik am Nahostkurs kam auch aus der SPD-Fraktion, die die Bundesregierung dazu aufgefordert hat, sich einem Gaza-Friedensappell von 28 Staaten und der EU-Kommission anzuschließen. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalkisten Claudius Seidl lautet: "Brauchen wir einen härteren Kurs in der deutschen Israelpolitik?"
Der Deutsche Historikerverband kritisiert die zunehmend mangelnden Geschichtskenntnisse bei jungen Menschen und die Zunahme von Fake News. Geschichte werde häufig von Fachfremden unterrichtet, sagte Verbandschef Lutz Raphael in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das seien Schwächen, die sich am Ende rächen würden. Geschichtsunterricht gehöre zur Demokratiebildung, deswegen müssten Lehrkräfte besser geschult werden. Sie dürften nicht vor einer Mischung aus pubertärer Provokation und Halbwissen kapitulieren. Unsere Frage des Tages an den Historiker Götz Aly lautet: Müssten Geschichtslehrer für diese neuen Herausforderungen besser weiterqualifiziert werden als bisher?
Das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel nahe Bundestag wurde gestern vom lautstarken Protest der Gruppe "Zentrum für Politische Schönheit" begleitet. Obwohl die AfD-Chefin die Fragen des Moderators Markus Preiß kaum verstanden hat, wurde das Gespräch nicht unterbrochen. Darin beschuldigte Weidel die "linke, woke Seite", einen Kulturkampf zu führen und bezeichnete Bundeskanzler Merz erneut als Lügenkanzler, weil er ihrer Meinung nach seine Wahlversprechen gebrochen hätte. Auch sah die AfD-Politikerin keinen Grund, den Kurs ihrer Partei zu ändern, obwohl sie im Mai vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft wurde. Unsere "Frage des Tages" an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch lautet: Hat das ARD-Sommerinterview der AfD geschadet oder genützt?
In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Die Geburtenrate ist im vergangenen Jahr erneut gesunken und liegt nun bei 1,35 Kinder je Frau. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: In Berlin bekommen Frauen mit durchschnittlich 1,21 am wenigsten Kinder, in Niedersachsen mit 1,42 am meisten. Im Osten liegt die Rate deutlich unter der im Westen. Ähnlich niedrige Werte gab es in Deutschland zuletzt in den Neunzigerjahren und den ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Um gegenzusteuern, wurden 2007 unter der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen Elterngeld und Elternzeit eingeführt. Ziel war es, die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zu ermöglichen.
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